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Mayer, T.(Ed.) (2010). 20 Jahre Deutsche Einheit. Erfolge, Ambivalenzen, Probleme. Mit Grußworten von Angela Merkel und Thomas de Maizière. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53416-6
and Mayer, Tilman. 20 Jahre Deutsche Einheit: Erfolge, Ambivalenzen, Probleme. Mit Grußworten von Angela Merkel und Thomas de Maizière. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53416-6
Mayer, T (ed.) (2010): 20 Jahre Deutsche Einheit: Erfolge, Ambivalenzen, Probleme. Mit Grußworten von Angela Merkel und Thomas de Maizière, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53416-6

Format

20 Jahre Deutsche Einheit

Erfolge, Ambivalenzen, Probleme. Mit Grußworten von Angela Merkel und Thomas de Maizière

Editors: Mayer, Tilman

Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Vol. 97

(2010)

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About The Author

Tilman Mayer studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Freiburg. Abschluss: Magister Artium; Promotion an der Universität Würzburg; Habilitation an der Universität Würzburg. 1989 bis 1993 Leiter eines zeitgeschichtlichen Forschungsprojekts in der Jakob-Kaiser-Stiftung in Königswinter. 1993 bis 1995 Leiter des Bonner Büros des Instituts für Demoskopie Allensbach. Seit 1997 verschiedene Gastprofessuren. Seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie, Ideen- und Zeitgeschichte am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn. Seit 2007 Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung. Seit 2009 stv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Von 2010 bis 2016 war Mayer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demografie. Forschungsschwerpunkte: Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, Politische Kulturforschung und Demoskopie, Politische Demographie, Vergleichende Deutschlandforschung.

Abstract

Von Friedrich Nietzsche haben wir gelernt, dass große Politik zu betreiben durchaus eine Aufgabe sein kann. Die Reichsgründung 1871 wie die Wiedergründung des deutschen Nationalstaates von 1990 symbolisieren sicherlich große Politik.

Die Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD) hat es sich seit ihrer Gründung von 1978 angelegen sein lassen, als Forschungsgegenstand Deutschland zu wählen. Das bleibt auch heute noch ihre Aufgabe, wenn sie das Zusammenwachsen von Ost und West analysiert. 1978 war Deutschland geteilt, die deutsche Frage war offen, die Gesellschaftsmitglieder hielten sie auch für offen und die deutsche Teilung eben nicht fatalistisch für ein Fatum.

Die GfD hatte insofern, als sie sich eben nicht nur mit der DDR abgeben wollte, immer schon große Politik vor Augen, denn wie anders ließe sich die Lösung der deutschen Frage vorstellen als durch große Politik? Deshalb lag es für die GfD nahe, die Frage aufzuwerfen, ob und wie die Geschichte gewordenen Daten 1871 und 1989/90 miteinander harmonieren oder differieren. Auf diese Eingangsfrage dürfen wir zwei prominente Antworten erwarten.

Der Vergleich von 1871 und 1990 kann nicht bedeuten zu wiederholen, dass Männer (Bismarck und Kohl u.a.) Geschichte machen – wer könnte etwa Maggie Thatcher vergessen, besonders 1989/90. Das Programm der Konferenz zeigt, dass viele beteiligt waren und keinesfalls zuletzt das deutsche Volk selbst, natürlich in erster Linie in der DDR, das den Herrschenden die demokratische und die nationale Karte zeigte; eine Art Nationalbewegung wuchs sich zu einer Revolution aus und veränderte die Grundstrukturen Europas.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Tilman Mayer: Einleitung 7
Angela Merkel: Grußwort anlässlich der 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Deutschlandforschung 11
Thomas de Maizière: Grußwort des Bundesministers des Innern bei der Jahrestagung 2010 der Gesellschaft für Deutschlandforschung 13
I. Die Kunst der Politik im Gründungs- und Einigungsprozess 19
Michael Stürmer: Bismarck und die Deutsche Frage 1870/1871 21
Hans-Peter Schwarz: Reichsgründung und Wiedervereinigung. Variationen zum Thema „Vergleichbarkeit und Unvergleichbarkeit“ von Otto von Bismarck und Helmut Kohl 27
II. Binnen- und Außenperspektiven 47
Joachim Scholtyseck: Staatskunst und „Kunst der Diplomatie“ 1989/1990? 49
Brigitte Seebacher: Mitterrand, Brandt, Kohl und die nationale Frage in Deutschland 61
Christian Hacke: Die USA und die deutsche Wiedervereinigung 69
Armin Mitter: Die Oder-Neiße-Grenze und die deutsche Vereinigung 1989/90. Für Heinz Lemke zum 85. Geburtstag 97
I. „Eine neue deutsche Invasion über die Oder?“ 97
II. Die Phase der „Umwälzung“ 99
III. Die deutsche Einheit? 101
IV. „Halbfreie“ Wahlen und ihre Folgen 102
V. Die „ergänzende politische Deklaration“ 104
VI. Helmut Kohl und die Oder-Neiße-Grenze 106
VII. Demokratie oder ,Perestroika‘-Reformen 106
VIII. Die polnische außenpolitische Offensive in der „Grenzfrage“ 111
IX. Die „Grenzfrage“ und die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen 114
III. Verhandlungsstrategien 119
Andreas Rödder: 20 Jahre deutsche Einheit. Verhandlungsstrategie West: Bonn 121
I. 121
II. 123
III. 126
IV. 130
Ilko-Sascha Kowalczuk: Die Wiedervereinigung Deutschlands – historische Anmerkungen 133
Reinhard Müller: Frieden mit Deutschland? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag 143
I. Kein Untergang Deutschlands 1945 144
II. Tauwetter 145
III. Die abschließende Regelung nimmt Gestalt an 147
IV. Keine Rede von einem Friedensvertrag 149
V. Was bleibt 150
VI. Gerechte Regelung? 153
Hans-Georg Wieck: Der deutsch-deutsche Vereinigungsprozess aus internationaler Sicht. Vom Albtraum der deutschen Einheit vor 1989 zur Einheit Deutschlands als Fundament der Einheit Europas nach 1989 155
I. Der Reformansatz von Moskau 156
II. Die Menschen in der DDR und ihr Wille zur deutschen Einheit 158
1. Wirtschaft 158
2. Frieden in Europa auf der Basis der Teilung Europas und Deutschlands? 158
3. Die Stimmungslage in der DDR 158
IV. Einheit? Diktatur? 161
Eckhard Jesse: Die Stellung der Parteien, der Publizistik und der Wissenschaft zur deutschen Einheit in den achtziger Jahren 163
I. Einleitung 163
II. Der „dritte Weg“ in der deutschlandpolitischen Diskussion der achtziger Jahre 164
III. Parteien 167
IV. Publizistik 170
V. (Politik-)Wissenschaft 171
VI. Wiedervereinigung in Einheit und Freiheit 172
VII. Fazit 176
Ehrhart Neubert: Der Umgang mit der SED-Diktatur: Versäumnisse, Möglichkeiten 179
I. Kampf um die Geschichte in der Revolution 180
II. Institutionelle Aufarbeitung 182
III. Gesellschaftliche Aufarbeitung 184
IV. Akademische Wissenschaften 185
V. Zum juristischen Umgang mit der DDR 188
VI. Offene Felder 189
Barbara Zehnpfennig: Ingenieure der Seele 191
I. Die Rolle des Zentralismus 191
II. Der Mensch im Kommunismus 194
III. Der Mensch im real existierenden Sozialismus 198
IV. Altes Denken – neue Wirklichkeit 203
V. Der Vereinigungsprozess nach 20 Jahren 207
Karl-Heinz Paqué: Die wirtschaftliche Entwicklung nach 20 Jahren Wiedervereinigung: Bilanz 2010 209
I. Der Weg 210
II. Das Erreichte 213
III. Was ist noch zu tun? 216
Günther Heydemann: Die demographische Entwicklung im vereinten Deutschland zwischen Bevölkerungswachstum und -schrumpfung 217
Lars Normann: 20 Jahre BStU – Eine Zwischenbilanz 225
I. Einleitung 225
II. Die BStU – eine besondere Behörde 226
III. Zehn Jahre „Gauck-Behörde“ 230
IV. Zehn Jahre „Birthler-Behörde“ 236
V. Die BStU: Zwischen Unabhängigkeit und Politisierung 242
Dieter Schulz: Die Herstellung der Einheit Deutschlands und das Schul- und Bildungswesen in den neuen Bundesländern in den Jahren zwischen 1990 und 2010. Skizzen einer Zwischenbilanz und Perspektiven 245
I. Vorbemerkung 245
II. Schulreform im Spannungsfeld von Erwartung und Realität 246
III. Zur Strukturierung des Schulwesens 250
IV. Elternrecht und Wahl des Bildungsganges 251
V. Durchlässigkeit und Differenzierung 252
VI. Veränderte Akzente im Berufsverständnis des Lehrers 254
VII. Paradigmenwechsel und Lehrerpersönlichkeit 257
VIII. Grundpositionen einer „sozialen Leistungsschule“ 259
IX. Perspektiven der Schulentwicklung für das dritte Jahrzehnt 262
1. Demografische Veränderungen 262
2. Ausgleich sozialer Benachteiligung 263
3. Gegliedertes Schulsystem versus Einheitsschule 265
4. Resümee 266
Herausgeber und Autoren 269