Währungspolitische Optionen für die ostmitteleuropäischen EU-Beitrittskandidaten
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Währungspolitische Optionen für die ostmitteleuropäischen EU-Beitrittskandidaten
Fritz, Heiko | Wagener, Hans-Jürgen
Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Vol. 72 (2003), Iss. 4 : pp. 611–623
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1University of Birmingham (UK).
2Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).
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Europa-Studien
EU-Beitritt und ökonomische Transformation in Osteuropa
Bönker, Frank
2006
https://doi.org/10.1007/978-3-531-90007-0_22 [Citations: 0]
Abstract
Mit ihrem Beitritt zur Europäischen Union (EU) verpflichten sich die EU-Beitrittskandidaten, an der Europäischen Währungsunion teilzunehmen und den Euro einzuführen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bereits als EU-Mitglieder mit eigener Währung müssen sie ihre Wechselkurspolitik als Angelegenheit von gemeinschaftlichem Interesse betrachten, und sie sehen sich der Erwartung gegenübergestellt, am EWS II teilzunehmen. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag untersucht, welche währungspolitischen Optionen für die Beitrittskandidaten prinzipiell bestehen. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, (i) dass es sich bei den Beitrittskandidaten im Vergleich zum Euroraum um relativ gering entwickelte Volkswirtschaften im Aufholprozess handelt und (ii) dass der Systemwechsel Finanzdienstleistungssektoren von unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und mit länderspezifischen Charakteristika hervorgebracht hat. Dementsprechend differenziert sollten auch die Währungsbeziehungen zum Euroraum ausgestaltet werden.
Joining EU the new members bind themselves to participate in the European Monetary Union and to introduce the Euro as soon as they fulfill the convergence criteria. As members of EU they are obliged already to consider their exchange rate policy a matter of common interest, and they face the expectation to participate in ERM II. In this context our paper investigates which monetary options are generally open to the new members. Special attention will be given to the facts (i) that the candidates are, compared to the Euro group, rather low developed economies in a process of catching-up, and (ii) that system change has produced financial sectors with country specific characteristics and different performance. It leads to the conclusion that monetary relations with the Euro group will have to be differentiated accordingly.