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Eimer, M. (2010). Rechtsfragen der Bergrettung. Rechtliche Einordnung und Ansprüche der Bergrettungsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zugleich ein Beitrag zu Fragen der Nothilfe im Recht. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53369-5
Eimer, Martin. Rechtsfragen der Bergrettung: Rechtliche Einordnung und Ansprüche der Bergrettungsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zugleich ein Beitrag zu Fragen der Nothilfe im Recht. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53369-5
Eimer, M, (2010): Rechtsfragen der Bergrettung: Rechtliche Einordnung und Ansprüche der Bergrettungsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zugleich ein Beitrag zu Fragen der Nothilfe im Recht, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53369-5

Format

Rechtsfragen der Bergrettung

Rechtliche Einordnung und Ansprüche der Bergrettungsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zugleich ein Beitrag zu Fragen der Nothilfe im Recht

Eimer, Martin

Beiträge zum Sportrecht, Vol. 33

(2010)

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Abstract

Bergsport wird immer beliebter. Die zunehmende Zahl an Bergsportlern steigert aber zwangsläufig auch die Gefahr von Gebirgsunfällen und den Bedarf an organisierter Hilfeleistung für gefährdete, verunglückte oder vermisste Bergsportler. Wer ist hierfür zuständig und trägt Kosten und Risiken der häufig aufwendigen und nicht selten gefährlichen Rettungsaktionen im Gebirge?

Hilfeleistung im Gebirge erbringen meist private Bergrettungsorganisationen, die sich dabei auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder stützen. Die für diese Aufgabe in der Regel eigentlich zuständigen Gemeinden verfügen selbst nicht über entsprechende Ressourcen und greifen deshalb regelmäßig auf die Expertise der Bergrettung zurück.

Welche rechtlichen Konsequenzen aber hat die Einbindung privater Bergrettungsorganisationen in die Erfüllung öffentlicher Aufgaben und was bedeutet sie für die Verteilung von Risiken und Lasten der Rettungseinsätze? Wonach beurteilen sich die Rechtsverhältnisse der an einer Rettungsaktion Beteiligten und wie sind sie ausgestaltet? Auf welcher Grundlage und unter welchen Voraussetzungen kann die Bergrettung Ersatz von Rettungsaufwendungen und ein Bergretter Kompensation von während des Einsatzes erlittenen Schäden beanspruchen? Mit diesen Fragen setzt sich Martin Eimer innerhalb der vorliegenden Publikation erstmals vertieft auseinander.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 23
Einleitung 31
A. Anlass der Untersuchung 31
B. Fragestellungen und Gang der Untersuchung 34
C. Thematische Begrenzungen der Untersuchung 36
1. Teil: Einordnung der Bergrettung: Tatsächliche und rechtliche Grundlagen 39
1. Kapitel: Der Rettungsdienst 39
A. Begriffsbestimmungen und historische Entwicklung 39
I. Rettungswesen und Rettungsdienst – Begriffsbestimmungen 39
II. Entwicklung des Rettungsdienstes 41
B. Grundlagen des modernen Rettungsdienstes 45
I. Rechtsgrundlagen 45
1. Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen 45
2. Bundesrecht 46
a) Mustergesetzentwurf von 1973 46
b) Bundesrechtliche Vorschriften im Zusammenhang mit dem Rettungsdienst 46
3. Die Rettungsdienstgesetze der Bundesländer 47
a) Träger des Rettungsdienstes (Zuständigkeitsmodelle) 47
aa) Dezentrale Staatsverwaltung 47
(1) Kreise und kreisfreie Städte 48
(2) Rettungszweckverbände 48
bb) Direkte Staatsverwaltung 48
cc) Sonderfall: Baden-Württemberg 49
b) Durchführung des Rettungsdienstes 49
aa) Durchführende des Rettungsdienstes 49
(1) Staatliche Rettungsdienststellen 49
(2) Private Dritte: Hilfsorganisationen und private Unternehmer 50
bb) Durchführungsmodelle 51
(1) Subsidiaritätsprinzip 51
(2) Abweichende Modelle 52
(a) „Umgekehrtes“ Subsidiaritätsprinzip (NRW, SH, HH, Berlin) 52
(b) „Doppelte“ Subsidiarität (BW) 52
cc) Rechte und Pflichten der Durchführenden des Rettungsdienstes 52
c) Aufgaben des Rettungsdienstes nach den Rettungsdienstgesetzen 53
aa) Notfallrettung 54
bb) Krankentransport 54
cc) Gefahrenabwehr und Daseinsfürsorge 56
II. Die Aufgabenverteilung im Rettungsdienst 56
1. Der bodengebundene Rettungsdienst 57
a) Der allgemeine Rettungsdienst 57
b) Wasser- und Bergwacht 57
2. Die Luftrettung 57
3. Der Notarztdienst 58
III. Personal und Rettungsmittel im Rettungsdienst 60
IV. Kosten und Finanzierung des Rettungsdienstes 62
1. Kostenarten 62
2. Finanzierung 62
C. Rettungsdienst in Österreich und in der Schweiz 63
I. Österreich 63
II. Schweiz 65
2. Kapitel: Die Bergrettung 67
A. Bergrettung in Deutschland 67
I. Geschichte der Bergwacht 67
II. Die Bergwacht 68
1. Aufgaben (Satzung) 68
a) Notfallrettung und Krankentransport 68
b) Evakuierung Gefährdeter, Vermisstensuche und Totenbergung 68
c) Sonstige Aufgaben 69
2. Organisationsstrukturen 69
a) Einbindung in das Rote Kreuz und Sonderstellung der Bergwacht Schwarzwald e.V. 69
b) Einteilung der Dienstgebiete und Organisationsaufbau 70
aa) Bayern 70
bb) Baden-Württemberg 71
3. Einbindung in den Rettungsdienst 71
4. Personal, Ausbildung und Ausstattung 72
5. Kosten und Finanzierung 74
B. Bergrettung in Österreich und in der Schweiz 75
I. Österreichischer Bergrettungsdienst und Alpine Rettung Schweiz 75
II. Aufgaben 76
III. Organisation und Ausbildung 76
IV. Einbindung in das Rettungswesen 78
V. Finanzierung 79
3. Kapitel: Zusammenfassung und Ausblick 80
2. Teil: Status der Bergrettung und Rechtsnatur ihrer Rettungstätigkeiten 84
1. Kapitel: Rechtsverhältnis der Bergwacht gegenüber Patienten bei Notfallrettung und Krankentransport 85
A. Die Rechtslage im Rettungsdienst 86
I. Die Rettungsdienstgesetze 88
II. Literatur und Rechtsprechung 88
1. Literatur 88
a) Privatrechtliche Tätigkeit 89
b) Öffentlich-rechtliche Tätigkeit 89
c) Differenzierung nach Leistungsmodellen: Konzessions- und Submissionssystem 90
d) Die Rechtsfigur des selbständigen Verwaltungshelfers 96
e) Ergebnis 100
2. Rechtsprechung 102
3. Widerspruch der Ergebnisse in Literatur und Rechtsprechung? 106
a) Unterschiedlicher rechtlicher Betrachtungsmaßstab zwischen Leistungsbeziehung und Haftung? 107
b) Regelungszweck und Voraussetzungen der Amtshaftung 107
c) Schlussfolgerungen/Stellungnahme 112
4. Ergebnis 116
B. Die Rechtsnatur rettungsdienstlicher Einsätze der Bergwacht 117
2. Kapitel: Das Rechtsverhältnis der Bergwacht gegenüber Bergsportlern bei sonstigen Einsätzen 118
A. Gefahrenabwehr als allgemeine Aufgabe der Ordnungs- und Polizeibehörden 119
I. Rettung unverletzter Hilfsbedürftiger und Vermisstensuche 120
II. Die Bergung Toter 123
B. Einbindung der Bergwacht in Gefahrenabwehraufgaben der Polizei – Handeln aus Eigeninitiative 124
C. Ergebnis 128
3. Kapitel: Gesamtergebnis zur Rechtsnatur des Handelns der Bergwacht 128
4. Kapitel: Die Rechtslage in Österreich und in der Schweiz (Ausblick) 130
3. Teil: Ansprüche der Bergrettung gegenüber Hilfsbedürftigen oder Dritten auf Zahlung von Rettungsentgelten 133
1. Kapitel: Versicherungsdeckung für die Kosten eines Bergrettungseinsatzes 135
2. Kapitel: Vertraglicher Anspruch auf Zahlung eines Rettungsentgelts 138
A. Problemfelder bei der rechtsgeschäftlichen Einigung über Rettungseinsätze im Gebirge 139
I. Ablauf eines typischen Rettungseinsatzes 139
II. Rechtliche Problemstellung 141
1. Rein tatsächlicher Ablauf der Rettung contra willensgesteuertes Rechtsgeschäft 141
2. Die Lehre vom faktischen Vertrag 142
3. Rechtsprechung und Literatur zum Vertragsschluss in Nothilfefällen (Überblick) 145
a) Zeitpunkt eines möglichen Vertragsschlusses 147
b) Wirksamkeit der potentiellen Vertrags-/Willenserklärungen 148
c) Besonderheiten bei Veranlassung des Rettungseinsatzes durch Dritte 148
B. Abschluss eines Vertrages über entgeltliche Rettung 149
I. Einigung durch das Hilfeersuchen und die Zusage/Initiierung des Rettungseinsatzes 149
1. Das Hilfeersuchen des Hilfsbedürftigen als wirksames Vertragsangebot 150
a) Voraussetzungen einer wirksamen Willenserklärung 150
aa) Doppelnatur der Willenserklärung 150
bb) Der Wille als innerer Tatbestand der Willenserklärung 151
cc) Die Erklärung als äußerer Tatbestand der Willenserklärung 153
(1) Funktion des Rechtsbindungswillens und seine Bedeutung beim Hilfeersuchen 154
(2) Rechtsfolgenbezeichnung: Mindestinhalt und Wechselwirkung 158
(3) Ermittlung des Erklärungsinhalts durch Auslegung 159
b) Die Rechtsverbindlichkeit von Hilfeleistungsabreden in Notfällen 159
aa) Rechtsprechung und Literatur 159
bb) Differenzierung: Hilfeleistungsabrede zwischen Privatpersonen oder mit einer Hilfsorganisation 161
cc) Stellungnahme 162
(1) Hilfeleistungsabreden unter Privatpersonen 163
(2) Hilfeleistungsabreden mit „professionellen“ Helfern 169
c) Schlussfolgerungen für die Praxis 171
aa) Notruf als gezielte Verständigung der Bergrettung 171
bb) Hilferufe/Notsignale als nicht konkret an die Bergrettung gerichtete Hilfeersuchen 172
cc) Ergebnis 174
2. Das Hilfeersuchen eines Dritten als wirksames Vertragsangebot 174
a) Hilferufe und Notsignale, die nicht gezielt gegenüber der Bergrettung erfolgen 174
b) Notrufe und sonstige gezielte Hilfeersuchen gegenüber der Bergrettung 175
aa) Ausgangspunkt: Kein rechtsverbindliches Vertragsangebot 175
bb) Rückschlüsse aus der Rolle des Dritten auf die Rechtsverbindlichkeit des Hilfeersuchens? 176
(1) Der Dritte als Stellvertreter oder Bote 176
(2) Der Dritte als Vertragspartei 179
cc) Ergebnis 179
c) Ausnahmen vom Grundsatz des gezielten aber unverbindlichen Hilfeersuchens 179
aa) Ausdrückliche Klarstellung der Rechtsverbindlichkeit 180
bb) Besondere Interessenlagen des Dritten 182
(1) Der Dritte ist Verursacher der Notlage 183
(2) Vermisstenanzeigen und Notrufe durch Angehörige 183
(3) Notruf eines Bergkameraden 184
d) Ergebnis 186
3. Zusammenfassung 186
4. Annahme des Vertragsangebots 187
5. Ergebnis 188
II. Einigung durch Vornahme und Inanspruchnahme von Rettungshandlungen am Notfallort 189
1. Anfrage oder Vornahme erster Rettungshandlungen als Vertragsangebot der Bergrettung 189
2. Inanspruchnahme der Rettungsleistung durch den Hilfsbedürftigen als Annahme 190
3. Ergebnis 192
III. Rechtsnatur des entgeltlichen Rettungsvertrages 192
IV. Zusammenfassung – Bedeutung des Zeitpunkts des Vertragsschlusses (Ausblick) 194
3. Kapitel: Anspruch der Bergrettung auf Zahlung eines Rettungsentgelts aus Geschäftsführung ohne Auftrag 196
A. Der Grundtatbestand der (echten) Geschäftsführung ohne Auftrag 198
I. Die Besorgung eines fremden Geschäfts 199
1. Geschäftsbesorgung 199
2. Kombinierter objektiv-subjektiver Begriff der Fremdgeschäftsbesorgung (h. M.) 200
3. „Auch-fremde“ Geschäfte 203
a) Grundsatz: Anwendbarkeit der Regeln über die Geschäftsführung ohne Auftrag 204
b) Kritik am Begriff der Fremdgeschäftsbesorgung und Präzisierungsansätze 208
c) Erfordernis einer differenzierten Betrachtung 210
4. Eigeninteresse des Geschäftsführers – satzungsgemäße Hilfeleistung 211
5. Verpflichtung des Geschäftsführers zum Handeln 213
a) Extensive Handhabung des Fremdgeschäftsbesorgungsbegriffs trotz Pflichtenbindung 213
b) Kritik und Eingrenzungsbestrebungen für die Fallgruppe des pflichtgebundenen Geschäftsführers 216
aa) Überblick 216
bb) Kernpunkte der Kritik 219
(1) Interessen- und Pflichtenkonflikte 219
(2) Kollision mit und Umgehung von rechtlichen Regeln und Prinzipien 221
cc) Aufgreifen der Kritikpunkte durch die Instanzgerichte und Tendenzen des Bundesgerichtshofs 224
c) Rechtslage zum Problem des pflichtgebundenen Geschäftsführers in Österreich und der Schweiz 226
d) Zusammenfassung 228
e) Subsidiäre Anwendung der Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag bei anderweitiger Pflichtenbindung 228
aa) Der besondere Interessenausgleichszweck des gesetzlichen Schuldverhältnisses der Geschäftsführung ohne Auftrag 229
bb) Rechtstechnische Umsetzung 235
cc) Fazit 239
f) Rettungseinsätze der Bergrettung als Fremdgeschäftsführung im Sinne der Geschäftsführung ohne Auftrag 240
aa) Allgemeine Hilfeleistungspflicht 240
bb) Vertragliche Verpflichtung der Bergrettung gegenüber dem zuständigen Rettungsdienstträger 241
(1) Rettungstätigkeiten in der Form unselbständiger Verwaltungshilfe 241
(2) Rettungstätigkeit in der Form selbständiger Verwaltungshilfe 243
cc) Leistungsvereinbarungen mit den Krankenversicherungen (Sachleistungsprinzip) 246
II. Ohne Auftrag oder sonstige Berechtigung 250
1. „Amtliche Fürsorgepflicht“ 252
2. Berechtigung aufgrund nichtverbindlicher Hilfeleistungsabrede 254
III. Fazit 255
B. Die berechtigte Geschäftsführung 255
I. Nützlichkeitserfordernisse, Beurteilungsperspektive und Problemstellung 256
1. Nützlichkeit der Geschäftsbesorgung und Beurteilungsperspektive 256
2. Nützlichkeit des Geschäftsbesorgungsaufwands (Rechtsfolgenseite) und Wechselwirkung 259
3. Problemstellung: Prognoserisiko der Bergrettung zu Beginn des Einsatzes 260
II. Voraussetzungen der berechtigten Geschäftsführung 261
1. § 683 S. 1 BGB: Interesse und Wille des Geschäftsherrn (Deutschland) 261
2. Art. 422 Abs. 1 OR: Gebotenes Interesse (Schweiz) 266
3. §§ 1036, 1037 ABGB: Schadensabwehr und klarer, überwiegender Vorteil (Österreich) 268
4. Zusammenfassung 270
III. Nützlichkeit des Rettungseinsatzes – Prognoserisiken und deren Allokation 271
1. Vermeintliche Notfälle (Fehlalarm) 271
a) Beurteilung nach der jeweiligen Rechtsordnung (Beispielsfälle) 271
b) Korrekturbestrebungen 274
aa) Aufwendungsersatz gestützt auf den Rechtsgedanken des § 680 BGB 274
bb) Verschulden bzw. Zurechenbarkeit als Einschränkungskriterien 278
c) Erledigung vor Übernahme der Geschäftsbesorgung 279
d) Zusammenfassung 280
2. Zweifel an der Nützlichkeit der Durchführung des Rettungseinsatzes 281
a) Auseinanderfallen von scheinbar und tatsächlich erforderlichem Rettungsaufwand 285
b) Ungleichgewicht von Schadensrisiko und potentiellem Nutzen 286
c) Die Rettungsmaßnahme erledigt sich nach Initiierung des Einsatzes 287
aa) Geringe Erfolgswahrscheinlichkeit des Rettungseinsatzes 288
bb) Möglichkeit der Selbstrettung aufgrund einer tatsächlich geringen Gefährdung 289
cc) Bereits angelaufene Rettungsaktionen Dritter 290
d) Stellungnahme 290
aa) Perspektive des Geschäftsführers (Österreich/Schweiz) 291
bb) Perspektive des Geschäftsherrn (Deutschland) 292
(1) Vorrang des erkennbaren Willens 292
(2) Mutmaßlicher Wille und objektiv-individuelles Interesse 294
e) Fazit 300
3. Zusammenfassende Stellungnahme 302
C. Rettungsentgelt als Aufwendungsersatz aus Geschäftsführung ohne Auftrag 307
I. Gesetzeswortlaut und Gedanke der Schadloshaltung 307
II. Korrekturen in Rechtsprechung und Literatur 309
III. Begrenzung des Vergütungsanspruchs auf berufliche/gewerbliche („professionelle“) Geschäftsbesorgungstätigkeiten? 313
IV. Fazit 318
D. Gesamtergebnis 318
4. Teil: Ansprüche der Bergrettung/des Bergretters auf Schadensersatz 321
1. Kapitel: Vorvertragliche und vertragliche Haftung 321
A. Ersatz von Vermögensnachteilen aus vorvertraglicher Haftung 321
B. Ersatz von Personen- oder Sachschäden aus Vertrag 323
2. Kapitel: Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung 323
A. Vorüberlegungen 323
I. Verschuldenshaftung – Prinzip, Elemente und Funktionen 323
II. Abgrenzung der Verschuldenshaftung zu anderen außervertraglichen Haftungsgründen 326
III. Ersatz von Vermögensschäden aus unerlaubter Handlung 327
B. Struktur der Rettungsfälle – Problematik der mittelbaren Schädigung 328
I. Schadensverursachung: Hinreichende Wahrscheinlichkeit zwischen Notlagenverursachung (Erstursache) und Verletzung? 330
II. Pflichtwidrigkeit: Notlagenverursachung als rechtlich missbilligtes Verhalten? 331
III. Haftungsbegründende und haftungsausfüllende Kausalität 333
IV. Fazit und Ausblick 334
C. Überblick: Dogmatische Ansätze und Prüfung von Schadensverursachung und Pflichtwidrigkeit bei mittelbaren Schädigungen 335
I. Dogmatische Ansätze und Einordnung der Pflichtwidrigkeitsfrage 335
1. Erfolgsunrecht – Verhaltensunrecht 336
2. Die Abgrenzung von Rechtswidrigkeit und Verschulden beim Fahrlässigkeitsdelikt 339
3. Konsequenzen für Aufbau und Prüfung der Verschuldenshaftung 341
II. Handhabung der beiden Fragen bei mittelbaren Schädigungen 343
1. Schadensverursachung: Wahrscheinlichkeitsprüfung nach der Adäquanztheorie 343
a) Äquivalenztheorie 344
b) Adäquanztheorie 345
2. Pflichtwidrigkeit: Konstatierung und Verstoß gegen eine Verhaltenspflicht 347
a) Richterliche Rechtsfortbildung als Quelle der Verhaltenspflicht 347
b) Interessenabwägung als Grundlage für Inhalt und Umfang der Verhaltenspflicht 348
aa) Konkrete Gefährlichkeit des schadensursächlichen Verhaltens 350
bb) Gefahrsteuerungsaufwand des Handelnden 350
cc) Erwartungen an den Selbstschutz des Gefährdeten 350
dd) Rechtspolitische Erwägungen: Verkehrsanschauung und Sozialwert des Verhaltens 351
ee) Fehlverhalten und Fehlverhaltensgrad als Abwägungskriterien 353
3. Weitere Zurechnungsüberlegungen 355
a) Schutz- und Normzwecktheorie/Rechtswidrigkeitszusammenhang 356
b) Schutzbereich der verletzten Verhaltenspflicht 358
c) Entwicklung fallgruppenbezogener „Zurechnungskriterien“ und implizite Wertungen innerhalb der Adäquanzbetrachtung 359
d) Schutzzwecktheorie und Zurechnungskriterien als Fragen der Pflichtwidrigkeit 360
4. Zwischenfazit und Ausblick 363
5. Scheinbare Zurechnungskategorien und -elemente 364
a) „Unterbrechung des Kausalzusammenhangs“ 365
b) „Handeln auf eigene Gefahr“ 366
c) „Sozialadäquates Verhalten“ 367
d) Abgrenzung zwischen Haftung und Mitverschulden und Bedeutung des Mitverschuldensanteils für die Pflichtwidrigkeit 368
D. Die Rettungsfälle in Rechtsprechung und Literatur 369
I. Deutschland 370
1. Reichsgerichtsrechtsprechung und Herausforderungsformel des Bundesgerichtshofs 370
2. Standpunkte der Lehre 373
a) Ablehnende Standpunkte 373
b) Überwiegende Zustimmung – Begründungsansätze 375
aa) Zustimmung zur Herausforderungsrechtsprechung 375
bb) Verletzung einer eigenständigen Gefahrvermeidungspflicht 375
cc) Kombination der Begründungsansätze – Anpassung der Rechtsprechung? 378
II. Österreich 379
1. Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs 379
2. Literatur 384
III. Schweiz 385
IV. Zwischenfazit 387
E. Auswertung der Ansätze und Argumente 391
I. Schadensverursachung: Veranlassungscharakter der Notlage als hinreichend wahrscheinliche Ursache 392
II. Pflichtwidrigkeit der Notlagenverursachung 397
1. Schwächen der Herausforderungsformel 398
a) Vermeintlicher Unterschied bei rechtmäßigem Vorverhalten 398
b) Allgemeine Kritik am Pflichtwidrigkeitsurteil bei rechtmäßigem Vorverhalten 399
c) Wertungsfehler bei Anwendung der Herausforderungsformel 401
aa) Überbewertung des Herausforderungscharakters 401
bb) Vernünftigkeitserwägungen: Ausblendung der Eigenverantwortung des Helfers 406
cc) Ungeeignetheit der Unterscheidung zwischen gesteigertem und allgemeinem Risiko 408
d) Fazit 410
2. Notlagenverursachung als Verhaltenspflichtverstoß 412
a) Interessenabwägung: Einordnung und Gewichtung der relevanten Aspekte 412
aa) Konkrete Gefährlichkeit der Hilfeleistung 413
bb) Zumutbarkeit der Gefahrsteuerung durch den Notlagenverursacher 413
cc) Eigenverantwortung des Hilfeleistenden: Möglicher und zumutbarer Selbstschutz 416
dd) Fehlverhalten im Vorfeld als Abwägungskriterium 418
ee) Der sittliche Wert der Hilfeleistung als Abwägungskriterium 426
ff) Zusammenfassung 427
b) Besonderheiten der Bergrettung – eigener Lösungsansatz 428
III. Ergebnis 433
3. Kapitel: Ersatz von Schäden aus Geschäftsführung ohne Auftrag 434
A. Verschuldensunabhängige Haftung des Hilfeleistungsempfängers 434
B. Einschränkungsbestrebungen 437
I. Einschränkungskriterien mit Verschuldensbezug 438
1. Beschränkung auf tätigkeitsspezifische Risiken 438
2. Berücksichtigung des Mitverschuldens auf Seiten des Nothelfers (Geschäftsführers) 440
3. Sonstige Abwägungskriterien: Gefährdung und drohende Schäden 441
4. Ausübung des richterlichen Ermessens in der Schweiz 442
II. Reine Billigkeitserwägungen 442
1. Berücksichtigung des verfehlten Erfolgseintritts 443
2. Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse der Beteiligten 444
3. Versicherbarkeit von Nothilfeschäden 444
III. Ersatzfähige Schadensarten 445
C. Zusammenfassende Stellungnahme und Ausblick 447
4. Kapitel: Versicherungsansprüche des geschädigten Bergretters 451
A. Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz des Nothelfers 451
B. Mittelbare Besserstellung des Nothelfers in der Schweiz 453
5. Kapitel: Zusammenfassung und Gesamtbetrachtung 454
A. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 454
B. Die Verteilung von Nothilferisiken – ein Lösungsvorschlag 456
I. Bestreben der Entlastung des Nothelfers und die Konsequenzen 456
II. Lösungsvorschlag 460
1. Abgrenzung zwischen Zufallsschäden und Schäden, für die eine deliktsrechtliche Verantwortung besteht 460
2. Angemessene Berücksichtigung von Sozialversicherungsansprüchen 463
3. Konsequenzen für die Bergrettung 466
III. Schadenseintritt bei Abschluss eines Rettungsvertrages: Vertragliche Risikoübernahme? 466
Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse 469
A. Tätigkeiten der Bergrettung und Einbindung in die Erfüllung öffentlicher Aufgaben 469
B. Status der Bergrettung und Rechtsnatur ihres Handelns 470
C. Privatrechtliche Entgeltansprüche der Bergrettung 471
I. Vertraglicher Entgeltanspruch 471
II. Anspruch auf Zahlung eines Rettungsentgelts nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag 472
D. Ersatz von Nothilfeschäden 476
I. Schadensersatzanspruch aus unerlaubter Handlung 476
II. Schadensersatz nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag 477
III. Abgrenzung der deliktsrechtlichen Haftung von den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag 478
Literaturverzeichnis 480
Sachverzeichnis 492