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Handeln und Bedeutung

L. Wittgenstein, Ch. S. Peirce und M. Heidegger zu einer Propädeutik einer hermeneutischen Pragmatik

Wernecke, Jörg

Philosophische Schriften, Vol. 70

(2007)

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Abstract

Jörg Wernecke entwirft in seiner Untersuchung "Handeln und Bedeutung" eine Propädeutik zur Praktischen Philosophie. Darin greift er auf die beiden Begriffe "Handeln" und "Bedeutung" zurück, um in ihrer Bezugnahme folgendem Problem nachzugehen: Handeln beinhaltet nicht nur einen funktionalen bzw. Zweck-Mittel-Bezug, sondern im Kontext etwa der Ethik und Politik auch die Notwendigkeit eines eine Bedeutung, einen Sinn erschließenden, hermeneutischen Vermögens. Innerhalb einer gelingenden lebensweltlichen Praxis sind wir stets auf ein Verstehen, auf Orientierung, auf die Integration von Bedeutungs- und Sinnbezügen angewiesen, ein Problemzusammenhang, der durch den Ausdruck "hermeneutische Pragmatik" gekennzeichnet wird. Letztere Kennzeichnung beinhaltet noch eine weitergehende Fragestellung: In welcher Form und in welchem Umfang kann eine Pragmatik eine Fundierungs- bzw. Begründungsleistung für die praktische Philosophie erbringen? In diesem problemzentrierten Kontext unterzieht Wernecke Wittgenstein, Peirce und Heidegger vor dem Hintergrund eines Sprachhandelns, einer Zeichenhandlung und einer hermeneutisch-fundamentalontologischen Praxis einer Untersuchung mit dem Ziel, die Vielschichtigkeit, die Differenziertheit des Phänomens Praxis bzw. Pragmatik erkennbar werden zu lassen. Die systematischen Erträge der autorenzentrierten Analysen werden sodann dahingehend fokussiert, als das Verhältnis von Erkennen, Handeln und Hermeneutik für eine Grundlegung einer praktischen Philosophie erörtert wird.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Danksagung 5
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung 9
1. Kapitel: Zur Propädeutik von „Handeln“ und „Bedeutung“ 39
1. Die Begriffe „Praxis“, „Handeln“ und „Pragmatik“ 39
2. Die Begriffe „Bedeutung“, „Bedeutsamkeit“ und „Sinn“ 69
2. Kapitel: Ludwig Wittgenstein. Von einer sprachlichen Bedeutungs- zu einer Handlungskonzeption der Sprache 111
1. Einleitung 111
2. Die pragmatische Problemstellung vor dem Hintergrund von Wittgensteins Sinn- und Bedeutungsbegriff 122
a) Sinn und Bedeutung im Tractatus logico-philosophicus 122
b) Vom Tractatus zur Spätphilosophie Wittgensteins. Bedeutung und Sinn in Vermittlung von Regel und Grammatik 154
c) „Verstehen“, „Bedeutung“ und „Sinn“ in der Spätphilosophie 171
3. Sprachspiel, Lebensform und Praxis 205
3. Kapitel: Charles Sanders Peirce. Von einer pragmatischen Bedeutungskonzeption zu einer handlungskonzeptionellen Zeichentheorie 231
1. Einleitung 231
2. Der Pragmatismus und die handlungs- sowie bedeutungstheoretischen Implikationen 246
a) Eine handlungs- und bedeutungskonzeptionelle Problemanalyse: Peirces „Pragmatische Maxime“ 246
b) Erkenntnistheoretische Implikationen 271
c) Die Beziehung von Semiotik und „Bedeutung“ 305
3. Peirces Handlungskonzeption und der Bezug zur Zeichentheorie 342
4. Kapitel: Sprache, Zeichen und Dasein. Von der Bedeutung zur Bedeutsamkeit 370
1. Wittgenstein und Peirce: Eine Bezugnahme 370
2. Von Wittgenstein und Peirce zu Heidegger: Widerspiegelungen und Fortführungen 389
a) Hinführung 389
b) Methodische Linienzüge Heideggerschen Philosophierens 393
c) Von der Bedeutung zur Bedeutsamkeit 409
d) Bedeutsamkeit und Handeln 431
e) Die Sprache und das ‚andenkende Handeln‘ 451
5. Kapitel: Hermeneutische Pragmatik: Ein Ausblick 470
1. Hinführung: Jenseits von Universalismus und Relativismus 470
2. Problemsichtung – Synopsis 472
a) Die hermeneutische Problemstellung innerhalb des πραγμα 472
b) Sprachimmanente Zeichenhandlungen 488
c) Sprachexternale Zeichenhandlungen 493
d) Ein erster Ausblick: Handeln, Hermeneutik und Erkenntnis 513
e) Ein zweiter Ausblick: Praktische Philosophie 528
Bibliographie 541
Namensverzeichnis 566