Menu Expand

Differenzhaftung im Umwandlungsrecht

Cite BOOK

Style

Moog, T. (2009). Differenzhaftung im Umwandlungsrecht. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53007-6
Moog, Tobias. Differenzhaftung im Umwandlungsrecht. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53007-6
Moog, T (2009): Differenzhaftung im Umwandlungsrecht, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53007-6

Format

Differenzhaftung im Umwandlungsrecht

Moog, Tobias

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 220

(2009)

Additional Information

Book Details

Pricing

Abstract

Haften Gesellschafter persönlich für Wertdifferenzen, wenn bei Umwandlungen Unternehmen oder Unternehmensteile überbewertet wurden? Wenn ja, wie ist diese Haftung ausgestaltet? Und kann eine Haftung gegebenenfalls vermieden werden?

Diese Fragen, die im März 2007 Gegenstand eines Urteils des Bundesgerichtshofs waren, werden von Tobias Moog für Verschmelzungen, Spaltungen und den Formwechsel untersucht. Das BGH-Urteil vom 12. März 2007 (II ZR302/05) und dessen kontroverse Diskussion hat hier zu erheblichem Klärungsbedarf geführt. Schließlich geht es um eine persönliche Haftung, die bei Umwandlungen in eine Kapitalgesellschaft grundsätzlich jeden Gesellschafter treffen kann. Werden im GmbH- oder im Aktienrecht Sacheinlagen überbewertet, besteht kein Zweifel, dass die Sacheinleger bei Überbewertungen für die Wertdifferenz einstehen müssen (Differenzhaftung). Auch Verschmelzungen und Spaltungen, nach einer Mindermeinung auch der Formwechsel, haben Sachgründungscharakter. Muss deshalb auch hier die Kapitalaufbringung durch eine Differenzhaftung gesichert werden?

Tobias Moog kommt zunächst mit der herrschenden Ansicht zu dem Ergebnis, dass diese Frage für Verschmelzungen und Spaltungen auf eine GmbH zu bejahen ist. Aber auch für die Verschmelzung und Spaltung unter Beteiligung einer Aktiengesellschaft legt er überzeugend dar, dass entgegen der Auffassung des Bundesgerichtshofs auch Aktionäre haftbar gemacht werden können. Der Autor systematisiert die umwandlungsspezifischen Problemstellungen und bietet differenzierte Antworten, gerade was die Ausgestaltung der Haftung angeht. Stichtag und Umfang der Haftung, Minderheitenschutz und Gestaltungsmöglichkeiten werden eingehend untersucht.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 16
1. Kapitel: Problemstellung 19
A. Kapitaldeckungshaftung bei Umwandlungen 19
B. Fragestellungen und Untersuchungsgegenstand 22
C. Gang der Untersuchung 23
2. Kapitel: Einführung 25
A. Entstehungsgeschichte und Systematik des Umwandlungsgesetzes 25
I. Die deutsche Rechtsentwicklung 25
II. Europarechtliche Vorgaben 27
III. Systematik des Umwandlungsgesetzes 28
B. Differenzhaftung 29
I. Gesetzliche Regelung 30
II. Ausgestaltung 34
III. Rechtsfolgen 35
1. Offenkundige Unterpari-Emission 35
2. Verdeckte Unterpari-Emission 36
a) Aktienrecht 36
b) GmbH-Recht 36
C. Verlustdeckungshaftung/Vorbelastungshaftung/Unterbilanzhaftung 38
D. Differenzhaftung im Kapitalschutzsystem des Umwandlungsrechts 40
3. Kapitel: Verschmelzung zur Aufnahme 43
A. Eingrenzung der relevanten Umwandlungssachverhalte 44
I. Gestaltungen außerhalb des Umwandlungsgesetzes 44
II. Verschmelzungen ohne Kapitalerhöhung 45
B. Die Verschmelzung auf eine GmbH (§§ 46…55UmwG) 46
I. Anwendbarkeit der Differenzhaftung 46
1. Meinungsstand 47
2. Gegenargumente 47
3. Stellungnahme 48
a) Aussagen des Gesetzes 48
b) Gefährdung der effektiven Kapitalaufbringung? 51
c) Unternehmensbewertung als Risiko 54
aa) Methoden der Unternehmensbewertung 55
bb) Genauigkeit der Hauptverfahren 61
cc) Ergebnis 64
d) Alternative Kapitalschutzmöglichkeiten? 65
aa) Verschmelzungsprüfung 65
bb) Schadensersatzansprüche 66
cc) Anspruch wegen Treuepflichtverletzung …der Ansatz von Grunewald 68
dd) Recht auf Sicherheitsleistung 72
ee) Ergebnis 72
e) Dogmatische Begründung einer verschmelzungsrechtlichen Differenzhaftung 73
aa) Auslegung von § 9 GmbHG 73
bb) Teleologisches Erfordernis einer Differenzhaftung im Verschmelzungsrecht 75
cc) Notwendigkeit einer Analogiebildung 78
(1) Strukturelle Unterschiede 78
(2) Planwidrigkeit 80
dd) Anteilserwerb der Gesellschafter als Zuweisungsgrund 81
ee) Ergebnis 85
f) Gegenargumente 85
aa) Fehlende Einflussnahme auf die Unternehmensbewertung 86
(1) Relativierung der fehlenden Einflussnahmemöglichkeit 86
(2) Die Stellung der Gesellschafter des übernehmenden Rechtsträgers 88
bb) Schutzbedürfnis der Minderheitsgesellschafter 93
cc) Die Urteile des OLG München und des Bundesgerichtshofs 94
(1) Differenzhaftung gesetzlich ausgeschlossen 95
(2) Strukturelle Unterschiedlichkeit 95
(3) Begrenzte Einflussnahmemöglichkeit 96
(4) Vergleich mit der Verschmelzung zur Neugründung 96
(5) Vergleich mit regulärer Kapitalerhöhung 99
(6) Drittverpflichtung aufgrund Verschmelzungsvertrag 99
(7) Parallelvergleich mit regulärem Aktienrecht 100
(8) Kein zwingender Wertzuwachs durch Anteilserwerb 101
(9) Nur geringe Gefährdung von Neugläubigern 102
(10) Ergebnis 103
4. Zusammenfassung der Ergebnisse 103
II. Einzelheiten der Differenzhaftung 103
1. Haftungsbegründender Stichtag 103
a) Problemstellung 103
b) Meinungsstand 105
c) Stellungsnahme 105
2. Haftungsumfang 111
a) Anteilsmäßige Innenhaftung 111
b) Ausfallhaftung 116
aa) Haftung der Gesellschafter des übertragenden Rechtsträgers 117
bb) Haftung der Gesellschafter des übernehmenden Rechtsträgers 117
(1) Vergleich mit regulärer Kapitalerhöhung 118
(2) Interessenausgleich durch Austrittsrecht 122
(3) Einzelheiten des Austrittsrechts 125
(4) Regressansprüche 128
c) Bare Zuzahlungen 129
aa) Bare Zuzahlungen in Form von Geldzahlungen 130
bb) Bare Zuzahlungen durch Anteilsgewährung 134
d) Behandlung von alten und jungen Anteilen 136
3. Zusammenfassung der Ergebnisse 139
III. Minderheitenschutz 139
1. Problemstellung 139
2. Meinungsstand 141
3. Stellungnahme 142
a) Haftung nur der zustimmenden Gesellschafter 142
b) Vetorecht der Minderheitsgesellschafter 144
c) Schadensersatz 145
d) Abandonierung 146
e) Allgemeines Austrittsrecht 147
aa) Wichtiger Grund für ein Austrittsrecht 148
bb) Einzelheiten des Austrittsrechts 151
4. Ergebnis 152
IV. AG oder KGaA als übertragender Rechtsträger 152
1. Haftung auch von Aktionären? 153
2. Anteilsmäßige Innenhaftung 154
3. Ausfallhaftung 155
a) Problemstellung 155
b) Meinungsstand 156
c) Stellungnahme 156
d) Ergebnis 158
4. Einzelheiten der Differenzhaftung 158
V. Besonderheiten der Mehrfachverschmelzung 159
1. Gesamtsaldierung? 159
a) Unterpari-Emission eines übertragenden Rechtsträgers 159
b) Beteiligung bilanziell überschuldeter Rechtsträger 163
2. Ausgestaltung der Haftung im Innenverhältnis 166
VI. Besonderheiten der Konzernverschmelzung 169
VII. Konsequenzen für die Gestaltungspraxis 171
1. Verzicht auf Anteilsgewährung … §§ 54 Abs. 1 Satz 3, 68 Abs. 1 Satz 3 UmwG 171
a) Bisherige Rechtslage 171
b) Meinungsstand 172
c) Neue Rechtslage 173
2. Gewährung von Anteilen durch Dritte 176
3. Vertragsgestaltung 178
C. Die Verschmelzung auf eine AG (§§ 60…72 UmwG) 178
I. Anwendbarkeit der Differenzhaftung 179
1. Meinungsstand 179
2. Gegenargumente 179
3. Stellungnahme 180
a) Identisches Kapitalschutzbedürfnis 180
b) Sperrwirkung des § 69 Abs. 1 Satz 1 UmwG? 181
c) Keine Deckungszusage der Aktionäre 185
d) Anonymität der Anteilsinhaberschaft 186
e) Mangelnde Einflussnahmemöglichkeit auf die Bewertung 187
f) Sonstige Einwände 187
g) Keine Ausfallhaftung 188
h) Zwischenergebnis 188
i) Austrittsrecht der widersprechenden Aktionäre? 189
aa) Vergleichbare Rechtslage im Aktien- und GmbH-Recht 189
bb) Einzelheiten des Austrittsrechts 192
4. Ergebnis 193
II. Einzelheiten der Differenzhaftung 193
III. Verschmelzung einer GmbH auf eine AG 195
4. Kapitel: Verschmelzung zur Neugründung 197
A. Problemstellung 197
B. Meinungsstand 198
C. Stellungnahme 199
D. Einzelheiten der Differenzhaftung 201
I. Gesamtsaldierung 201
II. Stichtag 204
III. Anteilsmäßige Innenhaftung 206
IV. Ausfallhaftung 208
V. Austrittsrecht 209
5. Kapitel: Spaltung 211
A. Einführung 211
I. Spaltungsformen 211
II. Eingrenzung der relevanten Spaltungsfälle 213
III. Gefährdungssituation und Gläubigerschutz 215
B. Aufspaltung 218
I. Aufspaltung zur Aufnahme 218
1. Differenzhaftung 218
a) Problemstellung 218
b) Meinungsstand 219
c) Stellungnahme 219
2. Einzelheiten der Differenzhaftung 222
a) Stichtag 222
b) Haftungsumfang 224
II. Aufspaltung zur Neugründung 227
1. Differenzhaftung 227
a) Problemstellung 227
b) Meinungsstand 227
c) Stellungnahme 228
2. Einzelheiten der Differenzhaftung 229
C. Abspaltung 230
I. Abspaltung zur Aufnahme 230
1. Differenzhaftung 230
a) Problemstellung 230
b) Meinungsstand 231
c) Stellungnahme 231
II. Abspaltung zur Neugründung 235
1. Differenzhaftung 235
a) Problemstellung 235
b) Meinungsstand 235
c) Stellungnahme 236
2. Einzelheiten der Differenzhaftung 236
D. Ausgliederung 236
1. Differenzhaftung 236
a) Problemstellung 236
b) Meinungsstand 236
c) Stellungnahme 237
6. Kapitel: Formwechsel 238
A. Einführung 238
B. Die Fälle des § 245 Abs. 1…3 UmwG 240
I. Problemstellung 240
II. Meinungsstand 240
III. Stellungnahme 241
1. § 197 Satz 1 UmwG i.V.m. § 9 GmbHG 241
2. Bedeutung des Identitätsprinzips 247
3. § 9 GmbHG analog? 249
4. Anwendbarkeit der Vorbelastungshaftung? 252
C. Der Fall des § 245 Abs. 4 UmwG 253
I. Meinungsstand 253
II. Stellungnahme 254
7. Kapitel: Umwandlungsrechtliche Differenzhaftung de lege ferenda 256
8. Kapitel: Zusammenfassung in Thesen 258
Literaturverzeichnis 261
Sachverzeichnis 275