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Kifmann, M., Lorenz, N. Der optimale “Risikopool“ zur Vermeidung von Risikoselektion. Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, 73(4), 539-554. https://doi.org/10.3790/vjh.73.4.539
Kifmann, Mathias and Lorenz, Normann "Der optimale “Risikopool“ zur Vermeidung von Risikoselektion" Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 73.4, , 539-554. https://doi.org/10.3790/vjh.73.4.539
Kifmann, Mathias/Lorenz, Normann: Der optimale “Risikopool“ zur Vermeidung von Risikoselektion, in: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, vol. 73, iss. 4, 539-554, [online] https://doi.org/10.3790/vjh.73.4.539

Format

Der optimale “Risikopool“ zur Vermeidung von Risikoselektion

Kifmann, Mathias | Lorenz, Normann

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Vol. 73 (2004), Iss. 4 : pp. 539–554

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Author Details

1Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Konstanz.

2Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Konstanz.

Abstract

In diesem Beitrag stellen wir eine Methode zur Bestimmung des optimalen Risikopools in der gesetzlichen Krankenversicherung vor. Unser Hauptergebnis ist, dass eine Erstattung der Kosten bei einem bestimmten Kostenniveau die Anreize zur Risikoselektion am stärksten mindert, wenn ein relativ großer Anteil der hohen Risiken mindestens dieses Kostenniveau erreicht. Eine Kostenerstattung ist hingegen nicht wünschenswert, wenn viele Personen genau dieses Kostenniveau erreichen und so die Anreize für wirtschaftliches Handeln geschwächt werden. Eine empirische Studie anhand von Daten einer schweizerischen Krankenversicherung zeigt, dass sich der optimale Risikopool stark von der gegenwärtigen Ausgestaltung des deutschen Risikopools unterscheiden kann: Es ist sogar möglich, dass der gegenwärtige Risikopool die Anreize zur Risikoselektion verstärkt. Risikoselektion wird vielmehr dann am effektivsten vermindert, wenn die Ausgaben nur bis zu einem Schwellenwert erstattet werden.

Abstract

In this paper, we present a method to derive the optimal cost sharing formula to reduce risk selection in community-rated health insurance markets. Our main result is that selection incentives are reduced most effectively when costs are reimbursed where the share of high risk types exceeding this cost level is comparatively large. For efficiency reasons, cost sharing is not desirable at cost levels with a high concentration of individuals. Using individual health cost data from a Swiss health insurer, we show that an optimal cost sharing scheme may differ sharply from the current cost sharing formula used in Germany. It is even possible that the current cost sharing formula increases the incentives for risk selection. Risk selection is reduced most effectively if costs are reimbursed only up to a limit.