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Ludyga, H. (2010). Obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1495–1648). Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53385-5
Ludyga, Hannes. Obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1495–1648). Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53385-5
Ludyga, H (2010): Obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1495–1648), Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53385-5

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Obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1495–1648)

Ludyga, Hannes

Schriften zur Rechtsgeschichte, Vol. 147

(2010)

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Abstract

Hannes Ludyga behandelt unter Berücksichtigung mittelalterlicher Entwicklungslinien die obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit 1495 bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Damit widmet sich die Studie einem von der bisherigen rechtshistorischen Forschung vernachlässigten Gebiet. Die obrigkeitliche Armenfürsorge in der Frühen Neuzeit umfasste die rechtlichen Normen und Ordnungssysteme, die unmittelbar eine Linderung von Armut bezweckten und von den Inhabern der politischen Gewalt stammten. Untersucht werden insoweit unter Berücksichtigung möglicher Wechselwirkungen entsprechende Normen und Ordnungssysteme des Reichs, einzelner Territorien, Städte und Dörfer. Zudem analysiert der Autor die Lehren von Theologen und Philosophen wie etwa Thomas von Aquin (1225–1274), Thomas de Vio (1469–1534) genannt Thomas Caietanus, Domingo de Soto (1495–1560), Geiler von Kaysersberg (1455–1510), Martin Luther (1483–1546), Francisco de Vitoria (1483–1546) sowie Juan Luis Vives (1492–1540) über die obrigkeitliche Armenfürsorge.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 5
A. Einleitung 9
I. Einführung in die Thematik und Gang der Darstellung 9
II. Literatur und Quellenlage 16
B. Die Armut an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit 27
C. Die Armenfürsorge auf den Reichstagen an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit 34
I. Der Reichstag von Worms 1495 34
1. Die Einholung von Erkundigungen über Bettler 34
2. Das Armenrecht der Reichskammergerichtsordnung von 1495 37
II. Die Lindauer Reichsversammlung von 1496/1497 38
1. „Lex fundamentalis“ für die Armenfürsorge 38
2. Die rechtlichen Ursprünge für den Lindauer Reichsabschied bei der Armenfürsorge 44
III. Der Freiburger Reichsabschied von 1498 und der Augsburger Reichsabschied von 1500 47
IV. Maximilian I. und die obrigkeitliche Armenfürsorge 49
V. Die territorialrechtlichen Bestimmungen zur Armenfürsorge 52
D. Die Armenordnungen der Städte seit 1520/1521 56
I. Der Reformbeginn in den Städten 56
II. Die Wittenberger Beutelordnung von 1520/21 58
1. Der Weg zur Beutelordnung und ihr Erlaß 58
2. Die städtische Armenverwaltung 64
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Der „Beutel“ bzw. „Kasten“ 67
4. Die Unterstützungsbedürftigen: Die Versorgung der Hausarmen 70
5. Die Beschränkung des Bettels 73
6. Die Lebensmittelvorräte 76
7. Pest und Armenviertel 78
8. Die Wirkung der Armenordnung 80
III. Die Kirchenordnung der Stadt Wittenberg von 1522 81
1. Der Weg zur Kirchenordnung und ihr Erlaß 81
2. Die städtische Armenverwaltung 82
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Der „Gemeine Kasten“ 83
4. Die geplante Armensteuer 86
5. Die Unterstützungsberechtigten 88
6. Die Beschränkung des Bettels 90
7. Die Darlehensvergabe an Handwerker und arme Menschen 91
8. Die Wirkung der Kirchenordnung 93
IV. Die Armenordnung der Stadt Augsburg von 1522 94
1. Der Weg zur Armenordnung und ihr Erlaß 94
2. Die städtische Armenverwaltung 97
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge 99
4. Die Unterstützungsbedürftigen 100
5. Die Beschränkung des Bettels 102
6. Die Armenabzeichen und die Registrierung der Armen 103
7. Die Trink- und Spielvorschriften 105
8. Die Wirkung der Armenordnung 106
V. Die Armenordnung der Stadt Nürnberg von 1522 107
1. Der Weg zur Armenordnung und ihr Erlaß 107
2. Die städtische Armenverwaltung 114
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Der „Gemeine Kasten“ 117
4. Die Unterstützungsbedürftigen 118
5. Die Beschränkung des Bettels 121
6. Die Wirkung der Armenordnung 123
VI. Die Leisniger Kastenordnung von 1523 125
1. Der Weg zur Kastenordnung und ihr Erlaß 125
2. Die städtische Armenverwaltung 127
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Die Gemeindekasse bzw. der „Gemeine Kasten“ 129
4. Die Unterstützungsbedürftigen 132
5. Die Beschränkung des Bettels 134
6. Die Wirkung der Kastenordnung 135
VII. Die Armenordnung der Stadt Straßburg von 1523 138
1. Der Weg zur Armenordnung und ihr Erlaß 138
2. Die städtische Armenverwaltung 142
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Die Opferstöcke 144
4. Die Unterstützungsbedürftigen 145
5. Die Beschränkung des Bettels 146
6. Die Wirkung der Armenordnung 147
VIII. Die Armenordnung der Stadt Ypern im niederländischen Flandern von 1525 148
1. Der Weg zur Armenordnung und ihr Erlaß 148
2. Die städtische Armenverwaltung 150
3. Die Finanzierung der Armenfürsorge: Die „gemeine Börse“ 151
4. Die Unterstützungsbedürftigen 153
5. Die Beschränkung des Bettels 154
6. Das Gutachten der Sorbonne 154
7. Die Armenfürsorge und Juan Luis Vives 156
IX. Die städtischen Hebammenordnungen 161
X. Zusammenfassung 164
1. Die Grundbedingungen für die Neuordnung der obrigkeitlichen Armenfürsorge 164
2. Die Kommunalisierung, Rationalisierung, Bürokratisierung und Pädagogisierung der obrigkeitlichen Armenfürsorge 166
3. Die Beschränkung des Bettels 174
4. Die Überkonfessionalität der Reformen 178
5. Die Wirkungen der städtischen Armenordnungen 182
E. Die Reichspolizeiordnung von 1530 185
I. Die Verabschiedung der Reichspolizeiordnung 185
II. Eingeschränktes Bettelverbot, Heimatprinzip, Ausgleichsprinzip und Prinzip der Generalprävention 186
III. Das Hospitalwesen in der Reichspolizeiordnung und die diesbezügliche Entwicklung im Reich 191
1. Die Spitalverwaltung 191
2. Die Armenfürsorge 197
3. Die Krankenpflege und Beherbergung 199
4. Die Altenpflege 204
IV. Zusammenfassung 205
F. Das Edikt Karls V. für die Niederlande vom 7. Oktober 1531 209
G. Karl V. und die Armenfürsorge in Spanien: Die Ansichten der Moraltheologen 214
H. Die Reichspolizeiordnungen von 1548 und 1577 sowie die Reichskammergerichtsordnung von 1555 222
I. Die landesrechtlichen Bestimmungen zur Regelung der Armenfürsorge 226
I. Die Grundlagen der Territorialgesetzgebung bei der Armenfürsorge 226
II. Die Anfänge der Territorialgesetzgebung bei der Armenfürsorge in Hessen, Sachsen und Württemberg 228
III. Die Überkonfessionalität bei der Armenfürsorge: Kleve, Berg und Jülich, Trier und Köln 239
IV. Der Einfluß der Reichspolizeiordnung auf die Territorialgesetzgebung bei der Armenfürsorge: Heimatprinzip und Hospitalwesen 243
V. Die Ausweisungsbefehle und Bettelverbote in den Territorien 252
VI. Die Finanzierung der Armenfürsorge 260
VII. Die Armenordnung von Herzog Wilhelm V. von 1558 266
VIII. Die Armenordnung von Kurfürst Friedrich III. von 1574 271
IX. Die Armenordnung von Kurfürst Maximilian I. von 1627 276
X. Die Bergordnungen einzelner Landesherren 279
XI. Zusammenfassung 282
J. Formen der geschlossenen Fürsorge 293
I. Die Entstehung der Waisenhäuser 293
1. Die Waisenpflege 293
2. Das Waisenhaus in Lübeck vom Jahre 1546 296
3. Das Waisenhaus in Hamburg vom Jahre 1604 298
4. Das Waisenhaus in Blankenburg vom Jahre 1632 304
5. Zusammenfassung 307
II. Die Entstehung der Zucht- und Arbeitshäuser 309
1. Die ersten Zucht- und Arbeitshäuser in Europa 309
2. Die Gründung der Zucht- und Arbeitshäuser im deutschen Reich 316
3. Zusammenfassung 328
K. Weitere Regelungsmodelle bei der Armenfürsorge 333
I. Die Luxusverbote 333
II. Die Heiratsverbote 341
III. Die Anfänge der Witwen- und Waisenkassen 344
IV. Armut und Kriminalität 349
V. Die medizinische Versorgung 352
L. Zusammenfassung 359
Quellenverzeichnis 366
Literaturverzeichnis 381
Personen-, Orts- und Sachregister 426