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Die Wiederentdeckung Weltösterreichs

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Bezemek, C., Somek, A. Die Wiederentdeckung Weltösterreichs. Der Staat, 57(1), 135-147. https://doi.org/10.3790/staa.57.1.135
Bezemek, Christoph and Somek, Alexander "Die Wiederentdeckung Weltösterreichs" Der Staat 57.1, , 135-147. https://doi.org/10.3790/staa.57.1.135
Bezemek, Christoph/Somek, Alexander: Die Wiederentdeckung Weltösterreichs, in: Der Staat, vol. 57, iss. 1, 135-147, [online] https://doi.org/10.3790/staa.57.1.135

Format

Die Wiederentdeckung Weltösterreichs

Bezemek, Christoph | Somek, Alexander

Der Staat, Vol. 57 (2018), Iss. 1 : pp. 135–147

1 Citations (CrossRef)

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Prof. Dr. Christoph Bezemek, Universität Graz, Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft, Universitätsstraße 15, 8010 Graz, Österreich

Prof. Dr. Alexander Somek, Universität Wien, Institut für Rechtsphilosophie, Schenkenstr. 8–10, 1010 Wien, Österreich

Cited By

  1. Hans Kelsen’s Pure Theory of Law as Critique of the “Authoritarian” Understanding of Law and Jurisprudence

    Techet, Peter

    (2022) P.77

    https://doi.org/10.51204/Anali_PFBU_22103A [Citations: 0]

Abstract

Die akademische Befassung mit dem öffentlichen Recht (in Österreich) ist vielfach von einer nüchternen und formalen Perspektive geprägt; eine Praxis, die vielfach unter Rekurs auf den Rechtspositivismus der Reinen Rechtslehre gerechtfertigt wird. Die vorliegende Denkschrift stellt die Tauglichkeit einer solchen Rechtfertigung wie auch die Orientierung, die von ihr ausgeht, grundsätzlich in Frage. Einerseits, weil diese Orientierung der bemerkenswerten Tradition der österreichischen Rechtstheorie nicht hinreichend gerecht wird. Andererseits, weil von ihr langfristig die Gefahr ausgeht, die Entwicklung der Staatsrechtslehre in Österreich zu hemmen. Gerade im Bereich der Grundrechte wird diese Entwicklung zuweilen schwerlich der Internationalisierung ihres Gegenstandes gerecht, zumal hier die methodische Vorstellung, die Wissenschaft “beschreibe“ das positive Recht, in besonders augenfälligem Maß hinterfragenswert erscheint. “Weltösterreich“, die krönende Idee hinter der “Parallelaktion“ in Robert Musils “Mann ohne Eigenschaften“, kann auch in akademischer Perspektive dazu beitragen, diesem Umstand abzuhelfen. Das regulative Potential “Weltösterreichs“ zu nutzen, setzt indes die Einsicht voraus, dass Österreich zum Weltmodell nur unter der Bedingung taugen kann, dass Österreich selbst sich an der Welt orientiert. Dieser Einsicht ist der vorliegende Beitrag gewidmet.