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Werbebeschränkungen für Arzneimittel

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Poschenrieder, A. (2008). Werbebeschränkungen für Arzneimittel. Inhaltliche Bestimmung und Überprüfung an höherrangigem Recht. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52751-9
Poschenrieder, Angela. Werbebeschränkungen für Arzneimittel: Inhaltliche Bestimmung und Überprüfung an höherrangigem Recht. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52751-9
Poschenrieder, A (2008): Werbebeschränkungen für Arzneimittel: Inhaltliche Bestimmung und Überprüfung an höherrangigem Recht, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52751-9

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Werbebeschränkungen für Arzneimittel

Inhaltliche Bestimmung und Überprüfung an höherrangigem Recht

Poschenrieder, Angela

Schriften zum Gesundheitsrecht, Vol. 13

(2008)

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Abstract

Der Bereich der Arzneimittelwerbung erfährt in Deutschland und in Europa eine starke Regulierung. Die Einschränkungen der Arzneimittelwerbung durch nationale und europäische Vorschriften basieren vorrangig auf der Einstufung von Arzneimitteln als besonders gefährliche Verbrauchsgüter, somit vorrangig auf Erwägungen des Gesundheitsschutzes. Besonders die Gefahr der Selbstmedikation durch Patienten wird als Argument für eine starke Verkürzung der Werbefreiheit in diesem Bereich angeführt.

Am Arzneimittelmarkt tangieren die Werbebeschränkungen unterschiedliche, zum Teil einander entgegenstehende Interessen: Die Interessen der Verbraucher, der verschreibenden Ärzte, der beratenden Apotheken, der Krankenkassen und der Arzneimittelindustrie. Angela Poschenrieder überprüft, ob durch die vorhandenen Vorschriften ein angemessener Ausgleich dieser Interessen gelungen ist. Wie der Untertitel verrät, wird eine systematische Einteilung, Erklärung und Bewertung der in Deutschland geltenden Werbebeschränkungen für Arzneimittel sowie eine rechtliche Überprüfung dieser Beschränkungen an höherrangigem nationalem und europäischem Recht vorgenommen. Die dogmatische Aufbereitung des Themas bildet gleichzeitig ein Beispiel für das Ineinandergreifen von nationalem und europäischem Recht anhand eines eng umrissenen Rechtsgebiets.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
A. Einführung 23
I. Einleitung 23
1. Arzneimittel und Werbung 23
2. Problemfelder der Arbeit 24
II. Zielsetzung der Werbebeschränkungen für Arzneimittel 25
III. Die Grundbegriffe des Heilmittelwerbegesetzes im Überblick – „Werbung für Arzneimittel“ 26
1. Werbung im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes 27
a) Objektiver Tatbestand der Werbung im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes 27
b) Subjektiver Tatbestand der Werbung im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes 28
c) Produkt- oder leistungsspezifische Absatzwerbung 30
aa) Bedeutung der produktspezifischen Absatzwerbung 30
bb) Die Abgrenzung im Einzelfall 32
2. Arzneimittel im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes 34
a) Begriffsbestimmung nach dem Arzneimittelgesetz 34
b) Abgrenzung von Arzneimitteln und Lebensmitteln 35
aa) Frühere Abgrenzung 35
(1) Objektive Zweckbestimmung und pharmakologische Wirkung 35
(2) Subjektive Zweckbestimmung 36
(3) Normativer Anknüpfungspunkt 36
bb) Heutige Abgrenzung 37
c) Gemeinschaftsrechtlicher Arzneimittelbegriff 38
aa) HLH-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs 39
bb) Präsentations- und Funktionsarzneimittel nach der Richtlinie 2001 / 83 /EG 39
(1) Präsentationsarzneimittel 41
(2) Funktionsarzneimittel 41
(3) Abgrenzung zwischen Präsentations- und Funktionsarzneimitteln 43
d) Ergebnis 43
B. Das Verhältnis zwischen Heilmittelwerbegesetz und europäischem Sekundärrecht, insbesondere der Richtlinie 2001 / 83 /EG 44
I. Allgemeines 44
1. Arten europäischen Sekundärrechts 44
2. Verhältnis von Gemeinschaftsrecht zu einfachem nationalen Recht 45
3. Speziell: Die europäische Richtlinie 46
4. Die Richtlinie 2001 / 83 /EG zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel 48
II. Qualifizierung der arzneimittelwerberechtlichen Bestimmungen der Richtlinie 2001/ 83 /EG als abschließend verbindlich oder Mindeststandard 49
1. Allgemeines zur Auslegung von Richtlinien zur Harmonisierung des Binnenmarkts 50
a) Mindeststandard als bestimmte Harmonisierungsstufe 50
b) Grundlagen des Systems der Mindeststandards 52
aa) Das Subsidiaritätsprinzip 52
bb) Das Verhältnismäßigkeitsprinzip 53
cc) Verändertes Integrationsverständnis in der EG 55
dd) Wettbewerb der Rechtssysteme 55
ee) Politische Erwägungen 56
ff) Eigene Beurteilung 58
c) Mindeststandards bei Binnenmarktrichtlinien 59
aa) Prinzip der Subsidiarität bei Binnenmarktrichtlinien 60
bb) Art. 95 Abs. 3, 4 und 5 EG als Argument gegen Mindeststandards? 61
(1) Art. 95 Abs. 3 EG 61
(2) Art. 95 Abs. 4, Abs. 5 EG 62
(3) Ergebnis 63
2. Die Auslegung der arzneimittelwerberechtlichen Regelungen der Richtlinie 2001 / 83 /EG 63
a) Die Vorlagefrage des Bundesgerichtshofs zum Europäischen Gerichtshof vom 21.7.2005 64
b) Beurteilung der Auslegung der arzneimittelwerberechtlichen Richtlinienvorschriften der Richtlinie 2001 / 83 / EG 66
aa) Historische Auslegung 66
bb) Systematische Auslegung 68
cc) Teleologische Auslegung 72
dd) Ergebnis 75
C. Werbeverbote nach dem Heilmittelwerbegesetz 78
I. Gesetzesstruktur des Heilmittelwerbegesetzes 78
II. Werbeverbote, die eine bestimmte Arzneimittelart betreffen 80
1.Werbeverbot für zulassungspflichtige Arzneimittel (§ 3a HWG) 80
a) Zulassungspflicht 80
b) Richtlinienkonformität 81
2. Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel (§ 10 Abs. 1 HWG) 81
a) Verschreibungspflicht 82
b) Erweiterte Publikumswerbung 83
c) Richtlinienkonformität 83
3. Werbeverbot für Psychopharmaka (§ 10 Abs. 2 HWG) 84
a) Werbeverbot für Arzneimittel, die zur Beseitigung der Schlaflosigkeit bestimmt sind (§ 10 Abs. 2 Alt. 1 HWG) 84
aa) Beseitigung der Schlaflosigkeit 84
bb) Bestimmung des Arzneimittels 86
b) Werbeverbot für Arzneimittel, die zur Beseitigung psychischer Störungen bestimmt sind (§ 10 Abs. 2 Alt. 2 HWG) 87
aa) Psychische Störungen 87
bb) Beseitigung psychischer Störungen 88
cc) Bestimmung des Arzneimittels 89
c) Werbeverbot für Arzneimittel, die zur Beeinflussung der Stimmungslage bestimmt sind (§ 10 Abs. 2 Alt. 3 HWG) 89
aa) Stimmungslage 89
bb) Beeinflussung der Stimmungslage 91
cc) Bestimmung des Arzneimittels 92
d) Publikumswerbung 92
e) Richtlinienkonformität 93
4. Werbung für homöopathische Arzneimittel (§ 5 HWG) 93
a) Homöopathisches Arzneimittel 94
b) Registrierung oder Freistellung von der Registrierung 94
c) Richtlinienkonformität 95
5. Werbeverbote für bestimmte Krankheiten und Leiden (§ 12 Abs. 1 Satz 1 HWG) 96
a) Krankheiten und Leiden 96
b) Krankheiten und Leiden der Anlage zum Heilmittelwerbegesetz 97
c) Erkennung, Verhütung, Beseitigung oder Linderung 98
d) Mehrzweckpräparate 99
e) Publikumswerbung 103
f) Richtlinienkonformität 103
III. Werbeverbote, die eine bestimmte Werbeart betreffen 105
1.Werbung für andere Arzneimittel in der Packungsbeilage (§ 4a Abs. 1 HWG) 105
a) Andere Arzneimittel 105
aa) Gesetzeszweck und Richtlinienvorgabe 106
bb) Wortlaut als Auslegungsgrenze 106
b) Richtlinienkonformität 107
2.Werbung mit der Verordnungsfähigkeit eines Arzneimittels(§ 4a Abs. 2 HWG) 108
a) Verordnungsfähigkeit eines Arzneimittels 108
b) Publikumswerbung 109
c) Richtlinienkonformität 109
3. Unzulässigkeit irreführender Werbung (§ 3 HWG) 109
a) Der Grundtatbestand (§ 3 Satz 1 HWG) 109
aa) Anwendungsbereich 110
bb) Irreführung 111
b) Die Beispielstatbestände (§ 3 Satz 2 Nr. 1 bis 3 HWG) 113
aa) Irreführung durch nicht vorhandene Wirksamkeits- und Wirkungsangaben (§ 3 Satz 2 Nr. 1 HWG) 113
(1) Therapeutische Wirksamkeit und Wirkungen 113
(2) Nichtvorhandensein der Wirksamkeit oder Wirkungen 114
bb) Irreführung durch fälschliche Erfolgsversprechen, bezüglich schädlicher Wirkungen und Täuschung über den Zweck der Werbung (§ 3 Satz 2 Nr. 2 HWG) 116
(1) Irreführung durch fälschliche Erfolgsversprechen 116
(2) Irreführung bezüglich schädlicher Wirkungen 117
(3) Täuschung über den Zweck der Werbung 117
cc) Täuschung über die Qualität von Heilmitteln und irreführende Angaben zum Hersteller oder Erfinder (§ 3 Satz 2 Nr. 3 HWG) 118
(1) Täuschung über die Qualität von Heilmitteln 118
(2) Irreführende Angaben zum Hersteller oder Erfinder 119
c) Richtlinienkonformität 121
4.Werbung mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen (§ 6 HWG) 121
a) Veröffentlichung oder Erwähnung von Gutachte noder Zeugnissen (§ 6 Nr. 1 HWG) 121
aa) Gutachten oder Zeugnis 121
bb) Veröffentlichung oder Erwähnung 123
cc) Qualitativer Mindeststandard und Mindestangaben 123
b) Wissenschaftliche, fachliche oder sonstige Veröffentlichungen (§ 6 Nr. 2 HWG) 124
aa) Bezugnahme auf wissenschaftliche, fachliche oder sonstige Veröffentlichungen 124
bb) Mindestangaben 125
c) Zitate, Tabellen und sonstige Darstellungen (§ 6 Nr. 3 HWG) 125
aa) Wortgetreue Übernahme 125
bb) Abgrenzung zu § 3 HWG 126
d) Fachkreiswerbung 127
e) Richtlinienkonformität 127
5. Verbot von Werbegaben (§ 7 HWG) 128
a) Allgemeines Verbot der Werbung mit Werbegaben(§ 7 Abs. 1 Satz 1 HWG) 128
aa) Sonderstellung der Annahme von Werbegaben durch Angehörige der Fachkreise 129
bb) Zuwendungen und sonstige Werbegaben 129
cc) Anbieten, Ankündigen oder Gewähren von Werbegaben 131
dd) Produktwerbung 131
ee) Ausnahmen 132
(1) Gegenstände von geringem Wert (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 HWG) 132
(2) Bar- und Naturalrabatte (§ 7 Abs. 1 Nr. 2 HWG) 134
(3) Handelsübliches Zubehör oder handelsübliche Nebenleistungen (§ 7 Abs. 1 Nr. 3 HWG) 136
(4) Erteilung von Auskünften oder Ratschlägen (§ 7 Abs. 1 Nr. 4 HWG) 137
(5) Kundenzeitschriften (§ 7 Abs. 1 Nr. 5 HWG) 137
b) Erweiterung des Werbeverbots bei Werbegaben speziell für Angehörige der Heilberufe (§ 7 Abs. 1 Sätze 2 und 3 HWG) 138
aa) Ausnahme bei Praxisbestimmung 138
bb) Ausnahme bei bestimmten Arzneimittelmustern 139
c) Zuwendungen bei wissenschaftlichen Veranstaltungen (§ 7 Abs. 2 HWG) 140
d) Richtlinienkonformität 141
6. Verschiedene Publikumswerbeverbote (§ 11 HWG) 142
a) Werbung mit Veröffentlichungen(§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG) 142
b) Fachliche Empfehlungen, Prüfungen und Anwendungen(§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG) 143
aa) Fachlichkeit 143
bb) Empfehlung, Prüfung oder Anwendung 144
cc) Produktwerbung 145
c) Krankengeschichten (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HWG) 145
d) Berufsbezogene Darstellungen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 HWG) 146
aa) Bildliche Darstellung 146
bb) Berufsbezogenheit 147
cc) Produkt- und Wirtschaftswerbung 147
e) Bildliche Darstellung körperlicher Veränderungen, bildliche Darstellung der Arzneimittelwirkung, bildliche Darstellung des Arzneimittelwirkungsvorgangs (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 HWG) 147
aa) Bildliche Darstellung körperlicher Veränderungen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5a HWG) 147
bb) Bildliche Darstellung der Arzneimittelwirkung (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5b HWG) 148
cc) Bildliche Darstellung des Arzneimittelwirkungsvorgangs (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5c HWG) 149
f) Fremd- oder fachsprachliche Bezeichnungen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 HWG) 151
aa) Fremd- oder fachsprachliche Bezeichnungen 151
bb) Ausnahme beim allgemeinen deutschen Sprachgebrauch und bei Erklärungen 152
g) Werbung mit der Angst (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 HWG) 153
h) Bestimmte Werbevorträge (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 HWG) 154
aa) Werbevorträge 154
bb) Feilbieten oder Entgegennahme von Anschriften 155
i) Getarnte Werbung (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 HWG) 156
k) Selbstbehandlungsanleitungen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 HWG) 156
l) Werbung mit Äußerungen Dritter (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 11 HWG) 158
m) Werbung gegenüber Kindern (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 12 HWG) 160
n) Werbung mit aleatorischen Reizen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 13 HWG) 160
o) Abgabe von Mustern und Proben (§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 14 HWG) 162
p) Vergleichende Werbung (§ 11 Abs. 2 HWG) 163
q) Richtlinienkonformität 164
7. Fernbehandlung (§ 9 HWG) 166
a) Arzneimittelwerbung 167
b) Fernbehandlung 167
c) Richtlinienkonformität 168
8. Teleshopping und Einzeleinfuhr (§ 8 HWG) 168
a) Teleshopping 169
b) Einzeleinfuhr 169
c) Richtlinienkonformität 170
IV. Werbeverbot, das bestimmte Unternehmen betrifft (§ 13 HWG) 170
1. Regelungszweck 171
2. Teleologische Reduktion 171
3. Inlandswerbung 172
4. Betroffene Unternehmen 173
5. Betrauung 173
6. Richtlinienkonformität 174
V. Sonderstellung des Pflichtangabenrechts (§ 4 HWG) 175
1. Die Sonderstellung des § 4 HWG unter denWerbeverboten 175
2. Die Pflichtangaben (§ 4 Abs. 1, Abs. 1a HWG) 176
a) Vom Pflichtangabenrecht betroffene Arzneimittel 176
b) Vom Pflichtangabenrecht erfasste Adressatenkreise 176
c) Gestaltung der Pflichtangaben 177
d) Die einzelnen Pflichtangaben 177
aa) Name und Sitz des pharmazeutischen Unternehmers 177
bb) Bezeichnung des Arzneimittels 178
cc) Zusammensetzung des Arzneimittels 178
dd) Anwendungsgebiete 179
ee) Gegenanzeigen 179
ff) Nebenwirkungen 180
gg) Warnhinweise 181
hh) Hinweis auf Verschreibungspflichtigkeit 181
ii) Wartezeit bei Tierarzneimitteln 181
e) Ausnahmen bestimmter Werbearten vom Pflichtangabenerfordernis 182
aa) Werbung in audiovisuellen Medien (§ 4 Abs. 5 HWG) 182
bb) Erinnerungswerbung (§ 4 Abs. 6 HWG) 183
3. Richtlinienkonformität 183
a) Mindestangaben in der Richtlinie 2001 / 83 / EG 183
b) Methodische Unterschiede zu § 4 HWG 184
c) Vereinbarkeit von § 4 HWG mit der Richtlinie 2001 / 83 / EG 184
VI. Positive Möglichkeiten der Werbung für Arzneimittel 186
D. Übereinstimmung des Heilmittelwerbegesetzes mit höherrangigem Recht 188
I. Übereinstimmung des Heilmittelwerbegesetzes mit europäischen Grundfreiheiten 188
1. Allgemeines 188
a) Anwendbarkeit der europäischen Grundfreiheiten trotz Existenz einer Harmonisierungsrichtlinie 189
b) Unmittelbare Geltung und unmittelbare Anwendung der europäischen Grundfreiheiten, insbesondere der Warenverkehrsfreiheit (Art. 28 EG) und der Dienstleistungsfreiheit (Art. 49 EG) 191
c) Abgrenzung von Warenverkehrsfreiheit (Art. 28 EG) und Dienstleistungsfreiheit (Art. 49 EG) im Bereich heilmittelwerberechtlicher Regelungen 192
aa) Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Warenverkehrs- und Dienstleistungsfreiheit 192
bb) Die Subsidiaritätsklausel des Art. 50 Abs. 1 EG 193
cc) Zusammenfassung und Bewertung 194
d) Werberechtliche Regelungen und Warenverkehrsfreiheit (Art. 28 EG) 195
aa) Bedeutung und Anwendungsbereich des Art. 28 EG 195
(1) Bedeutung von Art. 28 EG 195
(2) Eingeführte Waren 196
bb) Mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung 197
(1) Mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen 197
(2) Maßnahmen gleicher Wirkung 197
cc) Werbeverbote als Maßnahmen gleicher Wirkung? 199
(1) Grundsatz nach der Dassonville-Formel und der Keck-Rechtsprechung 199
(2) Einstufung von Werbeverboten als „Verkaufsmodalitäten“ oder „Maßnahmen gleicher Wirkung“ 200
(a) Die Entscheidung Lucien-Ortscheit 201
(b) Die Entscheidung Mars 201
(c) Die Entscheidung Doc Morris 202
(3) Zusammenfassung und Bewertung 204
(a) Unterschiedslose Beeinträchtigung von Werbevorschriften 204
(b) Charakter der Warenverkehrsfreiheit als Antidiskriminierungsvorschrift 205
2. Übereinstimmung der einzelnen Werbeverbote für Arzneimittel im Heilmittelwerbegesetz mit der Warenverkehrsfreiheit 206
a) Werbeverbote für ganze Arzneimittelgruppen (§§ 3a, 10, 12 Abs. 1 Satz 1, 5 HWG) 206
aa) „Maßnahmen gleicher Wirkung“ nach Dassonville und Keck 206
(1) Beurteilung nach der Dassonville-Formel 206
(2) Beurteilung nach der Keck-Rechtsprechung 207
(3) Zwischenergebnis 208
bb) Rechtfertigung nach Art. 30 EG 208
(1) Wesen und Funktion von Art. 30 EG 209
(2) Gesundheits- und Lebensschutz 209
(3) Verhältnismäßigkeit 209
cc) Zwischenergebnis 211
b) Werbeverbote für verschiedene Werbearten (§§ 4a, 3, 6, 7, 11, 9, 8 HWG) 211
aa) „Maßnahmen gleicher Wirkung“ nach Dassonville und Keck 212
(1) Beurteilung nach der Dassonville-Formel 212
(2) Beurteilung nach der Keck-Rechtsprechung 213
(a) Verkaufsmodalitäten 213
(aa) § 7 HWG 213
(bb) §§ 6, 11 HWG 214
(cc) § 4a HWG 214
(α) § 4a Abs. 2 HWG 214
(β) § 4a Abs. 1 HWG 214
(dd) § 3 HWG 216
(ee) § 9 HWG 216
(ff) § 8 HWG 216
(b) Unterschiedslose Wirkung 216
(aa) § 8 Alt. 2 HWG 217
(bb) §§ 3, 4a Abs. 2, 6, 7, 8 Alt. 1, 9, 11 HWG 217
(3) Zwischenergebnis 218
bb) Rechtfertigung des § 8 HWG nach Art. 30 EG 218
(1) § 8 Alt. 1 HWG 218
(2) § 8 Alt. 2 HWG 219
cc) Zwischenergebnis 220
c) Werbebeschränkung durch Pflichtangabenrecht (§ 4 HWG) 220
aa) Maßnahmen gleicher Wirkung nach Dassonville und Keck 220
(1) Beurteilung nach der Dassonville-Formel 220
(2) Beurteilung nach der Keck-Rechtsprechung 221
bb) Rechtfertigung des § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG nach Art. 30 EG oder der Cassis-Rechtsprechung 221
cc) Zwischenergebnis 223
d) Werbeverbot, das bestimmte Unternehmen betrifft (§ 13 HWG) 223
aa) Verstoß gegen Art. 28 EG bei wörtlicher Auslegung 223
(1) Beurteilung nach der Dassonville-Formel 223
(2) Beurteilung nach der Keck-Rechtsprechung 224
(3) Rechtfertigung nach Art. 30 EG oder der Cassis-Rechtsprechung 224
(4) Zwischenergebnis 224
bb) Teleologische Auslegung des § 13 HWG 224
(1) Teleologische Reduktion auf Nicht-EG- und Nicht-Vertragsstaatunternehmen 225
(2) Werbung durch Drittstaatunternehmen für EG-Waren 225
cc) Zwischenergebnis 226
3. Ergebnis 226
II. Übereinstimmung des Heilmittelwerbegesetzes mit deutschen und europäischen Grundrechten 227
1. Die Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) 227
a) Schutzbereich der Berufsfreiheit 227
aa) Persönlicher Schutzbereich 227
bb) Sachlicher Schutzbereich 227
b) Eingriffe in die Berufsfreiheit 228
c) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 229
d) Übereinstimmung der Werbebeschränkungen des Heilmittelwerbegesetzes mit Art. 12 Abs. 1 GG 230
aa) Legitimer Zweck 230
(1) Gesundheits- und Verbraucherschutz 230
(2) § 13 HWG 230
(3) § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG 231
(4) § 4a Abs. 2 HWG 232
(5) Zwischenergebnis 233
bb) Eignung zur Erreichung des Zwecks 233
(1) Nachweisbarkeit der Geeignetheit 233
(2) Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers 234
(3) Keine Evidenz fehlender Eignung 234
(a) Verschiedene Beispiele aus dem Heilmittelwerbegesetz 235
(b) § 5 HWG 235
(4) Zwischenergebnis 236
cc) Erforderlichkeit zur Erreichung des Zwecks 236
(1) Werbeverbot für zulassungspflichtige Arzneimittel (§ 3a HWG) 237
(2) Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel (§ 10 Abs. 1 HWG) 237
(3) Werbeverbot für Psychopharmaka (§ 10 Abs. 2 HWG) 239
(4) Werbung für homöopathische Arzneimittel (§ 5 HWG) 241
(5) Werbeverbote für bestimmte Krankheiten und Leiden (§ 12 Abs. 1 Satz 1 HWG) 242
(6) Werbung für andere Arzneimittel in der Packungsbeilage (§ 4a Abs. 1 HWG) 243
(7) Verbot der irreführenden Werbung (§ 3 HWG) 243
(8) Werbung mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen (§ 6 HWG) 244
(9) Verbot von Werbegaben (§ 7 HWG) 245
(a) Unsachgemäße Beeinflussung der Fachkreise 246
(b) Unsachgemäße Beeinflussung der Verbraucher 246
(c) Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung und Einhaltung der Vorschriften der Arzneimittelpreisverordnung 247
(10) Verschiedene Werbeverbote außerhalb der Fachkreise (§ 11 HWG) 247
(a) Werbung mit unsachlicher Beeinflussung 247
(b) § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG 248
(c) § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG 249
(11) Werbeverbot für Fernbehandlung (§ 9 HWG) 250
(12) Werbeverbote für Versandhandel und Teleshopping (§ 8 HWG) 250
(a) § 8 Alt. 1 HWG 250
(b) § 8 Alt. 2 HWG 251
(13) Inhaltliche Anforderungen (§ 4 HWG) 252
(a) § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 8 HWG 252
(b) § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG 253
(14) Zwischenergebnis 253
dd) Verhältnismäßigkeit im engeren Sinn 254
e) Zwischenergebnis 255
f) Relevanz des europäischen Grundrechts der Berufsfreiheit 255
aa) Kollision von europäischem Sekundärrecht mit deutschen Grundrechten 255
bb) Kollision deutscher Umsetzungsgesetze, speziell des Heilmittelwerbegesetzes, mit deutschen Grundrechten 256
(1) Allgemeine Grundlagen 256
(2) Umsetzungsnormen des Heilmittelwerbegesetzes 258
(a) § 10 Abs. 1 HWG als Umsetzungsnorm des Art. 88 Abs. 1 lit. a) der Richtlinie 2001 / 83 / EG 258
(b) § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 HWG als Umsetzungsnormen des Art. 90 lit. f) der Richtlinie 2001 / 83 / EG 259
(c) § 4a Abs. 2 HWG als Umsetzungsnorm des Art. 88 Abs. 3 der Richtlinie 2001 / 83 / EG 260
(3) Zwischenergebnis 261
cc) Übereinstimmung mit dem europäischen Grundrecht auf Berufsfreiheit 261
(1) Europäisches Grundrecht auf Berufsfreiheit 261
(2) Übereinstimmung von Art. 88 Abs. 1 lit. a) der Richtlinie 2001 / 83 / EG und § 10 Abs. 1 HWG sowie von Art. 90 lit. f) der Richtlinie 2001 / 83 / EG und § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 HWG 262
g) Ergebnis 263
2. Die Kommunikationsgrundrechte (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 GG) 263
a) Die Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 GG) 264
aa) Schutzbereich der Meinungsfreiheit 264
(1) Sachlicher Schutzbereich 264
(a) Meinung als Schutzgut 264
(b) Werbung als Meinung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG 265
(2) Persönlicher Schutzbereich 266
bb) Eingriffe in die Meinungsfreiheit 266
cc) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 267
(1) Das Heilmittelwerbegesetz als allgemeines Gesetz 268
(2) Die Wechselwirkungslehre 268
(3) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes 270
(a) Legitimer Zweck 270
(b) Eignung zur Erreichung des Zwecks 270
(c) Erforderlichkeit zur Erreichung des Zwecks 270
(d) Verhältnismäßigkeit im engeren Sinn 271
dd) Zwischenergebnis 272
b) Die Informationsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 GG) 272
aa) Schutzbereich der Informationsfreiheit 273
(1) Sachlicher Schutzbereich 273
(2) Persönlicher Schutzbereich 274
bb) Eingriffe in die Informationsfreiheit 274
cc) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 275
c) Die Presse-, Rundfunk- und Filmfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG) 276
d) Relevanz der europäischen Kommunikationsgrundrechte 277
e) Ergebnis 278
3. Die Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG) 278
4. Ergebnis 279
E. Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit und Schlussbemerkung 280
Literaturverzeichnis 282
Sachregister 290