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Eisenkopf, A., Knorr, A. (Eds.) (2008). Neue Entwicklungen in der Eisenbahnpolitik. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52649-9
Eisenkopf, Alexander and Knorr, Andreas. Neue Entwicklungen in der Eisenbahnpolitik. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52649-9
Eisenkopf, A, Knorr, A (eds.) (2008): Neue Entwicklungen in der Eisenbahnpolitik, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52649-9

Format

Neue Entwicklungen in der Eisenbahnpolitik

Editors: Eisenkopf, Alexander | Knorr, Andreas

Schriftenreihe der Hochschule Speyer, Vol. 189

(2008)

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Abstract

Die Autoren des vorliegenden Bandes beleuchten verkehrspolitische Fragestellungen, die für die zukünftige Entwicklung des Eisenbahnsektors von zentraler Bedeutung sind. So diskutieren Eisenkopf, Hahn und Schnöbel in ihrem Beitrag die Thematik des intermodalen Wettbewerbs aus der Perspektive des Schienenverkehrs. Zentrale These ist, dass die Marktabgrenzung auf Verkehrsmärkten vielfach enger vorzunehmen ist, als gemeinhin vermutet wird. Dies hat erhebliche Bedeutung für die Bestimmung der Wettbewerbsintensität auf den Eisenbahnmärkten und die Relevanz von intermodalen Wettbewerbsverzerrungen.

Die Beurteilung der Wettbewerbssituation auf den Schienenverkehrsmärkten in Deutschland benötigt zudem aussagekräftige Benchmarks. Hierzu liefern Länderstudien zu Großbritannien und Schweden detaillierte Informationen. Knorr arbeitet in seinen Beiträgen die Strategien hinter den jeweiligen Bahnreformprojekten und die wesentlichen ökonomischen sowie verkehrspolitischen Konsequenzen heraus. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass insbesondere die Bahnreform in Großbritannien wesentlich bessere Ergebnisse zur Folge hatte, als häufig behauptet wird.

Der vorliegende Band wird durch eine Studie von Knorr zum Liberalisierungsindex Bahn 2004 komplettiert. Dieser im Auftrag der Deutschen Bahn AG erhobene Index wird in der eisenbahnpolitischen Diskussion häufig als relevanter Maßstab für die Umsetzung des Wettbewerbsprinzips herangezogen. Tatsächlich zeigt der Index jedoch erhebliche Schwächen und ist für eine kritische Auseinandersetzung mit der Wettbewerbsproblematik im Schienenverkehrssektor der EU weitgehend ungeeignet.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Alexander Eisenkopf, Carsten Hahn, Christian Schnäbel: Intermodale Wettbewerbsbeziehungen im Verkehr und Wettbewerbsverzerrungen 9
I. Problemstellung und Gang der Untersuchung 9
II. Wettbewerb auf den Verkehrsmärkten aus Sicht des Schienenverkehrsr 11
1. Abgrenzung relevanter Märkter 11
2. Intramodaler Wettbewerb auf den Verkehrsmärkten 19
3. Möglichkeiten und Grenzen des Wettbewerbs auf den Schienenverkehrsmärktenr 34
III. Wettbewerbsbeziehungen im Personenverkehr 41
1. Verkehrsmittelwahlentscheidungen im Personenverkehr 41
2. Wettbewerbsbeziehungen im Personennahverkehr 46
a) Relevante Märkte 46
b) Marktzugang und Wettbewerb im ÖSPVr 52
c) Marktzugang und Wettbewerb im SPNV 59
3. Wettbewerbsbeziehungen im Personenfernverkehr 65
a) Entwicklung der Rahmenbedingungen 65
b) Marktabgrenzung im Personenfernverkehr 68
Exkurs: Mögliche Wettbewerbsverzerrungen zwischen SPFV und MIV 72
c) Wettbewerb zwischen Schienenverkehr und Low Cost Airlinesr 76
aa) Substitutionsbeziehungen und Marktabgrenzung 76
bb) Analyse möglicher Wettbewerbsverzerrungen 81
IV. Wettbewerbsbeziehungen im Güterverkehr 85
1. Verkehrsmittelwahlentscheidungen im Güterverkehr 85
(a) Schnelligkeit bzw. Dauer des Transportvorgangs 89
(b) Massenleistungsfähigkeit bzw. Mengenflexibilitätr 89
(c) Netzbildungsfähigkeitr 90
(d) Flexibilität 91
(e) Zeitliche Zuverlässigkeit 92
(f) Sicherheitr 92
(g) Umweltverträglichkeit 93
(h) Transportpreise bzw. Transportkosten 93
2. Wettbewerb zwischen Schienenverkehr und Binnenschifffahrtr 98
a) Substitutionsbeziehungen und Marktabgrenzungr 98
b) Analyse möglicher Wettbewerbsverzerrungen 103
3. Wettbewerb zwischen Schienenverkehr und Güterkraftverkehr 107
a) Substitutionsbeziehungen und Marktabgrenzung 107
b) Analyse möglicher Wettbewerbsverzerrungen 112
Benachteiligung der Schiene bei der Infrastrukturfinanzierung 112
Ungleichmäßige Anlastung von Wegekosten 113
Mangelnde Internalisierung externer Kosten des Straßenverkehrs 115
Einhaltung der Sozial- und Sicherheitsvorschriften – Illegale Praktiken im StraBengüterverkehrr 117
Zusammenfassende Würdigung 118
V. Zusammenfassende Bewertungr 120
1. Marktabgrenzung und Relevanz von Wettbewerbsverzerrungen im intermodalen Wettbewerbr 120
2. Wettbewerbsverzerrungen im intermodalen Wettbewerb und intramodaler Wettbewerbr 125
Literaturverzeichnis 127
Andreas Knorr: Die Bahnreform in Großbritannien 139
I. Einführung 139
II. Die Geschichte des britischen Eisenbahnwesensr 141
1. Von den Anfängen bis zur Privatisierung von British Rail (BR)r 141
2. Die Privatisierung von BR im Überblick 143
III. Die Hauptakteure im britischen Eisenbahnwesen heuter 144
1. Die Organisationsstrukturen 1994 und 2004 im Vergleich 144
2. Die Infrastrukturebene 147
a) Von Railtrack zu Network Rail 147
b) Aufgaben und Finanzierung von Network Railr 148
3. Die Betreiberebene: Schienenpersonenverkehr und Güterverkehr 149
a) Schienenpersonenverkehr: die Train Operating Companies 149
b) Schienengüterverkehr: die Freight Operating Companies 157
4. Das rollende Material: die Rolling Stock Companies 158
5. Die Regulierungsebene 160
a) Office of Rail Regulation (ORR) 160
b) Her Majesty’s Railway Inspectorate (HMRI) / Rail Accidents Investigation Branch (RAIB)r 161
6. Die Rolle der britischen Regierung (Department for Transport) 161
IV. Kritische Würdigung der Reformen 162
1. Verkehrsentwicklungr 162
2. Unfallhäufagkeit 166
3. Infrastrukturqualität und Infrastrukturinvestitionen (Netz und rollendes Material)r 170
4. Subventionsbedarf 173
5. Kernprobleme: mangelhafte Vorbereitung, institutionalisierte Fehlanreizer 176
a) Fehlanreiz Nr. 1: Explizite und/oder implizite Staatsgarantienr 177
b) Fehlanreiz Nr. 2: Interessenkollision zwischen TOC und Netzbetreiber 181
c) Sonstige Problemfelder 182
V. Fazitr 183
Literaturverzeichnis 185
Andreas Knorr: Die Bahnreform in Schweden 191
I. Einführungr 191
II. Die Geschichte des schwedischen Eisenbahnwesensr 192
1. Von den Anfängen bis zur Verstaatlichung 192
2. Die Verkehrsreformen zwischen 1963 und 1985 193
3. Entflechtung und Privatisierung von Statens Järnvägar (SJ) zwischen 1988 und 2001r 197
III. Die Hauptakteure im schwedischen Eisenbahnwesen heuter 201
1. Infrastrukturebene 203
2. Die Betreiberebene: Schienenpersonenverkehr und Güterverkehr 205
a) Personenverkehr 209
aa) Nahverkehr 210
bb) Interregionalverkehrr 211
b) Güterverkehr 213
3. Die Regulierungsebene 213
4. Die Rolle des schwedischen Staates 214
IV. Kritische Würdigung der Reformen 215
1. Verkehrsentwicklung 215
a) Personenverkehr 215
b) Güterverkehr 217
2. Unfallhäufigkeit 218
3. Zuflüsse öffentlicher Mittel 220
4. Kernprobleme 223
V. Fazitr 224
Literaturverzeichnis 225
Andreas Knorr: Der Liberalisierungsindex Bahn 2004 – eine kritische Würdigung 229
I. Vorbemerkung 229
II. Der LID Index 2004 im Überblickr 230
1. Ziele und Untersuchungsgegenstandr 230
2. Methodologie 231
a) Aufbau und Struktur des LIB Index 2004 231
b) Datenbasis 234
aa) LIB Index 2004 234
bb) COM Index 2004 235
3. Kernaussagen des LIB Index 2004 235
a) Generelle Aussagen 235
b) Länderrankings 236
III. Kritische Würdigungr 240
1. Exkurs: Indices und Indexbildung 240
a) Definition und Grundtypen 240
b) Grundlegende Probleme der Indexbildung 242
2. Gravierende methodische Probleme bei der Datenerhebung 243
3. Sachlich nicht nachvollziehbare Gewichtung der drei untersuchten Segmente des Eisenbahnmarktesr 244
4. Marktöffnung – unpräzise Messung, simplifizierende Schlussfolgerungenr 247
a) Lückenhafte Erfassung von Markteintrittsbarrieren 247
b) Systematische Überzeichnung der tatsächlichen Wettbewerbsentwicklungr 251
c) Wurden die Ziele der Liberalisierung tatsächlich erreicht? 253
IV. Fazit 254
Literaturverzeichnis 254
Verzeichnis der Autoren 256