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Sodan, H. (2007). Private Krankenversicherung und Gesundheitsreform 20072.. Verfassungs- und europarechtliche Probleme des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52653-6
Sodan, Helge. Private Krankenversicherung und Gesundheitsreform 2007: Verfassungs- und europarechtliche Probleme des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes. (2).Duncker & Humblot, 2007. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52653-6
Sodan, H (2007): Private Krankenversicherung und Gesundheitsreform 2007: Verfassungs- und europarechtliche Probleme des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes, 2,Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52653-6

Format

Private Krankenversicherung und Gesundheitsreform 2007

Verfassungs- und europarechtliche Probleme des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes

Sodan, Helge

Schriften zum Gesundheitsrecht, Vol. 5

(2007)

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Abstract

Die im November 2006 erschienene 1. Auflage bezog sich noch auf den Entwurf eines GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG). Aufgrund des großen öffentlichen Interesses an der Publikation sowie einiger substantieller Änderungen des Entwurfs im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens wurde die Schrift nunmehr überarbeitet. Die 2. Auflage hat das GKV-WSG vom 26. März 2007 zum Gegenstand. Dieses Gesetz enthält auch Regelungen, die das Recht der privaten Krankenversicherung (PKV) nachhaltig ändern. Dazu gehören die verpflichtende Einführung eines Basistarifs mit Kontrahierungszwang ohne vorangegangene Risikoprüfung und die Anrechnung der Alterungsrückstellungen eines in der PKV Versicherten bei einem Wechsel des Versicherers im Umfang des Basistarifs. Diese Maßnahmen stoßen auf schwerwiegende verfassungs- und europarechtliche Einwände, die in der aktuellen Publikation von Helge Sodan eingehend dargelegt werden.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 12
Einleitung 15
Erster Teil: Beurteilung der Regelungen im GKV-WSG betreffend die PKV 17
A. Gesetzgebungsverfahren und Parlamentsvorbehalt 17
B. Portabilität der Alterungsrückstellungen 20
I. Regelungsinhalt 20
1. Portabilität der Alterungsrückstellungen innerhalb der PKV 22
2. Portabilität der Alterungsrückstellungen zwischen GKV und PKV 22
II. Beurteilung der Regelungen 22
1. Konsequenzen für die Kalkulation der Beitragssätze und die Zukunft der PKV 23
a) Grundsätze der Beitragskalkulation 23
aa) Äquivalenzprinzip 24
bb) Risikoverteilung auf die Versichertengemeinschaft 25
cc) Alterungsrückstellungen 25
b) Versicherungsmathematische Unmöglichkeit der Individualisierung von Alterungsrückstellungen 26
aa) Berechnung der Alterungsrückstellungen 26
bb) Vererbung von Alterungsrückstellungen als notwendiges Element der Beitragskalkulation 27
cc) Kollektive Risikozurechnung als Basis der Kalkulation von Alterungsrückstellungen 28
c) Zerstörung der PKV als Folge der Einführung der Portabilität von Alterungsrückstellungen im bisherigen Sinn 29
aa) Rechenmodelle für die versicherungsmathematische Zuordnung von Alterungsrückstellungen zu einem bestimmten Versicherten 29
(1) Transfer der risikogruppenbezogen kalkulierten Alterungsrückstellung 29
(2) Anpassung der Alterungsrückstellungen an das Individualrisiko 30
(3) Ergänzung der Alterungsrückstellung um rentenversicherungsrechtliche Elemente 31
(4) Portabilisierung der Alterungsrückstellungen im Umfang des Basistarifs 32
(5) Wechsel des Versicherungsunternehmens innerhalb eines Basisschutzes für Neukunden 32
(6) Zwischenergebnis 33
bb) Konsequenzen der Übertragbarkeit von Alterungsrückstellungen für die PKV 34
(1) Risikoselektion 34
(2) Erhöhung der Beitragssätze 35
(3) Gefährdung der dauernden Erfüllbarkeit 36
(4) Verhinderung des Wettbewerbs innerhalb der PKV sowie zwischen GKV und PKV 36
(5) Zerstörung der PKV als leistungsfähige Systemalternative zur GKV 38
2. Rechtlicher Gestaltungsrahmen 39
a) Portabilität der Alterungsrückstellungen beim Wechsel zwischen privaten Krankenversicherern 39
aa) Verfassungsrechtliche Vorgaben 39
(1) Grundrechte der privaten Krankenversicherungsunternehmen 39
(a) Wettbewerbs- und Kalkulationsfreiheit 39
(b) Eigentumsfreiheit 43
(aa) Idealkonkurrenz zwischen Eigentums- und Berufsfreiheit 43
(bb) Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbetrieb 44
(cc) Eingriff in die Wettbewerbsfreiheit 46
(dd) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 47
(c) Rückwirkungsverbot zum Schutz des Vertrauens 49
(2) Grundrechte der bislang in der PKV Versicherten (Altbestand), die einen Wechsel des Versicherungsunternehmens beabsichtigen 50
(a) Eigentumsfreiheit 50
(aa) Alterungsrückstellung in der PKV als individuelle Eigentumsposition des einzelnen Versicherten? 51
(bb) Weiter Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der Realisierung der grundrechtlichen Schutzpflicht 54
(b) Schutz der Privatautonomie 55
(c) Allgemeiner Gleichheitssatz 56
(3) Grundrechte der bislang privat Krankenversicherten (Altbestand), die keinen Unternehmenswechsel beabsichtigen 58
(a) Eigentumsfreiheit 58
(b) Privatautonomie 59
(c) Allgemeiner Gleichheitssatz 61
(d) Vertrauensschutz 62
(4) Grundrechte eines bislang nicht in der PKV Versicherten, der eine Versicherung in der PKV anstrebt (Neukunde) 63
(a) Eigentumsfreiheit 63
(b) Privatautonomie vor Vertragsschluss 63
(aa) Absicht des Neukunden, die Alterungsrückstellung im Kollektiv zu belassen 63
(bb) Absicht des Neukunden, portable Alterungsrückstellungen zu vereinbaren 64
(cc) Schutz der Privatautonomie nach Vertragsschluss 65
(5) Sozialstaatliche Vorgaben 65
bb) Europarechtliche Vorgaben 67
(1) Europarechtlicher Gestaltungsrahmen für mitgliedstaatliche Regelungen der PKV 67
(2) Art. 54 Dritte Richtlinie Schadenversicherung vom 18. Juni 1992 (92/49/EWG) 68
(3) Art. 56 Versicherungsbilanzrichtlinie vom 19. Dezember 1991 (91/674/EWG) 70
(4) Art. 15 Abs. 1 Erste Richtlinie Schadenversicherung vom 24. Juli 1973 (73/239/EWG) 70
b) Portabilität der Alterungsrückstellungen beim Wechsel zwischen PKV und GKV 71
aa) Verfassungsrechtliche Vorgaben 71
(1) Grundrechte der Krankenversicherungsunternehmen 71
(2) Grundrechte der Altbestandskunden 72
(3) Grundrechte der Neukunden 72
bb) Europarechtliche Vorgaben 72
III. Rechtskonforme Gestaltungsalternativen 72
C. Einführung eines Basistarifs mit Kontrahierungszwang 74
I. Bisherige Rechtslage 74
II. Regelungsinhalt 75
III. Beurteilung der Regelungen 78
1. Konsequenzen für die Kalkulation der Beitragssätze der PKV 78
2. Verfassungsrechtliche Vorgaben 80
a) Grundrechte der privaten Krankenversicherungsunternehmen 80
aa) Wettbewerbs- und Kalkulationsfreiheit 80
(1) Eingriff in den Schutzbereich 80
(2) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 81
(a) Nicht mehr Versicherte wegen Zahlungsverzugs und nachfolgender Kündigung des Versicherungsvertrags 81
(b) Nicht mehr Versicherte wegen Drohung, arglistiger Täuschung oder arglistiger Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht 83
(c) Freiwillig in der GKV Versicherte 84
(d) Zwangsweise Einführung eines Basistarifs für alle in der PKV Versicherten 86
bb) Eigentumsfreiheit 87
(1) Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbetrieb 87
(2) Eingriff in die Wettbewerbsfreiheit 87
(3) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 88
cc) Rückwirkungsverbot zum Schutz des Vertrauens 88
b) Grundrechte der Altbestandskunden 90
aa) Privatautonomie 90
bb) Vertrauensschutz 91
c) Grundrechte der Neukunden mit Zugangsberechtigung zum Basistarif 91
d) Sozialstaatsprinzip 93
3. Europarechtliche Vorgaben 94
IV. Rechtskonforme Gestaltungsalternativen 96
D. Steuerfinanzierung der beitragsfreien Mitversicherung von Kindern nur für die GKV 97
I. Regelungsinhalt 97
II. Beurteilung der Regelung 99
1. Einfachgesetzliche Rechtslage 99
2. Verfassungsrechtliche Vorgaben 99
a) Besonderer Schutz der Familie 99
b) Allgemeiner Gleichheitssatz 101
aa) Differenzierung bei der Finanzierung der Krankenversicherung für Kinder 101
(1) Vergleichsgruppen: Versicherte in GKV und PKV, die Steuern zahlen 101
(2) Ungleichbehandlung 102
bb) Verfassungsrechtliche Legitimität der Ungleichbehandlung 102
3. Europarechtliche Vorgaben 105
III. Rechtskonforme Gestaltungsalternativen 107
Zweiter Teil: Zusammenfassung in Leitsätzen 108
I. Gesetzgebungsverfahren und Parlamentsvorbehalt 108
II. Portabilität der Alterungsrückstellungen 109
III. Einführung eines Basistarifs mit Kontrahierungszwang 111
IV. Steuerfinanzierung der beitragsfreien Mitversicherung von Kindern nur für die GKV 113
V. Fazit 115
Literaturverzeichnis 116
Sachwortverzeichnis 120