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Grosche, N (2021). Effektive Kompetenzabgrenzung aufgrund oder durch Verhältnismäßigkeit?. Der Staat, 60(2), 273-296. https://doi.org/10.3790/staa.60.2.273
Grosche, Nils (2021). "Effektive Kompetenzabgrenzung aufgrund oder durch Verhältnismäßigkeit?" Der Staat, vol. 60no. 2, 2021 pp. 273-296. https://doi.org/10.3790/staa.60.2.273
Grosche, N (2021). Effektive Kompetenzabgrenzung aufgrund oder durch Verhältnismäßigkeit?. Der Staat, Vol. 60 (Issue 2), pp 273-296. https://doi.org/10.3790/staa.60.2.273

Format

Effektive Kompetenzabgrenzung aufgrund oder durch Verhältnismäßigkeit?

Grosche, Nils

Der Staat, Vol. 60 (2021), Iss. 2 : pp. 273–296

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PD Dr. Nils Grosche, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Rechtswissenschaften, Theodor-W.-Adorno-Platz 4, 60629 Frankfurt am Main

Abstract

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit steht im Zentrum der Auseinandersetzung über die Kompetenzabgrenzung durch die Verfassungsgerichte im europäischen Verfassungsverbund. Auf den ersten Blick wirkt seine Heranziehung schlicht als fortgesetzte Proliferation eines gleichermaßen tradierten wie profilierten öffentlich-rechtlichen Maßstabs in einem unionseigenen Kontext, dem Vorgaben für die Kompetenzabgrenzung einfach entnommen werden können. Der Beitrag behandelt die Möglichkeit einer hiervon abzugrenzenden Verständnisweise des Abstellens auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz seitens des Bundesverfassungsgerichts. Hiernach soll die Anknüpfung an den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz lediglich dazu dienen, spezifische Anforderungen an eine effektive Kompetenzabgrenzung einzulösen, ohne diese notwendig selbst zu enthalten. Die in Rede stehenden Anforderungen sind Antworten auf ein bestimmtes Problem: die Fähigkeiten des Normadressaten, durch geschickte Konstruktionen Kompetenzbindungen abzustreifen.

The principle of proportionality is at the center of the judicial controversy concerning the question of EU institutions exceeding their respective competences. At first glance the reference to the principle of proportionality simply marks a new use case of a ubiquitously utilized standard of judicial review entailing specific requirements for the delimitation of competences. The article argues for a different perception of the application of the principle of proportionality by the German Federal Constitutional Court. According to this perception the principle of proportionality serves as a proxy in order to incorporate certain requirements for the effective delimitation of competences. These requirements are triggered by a specific problem: the capabilities of an addressee of a rule to circumvent it via smart design.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Nils Grosche: Effektive Kompetenzabgrenzung aufgrund oder durch Verhältnismäßigkeit? 273
I. Einleitung 273
II. Einordnung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes 275
1. Hintergrund 275
2. Unterschiedliche Möglichkeiten eines Abstellens auf die Verhältnismäßigkeit 276
3. Verwendung von Verhältnismäßigkeit im PSPP-Urteil 279
III. Geschicklichkeit der Normadressaten als Problem bei der Kompetenzabgrenzung 280
1. Normativität und das Ausweichpotential der Normadressaten 280
2. Kennzeichen von geschicktem Ausweichverhalten und Herausforderung für die Rechtskontrolle 273
3. Kreation von Nebenfolgeneffekten als Form geschickten Ausweichverhaltens 273
4. „Mittelbarkeit” von Auswirkungen 273
IV. Effektive Kompetenzabgrenzung? 273
1. Vorganglösung 273
2. Ergebnislösung 274
V. Fazit 274