Menu Expand

Cite BOOK

Style

Walter, K. (2009). Rechtsfortbildung durch den EuGH. Eine rechtsmethodische Untersuchung ausgehend von der deutschen und französischen Methodenlehre. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52817-2
Walter, Konrad. Rechtsfortbildung durch den EuGH: Eine rechtsmethodische Untersuchung ausgehend von der deutschen und französischen Methodenlehre. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52817-2
Walter, K, (2009): Rechtsfortbildung durch den EuGH: Eine rechtsmethodische Untersuchung ausgehend von der deutschen und französischen Methodenlehre, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52817-2

Format

Rechtsfortbildung durch den EuGH

Eine rechtsmethodische Untersuchung ausgehend von der deutschen und französischen Methodenlehre

Walter, Konrad

Schriften zum Europäischen Recht, Vol. 142

(2009)

Additional Information

Book Details

Pricing

Abstract

Rechtsfortbildung durch den EuGH ist ein Thema, das in der aktuellen rechtspolitischen Diskussion wieder verstärkte Aufmerksamkeit genießt. Konrad Walter geht der Frage nach, was Rechtsfortbildung durch den EuGH bedeutet. Der Autor wählt einen rechtsmethodischen Ansatz, das heißt, dass er zunächst eine detaillierte Begriffsbestimmung vornimmt und versucht, die Erkenntnisse der nationalen Methodenlehren zum Richterrecht für das Gemeinschaftsrecht fruchtbar zu machen. Um dem Gerichtshof aber nicht die deutsche Methodenlehre überzustreifen, untersucht er stets die deutsche wie die französische Methodenlehre. Die ersten drei Kapitel des Hauptteils legen mit Begriffsbestimmung, den Rechtsgrundlagen der Rechtsfortbildung und den Mitteln richterlicher Rechtsfortbildung die rechtstheoretische Grundlage der Arbeit. In diesen Kapiteln entwickelt Walter eine Terminologie für das Gemeinschaftsrecht. Die einzelnen rechtsmethodischen Erkenntnisse im Hinblick auf den EuGH werden durch Urteile illustriert. Große Aufmerksamkeit schenkt der Autor in den folgenden Kapiteln insbesondere den Grenzen der Rechtsfortbildung durch den EuGH und den Rechtsfolgen von Grenzverletzungen, die im Zentrum der rechtspolitischen Diskussion stehen. Konrad Walter zeigt zahlreiche Grenzen auf und hinterfragt einige Urteile des EuGH kritisch, da sich diese als grenzüberschreitende Rechtsfortbildung darstellen, wie etwa die unmittelbare Wirkung von Richtlinien.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
§ 1 Einleitung und Problemstellung 17
§ 2 Hauptteil: Rechtsfortbildung durch den EuGH 20
A. Begriffsbestimmung 20
I. Deutschland/Germanischer Rechtskreis 20
1. Auslegung 21
2. Rechtsfortbildung 24
a) Begriff 24
b) Lückenproblem 24
aa) Begriff der Lücke 24
bb) Rechtstheoretische Möglichkeit einer Gesetzeslücke 27
(1) H. Kelsen und die Reine Rechtslehre 27
(2) Möglichkeit der Lückenhaftigkeit 29
cc) Lückenarten 32
(1) Entstehungszeitpunkt 32
(2) Wille des Normgebers 34
(3) Verhältnis zum Wortlaut 34
(4) Maß der Unvollständigkeit 36
(5) Maßstab der Lückenfeststellung 38
dd) Zwischenergebnis zum Lückenproblem 40
c) Formen der Rechtsfortbildung 40
aa) Herrschende Einteilung 41
(1) Rechtsfortbildung praeter legem 41
(2) Rechtsfortbildung contra legem 41
(3) Drei-Bereiche-Modell 43
bb) Kritik an der herrschenden Meinung 43
cc) Eigene Stellungnahme 44
3. Zusammenfassung der Begriffsdefinitionen 45
II. Frankreich 47
1. Begrifflichkeiten der richterlichen Rechtsfortbildung in Frankreich 47
a) Interprétation 47
b) Das Phänomen der richterlichen Rechtsfortbildung in der französischen Lehre 49
aa) Nichtexistenz eines Richterrechts 49
bb) Droit jurisprudentiel/jurisprudence 50
cc) Der pouvoir créateur der Rechtsprechung 50
2. Rechtsfortbildung in Frankreich im Spannungsfeld zwischen Art. 4 und Art. 5 Code civil 51
3. Zwischenergebnis zur Begrifflichkeit in Frankreich 53
4. Ergebnis des Vergleichs zwischen Deutschland und Frankreich 53
III. Europäische Union/Gemeinschaften 54
1. Die Terminologie des EuGH 55
2. Abgrenzung von Auslegung und Rechtsfortbildung in der Lehre 58
a) Übertragung der deutschen Begrifflichkeit 58
b) Das Problem der Mehrsprachigkeit und die Wortlautgrenze 59
aa) Problemstellung 59
bb) Anwendbarkeit der WVRK auf das Europarecht 60
cc) Art. 31 ff. WVRK als Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts 61
dd) Bestimmung der Wortsinngrenze im Gemeinschaftsrecht anhand des Völkergewohnheitsrechts 64
(1) Vorrangige Sprache bei Auslegungszweifeln, Art. 33 Abs. 1 WVRK? 64
(2) Vermutung derselben Bedeutung, Art. 33 Abs. 3 WVRK 66
(3) Teleologie oder „Supplementary means“? 66
(a) Der Urtext als entscheidendes Moment 67
(b) Klarheitsregel 70
(c) Vorrang des engeren Textes 71
(d) Weiteste Wortbedeutung und eigene Stellungnahme 72
(e) Zwischenergebnis 75
3. Das Erfordernis einer Lücke im Europarecht 76
a) Der allgemeine negative Satz im Gemeinschaftsrecht 76
b) Die Lücke im Gemeinschaftsrecht in Lehre und Praxis 78
c) Arten von Lücken im Gemeinschaftsrecht 80
aa) Dumon 80
bb) Versuch zur Einteilung von Lücken im Gemeinschaftsrecht 83
(1) Bereichslücken (Gebietslücken) 83
(2) Vertragslücken (Gesetzeslücken) 85
(3) Normlücke 86
(4) Teleologische Lücken bzw. Ausnahmelücken 86
(5) Anfängliche (primäre) und nachträgliche (sekundäre) Lücken 87
(6) Schlussbetrachtung zu den Lückenarten 89
d) Zwischenergebnis 89
4. Exkurs: Beispiele für richterliche Rechtsfortbildung durch den EuGH 90
a) Vorrang des Gemeinschaftsrechts 91
b) Grundrechte 92
aa) Entwicklung des Grundrechtsschutzes durch den EuGH 93
bb) Entwicklung bestimmter Grundrechte durch den EuGH 96
(1) Der allgemeine Gleichheitssatz in der Rechtsprechung des EuGH 97
(2) Recht auf Achtung des Privatlebens 99
(3) Eigentum 100
c) Unmittelbare Wirkung von Richtlinien 102
d) Staatshaftung der Mitgliedstaaten 107
B. Rechtsgrundlagen der richterlichen Rechtsfortbildung 111
I. Deutschland 111
1. Das Rechtsverweigerungsverbot 112
a) Begriff und Inhalt 112
b) Geltungsgrund des Rechtsverweigerungsverbots 112
aa) Herleitung aus dem Wesen der Rechtsprechung 113
bb) Geschlossenheit des Rechts 114
cc) Rechtssicherheit 115
dd) Gerechtigkeit als Postulat der Rechtsidee 116
ee) Eigene Stellungnahme 116
2. Verfassungsrechtliche Anknüpfungspunkte richterlicher Rechtsfortbildungskompetenz 119
a) Art. 20 Abs. 3 GG 120
b) Art. 3 Abs. 1 GG 122
c) Art. 19 Abs. 4 GG 123
d) Art. 92 GG 124
aa) Formale Interpretation 124
bb) Materielle Interpretation 125
e) Eigene Stellungnahme 126
3. Einfachgesetzliche Grundlagen 128
4. Abschließende Stellungnahme 130
II. Frankreich 133
III. Europäische Gemeinschaften 134
1. Art. 10 EGV? 135
2. Art. 220 Abs. 1 EGV 135
a) Der Gerichtshof 136
b) Das Bundesverfassungsgericht 138
c) Die Auffassung der Lehre und eigene Stellungnahme 138
d) Zwischenergebnis 140
3. Das Rechtsverweigerungsverbot 141
4. Art. 288 Abs. 2 EGV 142
5. Art. 6 Abs. 2 EUV 143
6. Ergebnis zur Ermächtigungsgrundlage des EuGH für die Rechtsfortbildung 145
C. Mittel richterlicher Rechtsfortbildung 146
I. Die nationalen Methodenlehren Deutschlands und Frankreichs 146
1. Die Analogie (argumentum a simili) 146
a) Voraussetzungen für einen Analogieschluss 146
b) Logische Struktur des Analogieschlusses 149
c) Zusammenfassung zur Analogie 150
d) Der Erst-recht-Schluss im Verhältnis zur Analogie 151
2. Der Umkehrschluss? 152
3. Die teleologische Reduktion 153
4. Die teleologische Extension 154
5. Der Rückgriff auf allgemeine Rechtsprinzipien 156
6. Die Natur der Sache? 158
7. Ergebnis 160
II. Mittel der Rechtsfortbildung des EuGH 161
1. Die Analogie (argumentum a simili) 161
a) Beispielsfälle für eine Analogie in der Judikatur des EuGH 161
b) Zusammenfassung 166
2. Allgemeine Rechtsgrundsätze 166
a) Begriffsbestimmung 166
b) Lückenhaftigkeit? 168
c) Herleitung 168
aa) Wertende Rechtsvergleichung 168
(1) Begriff 169
(2) Normative Verankerung 170
(3) Beispielsfälle für die Rechtsfortbildung durch wertende Rechtsvergleichung 171
(a) Grundrechte als allgemeine Rechtsgrundsätze 172
(b) Staatshaftung 174
(c) Grundsätze des Verwaltungsrechts 175
(d) Abschließende Betrachtung zu den Rechtsprechungsbeispielen und Zwischenergebnis 177
(4) Ableitung allgemeiner Rechtsgrundsätze aus einer einzelnen Vertragsbestimmung 177
d) Verhältnis von Analogie und allgemeinen Rechtsgrundsätzen 180
3. Teleologische Reduktion 181
a) Die „Cassis de Dijon“-Rechtsprechung 182
aa) Rechtfertigungsgründe 183
bb) Immanente Schranken 184
cc) Eigene Stellungnahme 185
b) Die Keck-Rechtsprechung? 187
c) Zwischenergebnis 189
4. Integration und effet utile als Mittel der Rechtsfortbildung? 189
a) Beispielsfälle für effet utile und Integration 189
aa) Effet utile und Integration 189
(1) Unmittelbare Wirkung von Richtlinien 190
(2) Entscheidungen und Empfehlungen 191
(3) Gemeinschaftsrechtliche Staatshaftung der Mitgliedstaaten 192
(4) Effet utile und EG-Außenkompetenzen 193
b) Analyse der Argumente „effet utile“ und „Integration“ i. R. d. Rechtsfortbildung 196
c) Teleologische Extension? 196
aa) Anwendungsbereich vom üblichen bis zum möglichen Wortsinn 197
bb) Herrschendes Verständnis 198
(1) Untersuchung der Rechtsprechung zur unmittelbaren Wirkung 199
(2) Bewertung der Rechtsprechung zur Verbindlichkeit von Empfehlungen 200
(3) Untersuchung der rechtsfortbildenden Begründung der EG-Außenkompetenzen 201
(4) Zwischenergebnis 202
cc) Effet utile als Argument bei freier Rechtsschöpfung 203
5. Der Erst-recht-Schluss (argumentum a fortiori) 203
6. Umkehrschluss (argumentum e contrario) 205
7. Verdeckte Rechtsfortbildung durch Bezeichnung als Interpretation 206
8. Rechtsfortbildung in einem obiter dictum 207
9. Zusammenfassung zu den Methoden der Rechtsfortbildung des EuGH 208
D. Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung 210
I. Versuch der abstrakten Kategorisierung von Grenzen 210
1. Begriff der Grenze 211
2. Beschränkung richterlicher Rechtsfortbildung 211
3. Kompetenz als beschränkter Gegenstand und Folgerungen für das Gemeinschaftsrecht 212
II. Grenzen der Rechtsfortbildung in der deutschen Rechtsordnung 213
1. Verfassungsrechtliche Grenzen 213
a) Art. 103 Abs. 2 GG als Analogieverbot 214
b) Art. 104 Abs. 1 GG 215
c) Weitere verfassungsrechtliche Analogieverbote 216
d) Rechtsstaatsprinzip/Kernbereichslehre 217
aa) Judikative im Verhältnis zur Legislative 217
(1) Rechtsprechung praeter legem 217
(2) Rechtsprechung contra legem 218
(3) Die Radbruchsche Formel 219
bb) Judikative im Verhältnis zur Exekutive 220
cc) Zwischenergebnis 220
e) Demokratieprinzip 221
f) Verwerfungsmonopol des Bundesverfassungsgerichts 221
2. Methodische Grenzen 222
3. Ergebnis zu den Rechtsfortbildungsgrenzen im deutschen Recht 223
III. Grenzen der Rechtsfortbildung in der französischen Rechtsordnung 224
1. Art. 5 Code civil als Grenze richterlicher Rechtsfortbildungskompetenz 224
2. Sonstige, sich aus dem französischen Verfassungsrecht ergebende Grenzen 225
a) Art. 7 Déclaration des droits de l’homme et du citoyen 225
b) Art. 8 S. 2 Déclaration des droits de l’homme et du citoyen 226
c) Weitere aus der Verfassung fließende Grenzen 226
3. Ergebnis zu den Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung in Frankreich 227
4. Vergleich der Grenzen in Deutschland und Frankreich 227
IV. Grenzen der Rechtsfortbildung im Europarecht 227
1. Rechtsfortbildungsgrenzen erster Stufe 228
a) Das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung, Art. 5 Abs. 1 EGV 228
aa) Bedeutung 228
bb) Kernbereiche nationaler Verfassungen 230
(1) Art. 23 Abs. 1 S. 1 und S. 3 i.V. m. Art. 79 Abs. 2 und 3 GG 231
(a) Die Struktursicherungsklausel, Art. 23 Abs. 1 S. 1 GG 232
(aa) Staatsstrukturprinzipien für die Europäische Union 232
(bb) Die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips 235
(cc) Im Wesentlichen vergleichbarer Grundrechtsstandard 236
(b) Art. 23 Abs. 1 S. 3 GG 237
(2) Überblick über vergleichbare Bestimmungen in anderen EU-Mitgliedstaaten 240
(a) Kapitel 10 § 5 Schwedische Verfassung 240
(b) Verfassungsbestimmungen weiterer Mitgliedstaaten 242
(c) Zusammenfassung 244
(3) Art. 48 EUV als Grenze für die Vertragsfortbildung 246
(a) Die Mitgliedstaaten als Herren der Verträge 247
(aa) Formen der „Vertragsänderung“ durch richterliche Rechtsfortbildung 249
(α) Vertragsänderung durch Kompetenzerweiterung 249
(β) Vertragsänderung durch Kompetenzbeschränkung 249
(γ) Vertragsergänzung 250
(δ) Abgrenzung Vertragsänderung durch Kompetenzerweiterung/Vertragsergänzung 251
(bb) Beispiel vertragsändernder Rechtsfortbildung 252
(α) Argumente gegen diese Rechtsfortbildung 252
(β) „Verfassungsrechtliche Dimension“ dieser Rechtsfortbildung 254
(b) Zusammenfassung 257
(c) Exkurs: Der EuGH als „Motor der Integration“ und die Grenzen der Integration 258
b) Das Subsidiaritätsprinzip gem. Art. 5 Abs. 2 EGV als Grenze richterlicher Rechtsfortbildungsbefugnis 259
aa) Anwendbarkeit des Subsidiaritätsprinzips auf den EuGH 259
bb) Subsidiaritätsprinzip als mittelbare Rechtsfortbildungsgrenze 261
(1) Inhalt und Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips 262
(a) Konkurrierende Zuständigkeit 262
(b) Maßnahme 263
(c) Vorgaben für die Kompetenzausübung 263
(aa) Das Negativkriterium 264
(bb) Das Positivkriterium 265
(α) Verständnis der Lehre 265
(β) Verständnis der Kommission 266
(γ) Abwägung 266
(2) Ergebnis zur Rechtsfortbildungsgrenze aus Art. 5 Abs. 2 EGV 267
c) Zusammenfassung zu den Rechtsfortbildungsgrenzen erster Stufe 267
2. Rechtsfortbildungsgrenzen zweiter Stufe 268
a) Intraorgangrenzen für die Rechtsfortbildung des EuGH 269
aa) Art. 46 EUV als Grenze richterlicher Rechtsfortbildung? 269
(1) Art. 46 lit. a) EUV 270
(2) Art. 46 lit. b) EUV 271
(3) Art. 46 lit. c) EUV 272
(4) Art. 46 lit. d) EUV 273
(5) Art. 46 lit. e) EUV 274
(6) Art. 46 lit. f) EUV 274
(7) Zusammenfassung zu Art. 46 EUV und Beispielsfälle 275
bb) Art. 220 ff. EGV als Grenzen der Rechtsfortbildungskompetenz des EuGH 278
b) Das institutionelle Gleichgewicht als Interorgangrenze für die richterliche Rechtsfortbildungskompetenz 280
aa) Inhalt des Prinzips des institutionellen Gleichgewichts 281
bb) Einzelne Kernbereiche, die der richterlichen Rechtsfortbildungskompetenz Grenzen ziehen 283
(1) Haushaltsrecht – die Rs. 34/86 (Rat/Parlament) 284
(2) Einschätzungsprärogative des Gemeinschaftsgesetzgebers beim Normerlass 286
(3) Der Nulla-poena-Grundsatz 289
(a) Normative Grundlage 290
(b) Anwendungsbereiche im Gemeinschaftsrecht 291
(aa) Strafrecht 291
(bb) Verhängung von Bußgeldern durch die EG-Kommission 294
(cc) Disziplinarrecht der Gemeinschaften 296
(4) Allgemeiner gemeinschaftsrechtlicher Gesetzesvorbehalt 297
(a) Grundlegung des Gesetzesvorbehalts im europäischen Gemeinschaftsrecht 298
(b) Inhalt und Bedeutung des Gesetzesvorbehalts 299
(aa) Der Gesetzesvorbehalt in Deutschland 299
(bb) Der Gesetzesvorbehalt in Frankreich 300
(cc) Der Gesetzesvorbehalt im Europäischen Gemeinschaftsrecht 301
(dd) Zwischenergebnis 303
(5) Judicial self-restraint als Grenze richterlicher Rechtsfortbildungskompetenz? 304
(a) Inhalt und Bedeutung des judicial self-restraint 304
(b) Die political question doctrine 306
(c) Vergleichbarkeit von US Supreme Court und EuGH 308
(d) Political question doctrine – eine Rechtsfortbildungsgrenze für den EuGH? 308
(e) Zwischenergebnis zum judicial self-restraint 309
(6) Ergebnis zu den Rechtsfortbildungsgrenzen zweiter Stufe 310
3. Gesamtergebnis zu den Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung im Gemeinschaftsrecht 310
E. Rechtsfolgen grenzüberschreitender Rechtsfortbildung 311
I. Wirksamkeit der grenzüberschreitenden Rechtsfortbildung 311
1. Rechtsquellenqualität von Richterrecht? 312
a) Richterrecht ist Rechtsquelle 312
b) Richterrecht ist keine Rechtsquelle 314
c) Eigene Stellungnahme 315
2. Rechtswirkungen einer grenzüberschreitenden Rechtsfortbildung durch den EuGH 316
a) Kompetenz zu Fehlurteilen 317
b) Keine Kompetenz zu Fehlurteilen 318
c) Die Ansicht des Bundesverfassungsgerichts 318
d) Eigene Stellungnahme 319
aa) Ultra-vires-Akt 320
bb) Folgen der Differenzierung 320
(1) Urteile des EuGH als Ultra-vires-Akte i. e. S. 320
(2) Ultra-vires-Akte i. w. S. 321
e) Zwischenergebnis 322
3. Das „Problem“ des letztentscheidenden Gerichts 322
II. Rechtsschutz gegen unzulässige Rechtsfortbildung durch den EuGH 323
1. Letztentscheidendes Gericht bei der Verletzung von Rechtsfortbildungsgrenzen erster Stufe durch den EuGH 323
a) Die Auffassung des EuGH 324
b) Die Ansicht des Bundesverfassungsgerichts und anderer Verfassungsgerichte 325
c) Eigene Stellungnahme 326
2. Letztentscheidendes Gericht bei den Rechtsfortbildungsgrenzen zweiter Stufe 328
3. Zwischenergebnis 330
4. Einzelne Rechtsschutzmöglichkeiten gegen grenzüberschreitende Rechtsfortbildung durch den EuGH 330
a) Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht bei Überschreitungen der Rechtsfortbildungsgrenzen erster Stufe 330
aa) Verfassungsbeschwerde, Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG 331
(1) Absinken des geforderten Grundrechtsstandards 331
(2) Kontrolle von ausbrechenden Rechtsakten 333
bb) Konkrete Normenkontrolle, Art. 100 Abs. 1 GG 333
cc) Abstrakte Normenkontrolle, Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG 335
dd) Art. 100 Abs. 2 GG analog? 336
ee) Zwischenergebnis 337
ff) Verbandskompetenzprüfungsverfahren 338
b) Verfahren vor dem EuGH bei Überschreitung der Grenzen zweiter Stufe 339
aa) Das Auslegungsverfahren 340
bb) Das Verfahren der Urteilsberichtigung 343
cc) Wiederaufnahme des Verfahrens 343
dd) Zwischenergebnis 344
III. Heilung grenzüberschreitender Rechtsfortbildung? 344
1. Heilung kompetenzwidriger Rechtsfortbildung durch Erstarken zu Gewohnheitsrecht 345
a) Existenz und Voraussetzungen von Gewohnheitsrecht im europäischen Gemeinschaftsrecht 345
b) Bedenken gegen die Heilung grenzüberschreitender Rechtsfortbildung durch Erstarken zu Gewohnheitsrecht 349
aa) Deutschland 349
bb) Frankreich 350
cc) Völkerrecht 351
dd) Europäische Gemeinschaften 353
(1) Völkerrechtliche Position 353
(2) Gemeinschaftsrechtliche Position 354
(3) Differenzierende Ansicht 355
(4) Eigene Stellungnahme und Ergebnis 356
2. Heilung durch Akzeptanz der Mitgliedstaaten 358
3. Zwischenergebnis zur Heilung grenzüberschreitender Rechtsfortbildung 359
IV. Gesamtergebnis zu den Folgen grenzüberschreitender Rechtsfortbildung 360
F. Kennzeichen gelungener Rechtsfortbildung durch den EuGH 361
I. Akzeptanz 362
1. Übernahme in die Verträge oder den VVE 363
2. Zugehörigkeit der Rechtsfortbildung zum acquis communautaire 363
3. Sonstige Anpassungen an Rechtsfortbildungen des EuGH 365
II. Ergebnis 366
§ 3 Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesenform 367
§ 4 Epilog 374
§ 5 Résumé du thèse 376
1. Introduction au sujet du thèse 376
2. Méthode 376
3. Résumé du thèse 377
4. Résultat 379
Anhang 380
Literaturverzeichnis 381
Sachverzeichnis 412