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Ölcüm, I. (2009). Die Berücksichtigung sozialer Belange im öffentlichen Auftragswesen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53172-1
Ölcüm, Ipek. Die Berücksichtigung sozialer Belange im öffentlichen Auftragswesen. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53172-1
Ölcüm, I, (2009): Die Berücksichtigung sozialer Belange im öffentlichen Auftragswesen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53172-1

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Die Berücksichtigung sozialer Belange im öffentlichen Auftragswesen

Ölcüm, Ipek

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 1149

(2009)

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Abstract

Ob, unter welchen Voraussetzungen und gegebenenfalls in welchem Umfang können öffentliche Auftraggeber "soziale Belange" in das Vergabeverfahren einführen? Seitdem der deutsche Gesetzgeber die "sozialen Belange" in Anlehnung an Art. 26 der RL 2004/18/EU in der Neufassung des § 97 Abs. 4 GWB verankert hat, hat die Beantwortung dieser Frage an Dringlichkeit gewonnen. Ipek Ölcüm untersucht in ihrer Dissertation die Berücksichtigungsfähigkeit "sozialer Belange" im Lichte des deutschen und europäischen Rechts.

Zur Erarbeitung einer Definition für die "sozialen Belange" hat die Verfasserin zahlreiche in Deutschland zur Anwendung gekommene "weitergehende Belange" erfasst und ausgewertet. Herausgearbeitet wurde auch, auf welchen Stufen des Vergabeverfahrens "soziale Belange" Eingang finden können und welcher Spielraum den öffentlichen Auftraggebern nunmehr zustehen könnte. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis, dass insbesondere die Auswirkungen der Neuregelung des § 97 Abs. 4 GWB, die bisherige Rechtsprechung des EuGH sowie die richtlinienkonforme Auslegung des § 97 Abs. 4 GWB n.F. die Einbeziehung "sozialer Belange" dem Grunde nach ermöglichen. Vor allem erscheinen die Ausführungsbedingungen im neuen deutschen Vergaberecht einen gangbaren Weg für eine sozialere Auftragsvergabe zu ermöglichen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 14
Einleitung 19
I. Fragestellung und These der Untersuchung 19
II. Gang der Untersuchung 21
Kapitel 1: Grundlagen der öffentlichen Auftragsvergabe 22
I. Wirtschaftliche Bedeutung 22
II. „Soziale Unternehmen“ in Deutschland und Auftragsvergabe 26
III. Begriffsbestimmungen 27
1. Vergabeverfahren 28
2. Pflicht zur öffentlichen Vergabe 28
a) Öffentlicher Auftraggeber 28
b) Öffentlicher Auftrag 29
c) Schwellenwerte 30
3. Eignungs- und Zuschlagskriterien 31
a) Eignungskriterien 31
b) Zuschlagskriterium 32
4. Sekundärzwecke 33
5. Soziale Belange 36
Kapitel 2: Rechtsquellen des Vergaberechts 38
I. Geschichtliche Entwicklung des Vergaberechtsregimes 38
II. Dogmatische Einordnung des Vergaberechts 41
1. Lehre vom Verwaltungsprivatrecht 41
2. Öffentlich-rechtliche Einordnung 42
3. Verfassungsrechtliche Implikationen 43
4. Wettbewerbsrechtliche Dimension 44
5. Einfluss des europäischen Vergaberechts 45
6. Zwischenergebnis 46
III. Regelungen des Gemeinschaftsrechts 47
1. Grundlagen 47
2. Primäres Gemeinschaftsrecht 48
a) Gründungsverträge 48
b) Grundfreiheiten 49
aa) Grundlagen 49
bb) Dienstleistungsfreiheit 53
cc) Warenverkehrsfreiheit 55
dd) Niederlassungsfreiheit 57
ee) Arbeitnehmerfreizügigkeit 58
ff) Diskriminierungsverbot 58
c) Wettbewerbsregeln 59
d) Beihilferecht 61
e) Zwischenergebnis 64
3. Europäische Grundrechte 64
4. Sekundäres Gemeinschaftsrecht 65
a) Grundlagen 65
b) Die früheren Vergaberichtlinien 67
c) Die neue „klassische“ Vergabekoordinierungsrichtlinie 67
d) Die Sektorenrichtlinie 68
e) Rechtsmittelrichtlinien 68
5. Verhältnis von Primär- und Sekundärrecht 69
IV. Internationale Abkommen zum Vergaberecht 69
V. Die Regelungen des deutschen Rechts 73
1. Überblick 73
2. Einzelheiten 75
a) Grundgesetz 75
b) Das Haushaltsrecht 79
c) Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen 80
d) Vergabeverordnung 81
e) Die Verdingungsordnungen 82
f) Weitere Bundesgesetze 83
aa) Arbeitsförderung 83
bb) Werkstätten für Behinderte 84
g) Rechtliche Bestimmungen der Länder 84
3. Zwischenergebnis 85
VI. Österreich 86
VII. Grundprinzipien des Vergabeverfahrens 87
1. Grundlagen 87
2. Einzelheiten 87
a) Wettbewerbsprinzip 87
b) Transparenzgebot 91
c) Diskriminierungsverbot 93
d) Gleichbehandlungsgebot 93
e) Weitere Grundsätze 96
aa) Vertraulichkeitsgebot 96
bb) Treu und Glauben 96
cc) Gebot der Berücksichtigung mittelständischer Interessen 96
dd) Wirtschaftlichkeitsprinzip 96
Kapitel 3: Sekundärzwecke im Vergaberecht 98
I. Die Regelung des § 97 Abs. 4 HS. 2 GWB 98
II. Sekundärzwecke im Vergabeverfahren 98
III. Rechtstechnische Berücksichtigung 104
1. Leistungsbeschreibung 105
2. Auswahl der geeigneten Unternehmen 110
3. Zuschlagserteilung 111
4. Ausführungsbedingung 113
IV. Beispiele für Sekundärzwecke im deutschen Recht 114
1. Grundlagen 114
2. Wirtschaftspolitische Belange 117
a) Gegensteuerung bei konjunkturellen Schwankungen 117
b) Tariftreueerklärungen 118
c) Bekämpfung illegalen Verhaltens 123
d) Regionale Förderung durch Präferenzregelungen 125
e) Mittelstandsförderung 126
3. Umweltpolitische Belange 129
a) Umweltbelange 129
b) Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz 133
c) Beschaffung von Holz 133
4. Gesellschafts- und sozialpolitische Belange 134
a) Ausbildungs- bzw. Lehrlingsförderung 134
b) Frauenförderung 136
c) Werkstätten für Behinderte 142
d) Langzeitarbeitslosigkeit 144
e) Regelungen bezüglich Vertriebene und Aussiedler 145
f) Scientology-Schutzerklärungen 146
g) Sanktionierung von Menschenrechtsverletzungen 148
h) Diskriminierungsschutz bei der Auftragsvergabe 151
i) Sonstige sozialpolitisch motivierte Belange 153
5. Ergebnis 153
V. Rechtsprechung des EuGH zu Sekundärzwecken 154
1. „Beentjes“ 154
a) Sachverhalt 154
b) Problem 155
c) Schlussanträge des Generalanwalts 155
d) Das Urteil des EuGH 156
2. „Nord-Pas-De-Calais“ 156
a) Sachverhalt 156
b) Problem 157
c) Schlussanträge des Generalanwalts 157
d) Das Urteil des EuGH 158
3. „Concordia Bus Finland“ 159
a) Sachverhalt 159
b) Problem 159
c) Schlussanträge des Generalanwalts 160
d) Das Urteil des EuGH 161
4. „Wienstrom“ 162
a) Sachverhalt 162
b) Problem 162
c) Schlussanträge des Generalanwalts 163
d) Das Urteil des EuGH 164
5. „Rüffert“ 165
a) Sachverhalt 165
b) Problem 166
c) Schlussanträge des Generalanwalts 167
d) Das Urteil des EuGH 167
6. Kritik an der Rechtsprechung des EuGH 169
VI. „Soziale Belange“: Versuch der Definition 172
1. Ähnlichkeiten mit umweltbezogenen Belangen 173
2. Unterschiede zwischen sozialen und umweltbezogenen Belangen 174
3. Ergebnis 175
Kapitel 4: Anforderungen und Schranken 177
I. Anforderungen 177
1. EG-Recht 177
a) Einzelne Politiken und Tätigkeiten 178
aa) Integrationsauftrag 178
bb) Beschäftigungspolitik 179
cc) Sozialpolitik 179
dd) Chancengleichheit 180
b) Querschnittsaufgaben in der Gemeinschaft 181
c) Verfassungsentwurf 182
d) Corporate Social Responsibility 183
e) Zwischenergebnis 183
2. Deutsches Recht 184
a) Sozialstaatsprinzip 184
b) Staatszielbestimmung Umweltschutz 184
c) Zwischenergebnis 185
II. Schranken 186
1. EG-Recht 186
a) Europäisches Primärrecht 186
aa) Warenverkehrsfreiheit 186
bb) Dienstleistungsfreiheit 189
cc) Arbeitnehmerfreizügigkeit 191
dd) Niederlassungsfreiheit 191
ee) Diskriminierungsverbot 192
ff) Beihilfenverbot 192
gg) Europäisches Lauterkeitsrecht 195
hh) Zwischenergebnis 198
b) Europäisches Sekundärrecht 199
aa) Eignungskriterien 200
bb) Zuschlagskriterien 202
cc) Zwischenergebnis 203
c) Ergebnis 204
2. Deutsches Verfassungsrecht 204
a) Grundgesetzliche Kompetenzordnung 204
b) Grundrechte 205
c) Verfassungsrechtliche Grundsätze 209
aa) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit 209
bb) Kopplungsverbot 209
d) Ergebnis 210
3. Sonstiges nationales Recht 211
a) Haushaltsrecht 211
b) Kartellrecht 213
aa) Allgemeines 213
bb) Marktbeherrschende Stellung 215
cc) Diskriminierungsverbot 216
dd) Missbrauch marktbeherrschender Stellung 218
c) Wettbewerbsrecht (UWG) 218
aa) Grundlagen 218
bb) Wettbewerbsabsicht 219
cc) Unlauterkeit 220
dd) Zwischenergebnis 221
d) Kartellvergaberecht 221
aa) Grundsätzliches 221
bb) Regelungsgehalt des § 97 Abs. 4 GWB 221
cc) Die Vergabegrundsätze des § 97 GWB 222
dd) Zwischenergebnis 225
e) Verdingungsordnungen 225
f) Allgemeine Geschäftsbedingungen 227
g) Ergebnis 227
4. Ergebnis 228
Kapitel 5: Transformation der Vergabekoordinierungsrichtlinie 229
I. Vergabekoordinierungsrichtlinie 229
1. Grundlagen 229
2. Vergaberechtliche Grundsätze und Prinzipien 232
3. Technische Spezifikationen gem. Art. 23 VKR 233
4. Eignungskriterien 234
5. Zuschlagskriterien 236
6. Sonderregelung „Vorbehaltene Aufträge“ 238
7. Die sozialgestalterische Generalnorm 239
a) Entstehung des Art. 26 VKR 239
b) Spektrum des Art. 26 VKR 240
c) Wirkung des Art. 26 VKR im deutschen Recht 243
aa) Unmittelbare Anwendbarkeit des Art. 26 VKR 243
bb) Richtlinienkonforme Auslegung am Maßstab des Art. 26 VKR 245
d) Zwischenergebnis 246
8. Ergebnis 247
II. Stufen der nationalen Vergaberechtsreform 248
1. Grundsätzliches 248
2. Erste Stufe der nationalen Vergaberechtsreform 250
3. Zweite Stufe der nationalen Vergaberechtsreform 250
a) „Soziale Belange“ in der Reform 250
b) Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts 252
c) Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats 256
d) Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf 257
4. Aktueller Stand 258
5. Realisierbarkeit von Sekundärzwecken in Deutschland 259
Kapitel 6: Zusammenfassende Thesen und Ausblick 265
I. Wesentliche Ergebnisse 265
II. Ausblick 268
Literaturverzeichnis 269
Mitteilungen der Kommission 289
Sachwortverzeichnis 291