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Oberender, P. (Ed.) (2010). Wettbewerb im Gesundheitswesen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53305-3
and Oberender, Peter. Wettbewerb im Gesundheitswesen. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53305-3
Oberender, P (ed.) (2010): Wettbewerb im Gesundheitswesen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53305-3

Format

Wettbewerb im Gesundheitswesen

Editors: Oberender, Peter

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 327

(2010)

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Book Details

Abstract

Das Gesundheitswesen hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem wichtigen Feld der wirtschaftspolitischen Debatte entwickelt. Dabei greifen zwei Entwicklungslinien ineinander über. Einerseits entwickelt sich das Gesundheitswesen als Ganzes immer mehr zu einer Gesundheitswirtschaft, wo Wachstums- und Entwicklungsprozesse eine begleitende Wettbewerbsordnung benötigen. Andererseits ist der innere Kern des Gesundheitswesens, das solidarisch finanzierte System der Gesetzlichen Krankenversicherung, einem stetigen Reformdruck ausgesetzt.

Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt trotz größerer Öffnungsklauseln zugunsten selektiver Vertragsoptionen mit niedergelassenen Ärzten und Krankenkassen in den meisten Fällen nicht dem Wettbewerbsrecht, sondern dem Sozialrecht bzw. das Wettbewerbsrecht soll analog von Sozialgerichten berücksichtigt werden. Gerade die Frage, wie Wettbewerbsregeln einerseits und die Garantie sozialer Sicherheit andererseits ausgestaltet werden können, beherrscht die gesundheitspolitische Debatte. Dabei ist wettbewerbstheoretisch die Frage zu klären, welche Analogien des allgemeinen Wettbewerbsrechts, sei es im Bereich der Fusionskontrolle, bei der Frage abgestimmten Verhaltens oder bei Aspekten des Behinderungswettbewerbs, übertragbar sind.

Die Beiträge im Band - allesamt schriftliche Fassungen der im März 2009 in Leipzig auf der Jahrestagung 2009 der Arbeitsgruppe Wettbewerb des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik gehaltenen Referate - zeigen unterschiedliche Ausprägungen der Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen auf. Insbesondere werden verschiedene Ausprägungen im Verhältnis der Krankenversicherungen untereinander bzw. im Verhältnis Krankenversicherung und Leistungserbringer problematisiert. Die Beiträge bilden vornehmlich den Blick der Praxis ab und sollen somit in Kombination mit den wissenschaftlichen Grundprinzipien, die im Eingangsreferat deutlich werden, aktuelle Fragen der Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen beleuchten und mögliche Lösungsstrategien entwerfen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 9
Peter Oberender / Jürgen Zerth: Wettbewerb im Gesundheitswesen: Eine Einschätzung nach dem Gesundheitsfonds 11
I. Problemstellung 11
II. Die Frage nach einem Wettbewerb im Gesundheitswesen 12
1. Die Bedeutung der Nachfrage nach Gesundheit 12
2. Die Bedeutung des Versicherungssystems 13
III. Der Wettbewerb im Gesundheitsfonds 16
1. Der Versicherungswettbewerb 16
2. Implikationen für die Leistungserbringung 18
IV. Eine wettbewerbliche Synthese 19
Literatur 20
Franz Knieps: Das Gesundheitswesen im Spannungsfeld von Solidarität und Wettbewerb\r 23
I. Die Kassenwahlfreiheit als Ausgangspunkt einer durchgehend wettbewerblichen Orientierung des Gesundheitswesens\r 23
II. Das Verhältnis von Krankenkassen zu Leistungserbringern – Wettbewerb auf einzelwirtschaftlicher Ebene unter oder neben Kollektivverträgen \r 24
III. Zur Überwindung der sektoralen Abschottung – Neue Versorgungsformen\r 26
IV. Die Verknüpfung wettbewerblicher Differenzierungsmöglichkeiten im Leistungs- und Vertragsrecht – Wettbewerb unter dem Gesundheitsfonds\r 27
V. Die Auswirkungen der Wettbewerbsintensivierung auf Organisations- und Betriebsformen\r 28
VI. Von korporatistischer Steuerung zu einzelwirtschaftlichem Wettbewerb\r 29
VII. Zur Bedeutung desWettbewerbs- und Kartellrechts 30
VIII. Zur Konvergenz von GKV und PKV 31
IX. Ein Blick über nationale Grenzen – Best practice im Systemvergleich\r 31
X. Fazit – Nach der Reform ist vor der Reform 32
Literatur 32
Herbert Rebscher: „Wettbewerb als Entdeckungsverfahren“ im Gesundheitswesen – Chancen, Bedingungen, Grenzen\r 35
I.Wettbewerb unter Systembedingungen 35
II. Kosten und Nutzen von alternativen Güter-/Dienstleistungskombinationen 38
III. Der Risikostrukturausgleich (RSA) und das Problem der Wettbewerbsverzerrungen\r 42
IV. Varianz und Zufall – methodische Probleme von (Preis-)Klassifikationssystemen\r 44
V. Kollektivvertrag versus „selektives Kontrahieren“ – Debatte ohne empirische Evidenz\r 45
VI. Zum Effizienzbegriff im gesundheitsökonomischen Diskurs 47
VII. Methodische Komplexität am konkreten Anwendungsfall: „selektives Kontrahieren“ im stationären Sektor\r 49
1. DRG-Ranking: Kosten als Effizienz-Signal 49
2. Qualitätsranking: Versuch der Nutzen-Schätzung 50
3. Risikoadjustierung als Fairnessbedingung 52
4. Praxislösungen: Handeln unter Unsicherheit 53
VIII. Beitrag der Gesundheitsökonomie zur methodischen Fundierung des Konzepts des „selektiven Kontrahierens“\r 54
Literatur 56
Josef Beutelmann: Wettbewerb und Zukunft der PKV\r 59
I. Die PKV im Wettbewerb 59
II.Wettbewerbsverzerrungen 60
1. Einführung eines Basistarifs 60
2. Konjunkturpaket II 60
3. Pflicht zur Versicherung 61
4. Einschränkung des Marktzugangs in der Vollversicherung 62
5. Verfassungsbeschwerde 62
III.Wettbewerb innerhalb der PKV 62
IV. Systemwettbewerb mit der GKV 63
1. Gesundheitsfonds 63
2. Wahltarife 64
V. Stärkung der Wettbewerbsposition durch Kooperation 65
1. Systemübergreifende Kooperationen (GKV/PKV) 65
2. Kooperation mit Leistungserbringern 66
3. Pflegeversicherung 68
VI. Zukunft der PKV 69
Axel Munte / Ilona Köster-Steinebach: Wettbewerb in der ambulanten Versorgung 71
I.Wettbewerb in der ambulanten Versorgung 71
II.Wettbewerb zwischen den niedergelassenen Ärzten 73
1. Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz und seine Auswirkungen auf den Wettbewerb\r 73
2. Wettbewerbsparameter im Kontext niedergelassener Versorgung 76
3. Qualitätswettbewerb in der Ausgezeichneten Patientenversorgung 78
4. Die Qualitätsmaßnahme Sono Baby als Wettbewerbsfaktor 80
III.Wettbewerb zwischen ambulant und stationär 81
1. Die Qualitätsmaßnahme Ambulantes Operieren 82
2. Die Paragraphen 115b und 116b SGB V als Rahmen für den Wettbewerb\r 83
IV.Wettbewerb zwischen Versorgungsverträgen 85
V. Fazit: Welche Richtung hat der Wettbewerb? 89
Literatur 89
Ulrich Weigeldt: Statement\r 91
Marcel Mangen: Veränderung der Wettbewerbsparameter in der Gesundheitswirtschaft aus Sicht der Pharmaindustrie\r 97
I. Wettbewerb Gestern 97
II. Wettbewerb Heute 98
III. Wettbewerb Morgen 99
Fritz Oesterle: Der Pharmamarkt – Markt mit unfreiem Wettbewerb \r 103
I. Problemstellung 103
II. Die Mega-Trends im Pharmamarkt 104
III. Wirtschaftsstufen im deutschen Pharmamarkt 104
IV. Der deutsche Pharmamarkt aus der Herstellerperspektive 105
V. Der deutsche Pharmamarkt aus der Großhandelsperspektive 108
VI. Der deutsche Pharmamarkt aus der Apothekenperspektive 110
VII. Schlussbemerkung 111