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Huang, C. (2007). Das Verhältnis von moralischem Diskurs und rechtlichem Diskurs bei Jürgen Habermas. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52327-6
Huang, Chung-cheng. Das Verhältnis von moralischem Diskurs und rechtlichem Diskurs bei Jürgen Habermas. Duncker & Humblot, 2007. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52327-6
Huang, C, (2007): Das Verhältnis von moralischem Diskurs und rechtlichem Diskurs bei Jürgen Habermas, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52327-6

Format

Das Verhältnis von moralischem Diskurs und rechtlichem Diskurs bei Jürgen Habermas

Huang, Chung-cheng

Schriften zur Rechtstheorie, Vol. 231

(2007)

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Abstract

Habermas ist einer der prägendsten deutschen Philosophen der Gegenwart. Er rekonstruiert mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns das Rechtssystem diskursethisch und erweitert die Diskurstheorie zu einer prozeduralen Theorie des demokratischen Rechtsstaats. Seine Rechtstheorie gilt als herausragender Beleg für die Renaissance der Philosophen-Rechtsphilosophie. Zu den Klassikern der Rechtsphilosophie gehört das Thema "Recht und Moral". Bei der Feststellung der Frage, was Recht ist, muss jede Rechtstheorie beantworten, ob es über das positive Recht hinaus ein moralisches Fundament des Rechts gibt. Aus Sicht des Naturrechts ist das Recht der Moral subordiniert. Nach dem Rechtspositivismus werden dagegen die Rechtsnormen von der moralischen Beurteilung getrennt. Naturrecht und Rechtspositivismus stehen sich gegenüber. Der Streit zwischen Naturrecht und Rechtspositivismus gehört zu den zentralen Kontroversen der Rechtsphilosophie.

Wie begegnet Habermas als Rechtsphilosoph dieser zentralen Kontroverse der Rechtsphilosophie? Oder, noch deutlicher gefragt: Ist Habermas' Rechtstheorie naturrechtlich oder rechtspositivistisch? Um diese Frage zu beantworten, ist die Analyse des Verhältnisses zwischen Moral und Recht bei Habermas vonnöten; deshalb ist auch die Untersuchung des Verhältnisses von moralischem und rechtlichem Diskurs bei Habermas von Bedeutung. Durch die Beantwortung der Fragen, was (1) der moralische Diskurs, (2) der rechtliche Diskurs und (3) das Verhältnis von moralischem und rechtlichem Diskurs bei Habermas ist, wird ein zentrales Problem der Rechtsphilosophie anhand des einflussreichsten deutschen Philosophen geklärt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einleitung: Aufgabenstellung und Gang der Untersuchung 13
A. Moralischer Diskurs bei Habermas 17
I. Begriff der Moral 17
1. Moral 17
a) Moral 17
aa) Kennzeichen der Moral: Prozedur 17
bb) Prinzip der Moral: Verallgemeinerung 19
b) Moral und Diskurs 20
aa) Diskurs: Prozess der Entscheidung von Wahrheit und Richtigkeit 21
bb) Moral und Diskurs: Diskurs als Moral 23
2. Diskurs als Moral: Verständigung durch Sprache 25
a) Sprache 25
aa) Normen: Aus Sprache 25
bb) Geltung der Normen: Aus Dialog 26
b) Verständigung 28
aa) Telos der Sprache: Verständigung 28
bb) Welt des Moralischen: Gegenseitigkeit 29
II. Moralischer Diskurs 31
1. Bedeutung des moralischen Diskurses 31
a) Rationalität von Kommunikation 31
aa) Absicht der kommunikativen Rationalität: Emanzipation der Lebenswelt vom System 31
bb) Kommunikative Rationalität 36
b) Regeln von Diskursen 41
aa) Situation der Diskursregeln: Ideale Sprechsituation 41
bb) Diskursregeln 45
c) Ansprüche von Geltung 48
aa) Themen der Geltungsansprüche: Wahrheit, Richtigkeit, Wahrhaftigkeit und Verständlichkeit 48
bb) Geltungsansprüche 51
2. Kernpunkt des moralischen Diskurses: Konsens über Moral 53
a) Vorverständnis zum Konsens von Wahrheit und Richtigkeit: Steuerung der Erkenntnis von Interessen 53
aa) Drei Typen der Erkenntnisinteressen 53
bb) Steuerung der Erkenntnis von Interessen 55
b) Konsenstheorie von Wahrheit und Richtigkeit 56
aa) Gleichsetzung von Wahrheit und Richtigkeit 57
bb) Konsens von Wahrheit und Richtigkeit 60
3. Begründung des moralischen Diskurses: Diskursethik 63
a) Grundlegung der Diskursethik 65
aa) Erstes Prinzip der Diskursethik: Diskursprinzip 65
bb) Zweites Prinzip der Diskursethik: Universalisierungsprinzip 67
b) Begründung der Diskursethik 69
aa) Verzicht auf Letztbegründung 70
bb) Universalpragmatische Begründung 73
B. Rechtlicher Diskurs bei Habermas 75
I. Begriff des Rechts 77
1. Recht 77
a) Recht 77
aa) Idee des Rechts: Gerechtigkeit der Prozedur 77
bb) Ziel des Rechts: Verwirklichung der Freiheit 80
b) Recht und institutionalisierter Diskurs 83
aa) Recht und Diskurs: Rekonstruktion des Rechts durch Diskurs 83
bb) Recht und institutionalisierter Diskurs: Institutionalisierter Diskurs als Recht 85
2. Institutionalisierter Diskurs als Recht: Gesatzte Normen der sozialen Integration 87
a) Soziale Integration 87
aa) Transformation von System und Lebenswelt 87
bb) Soziale Integration 89
b) Gesatzte Normen 92
aa) Gegensatz zu philosophischen Gerechtigkeitstheorien 92
bb) Gesatzte Normen 93
II. Rechtlicher Diskurs 95
1. Bedeutung des rechtlichen Diskurses 95
a) Vermittlung von Faktizität und Geltung 95
aa) Spannung von Faktizität und Geltung 95
bb) Vermittlung von Faktizität und Geltung 97
b) Garantie für System der Rechte 98
aa) Garantie für Volkssouveränität 100
bb) Garantie für Menschenrechte 102
cc) Garantie für Grundrechte 105
c) Prozedur der Autonomie 108
aa) Deliberative Politik von Autonomie 108
bb) Rechtsparadigma von Prozeduralismus 112
2. Kernpunkt des rechtlichen Diskurses: Konsens von Recht 114
a) Voraussetzung für Konsens von Recht: Rechtsöffentlichkeit 114
aa) Öffentlichkeit 115
bb) Öffentlichkeit des demokratischen Rechtsstaats 116
b) Konsenstheorie von Recht 117
aa) Unterscheidung von Rechtsbegründung und Rechtsanwendung 117
bb) Konsens über Recht 120
3. Gewährleistung des rechtlichen Diskurses: Institutionalisierung 122
a) Institutionalisierung der Demokratie 124
aa) Radikaldemokratie 124
bb) Prinzip der Radikaldemokratie: Demokratieprinzip 125
b) Institutionalisierung des Rechtsstaats 126
aa) Kommunikative Macht in den drei Gewalten 126
bb) Beaufsichtigung der vierten Gewalt 130
C. Das Verhältnis von moralischem Diskurs und rechtlichem Diskurs bei Habermas 132
I. Moralischer Diskurs: Rechtfertigung des rechtlichen Diskurses 132
1. Verhältnis von Moral und Recht 132
a) Verhältnis von Recht und Moral 134
aa) Funktionelles Verhältnis: Ergänzung von Recht und Moral 134
bb) Hierarchisches Verhältnis: Keine Unterordnung von Recht unter Moral 136
b) Kritik am Verhältnis von Recht und Moral 136
2. Rechtfertigung des rechtlichen Diskurses 138
a) Rechtfertigung des rechtlichen Diskurses 138
aa) Rechtfertigung des Rechts: Diskurs 138
bb) Rechtfertigung des rechtlichen Diskurses: Moralischer Diskurs 139
b) Kritik an der Rechtfertigung des rechtlichen Diskurses 141
II. Rechtlicher Diskurs: Sonderfall des moralischen Diskurses 142
1. Sonderfallthese 142
a) Bedeutung der Sonderfallthese 143
aa) Fall 144
bb) Sonderfall 145
b) Auseinandersetzung mit der Sonderfallthese 146
aa) Institutionalisierte juristische Argumentation: Gerichtsverhandlung 146
bb) Nicht-institutionalisierte juristische Argumentation 148
c) Ansichtsänderungen der Sonderfallthese bei Habermas 149
aa) Ablehnung der Sonderfallthese (1971) 150
bb) Aufnahme der Sonderfallthese (1981) 150
cc) Erneute Ablehnung der Sonderfallthese (1992) 151
2. Kritik an der Sonderfallthese 154
Schluss: Forschungsergebnisse 157
Literaturverzeichnis 161
Sachverzeichnis 170