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Gehring, M. (2007). Nachhaltigkeit durch Verfahren im Welthandelsrecht. Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfungen und die WTO. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52269-9
Gehring, Markus. Nachhaltigkeit durch Verfahren im Welthandelsrecht: Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfungen und die WTO. Duncker & Humblot, 2007. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52269-9
Gehring, M, (2007): Nachhaltigkeit durch Verfahren im Welthandelsrecht: Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfungen und die WTO, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52269-9

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Nachhaltigkeit durch Verfahren im Welthandelsrecht

Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfungen und die WTO

Gehring, Markus

Hamburger Studien zum Europäischen und Internationalen Recht, Vol. 46

(2007)

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Abstract

Markus Gehring analysiert den Zusammenhang von Handelsrecht und Nachhaltiger Entwicklung. Er ordnet das neue Instrument der Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfungen von Handelsregelungen rechtlich ein und analysiert deren Vereinbarkeit mit WTO-rechtlichen Prinzipien sowie deren institutionelle Übertragbarkeit auf die Welthandelsorganisation. Insbesondere werden der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit durch Verfahren als Elemente des Vorsorgeprinzips im Welthandel näher beleuchtet. Der Verfahrensteil des Vorsorgeprinzips im WTO-Recht steht dabei im Vordergrund; aber auch andere Prinzipien, wie das Transparenzprinzip und die differenzierte und bevorzugte Behandlung von Entwicklungsländern im WTO-Recht werden behandelt.

Als Beispiele werden das Kanadische Environmental Assessment of Trade Negotiations, der Environmental Review of Trade Agreements (ER) in den USA, das Environmental Assessment in der North American Free Trade Area (NAFTA) und schließlich das Sustainability Impact Assessment der Europäischen Gemeinschaft erklärt und rechtlich bewertet. Sodann werden die Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit der aufgezeigten Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsprüfungen auf die WTO erläutert. Der Verfasser zeigt in den Grenzen der Zuständigkeit der WTO konkrete Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf. Abschließend wird ein Koordinierungsmechanismus bei der WTO für nationale Umwelt- oder Nachhaltigkeitsprüfungen vorgeschlagen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung: Auf neuen Wegen zu nachhaltigem Handel 17
I. Handel, Umwelt und Soziales – unlösbare Gegensätze und Grund für weltweite Probleme? 18
II. Nachhaltige Entwicklung 21
III. Gang der Untersuchung 27
IV. Begriffsverständnis – Verschiedene Begriffe für das gleiche rechtliche Instrument 28
V. Umweltprüfung eines handelsrechtlichen Vertrages am Beispiel des US-Chile Freihandelsabkommens 30
1. Teil: Prinzipien mit Bedeutung für eine Nachhaltigkeitsprüfung 33
A. Umweltschutz und Nachhaltigkeit durch Verfahren – Element des Vorsorgeprinzips im Welthandel 33
I. Inhalt des Vorsorgeprinzips 33
1. Das Vorsorgeprinzip im nationalen und Europarecht 33
2. Das Vorsorgeprinzip im internationalen Recht 34
II. Verhältnis zum Schutzprinzip 37
III. UVP als eigenes Prinzip? 38
IV. Geltung des Vorsorgeprinzips 39
a) Vorsorge als vertragliches Prinzip 39
b) Das Vorsorgeprinzip als Völkergewohnheitsrecht 41
(1) Vorsorge als Prinzip des Umweltvölkerrechts 42
(2) Allgemeines Völkergewohnheitsrecht 43
V. Vorsorge durch Verfahren 45
1. Im deutschen und Europarecht 45
2. Im internationalen Recht 47
a) UVPs im Völkerrecht 47
(1) UVPs im Völkergewohnheitsrecht 47
(2) UVPs im Völkervertragsrecht 49
(a) Die Espoo-Konvention und das Kiew-Protokoll 50
(b) Environmental Assessments der Weltbankgruppe 52
VI. Fortentwicklung von Umweltprüfungen im internationalen Recht – Integration sozialer und wirtschaftlicher Aspekte in Umweltverträglichkeitsprüfungen bis zur integrierten Nachhaltigkeitsprüfung 56
1. Einbeziehung sozialer Kriterien in die UVP 57
2. Strategische Umweltprüfung: Von Projekten zu Plänen, Programmen und Politiken 58
3. Integrierte Nachhaltigkeitsprüfung 60
VII. Das Vorsorgeprinzip in der WTO 63
1. Rechtsquellen der WTO 63
a) WTO-Verträge 64
(1) Die Präambel des WTO-Vertrages 64
(2) Das SPS-Übereinkommen 65
(a) Vorsorgliche Maßnahmen (Art. 5.7 SPS) 65
(b) Art. 3.3 SPS 66
(c) Die Präambel des SPS-Übereinkommens 66
(3) Das Übereinkommen über technische Handelshemmnisse (TBT) 67
(a) Präambel des TBT 68
(b) Berechtigte Schutzziele nach Art. 2 TBT 68
b) DSB-Entscheidungen als Vertragspraxis 68
(1) Die Gasoline-Entscheidung 69
(2) Die Hormones-Entscheidung 69
(3) Die Asbestos-Entscheidung 73
(a) Die Panel-Entscheidung 74
(b) Der Appellate Body-Bericht im Asbestfall 76
(4) Schlussfolgerung 78
c) Prinzipien des Völkerrechts 78
d) Gemeinsame Rechtsprinzipien aus den nationalen Rechtsordnungen 79
(1) Indien 80
(2) Costa Rica, Kolumbien, Kuba 81
(3) Kanada 81
2. Schlussfolgerung für das Vorsorgeprinzip in der WTO 81
B. Andere für eine Umwelt- oder Nachhaltigkeitsprüfung relevante Prinzipien des Welthandelsrechts 82
I. Das Transparenzprinzip im WTO-Recht 82
1. Die interne Transparenz 83
2. Die externe Transparenz 83
3. Konsequenzen beider Teile des Prinzips 85
II. Die differenzierte und bevorzugte Behandlung von Entwicklungsländern im WTO-Recht 85
1. Verankerung in den WTO-Verträgen 85
2. Konsequenzen des Prinzips 87
2. Teil: Einzelne Instrumente der Umwelt- und Nachhaltigkeitsprüfung – Nationales Außenwirtschaftsrecht und internationales Wirtschaftsrecht 88
A. Rechtlich verbindliche Instrumente mit Bedeutung für den Welthandel 90
I. Das Kanadische Environmental Assessment of Trade Negotiations 90
1. Entstehung 90
a) Der kanadische Environmental Review der Uruguay-Runde 1994 92
(1) Rechtlicher Zusammenhang 93
(2) Zeitpunkt 94
(3) Methodik 95
b) Die retrospektive Analyse des 1994 Environmental Review (1999) 97
(1) Rechtlicher Zusammenhang 97
(2) Zeitpunkt 98
(3) Methodik 99
2. Gesetzliche Regelung 103
a) Rechtliche Grundlage 103
b) Ablauf 104
c) Zielsetzung 106
3. Anwendung 106
a) Initial Environmental Assessment of the new World Trade Organization (WTO) Negotiations 106
b) Initial Environmental Assessment of the Free Trade Area of the Americas (FTAA) Negotiations 107
c) Initial Environmental Assessment of the Canada-Central America Four Free Trade (CA-4) Negotiations 108
4. Rückschlüsse 109
II. Environmental Review of Trade Agreements der USA 110
1. Das US-Außenwirtschaftsrecht 110
2. Entwicklung der Environmental Reviews 114
a) Gericht verneint Anwendbarkeit der UVP-Regel bei Handelsfragen 115
b) Environmental Reviews bei Gründung der NAFTA (1991–92 und 1993) 115
c) Ablauf bei der Vorbereitung der WTO Seattle-Runde 116
3. Gesetzliche Regelung 116
a) Rechtlicher Hintergrund 117
b) Ziele 118
c) Zuständige Behörde 119
d) Geltungsbereich 119
e) Ablauf der Umweltprüfung 120
4. Die Ausführungsbestimmungen (Guidelines) 121
a) Rechtlicher Zusammenhang 122
b) Ziele 123
c) Zuständigkeiten 123
d) Geltungsbereich – Welche Handelsübereinkommen? 126
e) Ablauf 127
(1) Exkurs: Globale und transnationale Auswirkungen 129
(2) Öffentliche Beteiligung 130
f) Methodik 132
5. Praktische Durchführung 136
a) Umweltprüfung des US-Jordanischen Freihandelsabkommen 137
(1) Erwartete wirtschaftliche Auswirkungen 139
(2) Umweltauswirkungen in den USA 139
(3) Grenzüberschreitende oder globale Umweltauswirkungen 140
(4) Positive Umweltauswirkungen 140
(5) Bewertung 141
b) Umweltprüfung des US-Chile Freihandelsabkommens 141
(1) Mögliche Handels- und wirtschaftliche Auswirkungen 143
(2) Sektorielle Effekte (nationale und grenzüberschreitende) 143
(3) Regulatorische Überprüfung 146
(4) Umweltzusammenarbeit 146
c) Umweltprüfung des US-Singapur-Freihandelsabkommens 146
d) Umweltzwischenprüfung des US-Mittelamerika-Freihandelsabkommens 148
e) Umweltzwischenprüfung des US-Marokko-Freihandelsabkommens 148
f) Umweltzwischenprüfung des US-Australien-Freihandelsabkommens 149
6. Rückschlüsse 150
III. Environmental Assessment in der NAFTA (CEC Five-Year-Review) 151
1. Verhandlungsgeschichte 152
2. Die Commission on Environmental Cooperation 154
3. Methodik 155
4. Bewertung 160
B. Rechtlich unverbindliche Instrumente mit Bedeutung für den Welthandel 162
I. Sustainability Impact Assessment der Europäischen Union (EU) 162
1. Grundlagen der EG-Handelspolitik 162
a) Geschriebene Außenwirtschaftskompetenzen: Art. 130 ff. EGV 163
b) Ungeschriebene Außenwirtschaftskompetenzen 164
2. Vertragliche und autonome Handelspolitik 164
3. Phase Eins der Nachhaltigkeitsprüfung 166
a) Vorgehensweise 167
4. Phase Zwei der Nachhaltigkeitsprüfung 169
5. Phase Drei der Nachhaltigkeitsprüfung und weiteres Vorgehen 172
6. Bewertung 173
II. Vergleichbare Verfahren in anderen europäischen Staaten 175
C. Vorschläge von Internationalen Organisationen und Internationalen Nicht-Regierungsorganisationen 177
I. Die OECD Methodik für Umweltprüfungen von Handelspolitik und -übereinkommen 177
1. Auswahl der Handelsmaßnahme bzw. -politik (screening) 180
2. Festlegung des Umfanges (scoping) der Untersuchung 182
3. Zeitpunkt des assessment 183
4. Beteiligung am Verfahren 184
5. Beschreibung der verschiedenen Untersuchungsmethoden 186
6. Maßnahmen zum ex-post monitoring und follow-up 188
7. Bewertung der OECD-Methodik 189
II. UNEPs Arbeiten zu Umweltprüfungen von Handelsregelungen 190
1. Reference Manual for the Integrated Assessment of Trade-Related Policies 191
2. UNEP Länderstudien 195
III. Die Arbeit der UN Commission on Sustainable Development (CSD) 201
IV. WWF-Vorschläge zur Methodik von SIAs 204
1. Methodik 204
2. Fallstudien 207
3. Bewertung 208
3. Teil: Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit auf die WTO 211
A. Allgemeine Probleme der Welthandelsverhandlungen 211
I. Ablauf der Weltwirtschaftsverhandlungen 211
1. Green Room Prozess 211
2. Neuerungen zur Ministerkonferenz von Doha 212
a) Außergewöhnliche Umstände 212
b) Neue Verfahren für die Ministerkonferenz 213
c) Fortschritte bei der Transparenz und der Partizipation 214
II. Analyse der bisherigen Situation in der WTO 215
1. Beachtung der geltenden Prinzipien 215
2. Kooperation mit dem UNEP (Preamble Doha Ministerial Declaration) 216
3. High Level Symposia 216
4. Doha Ministerial Declaration 216
a) Verhandlungsgeschichte 217
b) Interpretation des Paragraphen 51 220
c) Vorschläge zur Umsetzung des Paragraphen 51 221
III. Konkrete Entwicklungen zu einer Verhandlungsumweltprüfung bzw. Verhandlungsnachhaltigkeitsprüfung unter Einbeziehung der Lehren aus den dargestellten Instrumenten 223
1. Zeitpunkt 223
2. Institutionelle Anknüpfung 223
3. Einbindung bestehender WTO-Abläufe in eine integrierte Umwelt-/Nachhaltigkeitsprüfung 224
4. Zweckmäßigkeit 225
B. Koordinierungsfunktion der WTO für nationale Umwelt- oder Nachhaltigkeitsprüfungen 225
I. Das TPRM allgemein 226
1. Praktische Bedeutung 226
2. Vorgänger des heutigen TPRM 227
3. Das TPRM-Übereinkommen 228
a) Überprüfungsumfang 230
b) Überprüfungsintervall 231
c) Ablauf der Überprüfung 232
II. Konkrete Ansatzpunkte für Umwelt- oder Nachhaltigkeitsprüfungen im TPRM 234
4. Teil: Schlussbetrachtung 236
Literaturverzeichnis 239
Stichwortverzeichnis 250