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Gornig, G. Horn, H. Murswiek, D. (Eds.) (2007). Kulturgüterschutz - internationale und nationale Aspekte. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52525-6
; Gornig, Gilbert H.; Horn, Hans-Detlef and Murswiek, Dietrich. Kulturgüterschutz - internationale und nationale Aspekte. Duncker & Humblot, 2007. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52525-6
Gornig, G, Horn, H, Murswiek, D (eds.) (2007): Kulturgüterschutz - internationale und nationale Aspekte, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52525-6

Format

Kulturgüterschutz - internationale und nationale Aspekte

Editors: Gornig, Gilbert H. | Horn, Hans-Detlef | Murswiek, Dietrich

Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Vol. 24

(2007)

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About The Author

Gilbert H. Gornig studierte Rechtswissenschaften und politische Wissenschaften in Regensburg und Würzburg; 1979 Zweite Juristische Staatsprüfung; 1984 Promotion (Dr. iur. utriusque); 1986 Habilitation (Dr. iur. utriusque habil.); Lehrbefugnis für Öffentliches Recht, Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht; Lehrstuhlvertretungen in Mainz, Göttingen und Bayreuth. Ab 1990 Professor an der Georg-August-Universität zu Göttingen und ab 1994 Dekan. Seit 1995 Professor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Philipps-Universität Marburg, Dekan 2006–2012. 1996–2004 Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof, seit 2009 stellvertretender Richter am Hessischen Staatsgerichtshof. Forschungsschwerpunkte: Staats- und Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Europarecht.

Abstract

Seit jeher sind in kriegerischen Konflikten Kulturgüter zerstört oder als Trophäen erbeutet worden. Die 23. Staats- und Völkerrechtliche Fachtagung der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht vom 2. bis 4. November 2005 in Stuttgart-Hohenheim befasste sich mit dem internationalen und nationalen Kulturgüterschutz sowie seiner Bedeutung für die Zeugnisse deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa 60 Jahre nach Kriegsende, Flucht und Vertreibung. Im Mittelpunkt standen die Gefahren, die Kulturgütern in einem oder nach einem Krieg drohen, und die Probleme der Rückführung kriegsbedingt ins Ausland verbrachter Kulturgüter. Im Hinblick darauf wurden die Regelungen und die Instrumente, die das internationale und das nationale Recht zum Kulturgüterschutz aufweisen, sowohl in grundsätzlicher Weise als auch unter speziellen Fragestellungen behandelt. Zu Analysen der völker-, europa- und staatsrechtlichen Lage zur Bewältigung (welt)kriegsbedingter Beeinträchtigungen des Kulturgüterschutzes sowie Auseinandersetzungen mit den Schwierigkeiten seiner Umsetzung in der Praxis treten Länderberichte zu den Anstrengungen und den Defiziten des Kulturgüterschutzes in Rußland, Rumänien, Ungarn und Polen. Der Sammelband dokumentiert die gehaltenen und überarbeiteten Referate.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Foreword 7
Inhaltsverzeichnis 9
Table of Contents 11
Abkürzungsverzeichnis/List of Abbreviations 13
Gilbert H. Gornig: Der internationale Kulturgüterschutz 17
I. Einleitung 17
1. Begriff des Kulturguts 17
a) Allgemein 17
b) Kunstbegriff 20
c) Kulturgut 21
aa) Objektive Kriterien 21
(1) Körperlichkeit und Stofflichkeit 21
(2) Unterscheidung zwischen beweglichen und unbeweglichen Kulturgütern 22
(3) Objekte ohne menschlichen Schöpfungsakt 24
(4) Alter? 26
(5) Wertvolle Originale? 27
(6) Eigentum? 28
bb) Subjektive Kriterien 28
(1) Schutzwürdigkeit allgemein 29
(2) Schutzwürdigkeit im besonderen 30
cc) Resümee 31
II. Historische Entwicklung des Kulturgüterschutzes auf internationaler Ebene 32
1. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 32
2. Nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs 34
3. Resümee 36
III. Formen der Bedrohung 37
1. Krieg und Konfliktfall 37
2. Friedenszeiten 37
a) Physische Einflüsse 37
b) Zivilisatorischer Fortschritt 38
c) Kunsthandel 38
d) Desintegration 38
IV. Zuordnungsproblematik: nationale contra internationale Ebene 40
1. Nationale Zugehörigkeit 40
a) Problematik der Zuordnung von Kulturgütern 40
b) Bestimmung der nationalen Zugehörigkeit 41
2. Internationale Ebene 43
V. Organisationen und Institutionen 44
1. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization 44
2. International Institute for the Unification of Private Law 45
3. International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property 45
4. International Council on Monuments and Sites 45
5. Europarat 46
6. Europäische Union 46
7. Weitere Organisationen 48
VI. Rechtsgrundlagen des internationalen Kulturgüterschutzes 49
1. Internationale Regelungen 50
a) Weltweite Abkommen 50
aa) Haager Konvention vom 14. Mai 1954 50
bb) UNESCO-Übereinkommen vom 14. November 1970 52
cc) Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes vom 23. November 1972 53
dd) Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die Rückgabe von Kulturgütern an die Ursprungsländer vom 22. Oktober 1987 55
ee) Unidroit-Übereinkommen vom 24. Juni 1995 55
b) Europäische Regelungen 56
aa) Europäisches Kulturabkommen vom 19. Dezember 1954 56
bb) Europäisches Übereinkommen zum Schutz archäologischen Kulturgutes vom 6. Mai 1969 57
cc) Europäisches Übereinkommen über Straftaten hinsichtlich Kulturguts vom 13. Juni 1985 57
dd) Europäisches Übereinkommen zum Schutz des architektonischen Erbes Europas vom 3. Oktober 1985 58
ee) Verordnung (EWG) Nr. 3911/92 vom 9. Dezember 1992 über die Ausfuhr von Kulturgütern 58
ff) Richtlinie Nr. 93/7/EWG vom 15. März 1993 über die Rückgabe von unrechtmäßig aus dem Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates verbrachte Kulturgüter 59
gg) Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofes vom 17. Juli 1998 60
2. Bilaterale Abkommen 61
VII. Fazit 62
Abstract 63
Tobias H. Irmscher: Kulturgüterschutz im humanitären Völkerrecht 65
I. Einleitung 65
1. Der Begriff des Kulturguts 65
2. Die Anwendbarkeit in nicht-internationalen bewaffneten Konflikten 68
II. Zur Entwicklung des Kulturgüterschutzes im Kriegsvölkerrecht 68
1. Die „vorklassische“ Zeit 68
2. Die Herausbildung des modernen Kriegsvölkerrechts 70
3. Die einzelnen Kodifikationen 71
III. Der Schutz vor Zerstörung 75
IV. Der Schutz vor Wegnahme 79
V. Durchsetzungsmechanismen 82
1. Ausbildung und Instruktion 83
2. Überwachung 83
3. Unabhängige Sachverhaltsaufklärung und Streitbeilegung 84
4. Staatenverantwortlichkeit 84
5. Strafrechtliche Verantwortlichkeit 85
6. Repressalie 86
VI. Neuere Entwicklungen und Praxis im Bereich des kriegsvölkerrechtlichen Kulturgüterschutzes 87
1. Der Kambodscha-Konflikt 87
2. Die Zerstörung der Buddha-Statuen in Bamijan 88
3. Die Situation im Irak 89
VII. Zusammenfassung und Ausblick 90
Abstract 91
Ioana Eleonora Rusu: Kulturgüterzugehörigkeit im Falle von Vertreibung und Bevölkerungsaustausch 93
I. Einleitung 93
II. Vertreibung, Flucht und Bevölkerungsaustausch 93
1. Begriffe 93
2. Völkerrechtliches Vertreibungsverbot 95
a) Vorbemerkung 95
b) Völkervertragsrechtliches Vertreibungsverbot 95
aa) Haager Landkriegsordnung 95
bb) Statut des Nürnberger Militärgerichtshofs 96
cc) Genfer Abkommen zum Schutze von Zivilpersonen in Kriegszeiten 96
dd) Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords 97
ee) Europäische Menschenrechtskonvention 97
c) Völkergewohnheitsrechtliches Vertreibungsverbot 97
aa) Vertreibungsverbot 97
bb) Recht auf die Heimat 98
d) Keine Rechtfertigung der Vertreibung 99
aa) „tu quoque“ 99
bb) Repressalie 99
cc) Potsdamer Abkommen 99
3. Völkerrechtliche Würdigung eines Bevölkerungsaustausches 99
a) Argumente gegen die Zulässigkeit eines obligatorischen Bevölkerungsaustausches aus heutiger Sicht 101
b) Unzulässigkeit eines obligatorischen Bevölkerungsaustausches 102
c) Ergebnis der völkerrechtlichen Würdigung 104
4. Folge 105
III. Enteignung 105
1. Verbot der entschädigungslosen Enteignung Fremder 105
a) Völkerrechtliche Zulässigkeitsvoraussetzungen einer Enteignung 105
aa) Öffentlicher Nutzen 105
bb) Diskriminierungsverbot 106
cc) Entschädigung 106
b) Rechtfertigungsversuche 107
aa) Kriegsbeute 107
bb) Insbesondere: Potsdamer Abkommen 107
cc) Lastenausgleichszahlungen als Rechtfertigung 108
2. Verbot der entschädigungslosen Enteignung von eigenen Staatsangehörigen 108
3. Folge 108
IV. Staatensukzession und Privateigentum 109
1. Allgemein 109
2. Schicksal des Privateigentums bei Staatennachfolge 109
3. Schicksal des Staatsvermögens bei Staatennachfolge 110
4. Staatsvermögen als Verwaltungs- oder Finanzvermögen 111
5. Anwendung auf Kulturgüter 112
V. Kulturgüter 112
1. Allgemein 112
2. Zuordnung der Kulturgüter 113
a) Zuordnung nach der Zugehörigkeit zu einer unbeweglichen Einrichtung 113
b) Prinzip des Zusammenhaltens von Sammlungen 114
c) Zuordnung von Kulturgütern nach nationaler Zugehörigkeit 114
aa) Allgemein 114
bb) „district d'origine“ 116
cc) „patrimoine intellectuele“ 116
d) Die Zuordnung von Gütern nach dem Prinzip des billigen Ausgleichs 117
3. Insbesondere: Kulturgüterzugehörigkeit bei Vertreibung und Bevölkerungsaustausch 117
VI. Schluß 120
Abstract 120
Hans-Detlef Horn: Kulturgüterschutz als Staatsaufgabe – unter besonderer Berücksichtigung deutschen Kulturguts im Ausland 121
I. Politische Anfechtungen und rechtliche Anstrengungen 121
II. Internationaler Kulturgüterschutz aus national-verfassungsstaatlichem Wollen 124
III. Zum Begriff des Kulturguts 126
IV. Warum schützen wir Kulturgüter? 128
V. Die politische Dimension des Kulturgüterschutzes 130
VI. Kulturgüterschutz als Staatsaufgabe 131
VII. Kulturgüterrückführung 134
Abstract 138
Frank Fechner: Kulturgüterschutz auf europäischer Ebene 141
I. Einleitung 141
II. Kulturkompetenz der Gemeinschaft 141
III. Auswirkungen des Kulturartikels auf den Kulturgüterschutz 144
IV. Kulturgüterschutz im europäischen Sekundärrecht 145
1. Ausfuhrverordnung 147
2. Rückgaberichtlinie 148
3. Kritik an den sekundärrechtlichen Vorschriften 151
V. Umsetzung des Europarechts in nationales Recht 151
VI. Völkerrecht 152
VII. Ausblick 153
Abstract 155
Susanne Schoen: Kulturgutverluste – Ausgewählte Einzelfälle in bezug auf die aufgrund des Zweiten Weltkrieges nach Rußland verbrachten deutschen Kulturgüter 157
Abstract 166
Günter Rauer: Völkerrechtliche Aspekte der Rückführung kriegsbedingt verlagerten Kulturgutes nach Polen und Deutschland 167
I. Historie und Ausgangslage 167
II. Rechtslage 168
1. Aus Polen verschleppte Bestände 168
2. Deutsche Auslagerungsbestände 170
3. Kulturgüter aus und Archivalien aus und über die ehemaligen deutschen Ostgebiete 176
a) Museale Sammlungen, Bibliotheken 177
b) Archive 179
aa) Historische Archive 181
bb) Behördenarchive 181
(1) Zentrale Berliner Regierungsarchive 181
(2) Regionale Archive 182
(3) Archive lokaler Behörden 182
Zusammenfassung und Schlußbemerkung 184
Abstract 185
Oxana Vitvitskaya: Schutz der Kulturgüter in der Russischen Föderation 187
I. Primäre Ziele des Kulturgüterschutzes 187
II. Zum Begriff „Kulturgut“ im Völkerrecht und im russischen Recht 189
1. Zum Begriff im Völkerrecht 189
2. Verfassungsrechtliche und gesetzliche Begriffe des „Kulturgutes“ in der Russischen Föderation 190
3. Grundlagen des Kulturgüterschutzes im Rahmen des Völkerrechts und der Partnerschaft zwischen Rußland und EU 193
a) Internationale Beziehungen Rußlands im Rahmen der kulturellen Zusammenarbeit 193
b) Ausgestaltung der Beziehungen mit der EU und Perspektiven der Zusammenarbeit im Bereich des Kulturgüterschutzes im Rahmen der Zusammenarbeit EU - Rußland 194
4. Verfassungsrechtliche Grundlagen des Schutzes der Kulturgüter auf dem Territorium der Russischen Föderation 198
5. Zivilrechtlicher Schutz der Kulturgüter in Rußland 199
a) Der anfängliche Eigentumserwerb im russischen bürgerlichen Recht 199
b) Die abgeleitete Form des Entstehens von Eigentum 201
c) Vindikationsklage 202
6. Kampf gegen Diebstahl der Kulturgüter und gegen deren illegale Ausfuhr 205
a) Ausfuhr der Kulturgüter 205
b) Einfuhr der Kulturgüter 208
c) Strafrechtlicher Schutz gegen Diebstahl und Schmuggelei 209
Abstract 209
Monica Vlad: Schutz von Kulturgütern durch Rumänien 213
I. Das Problem des rumänischen Tresors in Moskau 214
II. Das Schicksal der Skulpturen von Brâncuşi 217
III. Restaurationsarbeiten der Kirchenburgen der Sachsen in Siebenbürgen 219
Abstract 222
Elisabeth Sándor-Szalay: Der Schutz fremder Kulturgüter durch Ungarn 225
I. Konjunktur des Begriffs „Kulturgut“ 225
II. Vorgeschichte des Kulturgüterschutzes in Ungarn: Phase der Zersplitterung der Rechtsinstrumente 227
1. Historisches Umfeld 227
2. Rechtshistorische Vorgaben 229
III. Völkerrechtliche bzw. gemeinschaftsrechtliche Verpflichtungen Ungarns im Bereich des Kulturgüterschutzes 231
IV. Geltendes ungarisches Recht zum Schutz der Kulturgüter 233
1. Rahmengesetz zum Schutz des kulturellen Erbes (KultSchGes - 2001) – Zielsetzung und grundlegende Bestimmungen 233
2. Gesetz über die Rückgabe illegal ausgeführter Kulturgüter (2001) 234
V. Exkurs: Kriegsbedingt verbrachte Kulturgüter – ein ungarisches Inventar 234
VI. Fazit 238
Abstract 238
Andrzej Januszajtis: Der Schutz der gemeinsamen europäischen Kulturgüter in Danzig 241
I. Einführung 241
II. Vorkriegszustand 241
III. Kriegszerstörung 242
IV. Grundsätze des Wiederaufbaus 242
V. Leistungen 243
VI. „Ideologische“ Umstände 243
VII. Fotokopienstreit 244
VIII. Zerstreute Schätze 244
IX. Auferweckung der alten Traditionen 245
X. Bedrohungen 246
XI. Druck der Gegenwart 247
XII. Gute Idee – schlechte Verwirklichung 248
XIII. Rechtsgrundlagen des Denkmalschutzes 249
XIV. Schlußbemerkungen 249
Abstract 251
Die Autoren/The Authors 253
Personenregister/List of Names 267
Sachregister/Index 269