Menu Expand

Cite JOURNAL ARTICLE

Style

Weber, R. Die „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“. . Eine institutionelle und rechtskulturelle Kontextualisierung des Gerichtshofs der Europäischen Union. Der Staat, 60(2), 297-334. https://doi.org/10.3790/staa.60.2.297
Weber, Ruth. "Die „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“. Eine institutionelle und rechtskulturelle Kontextualisierung des Gerichtshofs der Europäischen Union. " Der Staat 60.2, , 297-334. https://doi.org/10.3790/staa.60.2.297
Weber, Ruth: Die „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“, in: Der Staat, vol. 60, iss. 2, 297-334, [online] https://doi.org/10.3790/staa.60.2.297

Format

Die „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“

Eine institutionelle und rechtskulturelle Kontextualisierung des Gerichtshofs der Europäischen Union

Weber, Ruth

Der Staat, Vol. 60 (2021), Iss. 2 : pp. 297–334

Additional Information

Article Details

Pricing

Author Details

Dr. Ruth Weber, DFG-Graduiertenkolleg DynamInt, Juristische Fakultät, Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Abstract

Als „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“ bezeichnet Koen Lenaerts die Institution, deren Präsident er ist: den Gerichtshof der Europäischen Union. Ziel dieses Texts ist es, diese Selbstbeschreibung zu überprüfen. Neben einer Betrachtung der verfahrens- und organisationsrechtlichen Vorgaben ist dabei zentral, die Beratungskultur und den Begründungsstil des EuGH aus einer institutionellen und rechtskulturellen Perspektive zu beleuchten. Anhand des Vorabentscheidungsersuchens wird der EuGH zunächst als zentraler Akteur im europäischen Verfassungsgerichtsverbund vorgestellt. Der Vergleich mit den Verfassungsgerichtsbarkeiten Deutschlands und Frankreichs lässt die Alleinstellungsmerkmale des EuGH besser verstehen. Schließlich zeigt sich, dass der EuGH aufgrund historischer Entwicklungen der EU, insbesondere ihrer Erweiterungen, einem Wandel unterlegen ist und zugleich fortdauernde institutionelle Eigenheiten herausgebildet hat.

The President of the Court of Justice of the European Union, Koen Lenaerts, describes it as a “legal laboratory of integration”. The aim of this text is to review this self-description. In addition to the procedural and organisational requirements, it is crucial to shed light on the deliberative culture and the style of reasoning of the ECJ from an institutional and legal-cultural perspective. An analysis of the preliminary ruling presents the ECJ as a central figure in the European constitutional court network. A comparison with the German and French constitutional jurisdictions provides a better understanding of the ECJ’s distinctive features. Finally, it becomes apparent that the ECJ is subject to change due to the historical developments of the EU, especially the enlargements, and at the same time has developed its own enduring institutional characteristics.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Ruth Weber: Die „Rechtsfindungswerkstatt der Integration“ 297
Eine institutionelle und rechtskulturelle Kontextualisierung des Gerichtshofs der Europäischen Union 297
I. Einleitung 297
II. Kontextualisierung anhand des Vorabentscheidungsverfahrens 298
1. Formale und inhaltliche Vorgaben für die Vorlagen der mitgliedstaatlichen Gerichte 299
2. Die unterschiedliche Vorlagehäufigkeit und deren Ursachen 301
3. Die Beteiligung und der Einfluss der mitgliedstaatlichen Regierungen 303
III. Das Selbstverständnis mitgliedstaatlicher Verfassungsgerichte am Beispiel von Frankreich und Deutschland 304
1. Länge und Struktur der Entscheidungen 304
2. Der Stil im Spiegel von Geschichte und Funktion der Justiz 297
3. Ein Blick in die verfassungsgerichtlichen Werkstätten 297
IV. Das institutionelle und rechtskulturelle Selbstverständnis des EuGH 297
1. Skizzierung eines klassischen Verfahrensablaufs am EuGH 297
2. Die Beratungskultur am EuGH 297
3. Der Begründungsstil des EuGH 298
V. Fazit 299
Zusammenfassung 299
Abstract 299