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Ökonomische Analyse politischer Institutionen

Cite BOOK

Style

Vollmer, U. (Ed.) (2008). Ökonomische Analyse politischer Institutionen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52983-4
Vollmer, Uwe. Ökonomische Analyse politischer Institutionen. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52983-4
Vollmer, U (ed.) (2008): Ökonomische Analyse politischer Institutionen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52983-4

Format

Ökonomische Analyse politischer Institutionen

Editors: Vollmer, Uwe

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 320

(2008)

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Book Details

Abstract

Sind Liberalismus und Demokratie widersprüchliche Ideale? Ist das deutsche Parteiensystem effizient organisiert? Warum delegiert ein Staat hoheitliche Aufgaben auf private Anbieter? Ist es überhaupt rational, Steuern zu zahlen?

Diese und andere Fragen thematisierten die Autoren und unterziehen Institutionen aus der Politik einer ökonomischen Analyse. Zunächst wird das Verhältnis von Demokratie und Liberalismus beleuchtet, zwischen denen ein Spannungsverhältnis zu bestehen scheint, wenn Vertreter des Liberalismus die persönliche Freiheit betonen und umgekehrt Befürworter demokratischer Entscheidungsfindung großen Wert auf Bürgersouveränität legen.

Hieran anschließend wird das deutsche Parteiensystem betrachtet, das den Parteien einen umfassenden, aus einem formalen Legitimationsmonopol abgeleiteten Machtanspruch einräumt. Politische Karriere setzt deshalb zumeist Parteienmitgliedschaft voraus, was zwar hohe Disziplinierungswirkungen entfaltet, sich aber negativ auf Partizipation und Repräsentativität bei der Rekrutierung zu politischen Ämtern auswirkt.

Ein weiteres Thema des Bandes sind hybride Regulierungen, die öffentliche und private Regulierungselemente miteinander verbinden, weil entweder die Inhaltssetzung oder die Durchsetzung von Regeln privat erfolgt. Sie resultieren aus einem Kosten-Nutzen-Kalkül, wobei hybride Lösungen vor allem bei transnationalen Transaktionen bessere Ergebnisse als rein staatliche oder rein private Regulierungen erzielt. Schließlich präsentiert der Band eine Lösung für das "tax payer puzzle" und erklärt, warum Steuerzahler weit weniger Steuern hinterziehen oder schwächer auf mögliche Strafandrohungen reagieren, als dies Erwartungsnutzenkalküle vorhersagen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Uwe Vollmer: Einführung 9
Viktor J. Vanberg: On the Complementarity of Liberalism and Democracy. A Reading of F. A. Hayek and J. M. Buchanan 13
A. Introduction 13
B. Liberalism and Private Autonomy 14
C. Constitutional Liberalism and Individual Sovereignty 16
D. Hayek on Democracy and Liberalism 18
E. Democracy: Majority Rule and Citizen Sovereignty 20
F. Individual Sovereignty: The Normative Foundation of Liberalism and Democracy 25
G. The Liberal and Democratic Ideal of a Privilege-Free Order 27
H. Improving Democracy: Hayek’s Proposal for Institutional Reform 29
I. Conclusion 32
References 33
Helmut Leipold: Korreferat zu dem Beitrag von Viktor J. Vanberg. On the Complementarity of Liberalism and Democracy 37
Literatur 40
Jörn Kruse: Parteienmonopol und Dezentralisierung der Politik 41
A. Einleitung 41
B. Staatliche Institutionen und Problemfelder 42
I. Institutionen und Entscheidungen 42
II. Politik-Kern und Fachinstitutionen 44
1. Politik-Kern 44
2. Judikative und Fach-Institutionen 46
III. Staatliche Problemfelder – Präferenzrelevanz und Fachkompetenz 47
C. Legitimationsmonopol der politischen Klasse und Dominanz der Parteien 51
I. Kollektive Delegation und das Monopol für formale demokratische Legitimation 51
II. Parteien-Konkurrenz und Parteien-Kartell / -Monopol für ihre Interessen 54
III. Dominanz der Parteien 56
IV. Rekrutierung von Politikern 58
D. Weitreichende Macht der Parteien 60
I. Parteien-Einfluss auf die Fachinstitutionen 60
II. Delegation der Judikative 62
III. Demokratische Regeln, Unabhängigkeit und Kompetenz-Kompetenz 62
E. Senat als zweite Kammer 65
I. Reformperspektive: Dezentralisierung der demokratischen Legitimation und der politischen und staatlichen Macht 65
II. Institutionelle Struktur und Wahl des Senats 67
III. Aufgaben des Senats 68
1. Delegation 68
2. Demokratische Regeln und formale Kompetenzen 70
3. Gesetzgebung und inhaltliche Regeln 70
F. Fazit 71
Literatur 72
Uwe Vollmer: Korreferat zu dem Beitrag von Jörn Kruse. Parteienmonopol und Dezentralisierung der Politik 75
Klaus Heine: Hybride Regulierung. Zum Einfluss politischer Institutionen auf private Regelsetzung 79
A. Einleitung 79
B. Das Instrument der hybriden Regulierung 80
I. Was sind hybride Regulierungen? 80
II. Hybride Regulierungen in der Wirtschaftsgeschichte und als Forschungsgegenstand 82
III. Die Bedeutungszunahme hybrider Regulierung 84
C. Hybride Regulierungen als Governance-Mechanismus 88
I. Transaktionsvorteile privater Regulierung 88
1. Professionalisierung 88
2. Glaubwürdigkeit und Reputation 90
3. Größenvorteile durch Netzeffekte 92
II. Transaktionsnachteile privater Regulierung 94
1. Indirekte Netzeffekte 94
2. Pfadabhängigkeiten 95
3. Zugang und Ausschluss 96
D. Hybride Regulierung, Governance und Legitimation 98
I. Hybride Regulierung als determinierte Form der Governance 98
II. Hybride Regulierung als spontane Form der Governance 101
III. Legitimation und institutioneller Wettbewerb 103
E. Zusammenfassung 106
Literatur 107
Theresia Theurl: Korreferat zu dem Beitrag von Klaus Heine. Hybride Regulierung. Zum Einfluss politischer Institutionen auf private Regelsetzung 113
A. Aktuelle und relevante Fragestellung 113
B. Inhalte der hybriden Regulierung 114
I. Hybride Institutionen 114
II. Public Ordering und staatliche Regulierung 115
C. Komparative Analyse von Regulierungsregimen 117
D. Wettbewerbsordnung und Regulierungswettbewerb 118
E. Zusammenfassung 119
Literatur 119
Roland Kirstein: Bayesianische Steuerbehörden und das Tax Payer Puzzle 121
A. Einleitung 121
B. Steuerhinterziehung im Becker-Modell und im „inspection game“ 124
I. Preistheoretische Sicht 124
II. Spieltheorische Sicht 125
C. Bayesianische Steuerbehörden 129
I. Das Modell 130
II. Nash-Gleichgewichtsanalyse 132
III. Perfekt-bayesianische Gleichgewichte 133
D. Ergebnis und Ausblick 139
Literatur 140
Herbert Brücker: Korreferat zu dem Beitrag von Roland Kirstein. Können Bayesianische Steuerbehörden das Tax Payer Puzzle erklären? 143
A. Einleitung 143
B. Stand der Diskussion 144
C. Der Beitrag des Kirstein-Modells 145
D. Diskussion 147
Literatur 148
Zu den Autoren 149