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Zur Bedeutung und Zukunft dezentraler Banken für die KMU-Finanzierung in Deutschland

Gärtner, Stefan | Flögel, Franz

ZfKE – Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship, Vol. 65 (2017), Iss. 1-2: pp. 41–60

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Dr. Stefan Gärtner, Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule, Munscheidstraße 14, D - 45886 Gelsenkirchen

  • Dr. Stefan Gärtner (Bankkaufmann, Dipl.-Ing. Raumplanung, Stadtplaner) ist Leiter des Forschungsschwerpunkts Raumkapital am Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Regionalentwicklung und regionale Strukturpolitik, nachhaltiges Wirtschaften sowie Raum und Banken. Er promovierte zur Bedeutung von Sparkassen für eine ausgewogene Regionalentwicklung in Deutschland.
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Franz Flögel M. A., Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule, Munscheidstraße 14, D - 45886 Gelsenkirchen

  • Franz Flögel, M. A., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsschwerpunkts Raumkapital am Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Er studierte Humangeografie, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Universität Potsdam, der Humboldt Universität zu Berlin und der University of Nottingham. Seine Forschungsschwerpunkte sind Finanzgeografie, insbesondere Banken und Raum, Regionalentwicklung und Konsumption / Einzelhandel.
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Abstract

Dieser Beitrag diskutiert die Bedeutung und Zukunftsfähigkeit der dezentralen Sparkassen und Kreditgenossenschaften aus einer räumlich-geografischen Perspektive. Er zeigt auf, dass die konstitutiven Elemente des dezentralen Bankings  – regionale Marktorientierung und Vor-Ort-Entscheidungskompetenz  – erhalten geblieben sind und dezentrale Banken auch in schwachen Regionen und in Krisenzeiten erfolgreich agieren. Der Beitrag zeigt die zunehmende Bedeutung dezentraler Sparkassen und Kreditgenossenschaften im Kreditgeschäft kleinerer und mittlerer Unternehmen auf. Die expansive Geldpolitik sowie die Maßnahmen der neuen Bankenregulierung gefährden jedoch die konstitutiven Elemente des dezentralen Bankings: So fördert die Niedrigzinsphase die Disintermediation und bedroht daher die regionale Marktorientierung; Filialschließungen, Fusionen und Standardisierungen gehen zulasten der Vor-Ort-Entscheidungskompetenz. Unsere Befunde verdeutlichen jedoch auch die Vorteile dezentraler Banken in der Niedrigzinsphase.