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Hense, A. Schulte, M. (Eds.) (2009). Kirchliches Stiftungswesen und Stiftungsrecht im Wandel. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53049-6 
; Hense, Ansgar and Schulte, Martin. Kirchliches Stiftungswesen und Stiftungsrecht im Wandel. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53049-6 
Hense, A, Schulte, M (eds.) (2009): Kirchliches Stiftungswesen und Stiftungsrecht im Wandel, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53049-6 

Format

Kirchliches Stiftungswesen und Stiftungsrecht im Wandel

Editors: Hense, Ansgar | Schulte, Martin

Staatskirchenrechtliche Abhandlungen, Vol. 47

(2009)

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Abstract

Das moderne Stiftungswesen hat religiöse Wurzeln. Seit jeher ist Stiften Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Mit über 28.000 kirchlichen Stiftungen prägen die christlichen Kirchen nicht unerheblich die Stiftungslandschaft in Deutschland. Neben die teilweise sehr alten und traditionsreichen kirchlichen Stiftungen treten gegenwärtig zahlreiche neue kirchliche Stiftungsinitiativen. Kurz gesagt: Die Kirche geht stiften!

Der Sammelband dokumentiert eine interdisziplinäre Fachtagung in der Katholischen Akademie des Bistums Mainz. Die Verfasserinnen und Verfasser der Beiträge fragen nach den historischen Grundlagen des kirchlichen Stiftungswesens und werfen einen empirischen Blick auf die kirchliche Stiftungslandschaft. Besonders eingehend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des kirchlichen Stiftungswesens untersucht. Neben den verfassungsrechtlichen Aspekten und den einfachrechtlichen Detailanalysen gilt ein weiteres Augenmerk dem praxisrelevanten Dienst- und Arbeitsrecht kirchlicher Stiftungen. Ein Blick auf ökonomische Aspekte des kirchlichen Stiftungswesens rundet den Tagungsband ab.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Ansgar Hense: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft kirchlicher Stiftungen: einleitende Bemerkungen 7
I. Die Kirche geht stiften? 7
II. Die Beiträge dieses Bandes 12
III. Kurzer Ausblick 15
I. Historische Grundlagen des kirchlichen Stiftungswesens 17
Benjamin Scheller: Memoria, Caritas und das Problem der Dauer Wahlverwandtschaften zwischen den Stiftungen und der Kirche im Mittelalter 19
I. Das Motiv der Memoria 21
II. Caritas 26
III. Das Problem der Dauer 31
IV. Schluss 36
Albrecht Fiedler: Kirchliche Stiftungen zwischen Säkularisierung und Rekonfessionalisierung 39
I. Einleitung 39
II. Historische Entwicklung 40
1. Antike und Mittelalter 40
2. Reformation 41
3. Aufklärung 42
4. Das 19. und 20. Jahrhundert 42
III. Rechtsgrundlagen 44
1. Das Recht kirchlicher Stiftungen 44
2. Abgrenzung weltlicher und kirchlicher Stiftungen nach staatlichem Recht 45
a) Kirchliche Zwecke 46
b) Organisatorische Zuordnung zu einer Kirche 47
c) Anerkennung durch die zuständige Kirchenbehörde 48
IV. Der Fall Vereinigte Hospitien 48
1. Argumentation der Vereinigten Hospitien und des Landes Rheinland-Pfalz 49
2. Entscheidung des VG Trier 50
a) Begründung 50
b) Kritik 51
3. Entscheidung des OVG Koblenz 53
a) Begründung 53
b) Kritik 55
V. Fazit 56
II. Die kirchliche Stiftungslandschaft 57
Kristin Meyer: Katholische Stiftungslandschaft in Deutschland 59
I. Einleitung 59
II. Gegenwärtiger Bestand an Katholischen Stiftungen in Deutschland 60
III. Bedeutung 61
IV. Geschichte 62
V. Begriff 65
1. Katholizität 65
2. Kirchlichkeit 66
VI. Rechtsgrundlagen 67
1. Kirchlicher und weltlicher Rechtskreis 67
2. Rechtsgrundlagen im weltlichen Recht 68
3. Rechtsgrundlagen im katholischen Kirchenrecht 70
VII. Zwecke 70
VIII. Erscheinungsformen 70
1. Die Erscheinungsformen im Hinblick auf die Stiftungszwecke 70
a) Messstiftungen 71
b) Pfründestiftungen, Ortskirchenstiftungen 71
c) (Andere) Stiftungen im Bereich der Kirchengemeinden 72
d) Wohltätigkeitsstiftungen, Soziale Zwecke 72
e) Schulstiftungen 74
f) Bürgerstiftungen 74
g) Stiftungen als Träger katholischer Hochschulen 74
h) Förderstiftungen 75
2. Erscheinungsformen im Hinblick auf die rechtliche Struktur 75
a) Selbständige und unselbständige Stiftungen 75
b) Öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Stiftungen 77
IX. Stifter 79
X. Aufsicht über katholische Stiftungen 79
XI. Ausblick 81
Rainer Rausch: Die evangelische Stiftungslandschaft in Mecklenburg 83
I. Kirchliche Stiftungen als Beitrag eines christlich verstandenen Gemeinwohls 83
1. Kennzeichen kirchlicher Stiftungen 83
2. Varianten kirchlicher Stiftungen 83
II. Historische kirchliche Stiftungen 84
1. Kirchenstiftung der örtlichen Kirche mit der Ärar- und Pfründefunktion 84
2. Historische Stiftungen mit diakonischem Zweck 85
III. Stiftungsgründungen nach der Wende 85
1. Beratung des Oberkirchenrates bei Stiftungsneugründungen 85
2. Die 7 W-Fragen bei einer Stiftungsgründung 86
a) Warum eine Stiftung? 86
b) Welcher Stiftungszweck? 86
c) Welche Stiftungsform? 86
d) Welcher Name? 87
e) Welche Vermögensausstattung? 87
f) Welche Stiftungsorgane? 87
g) Wann erfolgt die Stiftungserrichtung? 88
IV. Stiftungsverzeichnis unserer Landeskirche 88
1. Anstaltsstiftungen mit diakonischem Zweck 88
a) Hospital zum Heiligen Geist Bützow (1566) 89
b) Michaelshof Rostock (10. 04. 1845) 89
c) Augustenstift Schwerin (1852) 90
d) Stift Bethlehem Ludwigslust (29. 06. 1860) 91
e) Anna-Hospital-Stiftung Schwerin (1866) 94
f) St. Georgstift Grevesmühlen (9. 6. 1869) 95
2. Karitative Förderstiftungen für kirchgemeindliche Zwecke 95
3. Conrad-Gessner-Stiftung zu Gunsten einer evangelischen Schule 100
4. Kirchliche öffentlich-rechtliche Stiftungen 100
a) Evangelische Schulstiftung in Mecklenburg-Vorpommernund Nordelbien (1996) 100
b) Kurt-Winkelmann-Stiftung (2002) 102
5. Kirchliche Sammelstiftung 102
V. Stiftungsaufsicht des Oberkirchenrates 103
VI. Landeskirche als Sachwalterin untergegangener Stiftungen 105
1. Ausgangssituation des Restitutionsverfahrens Haus Bethanien 105
2. Anspruchsberechtigung der Kirche als Nachfolgeorganisation für eine aufgelöste kirchliche Stiftung 106
3. Verfolgungsbedingter Vermögensverlust für die Kirche 108
4. Berechtigung der Kirche dem Grunde nach gemäß § 1 Abs. 6 VermG i.V. m. § 2 Abs. 1 Satz 5 VermG 108
5. Procedere der Vermögenszuordnung 109
a) Naturalrestitution 109
b) Rückübertragungsausschluss kraft Gesetzes 110
c) Verfahren bei einem Zwangsverkauf i. S. d. § 1 Abs. 6 VermG 110
d) Ersatzanspruch anstelle der Naturalrestitution 111
e) Herausgabe der aus Anlass des Vermögensverlustes erhaltenen Gegenleistung 111
VII. Fundraising als wichtige Form freiwilliger Geberkultur 112
VIII. Stiftungskultur und hierzu korrespondierende Dankeskultur 113
Wilhelm Mensing: Caritative Unternehmen katholischer Kirchengemeinden und der Stiftergedanke 115
III. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des kirchlichen Stiftungswesens 129
Christian Opelt: Ökonomische Herausforderungen und Bedürfnisse von Stiftungen 131
I. Hinführung zum Thema 131
II. Grundproblem und Kernelement jeder Stiftung 132
1. Fehlende Eigentümerbindung 132
2. Fehlende kapitalistische Zielsetzung 133
III. Gründungsmotive und Folgen 134
1. Gründungsmotive 134
2. Folgen 136
IV. Operative Herausforderungen und Bedürfnisse 136
1. Organisationsstruktur 136
2. Mittelentstehung 137
a) Fehlende Handlungsanweisungen 138
b) „Dilemma“ für Stiftungsvorstände 139
c) Risikoscheue Anlagen reichen nicht aus 139
d) „Dilemma“ zwischen Markt und Investor 140
e) Rendite und Risiko 140
f) Die Gewichtung ist entscheidend 141
g) Bedeutung der Korrelation 142
h) Investments mit dem Etikett der Nachhaltigkeit 143
i) Anlagevehikel 143
3. Mittelverwendung 145
a) Stifter möchten wissen, wofür ihr Geld verwendet wir 145
V. Die Rolle von Beratern 145
Jörg Liesner: Innovative Investmentansätze für Stiftungen 147
I. Einleitung 147
II. Immobilien 148
III. Private Equity / Venture Capital 148
1. Portfoliooptimierung 148
2. Risikobegrenzung 150
IV. Hedgefunds 151
1. Absolute Return Funds 152
2. Nutzung von Marktineffizienzen durch Arbitragegeschäfte 152
3. Aktienbasierte Long-Short-Strategie 153
4. Global-Macro-Strategien 153
5. Managed Futures – Commodity Trading Advisers (CTA) 153
6. Portfoliooptimierung 154
7. Risikobegrenzung 155
V. Nachhaltigkeit 156
VI. Schluss 158
Franziska Grüner und Sonja Gebhard: Nachhaltige Vermögensverwaltung im Bereich der kirchlichen Stiftungen. Anlage von Stiftungsvermögen im Einklang mit dem kirchlichen Auftrag 159
I. Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit? 159
II. Unüberschaubarer Markt 160
III. Analyse- und Anlagekonzepte der Anbieter 161
IV. Nachhaltigkeitsratings von Aktien und Renten 161
V. Nachhaltige Renten 162
VI. Nachhaltige Kapitalanlagen rentieren sich tendenziell besser 163
VII. Fazit 163
IV. Die rechtlichen Grundlagen des kirchlichen Stiftungswesens 165
Heinrich de Wall: Die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen der kirchlichen Stiftung 167
I. Einleitung 167
II. Der verfassungsrechtliche Schutz der Stiftungen allgemein 168
1. Kompetenzrechtliche Fragen 168
2. Der Schutz des Stifters – Stiftungsfreiheit 168
3. Juristische Personen als Stifter 171
III. Die Stiftung als Grundrechtsträger 172
IV. Grundrechtlicher Schutz des Begünstigten? 174
V. Der besondere verfassungsrechtliche Schutz der kirchlichen Stiftungen 175
1. Der Begriff der kirchlichen Stiftung 176
2. Die Bedeutung der Kirchengutsgarantie (Art. 140 GG i.V. m. 138 II WRV) 177
3. Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht und die kirchlichen Stiftungen 179
VI. Zusammenfassung 180
Martin Schulte und Kristin Meyer: Kirchliche Stiftungen im Spannungsfeld von Staat und Kirche 183
I. Einleitung 183
II. Begriff und Rechtsgrundlagen 185
1. Begriff der kirchlichen Stiftung 185
2. Rechtsgrundlagen 187
a) Allgemeines 187
b) Staatskirchenrechtliche Grundlagen 188
c) Bundesrecht, Landesrecht, Kirchenrecht 188
d) Das Stiftungsrecht der katholischen und evangelischen Kirche 190
III. Aktuelle Probleme 192
1. Die Abgrenzungsfrage: kirchliche oder weltliche Stiftung? 192
2. Die Aufsicht über die kirchlichen Stiftungen 195
3. Kirchliches Arbeits- und Dienstrecht 197
4. Kirchliche Stiftungen als „öffentliche Auftraggeber“? 200
IV. Ausblick 201
Ben Michael Risch: Kirchliche Stiftungen in den (novellierten) Landesstiftungsgesetzen 205
I. Eingrenzung und Bedeutung des Themas 206
II. Begriff und Definitionsmerkmale 208
1. Der Begriff der kirchlichen Stiftung bürgerlichen Rechts in den Landesstiftungsgesetzen 209
2. Die Elemente der Definitionen 210
a) Der kirchliche Zweck 210
b) Die organisatorische Verbundenheit mit der Kirche 211
c) Die kirchliche Aufsicht 213
d) Der sinnvolle Zweckbezug 214
e) Die Errichtung bzw. Gründung durch die Kirche 215
f) Die Anerkennung als kirchliche Stiftung 215
g) Der Wille des Stifters als weiteres Kriterium? 215
3. Jüngste Veränderungen und verfassungsrechtliche Bewertungen 217
4. Zwischenergebnis 219
III. Voraussetzungen und Modalitäten der Entstehung 220
1. Entstehungsvoraussetzungen 220
a) Die verfassungsrechtlichen Anforderungen als Hintergrund der Entstehungsvoraussetzungen 220
b) Die bundesrechtlichen Voraussetzungen 221
c) Die landesrechtlichen Kriterien 221
d) Prüfungsumfang der staatlichen Stiftungsaufsicht und sonstige Privilegierung 222
2. Jüngste Entwicklung und verfassungsrechtliche Bewertung 224
3. Zwischenergebnis 225
IV. Die staatliche und kirchliche Aufsichtsführung 225
1. Die Führung der Aufsicht 225
2. Die Verwaltung kirchlicher Stiftungen 227
3. Zwischenergebnis 229
V. Publizitätsvorschriften und Veröffentlichungspflichten 230
1. Die Aufnahme kirchlicher Stiftungen in das Stiftungsverzeichnis 230
2. Weitere Veröffentlichungspflichten 232
3. Zwischenergebnis 233
VI. Satzung- und Zweckänderungen 233
1. Die Änderung der Satzung einer kirchlichen Stiftung 233
2. Die Änderung des Zwecks einer kirchlichen Stiftung 236
3. Zwischenergebnis 238
VII. Ergebnis und abschließende Handlungsempfehlungen 238
Richard Giesen: Kirchliche Stiftungen und kirchliches Arbeitsrecht 241
I. Geltung des kirchlichen Arbeitsrechts für die Arbeitsverhältnisse der kirchlichen Stiftungen 241
1. Rahmenbedingungen kirchlichen Arbeitsrechts 241
2. Geltung der Besonderheiten des kirchlichen Arbeitsrechts für kirchliche Stiftungen 244
II. Arbeitsrechtliche Besonderheiten bei der Überführung einer kirchlichen Einrichtung in eine Stiftung 246
1. Beteiligungsrechte der nach kirchlichem Arbeitsrecht errichteten Mitarbeitervertretungen 246
2. Die Überführung einer kirchlichen Einrichtung in eine Stiftung als Betriebsübergang i. S. d. § 613a BGB 248
a) Zum Tatbestand des Betriebsübergangs nach § 613a BGB 248
b) Individualarbeitsrechtliche Rechtsfolge des Betriebsübergangs 250
3. Keine Ablösung oder Änderung kirchenarbeitsrechtlicher Arbeitsbedingungen nach § 613a Abs. 1 S. 2–4 BGB 251
a) Zur möglichen Änderung kollektivarbeitsrechtlicher Regelungen beim Betriebsübergang 251
b) Keine Anwendung von § 613a Abs. 1 S. 2–4 BGBauf kirchenarbeitsrechtliche Arbeitsbedingungen 254
c) Konsequenzen der fehlenden Anwendbarkeit von § 613a Abs. 1 S. 2 –4 BGB auf kirchliche Stiftungen 257
d) Annex: Betriebsübergänge mit Wechsel vom kirchlichen ins rein staatliche Arbeitsrecht und umgekehrt 259
III. Zusammenfassung 261
Autorenverzeichnis 263