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Geldpolitik und Vermögensmärkte

Cite JOURNAL ARTICLE

Style

Dreger, C., Wolters, J. Geldpolitik und Vermögensmärkte. Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, 78(1), 56-65. https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.56
Dreger, Christian and Wolters, Jürgen "Geldpolitik und Vermögensmärkte" Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 78.1, , 56-65. https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.56
Dreger, Christian/Wolters, Jürgen: Geldpolitik und Vermögensmärkte, in: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, vol. 78, iss. 1, 56-65, [online] https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.56

Format

Geldpolitik und Vermögensmärkte

Dreger, Christian | Wolters, Jürgen

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Vol. 78 (2009), Iss. 1 : pp. 56–65

4 Citations (CrossRef)

Additional Information

Article Details

Dreger, Christian

  • Christian Dreger, Dr. habil., Diplom-Volkswirt, seit Ende 2005 am DIW Berlin, seit 2008 Leitung der Abteilung Konjunktur. Von 1996–2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Abteilungen Arbeitsmarkt sowie Konjunktur und Wachstum. Dissertation zu Wechselkursmodellen und Habilitation zu zeitreihenökonometrischen Methoden an der Universität Kassel, Studium an der FU Berlin. Autor und Herausgeber zahlreicher Monographien und Zeitschriftenartikel. Arbeitsschwerpunkte: Konjunkturanalyse und -prognose, panelökonometrische Methoden, makroökonometrische Modelle, monetäre Ökonomie.
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Wolters, Jürgen

  • Jürgen Wolters, Prof. (a. D.) Dr. rer. Pol. Dipl.-Math. Von 1982 bis 2008 Lehre an der FU Berlin und Inhaber des Lehrstuhls für Ökonometrie. Zuvor 1972 Dissertation über “Spektralanalytische Schätzung linearer dynamischer Systeme“ und Habilitation an der Universität Mannheim über “Stochastic Dynamic Properties of Linear Econometric Models“ mit der venia legendi für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie. Wissenschaftlicher Mitarbeiter seit 1966 und wissenschaftlicher Assistent seit 1972 am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre II an der Universität Mannheim. 1979 bis 1980 hauptamtliche Vertretung des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie II, Universität Mannheim. 1980 bis 1982 Professur auf Zeit für Angewandte Ökonometrie, Universität Mannheim. Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen (u. a. neun Bücher und sechzig Fachaufsätze). Mitherausgeber von International Economics and Economic Policy. Arbeits- und Forschungsgebiete: Angewandte Ökonometrie, Zeitreihenanalyse, empirische monetäre Makroökonomie, Zinsstruktur und Konjunkturentwicklung.
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Abstract

Die Transmission monetärer Impulse auf zunehmend integrierten Finanzmärkten ist von herausragender Bedeutung für die Zentralbanken. Falls die starke Ausweitung der Liquidität in den letzten Jahren zu den Preisübertreibungen an den Finanzmärkten beigetragen hat, könnte die Einbeziehung von Vermögenspreisen in die geldpolitische Reaktionsfunktion dazu beitragen, potenzielle negative Konsequenzen für die Realwirtschaft zu vermeiden, die bei einem Platzen der spekulativen Blasen entstehen. Andererseits wäre im Fall steigender Vermögenspreise eine restriktivere Geldpolitik erforderlich, die die Dynamik von Produktion und Beschäftigung reduziert.

Um weitere Einsichten in diese Zusammenhänge zu erhalten, werden im Folgenden die Wirkungen monetärer Schocks auf die realen Aktien- und Immobilienpreise untersucht. Dabei werden vektorautoregressive (VAR)-Modelle für die USA, den Euroraum, Japan und Großbritannien spezifiziert. Während die Geldpolitik keinen Einfluss auf die Entwicklung an den Aktienmärkten hat, ist ein signifikanter Effekt für die Immobilienmärkte nachweisbar. In diesem Segment könnte eine restriktivere Geldpolitik bei nicht fundamental begründeten Preissteigerungen tatsächlich dämpfend auf die Entwicklung wirken. Die realwirtschaftlichen Folgen einer solchen Strategie sind allerdings nicht gleichmäßig über die Länder verteilt. Kontraktive Wirkungen auf Produktion und Beschäftigung sind vor allem in Großbritannien und im Euroraum zu erwarten. Daher ist eine entsprechende Ausrichtung der Geldpolitik vor allem für diese Länder problematisch.

Abstract

The appropriate design of monetary policy in integrated financial markets is one of the most challenging areas for central banks. One hot topic is whether the rise in liquidity in recent years has contributed to the formation of price bubbles in asset markets. In this case, the inclusion of asset prices in the monetary policy rule can eventually limit speculative runs in the future to avoid negative effects on the real economy. On the other hand, a leaning against the wind policy would be likely more restrictive and could bear the risk of significant losses in output and employment.

This paper examines the impacts of liquidity and interest shocks on real share and house prices. VAR models for the US, the euro area, Japan and the UK are considered. While monetary policy does not affect share prices, it has a substantial impact on house prices. Hence, a more restrictive monetary policy could reduce non fundamental price developments in this area. However, the gains from a policy response to asset prices are unequally distributed across the economies. While it seems not very harmful in the US, it has negative effects on output especially in the UK and the euro area. Therefore, a leaning against the wind policy appears to be more critical for these regions.

JEL Classifications: E44, G10, C32, C52