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Kollektiver Rechtsschutz im englischen und deutschen Zivilprozessrecht

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Einhaus, S. (2008). Kollektiver Rechtsschutz im englischen und deutschen Zivilprozessrecht. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52766-3
Einhaus, Stefan. Kollektiver Rechtsschutz im englischen und deutschen Zivilprozessrecht. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52766-3
Einhaus, S (2008): Kollektiver Rechtsschutz im englischen und deutschen Zivilprozessrecht, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52766-3

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Kollektiver Rechtsschutz im englischen und deutschen Zivilprozessrecht

Einhaus, Stefan

Schriften zum Prozessrecht, Vol. 209

(2008)

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Abstract

Der kollektive Rechtsschutz bildet einen Schwerpunkt des zivilprozessualen Schrifttums der letzten Jahre. Das englische Recht ist dabei von besonderem Interesse - nicht nur als Ursprung bekannter kollektiver Rechtsschutzformen in den USA, sondern auch wegen der schon seit den achtziger Jahren im Vereinigten Königreich gewachsenen Erfahrung mit zivilprozessualen Massenverfahren. Stefan Einhaus stellt die kollektiven Rechtsschutzinstrumente des englischen und deutschen Zivilprozesses umfassend rechtsvergleichend dar. Ausgehend von der Frage nach Wesen und Zweck des zivilprozessualen Rechtschutzes zeigt der Autor Formen und Ziele kollektiven Rechtsschutzes auf und ordnet diese in das rechtsstaatliche Gesamtsystem ein.

In den Länderberichten werden zunächst die jeweiligen allgemeinen Instrumente zivilprozessualer Koordination und Repräsentation dargestellt. Vor diesem Hintergrund werden die kollektiven Rechtsschutzinstrumente untersucht, wobei den englischen Repräsentations- und Gruppenverfahren ein besonderes Augenmerk gilt. Die in den jeweiligen Rechtsordnungen gefundenen Lösungen werden an Zielsetzung und Rahmenbedingungen gemessen, die Möglichkeit ihrer Übertragung ausgeleuchtet. Der Verfasser zieht eine vorsichtige Bilanz: Der Schutz vor Streuschäden und der Verletzung kollektiver Rechtsgüter seien nur schwer in den deutschen Zivilprozess zu integrieren. Das geltende Recht ziehe der Wirksamkeit kollektiver Rechtsschutzformen zu Recht enge Grenzen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsübersicht 5
Inhaltsverzeichnis 9
Erstes Kapitel: Einleitung 27
A. Effektiver Rechtsschutz 27
B. Objektives und subjektives Recht – oder das Prinzip des Verletztenprozesses 29
I. Die Durchsetzung des objektiven Rechts – eine staatliche Aufgabe? 30
1. Der Zweck des Zivilprozesses 30
2. Die Verrechtlichung der Gesellschaft 31
3. Die Durchsetzungsschwäche des objektiven Rechts 32
4. Behördliche gegen private Rechtsdurchsetzung 33
II. Zweiparteienprinzip und Prozesszweck 35
1. Prozesszweck und Prozessmaxime 35
2. Adversatorisches und inquisitorisches Verfahren 37
III. Die Europäisierung des Privatrechts – „Le Droit sans l’État“ 38
IV. Zwischenbilanz 40
C. Die Durchsetzungsschwäche des Rechts bei Kollektivgütern und Streuschäden 40
I. Kollektivgüter 40
II. Bagatellschäden und Streuschäden 41
III. Materielle Gleichheit im Prozess 42
D. Warum effektiver Rechtsschutz? 43
I. Rechtsschutz und Transaktionskosten 43
II. Die Geeignetheit der Zivilgerichte zur Lösung kollektiver Probleme 45
III. Entstehen einer Kompensationskultur 45
IV. Entscheidung für effektiven Rechtsschutz als Entscheidung für das materielle Recht 48
E. Kollektiver Rechtsschutz als Antwort auf die Durchsetzungsschwäche des Rechts 48
I. Behördliche Rechtsdurchsetzung vor den Zivilgerichten 49
II. Rechtsdurchsetzung durch Private als Gruppenangehörige 50
III. Rechtsdurchsetzung durch Verbände 50
IV. Individuelle und überindividuelle Interessen 51
1. Die Geltendmachung individueller Interessen 51
2. Die Geltendmachung überindividueller Interessen 52
F. Zur Prozessrechtsvergleichung 52
G. Ziel der Arbeit 54
Zweites Kapitel: Instrumente des englischen Rechts zur Bündelung gleichgerichteter Individualinteressen im Prozess 55
A. Die Parteien des Verfahrens 55
I. Parteibegriff und Parteibezeichnung 55
II. Parteifähigkeit 57
III. Zusammenfassung 57
B. Die Prozessführungsbefugnis 58
I. Aktive Prozessführungsbefugnis 59
1. Zahlungsklagen 60
2. Feststellungsklagen und injunctions 61
II. Passive Prozessführungsbefugnis 63
III. Legitimierung durch den Rechtsinhaber 63
1. Keine gewillkürte Prozessstandschaft 63
2. Das Repräsentationsverfahren 63
3. Consumer Group Claims 64
IV. Legitimierung durch das Gericht 64
V. Die Relator Action 65
VI. Zusammenfassung 66
C. Allgemeine Instrumente zur Bündelung gleichgerichteter Interessen im Prozess 66
I. Die Forderungsabtretung 66
1. Der Begriff der chose in action 67
2. Historischer Überblick 67
a) Assignment at law 67
b) Assignment in equity 68
3. Legal Assignment 70
4. Equitable Assignment 71
5. Maintenance und Champerty 72
a) Unterstützung eines anderen 73
b) Agreements savouring of maintenance or champerty 73
aa) Property 74
(1) Debts 74
(2) Vorausabtretung des Erlöses 76
(3) Akzessorische Rechte 76
bb) Bare rights of action 76
cc) Illegalität wegen der sonstigen Umstände 77
dd) Rechtfertigendes Interesse am Streitgegenstand 77
6. Zusammenfassung 79
II. Rechtskraftwirkungen 80
1. Res judicata estoppel, merger in judgment und extended doctrine of res judicata 81
2. Welche Entscheidungen sind der materiellen Rechtskraft fähig? 83
a) Final decision 84
aa) Vorläufige Entscheidungen 84
bb) Zwischenurteile über den Grund 84
cc) Zwischenurteile über andere Vorfragen 85
b) Decision on the merits 86
3. Die objektiven Grenzen der doctrine of res judicata 86
a) Cause of action estoppel und merger in judgment 86
aa) Identität der causes of action 87
bb) Die Rechtskraft umfasst nur den cause of action 88
cc) Die Rechtskraft umfasst den gesamten cause of action 89
dd) Keine zeitliche Grenze des cause of action estoppel 90
ee) Präklusion nicht streitiger und nicht vorgetragener Angriffs- und Verteidigungsmittel 90
b) Issue estoppel 90
aa) Der Begriff der issue 91
bb) Entscheidung über die Vorfrage im Ersturteil 92
cc) Identität der Vorfragen 92
dd) Die zeitliche Grenze des issue estoppel 93
ee) Präklusion nicht streitiger und nicht vorgetragener Angriffs- und Verteidigungsmittel 93
4. Die subjektiven Grenzen der Rechtskraft 94
a) Entscheidungen in personam 94
aa) Rechtskraft inter partes 94
bb) Rechtskrafterstreckung auf Privies 95
cc) Gesetzliche Sonderregeln 97
b) Entscheidungen in rem 97
5. Gegeneinreden gegen res judicata estoppel 98
6. Die extended doctrine of res judicata 98
a) Die Lehre vom abuse of process 98
b) Die Henderson-Regel 100
c) Der Begriff des Abuse 101
d) Die objektiven Grenzen der Präklusion 103
aa) Präklusion verwandter causes of action 103
bb) Präklusion nicht vorgetragener Angriffs- und Verteidigungsmittel 104
cc) Überschneidung mit dem Anwendungsbereich der res judicata estoppel? 105
e) Die subjektiven Grenzen der Präklusion 106
aa) Bindung einer Partei gegenüber Dritten 106
(1) Collateral attack 106
(2) Nicht wahrgenommene Möglichkeit der Streitgenossenschaft im Erstprozess 108
bb) Bindung Dritter 108
(1) Privity 108
(2) Nicht wahrgenommene Möglichkeit der Intervention im Erstprozess 108
(3) Ashmore v British Coal Corporation 109
f) Welche Entscheidungen können bindend wirken? 111
7. Zusammenfassung 111
III. Präjudizwirkung 112
1. Objektive und subjektive Grenzen der Präjudizwirkung 112
2. Voraussetzungen der Präjudizwirkung 112
3. Zusammenfassung 114
IV. Verwertung von Beweisergebnissen aus Parallelverfahren 115
1. Formelle Beweisunmittelbarkeit 115
2. Materielle Beweisunmittelbarkeit 115
3. Einführung von Beweisergebnissen durch fehlende Beweisbedürftigkeit 116
a) Unstreitigkeit 116
aa) Geständnis und Zugestehen 116
bb) Prozessvereinbarung 116
b) Die Lehre von der judicial notice 118
aa) Wirkungen 118
bb) Notorious facts 118
cc) Particular facts 120
dd) Zusammenfassung 122
4. Einführung von Beweisergebnissen durch Beweiserhebung 122
a) Zeugen-, Partei- und Sachverständigenbeweis 122
b) Documentary evidence 123
aa) Im Rahmen der disclosure offengelegte Dokumente 123
bb) Urteile 124
5. Zugang zu Beweisergebnissen 125
a) Durch die Parteien des Verfahrens 125
b) Durch Dritte 125
6. Zusammenfassung 127
V. Die Streitgenossenschaft 127
1. Historischer Überblick 127
2. Die Begründung der Streitgenossenschaft 128
3. Die subjektive Klagehäufung 128
a) Voraussetzungen 128
b) Wirkungen 129
4. Parteierweiterung, Beiladung, Intervention 132
a) Parteierweiterung 132
b) Beiladung 133
c) Intervention 133
5. Gerichtszuständigkeit 133
6. Zusammenfassung 134
VI. Die prozessuale Stellvertretung 135
1. Vertretungsmacht 136
2. Prozesshandlungsfähigkeit des Vertreters 136
3. Parallelmandate 138
a) Effizienzgewinne 138
b) Interessenkonflikte im Rahmen von Parallelmandaten 138
aa) Interessenkonflikte zwischen Anwalt und Mandant 140
bb) Interessenkonflikte zwischen Mandanten 141
4. Zusammenfassung 142
VII. Die Prozessverbindung 143
1. Historischer Überblick 143
2. Voraussetzungen 143
3. Wirkungen 144
VIII. Anordnung der gemeinsamen oder aufeinanderfolgenden Verhandlung 145
IX. Abwarten der Entscheidung in einem Parallelverfahren 146
1. Möglichkeiten der Bindung Dritter an die Ergebnisse eines Verfahrens 147
a) Rechtskraft 147
b) Bindungsvereinbarung 147
aa) Materiellrechtliche Bindungsvereinbarung 147
bb) Prozessuale Bindungsvereinbarung 147
(1) Tatsachen 148
(2) Rechtsfragen und präjudizielle Rechtsverhältnisse 148
c) Binding orders 148
d) Präjudizwirkung 149
e) Überzeugungskraft 150
2. Möglichkeiten der Verzögerung des Verfahrens 150
a) Fristverlängerung 150
aa) Bei Amtsbetrieb 150
bb) Die Prozessförderungspflicht der Gerichte 151
cc) Das Recht der Parteien auf eine Verhandlung innerhalb angemessener Frist 151
b) Adjournment 154
c) Stay of proceedings 155
aa) Die Wirkung des stay of proceedings 155
bb) Die Voraussetzungen der Anordnung eines stay of proceedings 156
cc) Musterverfahren 157
3. Besonderheiten bei Musterverfahren 158
4. Zusammenfassung 159
D. Das Repräsentationsverfahren 160
I. Historischer Überblick 161
1. Die agrarischen Repräsentationsverfahren 161
2. Frühindustrielle Repräsentationsverfahren 162
3. Übernahme des Repräsentationsverfahrens in die rules of court 164
II. Verfahrensvoraussetzungen 165
1. More than one Person 165
2. Same interest in a claim 166
a) Der Begriff des Interesses 167
aa) Erforderlichkeit der Prozessführungsbefugnis 168
bb) Begründung der Prozessführungsbefugnis 168
cc) Übertragbarkeit der Rechtsprechung zur judicial review? 169
dd) Zusammenfassung 171
b) Der Begriff des Claim 171
c) Same Interest 171
aa) Prozessführungsbefugnis begründendes Interesse 172
bb) Duke of Bedford v Ellis 173
cc) Möglichkeit individuell wirksamer Einreden 175
dd) Aktivrepräsentation 177
(1) Zahlungsbegehren 177
(2) Injunctions 180
ee) Passivrepräsentation 182
(1) Zahlungsbegehren 182
(2) Injunctions 184
ff) Fehlende Durchsetzungsbereitschaft der Repräsentierten 189
gg) Zusammenfassung 191
3. Beteiligung der Repräsentierten? 192
4. Fair representation 192
5. Vorrang von CPR 19.7 195
III. Gerichtliche Prüfung der Verfahrensvoraussetzungen 195
1. Keine positive Zulassungsentscheidung 195
2. Ermessen 197
3. Zusammenfassung 200
IV. Wirkung der Repräsentation im Erkenntnisverfahren 200
1. Stellung des Repräsentanten im Erkenntnisverfahren 200
2. Stellung der Repräsentierten im Erkenntnisverfahren 202
a) Parteibeitritt 202
b) Möglichkeit eines opt-out? 202
c) Parteistellung der Repräsentierten? 203
d) Kostenentscheidung gegen die Repräsentierten? 204
e) Beteiligung im Rahmen der disclosure? 206
f) Ersetzung des Repräsentanten 206
g) Right of appeal 207
h) Separate Klagen 207
V. Rechtskrafterstreckung 207
VI. Vollstreckung 209
VII. Vereinbarkeit mit dem Anspruch auf rechtliches Gehör 210
1. Rechtfertigung: Present by representation 210
2. Rechtfertigung: Vollstreckungsschutz 211
3. Zusammenfassung 212
VIII. Zusammenfassung 212
E. Representation Orders 214
I. Voraussetzungen der Repräsentation 215
II. Beantragung und Anordnung der Repräsentation 217
III. Wirkung der Repräsentation 217
1. Urteil 217
2. Vergleich 217
IV. Zusammenfassung 218
F. Consumer Group Claims 218
G. Das Gruppenverfahren 219
I. Historischer Überblick 220
1. Ursprünge 220
2. Richterliche Fortbildung des Verfahrensrechts 221
3. Entwicklung bis zum Jahr 2000 222
a) Das Pertussis-Verfahren 223
b) Das Opren-Verfahren 224
c) Spielregeln früher Gruppenklagen 225
d) Der Streit um das richtige Verfahren 228
4. Eingang der Gruppenklage in die Civil Procedure Rules 232
II. Voraussetzungen für den Erlass einer Group Litigation Order 233
1. Mehrzahl von Verfahren 233
2. Gemeinsame oder verwandte Tatsachen- oder Rechtsfragen 234
3. Kein Antragserfordernis 234
4. Zuständigkeit 235
5. Genehmigungserfordernis 235
III. Antragsverfahren 236
IV. Anordnung der GLO 237
1. Ermessen 237
2. Mündliche Anhörung 239
3. Zeitpunkt 240
4. Rechtsbehelfe gegen den Erlass einer GLO 240
V. Inhalt der GLO 241
1. Bestimmung der gemeinsamen oder verwandten Sachfragen 241
2. Bestimmung des management court 243
3. Das Gruppenregister 243
a) Inhalt des Registers 244
b) Konstitutive Eintragung in das Gruppenregister 244
c) Eintragungsverfahren 245
d) Eintragungsvoraussetzungen 246
aa) Klageerhebung 246
bb) Mindestens eine GLO issue 246
cc) Weitere Kriterien 246
dd) Ausschlussfrist 247
4. Verfahrensleitende Entscheidungen 249
VI. Das Einzelverfahren unter Einfluss der GLO 249
1. Pre-action protocols 250
2. Klageerhebung 251
3. Die Klageschrift 252
4. Zuständigkeitskonzentration und Verweisung 253
5. Prozessvertretung 254
6. Case Allocation 256
7. Disclosure und Akteneinsicht 256
8. Die Verhandlung gemeinsamer Tatsachen- oder Rechtsfragen 258
9. Bindungswirkung von Entscheidungen 260
a) Allgemeine Regeln 260
b) CPR 19.12(1) 260
c) Rechtsnatur der Bindungswirkung gem. CPR 19.12(1) 261
d) Grenzen der Bindungswirkung 262
e) Rechtsbehelfe 263
10. Verjährung 263
11. Austritt aus der Gruppe und Zulässigkeit von Parallelverfahren 264
12. Dispositionsfreiheit 266
13. Schutz vor Missbrauch 270
VII. Kosten 273
1. Allgemeine Kostenregeln 274
2. Cost Sharing Orders 276
a) Entwicklung 276
b) CPR 48.6A 277
aa) Gemeinsame Kosten 277
bb) Individuelle Kosten 277
cc) Uneinheitliches Obsiegen 277
dd) Uneinheitliche Gruppenmitgliedschaft 278
3. Costs Capping 278
VIII. Prozessfinanzierung 280
1. Fremdfinanzierung 280
2. Rechtsschutzversicherung 281
3. Finanzierungsvereinbarungen mit Anwälten 282
4. Prozesskostenhilfe 283
IX. Koordinierung mit anderen Gruppenmitgliedern und Öffentlichkeitsarbeit 288
1. Koordinierung mit anderen Gruppenmitgliedern 288
2. Öffentlichkeitsarbeit 288
a) Öffentlichkeitsarbeit vor Anhängigkeit eines Verfahrens 290
b) Öffentlichkeitsarbeit im Verfahren 291
X. Zusammenfassung 292
H. Die Verbandsklage 295
I. Historischer Überblick 295
1. Richtlinie gegen irreführende Werbung und Richtlinie über die Werbung für Humanarzneimittel 296
2. AGB-Richtlinie 296
3. Fernabsatzrichtlinie 297
4. Unterlassungsklagenrichtlinie 298
5. Umsetzung durch die Stop Now Orders (EC Directive) Regulations 2001 300
II. Part 8 des Enterprise Act 2002 301
1. Rechtsschutzziele 301
2. Unterlassungsanspruch 302
a) Rechtsverstoß 302
aa) Verletzungen von nationalem Recht 302
bb) Verletzungen von Gemeinschaftsrecht 303
b) Kollektive Verbraucherinteressen 304
3. Antragsberechtigte 305
a) General enforcers 305
b) Designated enforcers 305
c) Community enforcers 306
4. Antragsgegner 306
5. Vorverfahren 307
a) Koordinierung durch das OFT 307
b) Außergerichtlicher Einigungsversuch 307
c) Auskunftsanspruch 308
d) Einstweiliger Rechtsschutz 309
6. Unterlassungsklageverfahren 309
a) Zuständiges Gericht 309
b) Antragsberechtigung 309
c) Verfahren 310
d) Entscheidung 311
7. Vollstreckungsverfahren 311
8. Die AGB-Verbandsklage 312
9. Verfahren in anderen Mitgliedstaaten 313
III. Zusammenfassung 314
Drittes Kapitel: Instrumente des deutschen Rechts zur Bündelung gleichgerichteter Individualinteressen im Prozess 315
A. Die Parteien des Verfahrens 315
I. Parteibegriff 315
II. Parteifähigkeit und Parteibezeichnung 315
1. Parteifähigkeit 315
2. Parteibezeichnung 317
B. Die Prozessführungsbefugnis 318
I. Ausschluss der Popularklage 318
II. Leistungs- und Unterlassungsklagen 319
III. Feststellungsklagen 319
IV. Gewillkürte Prozessstandschaft 321
1. Prozessführungsermächtigung 321
2. Schutzwürdiges Eigeninteresse 322
3. Rechtsfolgen 324
4. Vereinbarkeit mit den Vorschriften des Rechtsberatungsgesetzes 324
a) Rechtsfolge eines Verstoßes 325
b) Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten 325
c) Geschäftsmäßigkeit 325
d) Zulässige Tätigkeiten gem. Art. 1 § 3 Nr. 8 RBerG 326
aa) Aufgabenbereich eines Verbraucherverbands 327
bb) Erforderlichkeit im Interesse des Verbraucherschutzes 327
cc) Verbraucherbegriff 330
dd) Klagearten 330
5. Zusammenfassung 331
V. Behördliche und Popularklagebefugnisse 331
C. Allgemeine Instrumente zur Bündelung gleichgerichteter Ansprüche im Prozess 332
I. Die Forderungsabtretung 332
1. Begriff 332
2. Missbrauchsgefahr 333
3. Objektive Klagehäufung 333
4. Vereinbarkeit mit den Vorschriften des Rechtsberatungsgesetzes 334
5. Zusammenfassung 334
II. Rechtskraftwirkungen 335
1. Endgültigkeitsgrundsatz und Zweck der Rechtskraft 335
2. Rechtsnatur und Wirkungen der materiellen Rechtskraft 336
3. Voraussetzungen der materiellen Rechtskraft 337
4. Gegenstand und objektive Grenzen der Rechtskraft 337
5. Die zeitliche Grenze der Rechtskraft 340
6. Subjektive Grenzen der Rechtskraft 340
7. Zusammenfassung 341
III. Präjudizwirkung 342
IV. Verwertung von Beweisergebnissen aus Parallelverfahren 344
1. Formelle und materielle Beweisunmittelbarkeit 344
2. Einführung von Beweisergebnissen durch fehlende Beweisbedürftigkeit 345
a) Unstreitigkeit 346
aa) Geständnis und Zugestehen 346
bb) Prozessvereinbarung 347
b) Offenkundigkeit 347
3. Einführung von Beweisergebnissen durch Beweiserhebung 349
a) Strengbeweis und Freibeweis 349
b) Urkundenbeweis 349
c) Sachverständigenbeweis 351
4. Zugang zu Beweisergebnissen 353
5. Zusammenfassung 354
V. Die prozessuale Stellvertretung 355
1. Vertretungsmacht und Prozesshandlungsfähigkeit des Vertreters 355
2. Parallelmandate 356
a) Effizienzgewinne 356
b) Interessenkonflikte im Rahmen von Parallelmandaten 357
aa) Interessenkonflikte zwischen Anwalt und Mandant 357
bb) Interessenkonflikte zwischen Mandanten 357
(1) Berufliche Vorbefassung 357
(2) Sachverhaltsidentität 357
(3) Widerstreitende Interessen 358
(4) Rechtsfolgen 359
c) Recht auf Einzelvertretung 359
3. Zusammenfassung 359
VI. Die Streitgenossenschaft 360
1. Die Begründung der Streitgenossenschaft 361
2. Die Voraussetzungen der Streitgenossenschaft 362
a) Rechtsgemeinschaft hinsichtlich des Streitgegenstandes, § 59 Alt. 1 ZPO 362
b) Berechtigung oder Verpflichtung aus demselben rechtlichen und tatsächlichen Grund, § 59 Alt. 2 ZPO 362
c) Gleichartige und auf einem im Wesentlichen gleichartigen tatsächlichen und rechtlichen Grund beruhende Ansprüche oder Verpflichtungen, § 60 ZPO 362
d) § 60 ZPO als Generalklausel 363
e) Voraussetzungen der objektiven Klagehäufung 364
f) Gerichtszuständigkeit 364
3. Wirkung 365
a) Selbständige Prozessverhältnisse 365
b) Gemeinsames Verfahren 367
4. Parteibeitritt, Beiladung, Intervention 368
a) Parteibeitritt 368
b) Beiladung 368
c) Intervention und amicus curiae 369
5. Zusammenfassung 370
VII. Die Prozessverbindung 371
1. Voraussetzungen der Prozessverbindung 371
2. Die Anordnung der Verbindung 373
3. Die Wirkung der Verbindung 373
4. Zusammenfassung 374
VIII. Gleichzeitige Verhandlung 374
IX. Abwarten der Entscheidung in einem Parallelverfahren 375
1. Möglichkeiten der Bindung Dritter an die Ergebnisse eines Verfahrens 375
a) Rechtskraft 375
aa) Gesetzliche Grenzen 375
bb) Erweiterung der gesetzlichen Grenzen durch Vereinbarung 375
b) Rechtsmissbrauch 377
c) Bindungsvereinbarung 378
aa) Materiellrechtliche Bindungsvereinbarung 378
bb) Prozessuale Bindungsvereinbarung 379
(1) Tatsachen 379
(2) Rechtsfragen und präjudizielle Rechtsverhältnisse 379
d) Gerichtliche Anordnung 380
e) Überzeugungskraft 380
f) Zusammenfassung 380
2. Möglichkeiten der Verzögerung des Verfahrens 381
a) Vertraglicher Ausschluss der Klagebefugnis 381
b) Rechtsmissbrauch 382
c) Terminierung 382
aa) Unterlassene Terminsbestimmung 383
bb) Terminwahl 384
d) Terminsänderung und Fristverlängerung 385
e) Das Ruhen des Verfahrens 386
aa) Wirkungen 386
bb) Voraussetzungen 387
cc) Verfahren 388
dd) Zusammenfassung 388
f) Die Aussetzung des Verfahrens 389
aa) Wirkungen 389
bb) Voraussetzungen 389
(1) Abhängigkeit 390
(a) Rechtsverhältnis 390
(b) Gegenstand eines anderen Verfahrens 390
(c) Tatsächlicher Einfluss oder Präjudizialität? 391
(d) Analoge Anwendung auf Massenverfahren 393
(2) Anhängigkeit 395
cc) Verfahren 395
dd) Zusammenfassung 396
3. Besonderheiten bei Musterverfahren 396
a) Einschränkung der Dispositionsbefugnis durch Vereinbarung 396
b) Verjährungsvereinbarung 397
4. Zusammenfassung 399
D. Das Kapitalanleger-Musterverfahren 399
I. Entstehungsgeschichte und Zweck 399
II. Anwendungsbereich 402
III. Ausgangsverfahren 404
IV. Vorlageverfahren 404
1. Musterfeststellungsantrag 405
a) Notwendigkeit eines Antrags und Antragsberechtigung 405
b) Zuständigkeit 405
c) Inhalt und Stattgabevoraussetzungen 405
2. Entscheidung über den Antrag 407
3. Vorlagebeschluss 408
V. Musterverfahren 409
1. Streitgegenstand des Musterverfahrens 410
2. Beteiligte des Musterverfahrens 412
a) Musterkläger 412
b) Musterbeklagter 413
c) Beigeladene 413
d) Zusammenfassung 415
3. Bekanntmachung 415
4. Aussetzung der übrigen Verfahren 415
5. Musterentscheid 417
6. Rechtsbeschwerde 418
7. Eingeschränkte Dispositionsbefugnis 418
8. Kosten 419
VI. Fortsetzung der Ausgangsverfahren 419
1. Rechtskraft 419
a) Gegenstand und objektive Grenzen der Rechtskraft 420
b) Subjektive Grenzen der Rechtskraft 421
2. Bindung der Beigeladenen 421
3. Bindung der Prozessgerichte 423
4. Kosten 423
VII. Zusammenfassung 424
E. Die Verbandsklage 426
I. Auf Unterlassung gerichtete Verbandsklagen 427
1. Die AGB-Verbandsklage 427
a) Unterlassungs- und Widerrufsanspruch 427
b) Verbandsklagebefugnis 428
aa) Qualifizierte Einrichtungen, § 3 I Nr. 1 UKlaG 430
(1) Deutsche qualifizierte Einrichtungen 430
(2) Ausländische qualifizierte Einrichtungen 433
bb) Verbände zur Förderung gewerblicher Interessen, § 3 I Nr. 2 UKlaG 433
cc) Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, § 3 I Nr. 3 UKlaG 434
c) Vorverfahren 434
aa) Abmahnung 434
bb) Einstweiliger Rechtsschutz 435
cc) Auskunftsanspruch 435
d) Klageverfahren 436
aa) Zuständigkeit 436
bb) Prozessführungsbefugnis 436
cc) Geltung der Verfahrensgrundsätze der ZPO 436
(1) Dispositionsgrundsatz 436
(2) Verhandlungsmaxime 438
dd) Rechtskraftwirkung 439
ee) Veröffentlichungsbefugnis 440
ff) Streitwert und Streitwertherabsetzung 441
e) Zusammenfassung 442
2. Die Verbandsklage wegen Verstoßes gegen ein Verbraucherschutzgesetz 443
a) Unterlassungsanspruch 443
b) Verbandsklagebefugnis 444
c) Vorverfahren 444
d) Klageverfahren 445
e) Zusammenfassung 445
3. Die Verbandsunterlassungsklage nach dem UWG 445
a) Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch 445
b) Verbandsklagebefugnis 446
aa) Gewerbliche Verbände 447
bb) Verbraucherschutzverbände 448
c) Vorverfahren 448
d) Klageverfahren 448
aa) Zuständigkeit 448
bb) Prozessführungsbefugnis 449
cc) Rechtskraftwirkung 449
dd) Veröffentlichungsbefugnis 450
ee) Streitwert und Streitwertherabsetzung 450
e) Zusammenfassung 450
4. Sonstige Verbandsklagen 451
a) Die Verbandsklage nach dem GWB 451
aa) Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch 451
bb) Verbandsklagebefugnis 452
b) Markenrechtliche Verbandsklagen 452
II. Auf andere Leistungen gerichtete Verbandsklagen 452
1. Die Gewinnabschöpfungsklage nach UWG 453
2. Die Vorteilsabschöpfungsklage nach § 34a GWB 455
3. Die Verbandsklage nach Urheberrechtsgesetz 455
III. Zusammenfassung 456
Viertes Kapitel: Rechtsvergleichende Betrachtung 457
A. Die Zwecke des Zivilprozesses in England und Deutschland 457
I. Deutschland 457
II. England 459
B. Die Zwecke kollektiven Rechtsschutzes 461
C. Prozessuale Rahmenbedingungen 463
I. Zuständigkeitskonzentration und Verweisung 463
II. Prozessleitung 465
III. Kosten 466
IV. Das Auftreten von Massenverfahren 467
D. Allgemeine Instrumente der Bündelung 468
I. Parteien und Parteifähigkeit 468
II. Prozessstandschaft und Inkassozession 468
III. Erweiterungen der Klagebefugnis 469
1. Popularklagebefugnis 469
2. Behördenklage 471
IV. Rechtskraftwirkungen 471
1. Weite Rechtskraftgrenzen als Mittel der Verfahrenskonzentration 471
2. Erweiterung der Rechtskraftgrenzen in Deutschland? 472
V. Verwertung von Beweisergebnissen aus Parallelverfahren 473
VI. Streitgenossenschaft, Verbindung, Prozessuale Stellvertretung 475
VII. Musterverfahren 476
VIII. Zusammenfassung 477
E. Instrumente kollektiven Rechtsschutzes 477
I. Koordinationsmodelle 477
1. Der Musterprozess entsprechend § 93a VwGO 478
2. Das englische Gruppenverfahren 478
3. Das Kapitalanleger-Musterverfahren 480
II. Repräsentationsmodelle 481
1. Das englische Repräsentationsverfahren 481
2. Deutsche Repräsentationsmodelle 482
a) Schuldverschreibungsgesetz 482
b) Besondere Vertreter 482
c) Das Spruchverfahren 483
3. Verfassungsrechtliche Bedenken 484
a) Dispositionsmaxime 484
b) Rechtliches Gehör 485
c) Vereinigungsfreiheit 486
d) Zusammenfassung 486
4. Selbst gewählte Vertreter 486
III. Klagen im öffentlichen Interesse 487
1. Verbandsunterlassungsklagen 487
2. Auf Schadensersatz oder Gewinnabschöpfung gerichtete Verbandsklagen 487
3. Prozessfinanzierung und Kosten 489
F. Schlussbetrachtung 490
Literaturverzeichnis 492
Sachwortverzeichnis 516