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Lorenz, M. (2009). Der Ausgleichsanspruch des Kfz-Vertragshändlers gemäß § 89b HGB analog. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53140-0
Lorenz, Mark. Der Ausgleichsanspruch des Kfz-Vertragshändlers gemäß § 89b HGB analog. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53140-0
Lorenz, M, (2009): Der Ausgleichsanspruch des Kfz-Vertragshändlers gemäß § 89b HGB analog, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53140-0

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Der Ausgleichsanspruch des Kfz-Vertragshändlers gemäß § 89b HGB analog

Lorenz, Mark

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 225

(2009)

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Abstract

Der Ausgleichsanspruch analog § 89b HGB aus Anlaß der Beendigung eines Kfz-Vertragshändlervertrags bildet nach wie vor eines der umstrittensten Probleme des Vertriebsrechts. Auch wenn die Rechtsprechung zur Analogie des § 89b HGB heute im wesentlichen als gefestigt gelten kann, sind die ablehnenden Stimmen in der Literatur zu keiner Zeit verstummt. Ein gänzlich anderes Bild bietet die Bestimmung der Ausgleichshöhe, bei der Rechtsprechung und Schrifttum noch weit von einer zufriedenstellenden Lösung entfernt sind. Zahlreiche gerichtliche Ausgleichsprozesse sind die Folge.

Vor diesem Hintergrund untersucht Mark Lorenz die Analogie des § 89b HGB "dem Grunde nach" nochmals eingehend auf ihre methodische Herleitung. Zur Bestimmung des Ausgleichs "der Höhe nach" erfolgt sodann eine vertragshändlerspezifische und branchenbezogene Auslegung der Tatbestandsmerkmale des § 89b HGB. Darauf aufbauend wird schließlich ein System von "Grundsätzen-Kfz" entwickelt, das der Ausgleichsberechnung im Automobilbereich zugrunde gelegt werden kann.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
A. Einleitung 19
I. Einführung in den Problemstand 19
II. Gang der Untersuchung 21
B. Grundfragen, rechtssystematische Einordnung und Rechtstatsachen im Bereich des Vertragshändlerausgleichs 23
I. Grundlagen des Vertragshändlerrechts unter besonderer Berücksichtigung des § 89b HGB\r 23
1. Begriff und Stellung des Vertragshändlers im Bereich der Absatzmittler\r 23
a) Vertragshändler (Eigenhändler) 23
b) Handelsvertreter 24
c) Kommissionsagent 25
d) Franchisenehmer 26
2. Vertragsgrundlagen und Interessen der Vertragsparteien des Vertragshändlervertrags\r 29
a) Rechtsnatur und wesentliche Vertragsinhalte des Vertragshändlervertrags 29
b) Interessenlage und Pflichtenstellung des Vertragshändlers 30
c) Interessenlage und Pflichtenstellung des Herstellers 32
3. Vertragshändlerrecht als Teilgebiet des Vertriebsrechts 33
a) Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (BGB) 34
b) Analoge Anwendung der handelsvertreterrechtlichen Vorschriften (§§ 84 ff. HGB)\r 35
c) Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) 37
d) Europäisches Kartellrecht 40
aa) Kartellverbot der Art. 81, 82 EGV 40
bb) Gruppenfreistellungsverordnungen (EG) Nr. 123/85 bzw. Nr. 1475/95\r 40
cc) Gruppenfreistellungsverordnung (EG) Nr. 1400/2002 42
dd) Kartellverfahrensverordnung (EG) Nr. 1/2003 46
II. Rechtssystematische Einordnung des § 89b HGB (Gesetzesauslegung)\r 49
1. Grundlinien der Gesetzesauslegung 49
2. Entstehungsgeschichte des § 89b HGB (historische Gesetzesauslegung)\r 50
a) Rechtsentwicklung und Gesetzesbegründung des § 89b HGB 50
b) Folgerungen für die analoge Anwendbarkeit des § 89b HGB 52
3. Rechtsnatur des § 89b HGB (teleologische Auslegung) 54
a) Ältere Auffassungen 54
aa) Sozial-/Versorgungsanspruch 54
bb) Gesellschaftsrechtlicher Anspruch 55
cc) Kündigungsausgleichsanspruch 57
b) Einordnung in zivilrechtliche Anspruchskategorien 58
aa) Schadensersatzanspruch 58
bb) Bereicherungsrechtlicher Anspruch 59
c) Anspruch „sui generis“: Eingeschränkte Vergütungstheorie 60
d) Ergebnis 61
III. Rechtspolitische Ausgestaltung des Ausgleichsanspruchs 62
1. Rechtspolitischer Grundgedanke des Ausgleichsanspruchs 62
2. Alternativsystem: Wahlrecht des Art. 17 der EG-Handelsvertreterrichtlinie\r 64
3. Abgrenzung des Ausgleichsanspruchs von anderen Entgeltansprüchen\r 66
a) Zivil- und handelsrechtliche „Ausgleichsansprüche“ 66
b) Investitionsersatzanspruch 67
IV. Rechtstatsachen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Automobilvertriebs\r 69
1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen des Automobilvertriebs 70
a) Absatzwegegestaltung als Aufgabe der Distributionspolitik 70
b) Alternative Absatzkanäle im Bereich des Kfz-Vertriebs 71
c) Handelsfunktionen und Handelsrisiken des Vertragshändlers 73
2. Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven des Automobilvertriebs\r 75
a) Strategische Neuausrichtungen des Kfz-Vertriebs 75
b) Zukunftsperspektiven des Automobilvertriebs nach Einführung der VO Nr. 1400/2002/EG\r 78
V. Ergebnis 84
C. Die analoge Anwendung des § 89b HGB auf den Vertragshändler\r 86
I. Richterliche Rechtsfortbildung im Rahmen des § 89b HGB\r 86
1. Methode und Arten des Analogieschlusses 86
a) Allgemeine Voraussetzungen der Bildung von Analogien 87
b) Arten des Analogieschlusses 88
c) Analogieschluß durch Vergleich der Idealtypen 89
2. Determinanten richterlicher Rechtsfortbildung auf dem Gebiet der §§ 84 ff. HGB\r 91
a) Möglichkeit einer „Generalanalogie“ der §§ 84 ff. HGB 91
b) Grenzen der richterlichen Rechtsfortbildung im Handelsvertreterrecht 92
c) Anspruchsbegründung aus ergänzender Vertragsauslegung? 93
3. Analogiefähigkeit des § 89b HGB 95
a) „Singularia non sunt extendenda“ als formales Analogieverbot 95
b) Zwingender Charakter und Folgenbetrachtung als Analogiehindernisse\r 96
c) Provisionen vs. Rabatte als Analogiehindernis 97
4. Entsprechende Anwendung des § 89b HGB als Handelsgewohnheitsrecht oder Handelsbrauch?\r 99
II. Bestehen einer planwidrigen Regelungslücke 100
1. Unmittelbare Anwendung des § 89b HGB auf den Vertragshändler\r 100
2. Alternative Vorschriften zur Verwirklichung des Ausgleichsanspruchs\r 101
a) § 354 Abs. 1 HGB 101
b) § 242 BGB 102
3. Regelungsbedürfnis: Planwidrige Unvollständigkeit des Gesetzes\r 103
a) Abgrenzung vom „rechtspolitischen Mangel“ 104
b) Doppelschutz durch das Kartellrecht? 104
4. Zwischenergebnis 107
III. Vergleichbare Interessenlage 108
1. Überblick über den Analogietatbestand 108
2. Kriterium der Schutzbedürftigkeit und Analogieumfang 108
a) Schutzbedürftigkeit des Vertragshändlers als Analogievoraussetzung 109
b) Analogieumfang: Regelungseinheit des § 89b HGB 111
c) Ergebnis 114
3. Eingliederung in die Absatzorganisation des Herstellers 114
a) Eingliederung als definitorische Analogievoraussetzung 115
b) Bestimmung von Eingliederungsindizien 116
c) Bewertung der Indizien im Hinblick auf Kfz-Vertragshändler 120
d) Einfluß der VO Nr. 1400/2002/EG auf die Eingliederungsvoraussetzung\r 121
aa) Wegfall von Marktverantwortungsgebieten 123
bb) Stärkung des „intra-brand“-Wettbewerbs 125
cc) Erleichterung des Mehrmarkenvertriebs 126
dd) Trennung von Vertrieb und Kundendienst 127
ee) Absatzförderungspflichten und weitere Eingliederungsindizien 128
ff) Bedeutungsverlust der Gruppenfreistellung nach Erlaß der VO Nr. 1/2003/EG und der „Citroën“-Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13.07.2004?\r 130
e) Auswirkungen des europäischen Handelsvertreter-Kartellrechts 130
f) Wirtschaftliche Eingliederung in der Praxis 132
g) Ergebnis: Spannungsverhältnis zwischen gesetzlichem Leitbild und rechtstatsächlicher Erscheinungsform?\r 134
h) Vergleich: Eingliederung des Franchisenehmers 135
4. Überlassung des Kundenstammes 138
a) Vertragliche Pflicht vs. faktische Nutzungsmöglichkeit 138
aa) Schaffung und Erhaltung eines übertragbaren Kundenstammes durch den Händler\r 139
bb) Formaljuristische vertragliche Verpflichtung zur Überlassung des Kundenstammes\r 142
cc) Tatsächliche Möglichkeit der Nutzung des Kundenstammes 146
dd) Stellungnahme 148
(1) Keine Identität von Kundenstammüberlassung und Kundendatenübertragung\r 148
(2) Fortsetzung der Geschäftsbeziehung nach dem Willen des Kunden 149
(3) Wertungswidersprüche zum Handelsvertreterrecht 150
(4) Analogieschluß als wertendes Verfahren 152
(5) Umgang mit Kundendaten und Kundenpflege in der Praxis 153
(6) Fazit 156
ee) Weiterführende Lösungsansätze 157
(1) Verlagerung der Überlassungsproblematik auf die Ebene der Anwendungsvoraussetzungen i. e. S. des § 89b HGB\r 157
(2) Betonung des Geschäftsbesorgungscharakters des Vertragshändlervertrags\r 158
ff) Ergebnis: Konsequenzen für den Kfz-Vertragshändler 160
b) Einschaltung herstellerseitiger Drittunternehmen zur Kundenpflege und ihre Folgen\r 160
aa) „Toyota“-Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17.04.1996\r 161
(1) Tatbestand und Entscheidungsgründe 161
(2) Bewertung der Entscheidung 163
bb) Höchstrichterliche Entscheidungen im Anschluß an das „Toyota“-Urteil\r 165
cc) Analyse der gesetzlichen Löschungsverpflichtungen 166
(1) Datenschutzrecht 167
(a) Umgang mit Daten für eigene Zwecke: § 28 BDSG 167
(b) Umgang mit Daten für fremde Zwecke: Datennutzung im Auftrag gemäß § 11 BDSG\r 169
(2) Geschäftsbesorgungsrecht (§§ 667 Alt. 1, 675 BGB)\r 170
dd) Konsequenzen der „Toyota“-Entscheidung für das Verhältnis Hersteller – Händler\r 173
(1) Datenschutzrechtliche Implikationen 173
(a) Erhebung, Speicherung und Übermittlung der Kundendaten während der Laufzeit des Vertragshändlervertrags: § 28 Abs. 1 Nr. 1 BDSG\r 174
(b) Übermittlung der Kundendaten während der Laufzeit des Vertragshändlervertrags: § 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG\r 174
(c) Löschungsverpflichtung nach Beendigung des Vertragshändlervertrags: § 35 Abs. 2 Nr. 3 BDSG\r 178
(2) Dogmatische Fehlverortung des Ausgleichsanspruchs? 181
ee) Abgrenzung herstellerseitiger Drittunternehmen, insbesondere Einschaltung herstellereigener Kreditinstitute\r 183
ff) Kontrollfähigkeit der Löschungsverpflichtungen 185
gg) Ergebnis und Stellungnahme 186
c) Vergleich: Kundenstammüberlassung beim Franchisenehmer 187
IV. Überlegungen zur Vermeidung von Ausgleichsansprüchen im Bereich der Analogievoraussetzungen i.w. S.\r 189
1. Unzulässige Umgehung oder erlaubte Vertragsgestaltung? 190
2. Umgehung des Eingliederungskriteriums 191
3. Umgehung des Überlassungskriteriums 193
V. Ergebnis: Paradebeispiel methodengerechter Analogie? 194
D. Besonderheiten und Problemfelder der spezifischen Anwendungsvoraussetzungen des § 89b HGB für den Kfz-Vertragshändlerbereich\r 196
I. Formelle Anspruchsvoraussetzungen 196
1. Beendigung des Vertragsverhältnisses 196
a) Überblick 196
b) Teilbeendigung des Vertragsverhältnisses 197
aa) Zulässigkeit einer Teilkündigung 197
bb) Anspruchsbegründende Wirkung der Teilkündigung 200
cc) Fallgestaltungen im Automobilvertrieb 202
(1) Herabstufung des Kfz-Händlers zur Werkstatt 202
(2) Überführung des Großkundengeschäfts in einen Direktvertrieb 205
(3) Entzug einer vertriebenen Zweitmarke 207
(4) Änderung/Kürzung des Rabattsystems 207
(5) Verkleinerung des Marktverantwortungsgebiets 208
c) Nichtigkeit/Anfechtung des Vertragshändlervertrags 209
aa) Ausschluß des Ausgleichsanspruchs 209
bb) „Fehlerhaftes“ Vertragshändlerverhältnis 210
cc) Lösungsansätze 211
d) Strukturkündigungen im Rahmen der Anpassung an die VO Nr. 1400/2002/EG\r 213
aa) Kündigung ohne Angebot eines Folgevertrags seitens des Herstellers 214
bb) Kündigung und Annahme des Folgevertrags durch den Händler 215
cc) Kündigung und Ablehnung eines zumutbaren Folgevertrags durch den Händler\r 216
(1) Notwendigkeit der Kündigung 216
(2) Entsprechende Anwendung des § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB 223
(3) Stellungnahme 226
dd) § 89b HGB analog zur Verkürzung der Kündigungsfrist auf ein Jahr? 230
e) Vertragsbeendigung bei Insolvenz des Herstellers/Vertragshändlers 232
f) Vertragsbeendigung bei Veräußerung des Herstellerbetriebs 233
g) Ausgleichsanspruch bei Veräußerung des Händlerbetriebs 235
h) Einvernehmliche Auflösung des Vertragsverhältnisses 237
2. Geltendmachung des Ausgleichsanspruchs (§ 89b Abs. 4 Satz 2 HGB analog)\r 237
II. Materielle Anspruchsvoraussetzungen 238
1. Überblick 238
2. Erhebliche Vorteile (§ 89b Abs. 1 Nr. 1 HGB analog) 239
a) Schaffung einer dauerhaften Geschäftsverbindung („Stammkundenproblematik“)\r 239
aa) Referenzzeiträume zur Prognose der Stammkundeneigenschaft 240
bb) Mehrfachkunden 244
cc) Potentielle Mehrfachkunden 247
(1) „Renault“-Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.02.1997\r 247
(2) Keine Einbeziehung potentieller Mehrfachkunden 249
dd) Einmalkunden 252
ee) Intensivierte Altkunden (§ 89b Abs. 1 Satz 2 HGB analog) 252
ff) Festentschlossene Kunden 254
gg) Abwanderung 255
hh) Zwischenergebnis 258
b) Kausalität der werbenden Tätigkeit des Kfz-Vertragshändlers 258
c) Verbleibende erhebliche Vorteile nach Vertragsbeendigung 260
aa) Verbleibende Vorteile bei einer Veräußerung des Herstellerunternehmens\r 261
bb) Veräußerung des Vertragshändlerunternehmens nach Vertragsbeendigung an einen anderen Händler eines konkurrierenden Fabrikats\r 263
cc) Verbleibende Vorteile bei Betriebseinstellung des Herstellerunternehmens\r 265
dd) Verbleibende Vorteile bei Insolvenz des Herstellerunternehmens 267
ee) Bemessung der Erheblichkeit der Vorteile 268
d) Umfang der in die Ausgleichsberechnung einzustellenden Umsätze des Kfz-Händlers\r 269
aa) Ersatzteil- und Werkstattgeschäfte 270
bb) Berücksichtigung von Umsätzen mit Unterhändlern 274
cc) Einfluß von Tageszulassungen und Vorführwagen 278
dd) Berücksichtigung von Leasing-Geschäften 281
ee) Einfluß von Querlieferungen innerhalb der Händlerorganisation 284
ff) Einbeziehung von gewährten Boni und Prämien 284
gg) Einbeziehung von Gewährleistungs- und Garantiearbeiten 286
hh) Berücksichtigung von Überführungskosten 286
jj) Veräußerungserlöse aus dem Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen 287
kk) Zwischenergebnis 288
3. Provisionsverluste (§ 89b Abs. 1 Nr. 2 HGB analog)\r 289
a) Verklammerung von Unternehmervorteilen und Vertreterverlusten 289
b) Verluste aus bereits abgeschlossenen oder künftig zustande kommenden Geschäften\r 291
aa) „Überhangproblematik“ im Handelsvertreterrecht (§§ 87 ff. HGB) 291
bb) Übertragbarkeit auf den Vertragshändler 293
c) Maßgeblichkeit der „Bruttoprovisionen“ und Gewährung von Nachlässen/Skonti\r 293
d) „Rückführung auf das Niveau des Handelsvertreters“ im Rahmen der Verlustprognose\r 297
aa) Tragung des Absatzrisikos durch den Vertragshändler 298
bb) Berücksichtigung des Lagerrisikos des Vertragshändlers 299
cc) Tragung des Kreditrisikos und des Preisschwankungsrisikos durch den Vertragshändler\r 299
dd) Berücksichtigung der sonstigen Kosten des Absatzes 300
ee) Pauschalierung der händlertypischen Vergütungsbestandteile? 302
e) Extraktion der verwaltenden Tätigkeiten des Vertragshändlers 305
aa) Verwaltende Tätigkeiten des Handelsvertreters, insbesondere des Tankstellenhalters\r 305
bb) Konsequenzen für den Vertragshändlerausgleich? 308
f) Prognosezeitraum 309
aa) Bemessung des Prognosezeitraums 310
bb) Prognoserelevanz nachträglich eintretender Ereignisse 311
g) Sonderfälle im Rahmen der Verlustprognose 314
aa) Ausschluß oder Kürzung des Ausgleichsanspruchs bei Insolvenz des Händlers?\r 315
bb) Rabattverlust analog § 89b Abs. 1 Nr. 2 HGB bei Veräußerung des Herstellerbetriebs\r 318
4. Billigkeit (§ 89b Abs. 1 Nr. 3 HGB analog) 319
a) Überblick 319
b) Bedeutung und Reichweite der „Sogwirkung der Marke“ 320
c) Aufnahme eines Konkurrenzfabrikats nach Vertragsbeendigung 325
d) Billigkeitsabschlag bei Mehrmarkenhändlern 327
e) Weitere berücksichtigungsfähige Umstände im Rahmen der Billigkeitsprüfung\r 327
5. Höchstbetrag (§ 89b Abs. 2 HGB analog) 330
a) Funktion des § 89b Abs. 2 HGB als Kappungsgrenze 331
b) Einbeziehung sämtlicher zugeflossener Vergütungen, insbesondere für verwaltende Tätigkeiten und Überhanggeschäfte\r 333
III. Ausgewählte Probleme im Rahmen der Ausschlußgründe (§ 89b Abs. 3 HGB analog)\r 335
1. Eigenkündigung durch den Vertragshändler (§ 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB analog)\r 336
a) Überblick 336
b) Maßstäbe für einen „begründeten Anlaß“ seitens des Herstellers 337
c) Alters- bzw. krankheitsbedingte Kündigung bei Vertragshändlergesellschaften\r 339
2. Kündigung durch den Hersteller aus wichtigem Grund bei schuldhaftem Verhalten des Vertragshändlers (§ 89b Abs. 3 Nr. 2 HGB analog)\r 341
3. Ausschluß des Ausgleichsanspruchs bei einverständlichem Eintritt eines Dritten in das Vertragsverhältnis (§ 89b Abs. 3 Nr. 3 HGB analog)\r 343
IV. Überlegungen zur Vermeidung von Ausgleichsansprüchen im Bereich der spezifischen Anwendungsvoraussetzungen i. e. S.\r 345
1. Rechtliche oder tatsächliche Beendigung des Vertragshändlervertrags?\r 346
2. Vereinbarungen über eine Vorauserfüllung des Ausgleichsanspruchs\r 348
3. Abwälzungsvereinbarungen zwischen Hersteller und Nachfolgehändler\r 349
4. Weitere Aspekte zur Beschränkung/Niedrighaltung des Ausgleichsanspruchs\r 350
V. Ergebnis 352
E. Methoden zur Bestimmung der Höhe des Vertragshändlerausgleichs\r 354
I. Berechnungsmethoden des Bundesgerichtshofs zur Bemessung des Kfz-Vertragshändlerausgleichs\r 354
1. Traditionelle Berechnungsweise („Rohertragsmethode“) 355
a) Ermittlung des vom Vertragshändler geworbenen Kundenstammes 356
b) Ermittlung der in die Ausgleichsberechnung einzustellenden Geschäfte und Rückführung auf das Niveau eines Handelsvertreters\r 357
c) Prognosezeitraum und Berücksichtigung der Kundenabwanderung 359
d) Billigkeitsgesichtspunkte 361
e) Abzinsung 361
f) Umsatzsteuer 364
g) Höchstbetragsbegrenzung gem. § 89b Abs. 2 HGB analog 365
2. Vereinfachter Ansatz: Pauschalierte Extrapolation des relevanten Stammkundenumsatzes\r 366
II. „Münchner Formel“ zur Berechnung des Kfz-Vertragshändlerausgleichs\r 369
1. Pauschaliertes Berechnungsmodell der „Münchner Formel“ 369
a) Prognoserechnung gem. § 89b Abs. 1 HGB analog 369
b) Höchstbetragsrechnung gem. § 89b Abs. 2 HGB analog 371
c) Praxisbezogene Folgerungen und Rechtsprechungstendenzen 372
2. Bewertung der „Münchner Formel“ und Stellungnahme 374
a) Pauschalierung vs. Einzelfallgerechtigkeit 374
b) Kritische Würdigung einzelner Berechnungsparameter 376
aa) Ermittlung der Mehrfachkunden 376
bb) Rückführungsproblematik und Ausgleichshöchstgrenze 377
cc) Berechnung der Gewinnspanne 378
dd) Billigkeitserwägungen 379
ee) Schätzung gem. § 287 ZPO 379
3. Alternative pauschale Berechnungsansätze 380
III. Berechnungsansätze aus der Unternehmensbewertung 381
1. Bestimmung des Ausgleichsanspruchs nach der Ertragswertmethode\r 382
2. Kritik und Stellungnahme 384
3. Bewertung des Kundenpotentials nach modernen betriebswirtschaftlichen Methoden („Customer Equity“)\r 387
IV. Überlegungen zur Ermittlung von „Grundsätzen-Kfz“ 388
1. „Grundsätze“ aus dem Versicherungs-, Bauspar- und Finanzdienstleistungsbereich zum Ausgleich der widerstreitenden Interessen 388
2. Rechtsnatur und Bindungswirkung von „Grundsätzen-Kfz“ 390
3. Eigener Vorschlag konsensfähiger „Grundsätze-Kfz“ 392
F. Besondere Fragestellungen und Praxisprobleme bei Vertragshändler-Ausgleichsprozessen\r 400
I. Klageverfahren 401
1. Zuständigkeit und Klageantrag 401
2. Stufenklage zur Erlangung eines Auskunftsanspruchs (§ 254 ZPO) 402
3. Anforderungen an den Erlaß eines Grundurteils (§ 304 ZPO) 403
II. Probleme der Darlegungs- und Beweislast 405
1. Allgemeine Grundsätze der Beweislastverteilung 405
2. Darlegungs- und Beweislast im Rahmen der Werbung des Kundenstammes und der Fortdauer der Geschäftsbeziehung (§ 89b Abs. 1 Nr. 1 HGB analog)\r 406
a) Beweiserleichterungen zugunsten des Händlers 406
b) Anforderungen an eine substantiierte Darlegung des Händlers 408
3. Beweislastfragen im Bereich der Verlustprognose (§ 89b Abs. 1 Nr. 2 HGB analog)\r 410
a) Ausgangssituation der Beweislastverteilung 410
b) Beweislastumkehr bei der Bereinigung der Handelsspanne 411
4. Darlegungs- und Beweislastprobleme im Rahmen der Billigkeitsprüfung (§ 89b Abs. 1 Nr. 3 HGB analog)\r 413
III. Ausgleichsschätzung gem. § 287 Abs. 2 ZPO? 413
1. Verschiebung der Beweisanforderungen durch § 287 ZPO 414
2. Grenzen des tatrichterlichen Schätzungsermessens im Rahmen des § 89b HGB analog 416
IV. Ergebnis: Vertragshändler-Ausgleichsprozeß – Ein ausuferndes Justizübel?\r 418
G. Zusammenfassung in Thesen 420
Anhang 437
Literaturverzeichnis 451
1. Urteilsanmerkungen 497
2. Beiträge in Tageszeitungen 504
Sachverzeichnis 511