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Agazzi, E. Schütz, E. (Eds.) (2010). Heimkehr: Eine zentrale Kategorie der Nachkriegszeit. Geschichte, Literatur und Medien. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53379-4
; Agazzi, Elena and Schütz, Erhard. Heimkehr: Eine zentrale Kategorie der Nachkriegszeit: Geschichte, Literatur und Medien. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53379-4
Agazzi, E, Schütz, E (eds.) (2010): Heimkehr: Eine zentrale Kategorie der Nachkriegszeit: Geschichte, Literatur und Medien, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53379-4

Format

Heimkehr: Eine zentrale Kategorie der Nachkriegszeit

Geschichte, Literatur und Medien

Editors: Agazzi, Elena | Schütz, Erhard

Schriften des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient, Vol. 23

(2010)

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About The Author

Erhard Schütz hatte bis Oktober 2011 einen Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des 20. Jhdts., literarische Publizistik und Literatur in Berlin. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Germanistik und Mitglied des deutschen P.E.N.

Elena Agazzi ist seit 2002 Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Bergamo (Italien). Schwerpunkte der Forschung sind die deutsche Literatur der Goethezeit, die Klassische Moderne und die Gegenwartsliteratur. Sie leitet seit 2010 mit Vita Fortunati die Reihe Interfacing Science, Literature, and the Humanities/ACUME 2 (Vandenhoeck & Ruprecht-unipress).

Abstract

Heimkehr - eine elementare, existentielle und zugleich eine immer wieder aktualisierte, zeitgeschichtliche Kategorie wird hier am Beispiel der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in exemplarischen Beiträgen untersucht. Internationale Historiker, Literatur- und Medienwissenschaftler stellen die komplexe Situation der ineinander vermengten, ganz unterschiedlichen und z. T. konkurrierenden Heimkehren aus Krieg, KZ, Gefangenenlager, Evakuierung und Exil dar. In Fallstudien historiographischer Rekonstruktion und Analyse künstlerischer Darstellungen wie medialer Produkte aus der damaligen Zeit wie der jüngsten Gegenwart entsteht so ein facettenreiches Bild der Nachkriegszeit vor allem im deutschen Osten und Westen. Die existentiellen Situationen, die durch Roman- und Filmanalysen geschildert werden und die z. T. die persönlichen Erfahrungen der Autoren widerspiegeln, werden sowohl unter dem Gesichtspunkt der Generationsfrage untersucht wie auch im Bezug auf die gesellschaftliche Situation der 40er und 50er Jahre, in der die zentrale Frage der Schuld in verschiedenen Variationen angedeutet, thematisiert oder verschwiegen wird. "Heimkehren" heißt übrigens, sich immer wieder die Frage zu stellen, was nun die Heimat unter den veränderten Umständen geworden sei und was man zur demokratischen Erneuerung des Landes zu tun habe. Die ethisch-politischen Positionen der Interpreten des deutschen Wiederaufbaus werden nun ständig mit den propagandistischen Richtlinien des Staates im Osten und Westen konfrontiert.

Der Band liefert damit einen gewichtigen Beitrag zum differenzierteren Verständnis der Nachkriegszeit wie zur immer noch aktuellen Diskussion um eine angemessene Gedächtniskultur.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Elena Agazzi / Erhard Schütz: Heimkehren – Ein Vorwort 7
I. 7
II. 10
III. 14
IV. 19
Rainer Schulze: Als Deutsche zu Deutschen? Geschichten einer Heimkehr in die Fremde: Umgesiedelte, Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten 21
I. Umsiedlung, Flucht und Vertreibung als kollektive und individuelle Erfahrung 21
II. Heimat – Heimkehr – Identität 30
III. Hilma E.: Von Bartenstein nach Celle 33
IV. Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Heimat? 37
Henning Wrage: Flucht – Ankunft – Wandlung. Tradition und Transformation des Motivs der Heimkehr in der DDR-Kultur bis 1961 41
I. 43
II. 47
III. 55
Fabrizio Cambi: „Des Tags der Heimkehr habe ich geharrt in deiner heiligen Allgegenwart“. Literatur der Heimkehr und Sozialismus in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR der fünfziger Jahre 57
Arnd Bauerkämper: Die Heimkehr aus den USA und der politische Neuaufbau in Westdeutschland. Konservative Wissenschaftler als Förderer der Demokratie? 69
I. Hans Rothfels: Heimkehr als ambivalenter „Brückenbau“ 72
II. Arnold Bergstraesser: Heimkehr und das Konzept einer freiheitlich-elitären Demokratie 79
III. Bilanz: Heimkehr als Interaktionsprozess und als zögernde Hinwendung zur Demokratie 85
Literaturverzeichnis 88
Erhard Schütz: „Spätheimkehrer“. Mediale Reflexe zum Mythos von Adenauers Moskau-Reise 95
I. Heimsuchende Heimgesuchte und Kriegsheimkehrer 95
II. Ein Kern des Adenauer-Mythos 99
III. Vorlauf und Vorspiel 100
IV. Adenauers Reise und Heimkehr 103
V. Die Heimkehr der Zehntausend 105
VI. Jetziger Rückblick und damaliger Nachgang 111
Eva Banchelli: Heimkehr als Gründungsmythos: Walter Kolbenhoff 117
I. 117
II. 118
III. 121
IV. 124
V. 126
Enza Gini: „Nachdenklich und hungrig“ – Heinrich Böll kehrt aus dem Krieg heim 129
Cecilia Morelli: „Ich weiß, ich werde alles wiedersehn, Und es wird alles ganz verwandelt sein.“ Carl Zuckmayers Rückkehr nach Deutschland 143
Raul Calzoni: „Herzlich willkommen“ – Walter Kempowskis „erzwungene“ Heimkehr 155
Michele Vangi: „Sie lauschten dem echten Jazz …“ Generationsnarrationen in Paul Schallücks „Ankunft null Uhr zwölf“ und Hans Benders „Eine Sache wie die Liebe“ 171
Elena Agazzi: Verweigerte Identitäten. Die Geschichte des Valentin Senger (1918-1997), Jude, Kommunist und Heimkehrer ohne Vaterland 185
I. Der Text über die Heimkehr als Vermächtnis 187
II. Sengers jüdische Identität 192
III. Über den Einzelfall hinaus 195
Matteo Galli: 1946: Anmerkungen zu einigen frühen Heimkehrer-Filmen 199
I. „Posttraumatic disorder“ 201
Exkurs: Institutionen 204
II. Trümmer und Ruinen 204
III. „Gender anxiety“ 207
Wolfgang Kabatek: Das Gestern im Heute: Inversion und Zukunftsversprechen. Zur Ästhetisierung von Ruinen in Film und Fotografie nach 1945 211
I. … unter uns 214
II. … über uns 218
III. Vater unser … 223
Alexandra Tacke und Geesa Tuch: Frauen auf der Flucht. „Nacht fiel über Gotenhafen“ (1959), „Die Flucht“ (2007) und „Die Gustloff“ (2008) im Vergleich 229
I. Der Schleier des Tabus 230
II. Nacht fiel über Gotenhafen 234
III. Die Flucht 237
IV. Die Gustloff 239
Simone Costagli: Männer und Frauen. Die BRD-Trilogie von Rainer Werner Fassbinder 243
Andrea Rota: Wiedersehen mit der Familie, Wiedersehen in der Heimat. „Söhne“ von Volker Koepp 257
I. 257
II. 258
III. 261
IV. 263
V. 264
VI. 267
Nachwort 269
Personenregister 271
Verzeichnis der Autoren 275