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Hagemann, H. (Ed.) (2007). Ökonomie und Religion. Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXI. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52455-6
and Hagemann, Harald. Ökonomie und Religion: Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXI. Duncker & Humblot, 2007. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52455-6
Hagemann, H (ed.) (2007): Ökonomie und Religion: Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXI, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52455-6

Format

Ökonomie und Religion

Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXI

Editors: Hagemann, Harald

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 115/XXI

(2007)

Additional Information

Book Details

Abstract

Der vorliegende Band der Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie vereinigt die überarbeiteten Referate der 24. Tagung des Dogmenhistorischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik an der Universität Oldenburg, die sich mit dem Verhältnis von Ökonomie und Religion auseinandersetzte. Während die moderne Wachstumstheorie lange Zeit die Rolle sogenannter "weicher" Faktoren vernachlässigte, haben u. a. das rasante Wirtschaftswachstum im konfuzianisch geprägten China sowie die Anschläge des 11. September 2001 durch islamisch-fundamentalistische Terroristen die wechselseitigen Einflüsse zwischen religiösen und ökonomischen Faktoren wieder in den Blickpunkt gerückt. Bereits vor einem Jahrhundert hatte Max Weber in seiner klassischen Studie "Die protestantische Ethik und der 'Geist' des Kapitalismus" sowie in nachfolgenden Schriften die Rolle der Religion in wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen und modernen Gesellschaften tiefer analysiert.

Die beiden ersten Beiträge setzen sich mit der Behandlung der Wirtschaft in der Bibel, dem Wirtschaftsstil im Alten und im Neuen Testament sowie der Frage auseinander, inwieweit die Bibel ethische Maximen für das Wirtschaften liefert. In den nachfolgenden fünf Beiträgen stehen theologische Konzepte und ihr Einfluss auf die ökonomische Doktrinenbildung vom Mittelalter bis zur Neuzeit im Zentrum der Analyse. Zugleich geht es aber auch um die umgekehrte Frage, inwieweit die Erfordernisse der wirtschaftlichen Entwicklung zu einer flexibleren Interpretation religiöser Ge- und Verbote geführt haben, wie sich z. B. an der Vergangenheit von Zinsverboten in christlichen Ländern zeigt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhalt 17
Vorwort 5
Helge Peukert: Die Wirtschaft in der Bibel 19
I. Fragestellung 19
II. Die politische und soziostrukturelle Entwicklung Israels 20
III. Schöpfung und Arbeit 25
IV. Die Bedeutung des Ökonomischen im frühen AT 29
V. Individuelles und kollektives Eigentum, Steuern und Abgaben 32
VI. Armut und Soziales 40
VII. Freiheit und Solidarität: Der normative Wirtschaftsstil des AT 43
VIII. Eschatologie und Opulenz: Der Wirtschaftsstil des NT 49
IX. Warten und Geduld: Der paulinische Wirtschaftsstil 53
X. Gegenwart und Zukunft 56
Abstract: The Economy in the Bible 57
Literaturverzeichnis 58
Hans G. Nutzinger: Die Wirtschaft in der Bibel. Kommentar zu dem Beitrag von Helge Peukert 63
I. Das Prinzip der „Sinneinheit“ der Bibel 63
II. Gerechtigkeit als Zentralbegriff des Alten Testamentes 64
III. Zwei Kritikpunkte im Detail 66
1. Zum „Sündenfall“ 66
2. Der Schuldenerlass 66
IV. Die Perspektive des Neuen Testaments 68
V. Vorzugswürdigkeit von Armut gegenüber Reichtum? 70
VI. „. . .εντοζ υμων εστιν“ (Lk 17, 21) 72
Abstract 76
Literaturverzeichnis 76
Birger P. Priddat: Ökonomie und Religion. Vom Mittelalter bis zu Adam Smith 79
I. Einleitung 79
II. Die mittelalterliche Basisökonomie: caritas 81
III. Mundanisierung – Ökonomie anstelle von Moral: John Locke 86
IV. Adam Smith: ,move from theology to economics‘ 90
Abstract: Economics and Religion. From the Middle Ages to Adam Smith 94
Literaturverzeichnis 94
Richard Sturn: Theologische Konzepte und ihr Einfluss auf die ökonomische Doktrinenbildung 97
I. Einleitung 97
II. Intellektualismus und Voluntarismus in ihrer Epoche 101
III. Von Hugo Grotius zu Adam Smith: Eine tour d’horizon im Lichte von Voluntarismus und Intellektualismus 110
IV. Ausblick: Voluntarismus und intellektualistische Tendenzen im modernen ökonomischen Räsonnement 116
Abstract: Theological Concepts and their Influence on the Development of Economic Doctrines 121
Literaturverzeichnis 122
Dieter Schneider: „Von der Notwendigkeit einer theologischen Grundlage der gesamten Staatswissenschaften“, soweit diese Mathematik verwenden. Eine Untersuchung über die Verknüpfung von Religion, Mathematik und Wirtschaftswissenschaft in der Scholastik und in der frühen Kritik der Klassischen Politischen Ökonomie 125
I. Problemstellung 125
II. Religion, Mathematik, Geldwirtschaft und Naturphilosophie in der Scholastik 127
III. Mathematik und Religion in der ethisch-romantischen Staatswissenschaft Adam Müllers 138
IV. Die Auseinandersetzung mit der Klassischen Politischen Ökonomie durch die Whewell-Group und die „Christian Political Economy“ 143
V. Schlussfolgerung 147
Abstract: „On the Necessity of a Theological Foundation of the Whole Political Sciences“ (Adam Müller, 1819) as far as these Sciences Use Mathematics 148
Jochen Schumann: Zur Geschichte christlicher und islamischer Zinsverbote 149
I. Einleitung 149
II. Zur Vergangenheit christlicher Zinsverbote 150
1. Zinsverbote im Alten und im Neuen Testament 150
2. Scholastische Zins- und Wucherlehre 152
a) Geschichtliche Grundlagen 152
aa) Kirchengeschichtliche Grundlagen 152
bb) Römisch-rechtliche Grundlagen 154
cc) Griechisch-philosophische Grundlagen 155
b) Scholastische Argumente für Zinsverbote 157
aa) Allgemeines 157
bb) Das Unfruchtbarkeitsargument 159
cc) Das Verbrauchsargument 159
dd) Das Eigentumsargument 160
ee) Das Zeitargument 160
c) Scholastische Lockerungen von Zinsverboten 161
aa) Allgemeines 161
bb) Extrinsische Zinstitel bei Thomas von Aquin 162
cc) Spätscholastische Modifikationen des Zinsverbotes 163
(1) Zinsen bei staatlichen Zwangsanleihen 163
(2) Zinsen in Verträgen über Partnerschaft und Zensus 164
(3) Zinsen in Wechselgeschäften 165
(4) Zinsen in spätscholastischen Ansätzen einer Markttheorie des Geldes 167
3. Beurteilung von Wucher und Zins durch christliche Reformatoren 168
a) Konservative Wucherlehren Luthers 168
b) Fortschrittliche Zinslehren Calvins 169
4. Das Ausklingen christlicher Zinsverbote 171
a) Zur Trennung religiösen und wirtschaftlichen Denkens, besonders in Staaten mit wirtschaftsfreundlichen Institutionen 171
b) Letzte Bastionen der Zinsverbote: Englische Wuchergesetze vom späten 15. bis zum frühen 17. Jahrhundert 172
c) Letzte religiöse Vorbehalte und ihr Schwinden: Der Zins in Lehren englischer Merkantilisten 173
d) Vom religiösen zum allein wirtschaftlichen Kontext: Die englische Zinsdebatte des 17. Jahrhunderts 174
III. Zur Gegenwart islamischer Zinsverbote 176
1. Zur Wissenschafts-, Wirtschafts- und Rechtsgeschichte des Islam 176
a) Allgemeines zur islamischen Wissenschaftsgeschichte 176
b) Hat es historisch islamische Wirtschaftsordnungen gegeben? 179
c) Die Realität historischer islamischer Rechtsordnungen 179
d) Gegenwärtige Entstehung einer islamischen Wirtschaftsordnung aus historischen religiösen Rechtstraditionen 182
2. Islamische Lehren zinslosen Wirtschaftens 183
a) Drei Säulen islamischen Wirtschaftens: Verhaltensnormen, Zakat-Abgaben, Zinsverbote 183
aa) Islamische Verhaltensnormen 183
bb) Zakat-Abgaben zum Zweck der Umverteilung 184
cc) Das Verbot von Zinsen (Riba) 185
(1) Rechtliche Begründung 187
(2) Ethische Begründung 187
(3) Ökonomische Begründung 188
3. Zur Konzeption zinsfreier islamischer Bankgeschäfte 190
a) Islamische Banken, ihre Passiv- und Aktivgeschäfte 190
aa) Passivgeschäfte mit Einlegern 191
bb) Aktivgeschäfte mit Konsumenten 192
cc) Aktivgeschäfte mit Unternehmen 193
b) Probleme asymmetrischer Information der Vertragspartner 194
aa) Argumente für Riba-Finanzierung 195
bb) Argumente gegen Riba-Finanzierung 195
cc) Argument für PLS-Finanzierung 196
dd) Argumente gegen PLS-Finanzierung 196
IV. Schlußbemerkungen: Vergleich und Kritik 197
Abstract: On the History of Christian and of Islamic Prohibition of Interest 200
Literaturverzeichnis 201
Mark Perlman: Robert H. Nelson’s Ideas about Romanism, Protestantism, and American Economics: A Review Essay 207
I. Introduction 207
II. Some Semantics 208
1. Religion 208
2. Nelson’s Semantics 209
3. Economics 209
III. Economists’ Search for Meaning 210
1. Samuelson as the Original Target 210
2. Chicago to the Rescue? 211
3. What Remains? 212
IV. Problems with the Exposition 213
1. Inattention to the Vast Literature about Religion and Economics 213
2. Misuse of Metaphor 214
3. Religion in the American Context 215
a) The Historic Role of Religious Toleration 215
b) Religion and the Development of Modern Scientific Methods 215
V. Semantics Again: what Nelson Sees as the Residual 216
1. Environmentalism and Environmentalists 216
2. Libertarian Individualism and the Right of Secession 216
VI. The Persuasiveness of the Argument 217
References 218