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Cite JOURNAL ARTICLE

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Bley, A. Gut geschlagen – Geldpolitik der EZB in der Finanzmarktkrise. Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, 78(1), 66-82. https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.66
Bley, Andreas "Gut geschlagen – Geldpolitik der EZB in der Finanzmarktkrise" Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 78.1, , 66-82. https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.66
Bley, Andreas: Gut geschlagen – Geldpolitik der EZB in der Finanzmarktkrise, in: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, vol. 78, iss. 1, 66-82, [online] https://doi.org/10.3790/vjh.78.1.66

Format

Gut geschlagen – Geldpolitik der EZB in der Finanzmarktkrise

Bley, Andreas

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Vol. 78 (2009), Iss. 1 : pp. 66–82

Additional Information

Article Details

Bley, Andreas

  • Andreas Bley, Dr. rer. pol., Dipl.-Vw.. Studium der Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Promotion an der Freien Universität Berlin. 1997–2001 Volkswirtschaftliche Abteilung der Landeszentralbank in Berlin und Brandenburg, Berlin. Ab 2001 Volkswirtschaftliche Abteilung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Berlin. Seit 2008 Leiter der Abteilung Volkswirtschaft/Mittelstandspolitik des BVR.
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Abstract

Die EZB hat während der Finanzkrise insgesamt die richtigen Entscheidungen getroffen. Das moderne und flexible geldpolitische Instrumentarium musste im Verlauf der Krise nur wenig angepasst werden, um die Banken ausreichend mit Liquidität zu versorgen. Die Zinspolitik stand bis zum Sommer 2008 unter dem Eindruck der hohen und steigenden Inflation der Verbraucherpreise und einer noch soliden realwirtschaftlichen Entwicklung. Die Zinserhöhung im Juli 2008 war daher vertretbar, aber nicht zwingend. Als Reaktion auf die ruckartige Eintrübung der Konjunktur und die Zuspitzung der Finanzmarktkrise im September 2008 schwenkte die EZB zu Recht auf einen deutlich expansiven geldpolitischen Kurs ein. Gleichzeitig erleichterte sie den Zugang zur Refinanzierung angesichts eines weitgehend ausgetrockneten Interbankenhandels.

Abstract

During the financial crisis the ECB has done its job quite properly. To secure an adequate provision of liquidity its monetary policy framework had not needed to be adjusted in fundamental ways. Interest rate policy was conducted under the influence of still sound economic fundamentals and high and rising consumer price inflation until summer 2008. Thus, the interest rate hike in July was justifiable, although not imperative. Thereafter, the sudden deterioration of the business cycle and the increased strain in the money market forced the ECB to switch over to an expansionary policy stance. At the same time the ECB eased access to central bank liquidity in the face of a dried up money market.

JEL Classification: E52, E58