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Zimmermann, M. (2009). Sozialversicherung und Privatversicherung im Kompetenzengefüge des Grundgesetzes. Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52830-1
Zimmermann, Markus. Sozialversicherung und Privatversicherung im Kompetenzengefüge des Grundgesetzes: Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52830-1
Zimmermann, M, (2009): Sozialversicherung und Privatversicherung im Kompetenzengefüge des Grundgesetzes: Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52830-1

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Sozialversicherung und Privatversicherung im Kompetenzengefüge des Grundgesetzes

Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung

Zimmermann, Markus

Schriften zum Gesundheitsrecht, Vol. 19

(2009)

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Abstract

Der immensen Bedeutung der Sozialversicherung trägt das Grundgesetz durch ein spezifisches Kompetenzengefüge hinsichtlich Gesetzgebung, Verwaltung und Organisation sowie Lastenverteilung Rechnung. Dezidiert untersucht Markus Zimmermann diesen durch Art. 74 Abs. 1 Nr. 12, Art. 87 Abs. 2 und Art. 120 Abs. 1 S. 4 gezogenen Verfassungsrahmen und beleuchtet zudem denjenigen für soziale Absicherung durch die Privatversicherung.

Welche sind die konstituierenden Strukturelemente des Verfassungsbegriffs "Sozialversicherung"? Worin liegt die rechtliche Bedeutung des Versicherungs-, Äquivalenz- oder Solidarprinzips? Wäre eine "Bürgerversicherung" noch kompetenzgemäß? Wie weit können der Privatversicherung Elemente einer Sozialversicherung auferlegt werden?

Das umfassende Werk beantwortet systematisch diese und andere Fragen und leistet einen elementaren Beitrag zu den Grundlagen der Sozialversicherung wie auch der Privatversicherung. Vor dem Hintergrund anhaltender Reformdiskussionen bietet es zudem einen unverzichtbaren Leitfaden für künftige Aus- und Umgestaltungen der sozialen Sicherungssysteme.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 19
Einleitung und Gang der Untersuchung 25
1. Teil: Das bipolare deutsche Krankenversicherungssystem als exemplarischer Bereich der Vorsorgegegen soziale Risiken 31
I. Historische Entwicklung des bipolaren Krankenversicherungssystems in Deutschland 32
1. Vom Mittelalter bis hin zum Preußischen Allgemeinen Landrecht 32
2. Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zur Geltung des Hilfskassengesetzes von 1876 34
3. Die „Bismarcksche“ Sozialgesetzgebung ab 1881 39
4. Die Reichsversicherungsordnung von 1911 46
5. Die Zeit vom Ersten Weltkrieg bis zum Jahre 1932 48
6. Die Zeit vom Jahre 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 49
7. Die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Inkrafttreten des Grundgesetzes (1945 bis 1949) 52
8. Die Zeit nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 52
II. Der derzeitige status quo einschließlich der Gesundheitsreform 2007 55
1. Gesetzliche Krankenversicherung 55
a) „Mitglieder“ und „Versicherte“ 55
b) Versicherungspflichtige Personen 56
c) Vom Versicherungszwang ausgenommene Personen (Versicherungsfreiheit) 57
d) Befreiung von der Versicherungspflicht 59
e) Freiwillige Versicherung(Versicherungsberechtigte) 60
f) Familienversicherung 61
g) Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung 62
2. Private Krankenversicherung 63
3. Statistik 67
III. Systemansätze für eine grundlegende Reform des Krankenversicherungssystems 68
1. Bürgerversicherung 69
a) Bürgerversicherung in „Reinform“ 70
b) „Abgeschwächte“ Bürgerversicherung 71
2. „Kopfpauschalen“ bzw. „Gesundheitsprämien“ 73
3. Privatisierung des gesamten Krankenversicherungssystems 76
2. Teil: Gesetzgebungskompetenzen für den Bereich sozialer Vorsorge 78
Abschnitt 1: Die Gesetzgebungskompetenz für die „Sozialversicherung“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 84
I. „Sozialversicherung“ im Sinne von Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 84
1. Die durch das Bundesverfassungsgericht geprägte Begriffsbestimmung 84
2. Erfordernis klarer Begriffsbestimmung 86
3. „Sozialversicherung“ als Begriff, Gattungsbegriff oder Typus? 92
a) „Begriff“ 92
b) Gattungsbegriff und Artbegriff 93
c) „Sozialversicherung“ als Gattungsbegriff 94
d) „Typus“ 94
e) „Sozialversicherung“ als Typus 95
f) Bewertung der Unterscheidung zwischen Begriff und Typus 96
g) Konsequenzen für den verfassungsrechtlichen Terminus „Sozialversicherung“ 103
4. Die Merkmale von „Sozialversicherung“ im verfassungsrechtlichen Sinne 104
a) Die Komponente „Versicherung“ in der Sozialversicherung 105
aa) Die Diskussion um den „Versicherungscharakter“ der Sozialversicherung 106
bb) Bewertung der Diskussion um den „Versicherungscharakter“ der Sozialversicherung 109
(1) Streit um Begrifflichkeiten, nicht um materielle Inhalte 109
(2) Keine Diskussion über die „essentialia negotii“ von „Sozialversicherung“ 111
(3) Rechtliche Konsequenzen aus der Diskussion um den Versicherungscharakter der „Sozialversicherung 113
cc) Der Versicherungsbegriff 116
(1) Allgemeines zur Entwicklung des Versicherungsbegriffes 116
(2) Einzelne Definitionsversuche 118
(3) Systematisierung und Bewertung der Strukturmerkmale von „Versicherung“ 123
(a) Funktion der Versicherung als Zukunftsvorsorge 123
(b) Ungewißheit des wirtschaftlich nachteiligen Ereignisses 126
(c) Versicherbarkeit (Schätzbarkeit; bereits bestehende Risiken) 127
(d) Gleichartigkeit der versicherten Risiken 129
(e) Selbständigkeit 130
(f) Verbindlicher Rechtsanspruch 130
(g) Entgeltlichkeit (Wechselseitigkeit) 131
(h) Gegenseitigkeit 132
(i) Äquivalenz 133
(j) Versicherungsaufsicht 137
(k) Freiwilligkeit 138
(l) Polypersonalität: Planmäßige Risikostreuung nach dem Gesetz der großen Zahl 138
(m) Unternehmensform 143
(4) Zusammenfassung und Ergebnis zum Versicherungsbegriff 145
(a) Maßgebliche Begriffsmerkmale für „Versicherung“ im Rechtssinne 145
(b) Unmaßgebliche Merkmale für den rechtlichen Versicherungsbegriff; Merkmale eines sog. „Versicherungsprinzips“ 147
dd) Sozialversicherung als „Versicherung“ 148
(1) Sozialversicherung und die Strukturelemente einer „Versicherung“ 148
(a) Versicherungsfunktion 149
(b) Ungewißheit des nachteiligen Ereignisses 149
(c) Selbständigkeit 150
(d) Entgeltlichkeit 150
(aa) Sozialversicherungsbeitrag als entgeltliche Gegenleistung 150
(α) Entgeltlichkeit und mangelnde Individualäquivalenz 150
(β) Entgeltlichkeit und Mitversicherung Dritter 151
(γ) Entgeltlichkeit und Arbeitgeberbeitrag; „Beteiligte“ der Sozialversicherung 151
(δ) Entgeltlichkeit und Finanzierung durch Nicht-Beiträge (Zuschüsse, Steuern) 153
(bb) Kompetenzgrundlage für Sozialversicherungsbeiträge in Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 156
(cc) Rechtsnatur der Sozialversicherungsbeiträge 156
(α) Abgrenzung zur Steuer einschließlich der sog. Zwecksteuer 157
(β) Abgrenzung zu Beiträgen und Gebühren 158
(γ) Abgrenzung zu Sonderabgaben 160
(δ) Abgabe eigener Art 161
(dd) Konflikt mit Finanzverfassung bei Erstreckung auf die Gesamtbevölkerung? 161
(e) Verbindlicher Rechtsanspruch 162
(f) Polypersonale Ausrichtung zur Ermöglichung einer Risikostreuung 163
(g) Zusammenfassende Betrachtung 163
(2) Sozialversicherung und „Versicherungsprinzip“ 163
(a) Das „Versicherungsprinzip“ als für die Versicherungseigenschaft unmaßgebliche Größe 163
(b) Versicherungsprinzip und materielle Vorgaben für die Sozialversicherung 169
(3) „Entversicherung“ der Sozialversicherung 171
(a) Kompetenzwidrigkeit hinsichtlich Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 171
(b) Einzelfälle 172
(aa) Steuerfinanziertes Sicherungssystem 172
(bb) „Versicherungsfremde“ Leistungen 173
(α) Soziale Durchbrechungen des Versicherungsprinzips 173
(β) Nicht vom vermeintlichen Versicherungszweck gedeckte Leistungen 175
(γ) Präventionsleistungen 176
(δ) Leistungen an außerhalb der Sozialversicherung stehende Personen („Dritte“) 177
(ε) Beitragsbelastung von Nichtversicherten („Dritten“) zur Finanzierung von Versicherungsleistungen 180
b) Die Komponente „Sozial-“ in der Sozialversicherung 183
aa) Der Begriff „sozial“ 183
bb) Zur sozialen Komponente der Sozialversicherung 185
(1) Schutz vor besonderen Belastungen 186
(a) Die absicherbaren Risiken 187
(aa) Ausgangspunkt: Vergleichbarkeit mit der „klassischen“ Sozialversicherung 187
(bb) Weites Risikoverständnis: prinzipiell alle Risiken sozialversicherungsfähig 188
(cc) Enges Risikoverständnis: nur bestimmte Risiken sozialversicherungsfähig 191
(α) Nur Risiken mit einer bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeit? 191
(β) Nur körperliche Risiken/Personenrisiken? 192
(γ) Risiken in Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit 193
(dd) Bewertung 194
(α) Intention der „klassischen“ Sozialversicherung 195
(β) Sozialversicherungsfähigkeit von nichtauf die Arbeitsfähigkeit bezogenen Risiken 196
(αα) Reiner Vermögensschutz? 196
(ββ) Insbesondere: Risiken betreffend das Sachvermögen 198
(γγ) Insbesondere: Risiken betreffend Haftungsverpflichtungen 199
(γ) Systematische Stellung der „Sozialversicherung “im Rahmen des Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 201
(δ) Ergebnis 201
(ee) Ausweitbarkeit auf sonstige, „neue“ Risiken 201
(ff) Keine Vorgabe zur getrennten Versicherung der Risiken in unterschiedlichen Sozialversicherungszweigen 202
(b) Die Versicherungsmethode der Sozialversicherung 203
(aa) Grundsatz: Primäre Ausrichtung am Ziel der Bedarfsdeckung („Gemeinwirtschaft“) 203
(bb) Wirtschaftlich erschwinglicher Versicherungsschutz durch „leistungsfähigkeitsgerechte“ Beiträge 206
(cc) Keine Risikoselektion; Aufnahme gerade der „schlechten Risiken“ 208
(dd) Sozialer Ausgleich; Solidaritätsprinzip 209
(α) Über den versicherungsmäßigen Risikoausgleich hinausgehender Solidarausgleich 209
(β) Grundsätzliche Wege zur Bewerkstelligung des sozialen Ausgleichs 210
(γ) Sozialer Ausgleich und „Kopfpauschalen“ 212
(δ) Zusammenfassung 213
(ee) Sonstige Elemente 214
(2) Versicherungspflicht (Versicherungszwang)? 214
(3) Teilweise Finanzierung durch Arbeitgeberbeiträge? 219
(4) Begriffliche Notwendigkeit der Beschränkung des Versichertenkreises auf bestimmte Personen? 220
(a) Schutzbedürftigkeit des versicherten Personenkreises? 220
(b) Beschränkung auf einen Bevölkerungsausschnitt? 229
(c) Beschränkung auf bestimmte „Formen“ der Einkommenserzielung durch Arbeit? 231
(aa) Einbeziehung von Selbständigen 231
(bb) Einbeziehung von Beamten 233
(d) Beschränkung des versicherten Personenkreises aus finanzverfassungsrechtlichen Gründen? 236
(aa) Wandlung des Sozialversicherungsbeitrages in eine Steuer? 237
(bb) Unzulässiges In-Konkurrenz-Treten des Sozialversicherungsbeitrages zu Steuern? 239
c) Organisatorische Inhaltsmerkmale von „Sozialversicherung“ i.S.d. Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 244
aa) Sozialversicherung als staatliche Institution; „staatliche“ Organisationsform 245
bb) Durchführung durch juristische Personen des öffentlichen Rechts als Strukturmerkmal? 250
(1) Herleitung aus dem Wesen, insbesondere aus dem Versicherungscharakter der Sozialversicherung? 251
(2) Herleitung aus bzw. in Verbindung mit Art. 87 Abs. 2 GG? 255
(a) „Zusammenschau“ von Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG und Art. 87 Abs. 2 GG? 255
(b) Relevanz 256
(c) Kritik 257
(aa) Verhältnis zwischen Gesetzgebungs- und Verwaltungskompetenzen des Grundgesetzes 257
(bb) Verhältnis zum Landesgesetzgeber im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung 263
(d) Ergebnis 264
cc) Verselbständigung des Versicherungsvermögens 265
d) Zusammenfassung zu den Inhaltsmerkmalen von „Sozialversicherung“ im Sinne des Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 267
e) Reichweite der Kompetenz und im Zusammenhangmit der „Sozialversicherung“ stehende Regelungsbereiche(insb. „Kassenarztrecht“) 270
5. Abschließende Betrachtung zur Einstufung von „Sozialversicherung“ i.S.d. Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG als „(Gattungs-)Begriff“ oder als „Typus“ 272
II. Erfordernis bundeseinheitlicher Regelung gemäß Art. 72 Abs. 2 GG 274
III. „Sozialversicherung“ im Sinne von Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG und Landesgesetzgebung 275
1. Keine abschließende Regelung durch Bundesgesetzgeber 275
2. Insbesondere: Versorgungseinrichtungen der Freien Berufe 275
a) „Sozialversicherung“ oder öffentlich-rechtliche Versicherung „eigener Art“? 275
b) Einbeziehung der berufsständischen Versorgung in die Sozialversicherung 278
IV. Materielle Legitimationswirkung der grundgesetzlichen Kompetenzmaterie „Sozialversicherung“? 280
1. Bedeutung einer materiellen Legitimierungswirkung von Kompetenznormen 281
2. Rein formelles Kompetenzverständnis in der Anfangszeit des Grundgesetzes 284
3. Materielles Kompetenzverständnis in Rechtsprechung und Literatur im allgemeinen 284
a) Materielles Kompetenzverständnis in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 284
b) Materielles Kompetenzverständnis im Schrifttum 286
c) Kritische Stimmen bzgl. eines materiellen Kompetenzverständnisses 288
d) Fazit der Bestandsaufnahme 290
4. Materielles Kompetenzverständnis für den Kompetenztitel „Sozialversicherung“ im speziellen 291
a) Bundesverfassungsgericht 291
aa) Ablehnung einer materiell-rechtlichen Legitimierungswirkung? 291
bb) Annahme einer materiell-rechtlichen Legitimierungswirkung 295
b) Bundessozialgericht 298
c) Schrifttum 299
d) Fazit 300
5. Stellungnahme zum Problemkomplex einer materiell-rechtlichen Legitimierungswirkung grundgesetzlicher Kompetenz- und Organisationsnormen 301
a) Zur materiellen Wirkkraft von grundgesetzlichen Kompetenznormen 301
aa) Generelle materielle Wirkkraftgrund gesetzlicher Kompetenznormen? 301
bb) Differenzierende Betrachtung nach allgemeinen Kriterien; Fallgruppenbildung 308
cc) Ausnahmen in begründeten Einzelfällen 310
(1) Spezifische Benennung bestimmter grundrechtsrelevanter Wirkungen 310
(2) Ausdrücklicher Wille des Verfassungsgebers 311
(3) Verfassungsauftrag zur positiven Kompetenzwahrnehmung 312
dd) Zusammenfassung 314
b) Zur Reichweite einer materiellen kompetentiellen Legitimationswirkung 314
c) Konsequenzen für die materielle Wirkkraft der Kompetenzmaterie „Sozialversicherung“ 315
aa) Spezifische Benennung bestimmter grundrechtsrelevanter Wirkungen? 315
bb) Sozialversicherung als Verfassungsauftrag? 316
(1) Aus der Verwaltungskompetenzregelung des Art. 87 Abs. 2 GG 317
(2) Aus Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG 319
(3) Aus Sozialstaatsprinzip 321
cc) Wille des Verfassungsgebers zu materieller Absicherung der Sozialversicherung; „Traditionsargument“? 326
dd) Sonstige Aspekte, insb. Quantität der Nennung? 330
6. Ergebnis 331
a) Keine materielle Legitimationswirkung für die „Sozialversicherung“ aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 12, Art. 87 Abs. 2, Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG 331
b) Reichweite einer kompetentiellen materiellen Legitimationswirkung im Falle ihrer Anerkennung für die Materie „Sozialversicherung“ 332
Abschnitt 2: Andere Gesetzgebungskompetenzen für soziale Vorsorge und ihre Abgrenzung zur „Sozialversicherung“ i.S.v. Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 334
I. „Öffentliche Fürsorge“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG 335
1. Inhalt 335
2. Abgrenzung zur „Sozialversicherung“ (Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG) 339
3. Kompetenz für eine steuerfinanzierte „Quasi-Sozialversicherung“ aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG? 339
II. „Versorgung“ (Art. 73 Abs. 1 Nr. 13 GG) 340
1. Begriff „Versorgung“ 340
2. Art. 73 Abs. 1 Nr. 13 GG sowie weite, auch „Versorgung“ umfassende Auslegung von Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG 342
3. Abgrenzung von „Versorgung“ zu „Sozialversicherung“(Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG) 343
III. „Privatrechtliches Versicherungswesen“ als Teil des „Rechts der Wirtschaft“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG 344
1. Allgemeines zum „Recht der Wirtschaft“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG 344
2. „Privatrechtliches Versicherungswesen“ als Teil des Rechts der Wirtschaft 347
3. Abgrenzung zum „öffentlich-rechtlichen Versicherungswesen“ einschließlich „Sozialversicherung“ 348
a) „Abgrenzung“ nach den unterschiedlichen Versicherungsinstitutionen 348
b) Abgrenzung nach allgemeinen Kriterien 350
aa) Organisationsform? 351
bb) Art der Prämienkalkulation? 353
cc) Art des Finanzierungssystems? 353
dd) Im „Wettbewerb mit anderen“? 353
ee) Handlungsform? 354
ff) (Kein) Versicherungszwang oder Kontrahierungszwang? 356
gg) Abgrenzung nach der Zielsetzung bzw. den hierzu angewandten Arbeitsmethoden 356
(1) Unterscheidung verschiedener Wirtschaftsformen 356
(2) „Wirtschaft“ i. S. d. Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG als ökonomisch-rationale, gewinnorientierte Erwerbswirtschaft (Privatwirtschaft) 358
(3) „Gemeinwirtschaft“ als Gegensatz 361
(4) Zusammenfassung 363
Abschnitt 3: Gesetzgebungskompetenzen für die Übertragung „sozialversicherungsrechtlicher“ Strukturen auf die Privatversicherung 365
I. Übertragung „sozialversicherungsrechtlicher“ Strukturelemente auf die Privatversicherung (Beispiele) 365
II. Problematik hinsichtlich Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG(„privatrechtliches Versicherungswesen“) 366
III. Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur privaten Pflegeversicherung 368
IV. Bewertung der Aussagen des Bundesverfassungsgerichts zur privaten Pflegeversicherung und der Reichweite des Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG 371
V. „Privatwirtschaftskonforme“ Regelungenals „Recht der Wirtschaft/privatrechtliches Versicherungswesen“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG 373
VI. „Privatwirtschaftseliminierende“ Regelungen 375
1. Beseitigung der „privatwirtschaftstypischen“ Arbeitsweisen oder Zielsetzungen; Schaffung einer privaten „Quasi-Sozialversicherung“ 375
2. Exemplarische Einzelfälle 375
a) Nivellierung der Prämien 375
b) Bedarfsfallorientierte Prämienkappung, wie etwa im Rahmen des sog. „Basistarifs“ 377
aa) Die Regelungen des „Basistarifs“ 377
bb) Bewertung dieser Regelungen hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenz aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG 380
(1) Gemeinsamkeiten mit den Regelungen zur privaten Pflegepflichtversicherung 380
(2) Unterschiede zu den Regelungen der privaten Pflegepflichtversicherung 381
(3) Unmaßgeblichkeit der eventuellen Möglichkeit zur „Quersubventionierung“ 383
3. Mögliche Gesetzgebungskompetenzen 384
a) „Sozialversicherung“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 385
b) „Öffentliche Fürsorge“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG 385
c) „Versorgung“ 387
d) „Hybridkompetenzen“, insbesondere aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 in Verbindung mit Nr. 12 GG? 388
e) „Überführung in Gemeinwirtschaft“ gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 15 GG 390
aa) Entstehungsgeschichte und überkommenes Verständnis von Art. 15 GG vor allem als „Sozialisierungsermächtigung“ 392
bb) Aktuelles, modernes Verständnis des Art. 15 GG vor allem als „Sozialisierungsvermeidungsnorm“ 393
cc) Die Tatbestandsmerkmale des Art. 15 GG resp. des korrespondierenden Kompetenztitels in Art. 74 Abs. 1 Nr. 15 GG 402
(1) Überführung in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft 403
(a) Allgemeines zum Begriffsinhalt von „Gemeinwirtschaft“ 403
(b) Gemeineigentum 405
(c) Andere Formen der Gemeinwirtschaft 405
(aa) „Gemeinwirtschaft“ im engen oder im weiten Sinne? 406
(bb) Konsequenz für „privatwirtschaftseliminierende“ Übertragung sozialversicherungsrechtlicher Strukturen auf die Privatversicherung 412
(2) Die in Gemeinwirtschaft überführbaren Gegenstände (insbesondere „Produktionsmittel“) 415
(a) Enges oder weites Verständnis des Begriffes „Produktionsmittel“? 415
(b) Auslegung des Begriffes „Produktionsmittel“ im Sinne von Art. 15/74 Abs. 1 Nr. 15 GG 417
(aa) Wortlautauslegung 417
(bb) Historisch-genetische Auslegung 419
(cc) Systematische Auslegung 421
(dd) Teleologische Auslegung 422
(α) Sinn und Zweck von „Sozialisierungen“ im Sinne des Art. 15 GG 422
(β) Konsequenzen für den Begriff „Produktionsmittel“in Art. 15 GG 426
(ee) Ergebnis der Auslegung 429
(3) Ergebnis hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenz aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 15 GG 430
(4) Exkurs: Materielle Schranken für die Überführung in Gemeinwirtschaft nach Art. 15 GG 430
(a) Zum Zwecke der Vergesellschaftung 431
(b) Durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt 432
(aa) Pflicht zur Entschädigung und deren Reichweite 433
(bb) Höhe der Entschädigung 436
(cc) Verbot der Administrativsozialisierung 440
(c) Sozialisierungseignung, Sozialisierungsreife 442
(d) Verhältnismäßigkeit 443
(aa) Kein Dispens vom Verhältnismäßigkeitsprinzip 443
(bb) Legitimer Zweck 445
(cc) Geeignetheit 447
(dd) Erforderlichkeit 448
(ee) Angemessenheit (Verhältnismäßigkeit im engeren Sinn) 450
VII. „Einvernehmliche“ Übertragung sozialversicherungsrechtlicher Strukturen auf die Privatversicherung 451
3. Teil: Verwaltungskompetenzen und organisationsrechtliche Vorgaben für die „Sozialversicherung“ 453
I. Die Regelungen der Art. 83 ff. GG 453
II. Art. 87 Abs. 2 GG 455
1. Überblick über die Regelungsgehalte des Art. 87 Abs. 2 GG 455
2. Föderaler Gehalt: Verteilung der Verwaltungskompetenzen zwischen Bund und Ländern 456
a) Art. 87 Abs. 2 S. 1 GG: mittelbare Bundesverwaltung 456
b) Art. 87 Abs. 2 S. 2 GG: mittelbare Landesverwaltung 457
c) Nicht-länderübergreifende Sozialversicherungsträger 459
3. Organisatorischer Gehalt: bundes- oder landesunmittelbare „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ 459
a) Kein begriffsnotwendiges Merkmal für „Sozialversicherung“ im Sinne von Art. 74 Abs. 1 Nr. 12 GG 459
b) Obligatorische mittelbare Staatsverwaltung 460
aa) Länderübergreifende Sozialversicherungsträger 460
bb) Nicht-länderübergreifende Sozialversicherungsträger 460
c) „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ im Sinne des Art. 87 Abs. 2 GG 462
aa) Untechnischer, weitgefaßter Sammelbegriff 462
bb) Privatrechtliche Organisationsformen 464
cc) Beliehene 466
4. (Garantie der) Selbstverwaltung 467
a) Selbstverwaltung als „juristische“ und/oder als „politische“ Selbstverwaltung 467
b) Verfassungsrechtliche Absicherung der „sozialen Selbstverwaltung“? 468
aa) Absicherung durch Sozialstaats- oder Demokratieprinzip? 468
bb) Absicherung durch Art. 87 Abs. 2 GG 469
(1) „Juristische“/„rechtliche“ Selbstverwaltung 469
(2) „Politische“ Selbstverwaltung 471
5. Keine Garantie der Sozialversicherung 471
III. Art. 87 Abs. 3 S. 1 GG 472
4. Teil: Die Lastenverteilungsregelung des Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG 473
I. Allgemeines zu Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG 473
II. Gehalt als Lastenverteilungsregelung 474
III. Sonstige Gehalte, insbesondere Einstandspflichten des Bundes? 478
1. Allgemeine Zuschußpflicht des Bundes nach Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG? 478
a) Keine allgemeine Zuschußpflicht des Bundes aus Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG 478
b) Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG und Zuschüsse für „versicherungsfremde Leistungen“ 479
c) Keine Anspruchsnorm 480
d) Art. 120 Abs. 1 S. 4 GG und Binnentransfers zwischen Sozialversicherungsträgern (Risikostrukturausgleich) 481
e) Keine materielle Wirkung hinsichtlich Grundrechten 482
2. Zuschußpflicht des Bundes in besonderen „Krisensituationen“ (Garantiehaftung des Bundes)? 482
5. Teil: Zusammenfassung in Leitsätzen 485
Literaturverzeichnis 506
Sachverzeichnis 529