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Steinberger-Fraunhofer, T. (2008). Internationaler Strafgerichtshof und Drittstaaten. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Position der USA. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52701-4
Steinberger-Fraunhofer, Theresa. Internationaler Strafgerichtshof und Drittstaaten: Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Position der USA. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52701-4
Steinberger-Fraunhofer, T, (2008): Internationaler Strafgerichtshof und Drittstaaten: Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Position der USA, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52701-4

Format

Internationaler Strafgerichtshof und Drittstaaten

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Position der USA

Steinberger-Fraunhofer, Theresa

Veröffentlichungen des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht an der Universität Kiel, Vol. 168

(2008)

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Abstract

Stellt das Rom-Statut zur Gründung des IStGH einen unzulässigen Vertrag zu Lasten dritter Staaten dar? Theresa Steinberger-Fraunhofer analysiert das Verhältnis zwischen dem IStGH und den Staaten, die ihm bisher nicht beigetreten sind. Dabei prüft sie, ob die Bestimmungen des Rom-Statuts, die einen Drittstaatenbezug aufweisen, rechtliche Verpflichtungen für Nichtvertragsstaaten begründen. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Völkerrechtmäßigkeit des Jurisdiktionsregimes des IStGH. Neben der dogmatischen Herleitung seiner Gerichtsbarkeit wird geprüft, ob die dem IStGH verliehene Strafgerichtsbarkeit über Staatsangehörige aus Nichtvertragsstaaten diese Staaten in ihren Rechten verletzt. Die Autorin thematisiert insoweit das Spannungsverhältnis zwischen internationaler Strafgerichtsbarkeit und staatlicher Souveränität unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklungen im Bereich des Völkerstrafrechts und der internationalen Strafgerichtsbarkeit.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 3
Inhaltsübersicht 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 14
A. Einleitung 17
B. Die Gerichtsbarkeit des IStGH 22
I. Der Begriff der Gerichtsbarkeit im Rom-Statut 22
II. Die Zuständigkeit des IStGH ratione materiae 24
1. Artikel 5 Abs. 1 IStGH-Statut 24
2. Das Verbrechen der Aggression 26
3. Vertragsverbrechen („treaty crimes“) 28
III. Die gerichtsverfassungsrechtliche Zuständigkeit des IStGH 29
1. Überblick über das Jurisdiktionsregime 29
2. Die Zuständigkeit ratione temporis 30
3. Die Ausübung der Gerichtsbarkeit, Artikel 13 IStGH-Statut 30
4. Die Voraussetzungen für die Ausübung der Gerichtsbarkeit, Artikel 12 IStGH-Statut 33
a) Überblick 34
b) Die verschiedenen konzeptionellen Ansätze 35
aa) Universale Gerichtsbarkeit 35
bb) Gerichtsbarkeit nach dem Konsensprinzip 36
cc) Der Vorschlag Südkoreas 37
c) Die Anerkennung der Gerichtsbarkeit des IStGH 38
aa) Die Anerkennung durch Nichtvertragsstaaten 38
bb) Die Anerkennung durch Vertragsstaaten 39
(1) Zustimmungserfordernis im Einzelfall 39
(2) Opt-in/Opt-out-Regime 39
(3) Automatische Jurisdiktion 41
d) Die Endfassung von Artikel 12 Abs. 2 IStGH-Statut 43
e) Die Opt-Out-Möglichkeit für Kriegsverbrechen, Artikel 124 IStGH-Statut 45
f) Zusammenfassung 46
C. Die materielle Strafbarkeit der in Artikel 5 genannten Verbrechen 48
I. Strafbarkeit nach nationalem Recht 48
II. Strafbarkeit aufgrund völkerrechtlicher Verträge 49
III. Strafbarkeit aufgrund von Völkergewohnheitsrecht 50
1. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Einzelnen im Völkerrecht 50
2. Überblick über die verwendete Terminologie 52
3. Die völkergewohnheitsrechtliche Strafbarkeit der Kernverbrechen 54
a) Völkermord 55
b) Kriegsverbrechen 55
c) Verbrechen gegen die Menschlichkeit 56
d) Stellungnahme 57
IV. Fazit 59
D. Die Strafgerichtsbarkeit der Einzelstaaten 60
I. Allgemeines 60
II. Strafgerichtsbarkeit aufgrund des Territorialitätsprinzips 60
III. Extraterritoriale Strafgerichtsbarkeit der Einzelstaaten 61
1. Unbeschränkte staatliche Strafgerichtsbarkeit 61
a) Das Lotus-Urteil des StIGH 62
b) Rechtsfolgen 64
aa) Umfassende staatliche Strafverfolgungskompetenz 64
bb) Stellungnahme 64
2. Das Erfordernis von Anknüpfungspunkten für die Ausübung staatlicher Strafgerichtsbarkeit 67
a) Überblick 68
b) Das aktive Personalitätsprinzip 69
c) Das passive Personalitätsprinzip 70
d) Das Schutzprinzip 70
e) Das Prinzip der stellvertretenden Strafrechtspflege 70
f) Das Universalitäts- oder Weltrechtsprinzip 71
g) Zusammenfassung 73
3. Konkurrierende Strafgerichtsbarkeit der Einzelstaaten 73
4. Die Anknüpfungspunkte des Rom-Statuts 74
E. Die völkerrechtliche Legitimation der Strafgerichtsbarkeit des IStGH 75
I. Problemaufriss 75
II. Die Legitimation der Strafgerichtsbarkeit bei Verfahrenseinleitung durch die Vertragsstaaten oder den Ankläger 76
1. Strafgerichtsbarkeit aufgrund des Konsensprinzips 76
2. Übertragbarkeit auf den IStGH 77
a) Rechtsgrundlage 78
b) Staatliche Handlungsfreiheit 79
c) Erforderlichkeit einer Erlaubnisnorm 80
d) Stellungnahme 81
e) Völkerrechtliche Zulässigkeit der Übertragung von Hoheitsrechten 82
aa) Der IStGH als internationale Organisation 82
bb) Zulässigkeit der Gründung internationaler Organisationen 83
3. Besonderheiten bei der Übertragung von Strafgewalt 85
a) Übertragbarkeit staatlicher Strafgerichtsbarkeit aufgrund des aktiven Personalitätsprinzips 85
b) Übertragbarkeit staatlicher Strafgerichtsbarkeit aufgrund des Territorialitätsprinzips 86
aa) Unzulässigkeit von Verträgen zu Lasten dritter Staaten, Artikel 34 WVK 86
bb) Ausnahmen von der pacta tertiis-Regel 88
(1) Territorial- und Grenzverträge 88
(2) Institutionelle Verträge 90
(a) Originäre Völkerrechtssubjektivität internationaler Organisationen 90
(b) Derivative Völkerrechtssubjektivität internationaler Organisationen 91
(c) Rechtsprechung des IGH im Reparations for Injuries-Fall 91
(d) Übertragbarkeit auf andere internationale Organisationen 93
(e) Übertragbarkeit auf den IStGH 93
(3) Statusverträge oder „objective régimes“ 94
(a) Der Aalandinseln-Fall 95
(b) Der Wimbledon-Fall 96
(c) Die Rechtsprechung des IGH zur Rechtsstellung Südwestafrikas 97
(d) Übertragbarkeit der entwickelten Grundsätze auf den IStGH 99
(4) Sonstige Ordnungsverträge oder normative Verträge 102
(a) Voraussetzungen für die Allgemeinverbindlichkeit globaler Verträge 104
(b) Rechtsgrundlage für die Allgemeinverbindlichkeit 106
(c) Übertragbarkeit auf den IStGH 108
(d) Stellungnahme 113
cc) Das IStGH-Statut als Vertrag zu Lasten Dritter 114
(1) Gerichtsbarkeit über Staatsangehörige aus Nichtvertragsstaaten 114
(a) Wegfall bilateraler Verhandlungen 115
(b) Strafverfahren vor dem IStGH als Verfahren gegen den Heimatstaat 116
(c) Autorität internationaler Strafverfahren 123
(d) Völkerrechtsfortbildung durch den IStGH 124
(e) Das Komplementaritätsprinzip 124
(f) Stellungnahme 125
(2) Unübertragbarkeit territorialer Jurisdiktionsgewalt 126
III. Die Legitimation der Strafgewalt des IStGH bei Verfahrenseinleitung durch den Sicherheitsrat 131
1. Strafgerichtsbarkeit aufgrund des Universalitätsprinzips 132
2. Materielle Kompetenzen des IStGH 132
3. Völkerrechtmäßigkeit der universellen Gerichtsbarkeit des IStGH 134
a) Verstoß gegen die Souveränität der Staaten und das Nichteinmischungsprinzip 134
b) Begrenzung staatlicher Souveränität durch die Menschenrechte 137
c) Verpflichtung der Staaten zur Zusammenarbeit mit dem IStGH 140
IV. Fehlende Präzedenzfälle für eine internationale Strafgerichtsbarkeit 143
1. Die Kriegsverbrechertribunale nach dem Zweiten Weltkrieg 143
a) Geschichte der Errichtung des Nürnberg-Tribunals 145
b) Das Nürnberg-Tribunal als internationales Gericht 146
aa) Die Internationalität des Nürnberg-Tribunals 147
bb) Stellungnahme 149
c) Die Rechtsgrundlage des Nürnberg-Tribunals 152
aa) Ausübung von eigener Hoheitsgewalt durch die Alliierten 153
bb) Deutschland als Vertragspartei des Londoner Abkommens 155
cc) Ermächtigung der Alliierten durch die Weltgemeinschaft 158
dd) Völkerrechtliches Besatzungsrecht 161
ee) Strafgerichtsbarkeit nach allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätzen 164
(1) Kriegsverbrechen 165
(2) Verbrechen gegen die Menschlichkeit 167
(3) Verbrechen gegen den Frieden 170
ff) Übertragbarkeit der Strafgerichtsbarkeit der Alliierten auf das IMT 172
2. Die Internationalen Gerichtshöfe für Jugoslawien und Ruanda 173
3. Weitere internationalisierte Gerichte 177
a) Die Spezialgerichte für den Kosovo und Osttimor 178
b) Der Special Court for Sierra Leone (SCSL) 179
c) Das Sondergericht für Kambodscha 180
d) Zwischenergebnis 180
4. Ansätze in internationalen Konventionen 181
V. Fazit zur Völkerrechtmäßigkeit des Jurisdiktionsregimes des IStGH 182
F. Vertragliche Belastung dritter Staaten durch sonstige Bestimmungen des Statuts 184
I. Voraussetzungen für die Ausübung der Gerichtsbarkeit, Artikel 12 Abs. 2, Abs. 3 IStGH-Statut 184
II. Das Initiativrecht des Anklägers, Artikel 15 IStGH-Statut 185
III. Das Komplementaritätsprinzip, Artikel 17 IStGH-Statut 186
1. Der IStGH als völkerrechtswidrige Superrevisionsinstanz 188
2. Stellungnahme 188
IV. Vorläufige Zulässigkeitsentscheidungen, Artikel 18 IStGH-Statut 191
V. Die Prüfungskompetenz des Gerichtshofs, Artikel 19 Abs. 1 IStGH-Statut 194
VI. Die Anfechtung von Entscheidungen, Artikel 19 Abs. 2 IStGH-Statut 196
VII. Die Verletzung völkerrechtlicher Immunität 198
1. Staatenimmunität 199
2. Immunität von Amtsträgern 200
3. Immunität vor internationalen Gerichten 202
4. Immunität und Überstellung an den IStGH, Artikel 98 Abs. 1 IStGH-Statut 204
a) Immunität contra individuelle strafrechtliche Verantwortlichkeit 206
aa) Keine Immunität bei Begehung von Völkerrechtsverbrechen 206
(1) Die Pinochet-Entscheidungen 207
(2) Weitere nationale Strafverfahren gegen ehemalige Amtsträger 209
bb) Immunität amtierender Amtsträger 209
(1) Neuere Auffassung 209
(2) Herrschende Ansicht 210
b) Stellungnahme 212
VIII. Ersuchen zur Zusammenarbeit, Artikel 54 Abs. 3 IStGH-Statut 216
IX. Informationen betreffend die nationale Sicherheit, Artikel 72 IStGH-Statut 216
X. Informationen oder Unterlagen von Dritten, Artikel 73 IStGH-Statut 217
XI. Internationale Zusammenarbeit und Rechtshilfe, Artikel 86 ff. IStGH-Statut 218
1. Ersuchen um Zusammenarbeit, Artikel 87 IStGH-Statut 218
2. Formen der Zusammenarbeit mit dem IStGH, Artikel 89 ff. IStGH-Statut 220
a) Überstellung von Personen an den Gerichtshof, Artikel 89 IStGH-Statut 220
b) Andere Formen der Zusammenarbeit, Artikel 93 IStGH-Statut 223
3. Internationale Zusammenarbeit bei Überweisung durch den Sicherheitsrat 224
XII. Verletzung des diplomatischen und konsularischen Schutzes 225
1. Grundsätze des diplomatischen und konsularischen Schutzes 225
2. Diplomatischer Schutz vor internationalen Gerichten 226
3. Stellungnahme 227
XIII. Unbestimmtheit der Straftatbestände 228
XIV. Verletzung von Angeklagtenrechten durch das Statut 229
XV. Rechtswidriger Eingriff in die Prärogative des Sicherheitsrates 231
1. Das Verhältnis zwischen IStGH und Sicherheitsrat 231
a) Das Initiativrecht des Sicherheitsrates, Artikel 13 lit. b IStGH-Statut 232
b) Aufschub der Ermittlungen durch den Sicherheitsrat, Artikel 16 IStGH-Statut 232
aa) Entstehungsgeschichte der Vorschrift 232
bb) Kritik an der Vorschrift 234
cc) Stellungnahme 235
c) Das Verbrechen der Aggression 238
XVI. Artikel 121 Abs. 5 IStGH-Statut 241
XVII. Artikel 124 IStGH-Statut 242
XVIII. Exkurs: Verstoß des Statuts gegen nationales Verfassungsrecht 243
G. Prüfungskompetenz des IStGH 246
H. Aktuelle politische Entwicklungen 251
I. Die amerikanische Politik der konstruktiven Zusammenarbeit 251
1. Versuch der Einschränkung der Zulässigkeit von Strafverfahren 252
2. Versuch der Ausweitung von Immunitätsregelungen 253
II. Die Nichtbeitrittserklärung der USA 256
III. Die UN-Sicherheitsratsresolutionen 1422 und 1487 256
IV. Der Abschluss von Nichtauslieferungsabkommen 260
1. Inhalt der Nichtauslieferungsabkommen 260
2. Artikel 98 Abs. 2 IStGH-Statut als Rechtsgrundlage 262
a) Zeitlicher Anwendungsbereich 262
b) Inhaltlicher Anwendungsbereich 264
3. Völkerrechtmäßigkeit des Handelns der Nichtvertragsstaaten 270
V. Der American Service Members Protection Act 272
VI. Die Nichtverlängerung der Sicherheitsratsresolution 1487 275
I. Schlussbetrachtung 278
I. Die Anerkennung der Gerichtsbarkeit durch die Elfenbeinküste gemäß Artikel 12 Abs. 3 des IStGH-Statuts 278
II. Die Krise in Darfur und die Sicherheitsratsresolution 1593 279
III. Fazit 281
Literaturverzeichnis 284
Stichwortverzeichnis 297