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Holzner, T. (2010). Die Decreta Tassilonis. Regelungsgehalt, Verhältnis zur Lex Baiuvariorum und politische Implikationen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53251-3
Holzner, Thomas. Die Decreta Tassilonis: Regelungsgehalt, Verhältnis zur Lex Baiuvariorum und politische Implikationen. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53251-3
Holzner, T, (2010): Die Decreta Tassilonis: Regelungsgehalt, Verhältnis zur Lex Baiuvariorum und politische Implikationen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53251-3

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Die Decreta Tassilonis

Regelungsgehalt, Verhältnis zur Lex Baiuvariorum und politische Implikationen

Holzner, Thomas

Schriften zur Rechtsgeschichte, Vol. 145

(2010)

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Abstract

Als Decreta Tassilonis werden bislang die bairischen Synoden des 8. Jhs. in Aschheim, Dingolfing und Neuching bezeichnet, die 45 Kanones kirchlichen und weltlichen Inhalts umfassen, denen jedoch bislang keine besondere Aufmerksamkeit in der Forschung zu Teil wurde. Diese Lücke will Thomas Holzner mit der vorliegenden Arbeit schließen. Unter besonderer Berücksichtigung der Gesetzestechnik untersucht er deren Regelungsgehalt, Wechselwirkungen mit dem bairischen Stammesrecht, der Lex Baiuvariorum, sowie deren politische Implikationen.

Der Verfasser erschließt zunächst themengebietsbezogen den Regelungsinhalt der Synoden. In einem zweiten Schritt untersucht er Zusammenhänge der Konzilien mit der L.Bai., wobei die Regelungen auch mit anderen Rechtstexten der Zeit abgeglichen werden, um bairische Besonderheiten aufzeigen zu können. Dabei werden auch die sich in den Rechtsquellen manifestierenden sozialen und gesellschaftlichen Umbrüche des 8. Jhs. in Baiern sowie die politischen Bestrebungen Tassilos III., sich gegen das immer mächtigere Frankenreich zu behaupten, herausgearbeitet. Dem schließt sich eine Betrachtung der Regelungen unter dem Aspekt des Normstils sowie der Regelungsanordnung an.

Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass das Konzil zu Aschheim aufgrund seiner Unterschiede zu den anderen Konzilien kein Decretum Tassilonis darstellt. Allerdings werden die meisten Forderungen in den D.T. und durch Einfügungen in die L.Bai. umgesetzt. Weiterhin sind die in assoziativer Regelungstechnik abgefassten D.T. als Novellengesetzgebung zur L.Bai., deren Kenntnis auf den Synoden vorausgesetzt werden kann, anzusehen, bei denen Tassilo III. um die Stabilisierung des Herzogtums im Inneren und Äußeren ringt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung 19
Kapitel 1: Die Gesetzestexte 26
A. Die Lex Baiuvariorum 26
I. Die Überlieferungslage 26
II. Die Datierungsfrage und die Entstehungsgeschichte 27
III. Der Ort der Entstehung 32
IV. Der Inhalt 33
V. Zum Forschungsstand 34
B. Die Decreta Tassilonis 35
I. Die Synode von Aschheim 36
1. Die Überlieferungslage 36
2. Die Datierungsfrage 37
3. Der Ort 40
4. Die Teilnehmer 41
5. Der Inhalt 43
6. Zum Forschungsstand 43
7. Die Bewertung in der bisherigen Literatur und die Thesen 45
II. Die Synoden von Dingolfing und Neuching 46
1. Die Überlieferungslage 46
2. Die Datierungs-, Orts- und Teilnehmerfrage sowie der Inhalt 47
a) Die Synode von Dingolfing 47
aa) Die Datierungsfrage 47
bb) Der Ort 51
cc) Die Teilnehmer 51
dd) Der Inhalt 52
b) Die Synode von Neuching 53
aa) Die Datierungsfrage 53
bb) Der Ort 56
cc) Die Teilnehmer 57
dd) Der Inhalt 57
3. Die rechtliche Einordnung der Synoden von Dingolfing und Neuching 58
4. Zum Forschungsstand 61
5. Die Bewertung in der bisherigen Literatur und die Thesen 65
Kapitel 2: Der historische Hintergrund 68
A. Herzog Odilo 69
B. Herzog Tassilo 74
Kapitel 3: Der Regelungsgehalt der Decreta Tassilonis 94
A. Die Regelungen mit kirchlichem Schwerpunkt 95
I. Das Leben der Kleriker 95
1. Der weltliche Klerus 95
a) Die Stellung der Bischöfe 95
aa) Die Gewalt der Bischöfe zu lösen und zu binden sowie deren übergeordnete Stellung 95
bb) Das Leben der Bischöfe nach den Kanones 105
cc) Das Einsetzungsrecht hinsichtlich der Priester 109
(1) Hintergrund 109
(2) Die Regelung von Conc. Asch. c. 6 111
b) Die Ermahnung der Priester 119
2. Der klösterliche Klerus 122
a) Die Äbtissinnen und Äbte 122
aa) Ein Leben nach der Regel unter Leitung des Bischofs 122
bb) Ein Leben nach der Regel 131
b) Die Nonnen und Mönche 132
aa) Ein Leben nach der Regel 133
bb) Das Verbot des Verhältnisses zu einer Nonne und deren Heirat 142
cc) Die Vorschrift zu Haartracht und Kleidung 146
II. Der Schutz Hilfsbedürftiger 148
1. Die Witwen und Waisen 150
2. Die Armen 158
3. Über das restliche gewöhnliche Volk 168
4. Die Entsendung von Priestern mit den herzoglichen missi 177
5. Die Entsendung von Priestern zu Gericht 190
6. Über die Kirchhörigen 202
III. Die Begünstigungen der Kirche durch den Herzog 207
1. Der Schutz des Kirchenvermögens 208
a) Der Schutz des Kirchenguts 208
b) Das Schwören auf den Altar bei Betrügereien gegen die Kirche 218
c) Das Zehntgebot 232
aa) Hintergrund 232
bb) Die Regelung von Conc. Asch. c. 5 235
d) Die Möglichkeit der Änderung einer Schenkung an die Kirche 246
aa) Hintergrund 246
bb) Die Regelung von Conc. Ding. c. 2 249
e) Die Garantie der Verfügungsfreiheit bei Schenkungen an die Kirche 256
2. Weitere Begünstigungen 260
a) Die Sonntagsheiligung 260
b) Die Entsendung von Priestern mit den herzoglichen missi sowie die Entsendung von Priestern zu Gericht 268
IV. Die Begünstigungen des Herzogs durch die Kirche: Das Gebot, für Herzog und Reich zu beten 269
B. Die Regelungen mit weltlichem Schwerpunkt 274
I. Die Tötungsdelikte 274
1. Die Tötung eines vom Herzog Geschätzten 274
2. Die bußlose Tötung eines Einbrechers 285
a) Die bußlose Tötung eines auf handhafter Tat gestellten Einbrechers 286
b) Der Ausschluss des Fehderechts 292
3. Die Tötung von Freigelassenen 294
II. Die Eigentumsdelikte 296
1. Der Verkauf von Unfreien über die Grenze 297
2. Hehlerei 304
a) Der Verkauf und das Verbergen von Diebesgut 304
b) Die Annahme und das Verbergen von Diebesgut 308
3. Die Verfolgung von Diebesgut 311
a) Die Hinderung der Haussuchung 313
b) Die Widersetzung der Handanlegung 316
aa) Hintergrund 316
bb) Die Regelung von Conc. Neu. c. 13 316
c) Der fehlgeschlagene Beweis des Diebstahls 318
aa) Hintergrund 318
bb) Die Regelung von Conc. Neu. c. 11 319
d) Das Verhältnis der Conc. Neu. cc. 11, 12 und 13 zur L. Bai. 321
III. Die Regelungen über die Funktionsträger 326
1. Die Missachtung des herzoglichen Siegels 327
2. Der eigensüchtige Richter 331
a) Hintergrund 331
b) Die Regelung von Conc. Neu. c. 16 335
IV. Die Vorschriften über die Ehe 338
1. Über die Verwandtenehe 340
2. Ein weiteres Mal: Das Verbot der Heirat einer Nonne 353
3. Die Heirat zwischen einer Adeligen und einem Unfreien 353
4. Die Fortschickung der untreuen Ehefrau 358
V. Die prozessualen Vorschriften 362
1. Die Vorschriften über das Verfahren, insbes. die Herausforderung von Sachen: das stapsaken 362
a) Hintergrund 362
b) Die Regelung von Conc. Neu. c. 6 364
2. Der Zweikampf 373
a) Die Aussöhnung vor dem Zweikampf 376
b) Der Zeitpunkt des Losentscheids 380
aa) Hintergrund 380
bb) Die Regelung von Conc. Neu. c. 4 381
c) Die Missachtung des Ergebnisses eines Zweikampfs 382
aa) Hintergrund 382
bb) Die Regelung von Conc. Neu. c. 5 383
3. Die Unterordnung der Freigelassenen unter die urteila 392
VI. Die servi principis 406
VII. Die Begünstigungen des Adels durch den Herzog 418
1. Die Garantie des ius ad legem 426
2. Die Garantie der vergebenen Güter 436
a) Hintergrund 436
b) Die Regelung von Conc. Ding. c. 8 437
3. Ein weiteres Mal: Die Garantie der Freiheit 446
4. Die Garantie des ius der adeligen Frau 447
VIII. Die Begünstigungen des Herzogs 449
C. Zusammenfassung 451
Kapitel 4: Der Normstil 457
A. Die Glossen 457
I. Die sprachliche Gestaltung der Glossen 457
1. In der Lex Baiuvariorum 457
2. In den Decreta Tassilonis 459
3. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 462
II. Die deutschen Worteinfügungen 463
1. In der Lex Baiuvariorum 464
2. In den Decreta Tassilonis 469
3. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 473
III. Der Zweck der Glossen 474
1. In der Lex Baiuvariorum 474
2. In den Decreta Tassilonis 475
3. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 479
B. Die Begründungen und Erklärungen 483
I. In der Lex Baiuvariorum 483
II. In den Decreta Tassilonis 487
III. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 492
C. Die Formeln 494
I. In der Lex Baiuvariorum 494
II. In den Decreta Tassilonis 497
III. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 497
D. Die Übersichtlichkeit 498
I. In der Lex Baiuvariorum 498
II. In den Decreta Tassilonis 499
III. Verhältnis der Decreta Tassilonis zur L. Bai. 500
E. Zusammenfassung 501
Kapitel 5: Die Anordnung der Regelungsgegenstände 503
A. Das Konzil zu Aschheim 503
I. Der Regelungsschwerpunkt 503
II. Die Anordnung der Regelungen 504
III. Ein Vergleich mit der Lex Baiuvariorum 505
B. Das Konzil zu Dingolfing 509
I. Der Regelungsschwerpunkt 509
II. Die Anordnung der Regelungen 510
III. Ein Vergleich mit der Lex Baiuvariorum 511
C. Das Konzil zu Neuching 513
I. Der Regelungsschwerpunkt 513
II. Die Anordnung der Regelungen 514
III. Ein Vergleich mit der Lex Baiuvariorum 516
D. Zusammenfassung 517
Kapitel 6: Schlussbetrachtungen 519
A. Zum Verhältnis des Conc. Asch. zu den Conc. Ding. und Conc. Neu. 519
B. Zum Verhältnis des Conc. Asch. und der Decreta Tassilonis zur Lex Baiuvariorum 521
C. Zu den politischen Implikationen 524
I. Das Konzil zu Aschheim 524
II. Das Konzil zu Dingolfing 528
III. Das Konzil zu Neuching 533
D. Schlusswort 538
Quellenverzeichnis 540
Literaturverzeichnis 548
Personenverzeichnis 595
Sachverzeichnis 600