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Bednarz, H. (2010). Demographischer Wandel und kommunale Selbstverwaltung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53333-6
Bednarz, Hendrik. Demographischer Wandel und kommunale Selbstverwaltung. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53333-6
Bednarz, H (2010): Demographischer Wandel und kommunale Selbstverwaltung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53333-6

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Demographischer Wandel und kommunale Selbstverwaltung

Bednarz, Hendrik

Tübinger Schriften zum Staats- und Verwaltungsrecht, Vol. 86

(2010)

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Abstract

Der demographische Wandel wirft im Hinblick auf die kommunale Selbstverwaltung zahlreiche Rechtsfragen auf. Die direkten Folgen des demographischen Wandels werden im Rahmen der Untersuchung genauso berücksichtigt wie die indirekten, durch Anreizwirkungen ausgelösten Effekte. Anhand einer positiven Analyse des Rechtsrahmens werden Aussagen über dessen Demographietauglichkeit im Hinblick auf die kommunale Selbstverwaltung getroffen und normativ Handlungsempfehlungen abgeleitet. Methodisch wird auch auf die ökonomische Theorie des Rechts zurückgegriffen.

Thesenartig ist festzuhalten:

1. Den Kommunen ist sowohl bei der Gestaltung ihrer Einnahmen als auch bei der Aufgabenbewältigung mehr Autonomie einzuräumen. Privatisierungsmaßnahmen sind daher zurückhaltend zu bewerten. Interkommunale Kooperation kann ein geeignetes Mittel sein, um kommunale Gestaltungsspielräume abzusichern. Verwaltungsstrukturen sind auch in demographischer Hinsicht weiterzuentwickeln.

2. Hauptstellschraube ist die Stärkung der kommunalen Einnahmeseite. Um Anreize für einen ruinösen Wettbewerb der Kommunen um Einwohner zu reduzieren, ist insbesondere die demographische Abhängigkeit des kommunalen Finanzausgleichs zu reduzieren und dieser näher am realen Kostenverlauf zu orientieren.

3. Das verwaltungsrechtliche System ist in kommunalrechtlicher Hinsicht partiell demographieuntauglich.
The demographic change causes a lot of legal problems concerning local self-government. This study is focused on both the direct and the indirect, incentive based effects of the demographic change. On the basis of a positive analysis of the legal setting conclusions are deduced. They show in how far the legal setting sufficiently prepares the municipalities for the challenges of the demographic change. Further on, in a normative dimension, the study offers legislative recommendations. Besides using classic legal methods the study is also based on the Economic Theory of Law.

Summary of the results:

- Local self-government is to be reformed by strengthening local autonomy with regard to both local revenues and local responsibilities. Therefore privatization is an instrument which, if used at all, should be used with caution. Cooperation between communities can be a solution to anticipate further losses of local latitude. Administrative structures have to be improved, especially with regard to the demographic change.

- Most important is to invigorate the income of the communities. To reduce incentives for a ruinous competition for inhabitants especially the demographic dependence of the municipal financial equalization has to be minimized. Instead of an inhabitants based calculation it is necessary to readjust calculation to a system based on real costs.

- Regarding the legal setting of municipalities, the German administrative system, in parts, is unable to deal with the upcoming challenges caused by the demographic change.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 21
Kapitel 1: Einführung 25
A. Der demographische Wandel im Raum 25
I. Dimensionen und Ausmaße des demographischen Wandels 25
1. Die Ausgangssituation 25
2. Mögliche künftige Entwicklung nach der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung 26
a) Die Annahmen der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung 26
b) Ergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung 26
3. Räumliche Ausdifferenzierung des demographischen Wandels 27
II. Szenario des demographischen Wandels im Raum 28
B. Die juristische Aufarbeitung des demographischen Wandels 30
I. Alternsgerechte Gesellschaft 30
II. Generationengerechtigkeit 31
III. Kommunalwissenschaftliche Beiträge der Rechtswissenschaft 32
C. Demographischer Wandel: Herausforderung für die kommunale Selbstverwaltung 32
Kapitel 2: Fragestellung und Gang der Untersuchung 34
A. Untersuchungsgegenstand und -methodik 34
I. Ausgangspunkt: Kommunaler Wettbewerb um Ressourcen 34
1. Wettbewerb als Mittel zur Erreichung einer effizienten Güterallokation 34
2. Verhältnis von Wettbewerb und Staat 35
a) Staatlicher Zwang und bürgerliche Freiheit 35
b) Wettbewerb innerhalb des Staatsgefüges? 36
3. Kommunen im Wettbewerb um Ressourcen 36
II. Der Untersuchungsgegenstand 37
III. Die ökonomische Theorie des Rechts 38
1. Gegenstandsbereich 38
2. Grundannahmen der ökonomischen Theorie des Rechts: Das ökonomische Paradigma 38
3. Ökonomische Theorie des Rechts und kommunale Selbstverwaltung 40
B. Gang der Arbeit 41
Kapitel 3: Die kommunale Aufgabenstruktur 44
A. Aufgabenstruktur der Städte und Gemeinden 44
I. Freie bzw. freiwillige Selbstverwaltungsaufgaben 44
II. Weisungsfreie Pflichtaufgaben bzw. pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben 45
III. Pflichtaufgaben nach Weisung bzw. Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises 46
1. Monistisches Modell 46
2. Dualistisches Modell 47
B. Die Kreisaufgaben 47
I. Selbstverwaltungsaufgaben (Aufgaben des eigenen Wirkungskreises) 48
1. Übergemeindliche Aufgaben 49
a) Originäre Kreisaufgaben (Existenzaufgaben) 49
b) Kreisintegrale Aufgaben 49
2. Ergänzungsaufgaben 49
3. Ausgleichsaufgaben 50
II. Staatliche Verwaltung 50
Kapitel 4: Die kommunale Einnahmebeschaffung im Lichte des Verfassungsrechts 51
A. Städte und Gemeinden im föderalen System 51
B. Die Finanzverfassung nach dem Grundgesetz 51
I. Gesetzgebungskompetenz 51
1. Überblick 51
2. Verfassungsrechtliche Anforderungen an kommunale Abgabenerhebung 52
II. Ertragshoheit 53
III. Verwaltungskompetenz 54
C. Die Bestandteile der kommunalen Finanzhoheit\r 55
I. Abgabenhoheit 55
II. Ausgabenhoheit 55
III. Haushalts- und Planungshoheit 56
D. Kommunale Finanzquellen und ihre Funktionsweisen 56
I. Originäre Ertragskompetenzen aus Steuern 56
1. Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 56
2. Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 57
3. Aufkommen aus den Realsteuern: Gewerbesteuer und Grundsteuer 58
a) Gewerbesteuer 58
b) Grundsteuer 59
4. Örtliche Verbrauchs- und Aufwandsteuern 60
5. Grunderwerbsteuer 61
II. Staatliche Zuweisungen 61
1. Kommunaler Finanzausgleich 61
a) Gesetzliche Grundlagen 61
b) Ziele 62
c) Struktur 63
(1) Die Finanzausgleichsmasse 63
(2) Vollziehung: Schlüssel-, Bedarfs- und Zweckzuweisungen 63
(a) Schlüsselzuweisungen 63
(b) Bedarfszuweisungen 65
(c) Zweckzuweisungen 65
2. Erstattung für vom Bund veranlasste Ausgaben 65
a) Sonderlastenausgleich, § 106 VIII GG 65
b) Ausgaben für Geldleistungsgesetze des Bundes, Art. 104a III GG 66
3. Investitionshilfen, Art. 104b (Art. 104a IV a.F.) GG 66
III. Gebühren und Beiträge 66
1. Gebühren 66
2. Beiträge 68
3. Sonderabgaben 69
IV. Andere Einnahmequellen 70
1. Wirtschaftliche Betätigung 70
2. Public Private Partnership 70
V. Kreditfinanzierungsmöglichkeiten 70
1. Kreditfinanzierung i. S. d. Gemeindehaushaltsverordnungen 71
a) Kreditaufnahme als Rechtsgeschäft 71
b) Rechtliche Zulässigkeit von Kreditaufnahmen 71
2. Kassenkredite 72
Kapitel 5: Einnahmen und Ausgaben der Städte und Gemeinden unter den Bedingungen des demographischen Wandels 73
A. Ausgangspunkt: Konjunkturelle und ökonomisch-strukturelle Faktoren werden durch bevölkerungsstrukturelle Veränderungen überlagert 73
I. Kommunale Einnahmesituation 73
II. Die Ausgaben 75
III. Schuldenstand und Finanzierungssalden 75
1. Schuldenentwicklung 75
2. Entwicklung der Finanzierungssalden 76
3. Sonderrolle der Kassenkredite 76
IV. Ausblick: Mögliche Folgen der Finanzkrise aus Sicht von Städten und Gemeinden 77
B. Effekte des demographischen Wandels auf die Einnahmen 77
I. Einnahmeverluste 77
1. Steuereinnahmen 78
a) Einkommensteuer 78
b) Gewerbesteuer 79
c) Umsatzsteuer 80
2. Gebühren 80
a) Mögliche Grenzen für Gebührenerhöhungen 81
b) Fazit: Einnahmeausfälle 82
3. Zuweisungen der Länder im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs 83
4. Kreditfinanzierungsmöglichkeiten 84
II. Produktivitätszuwächse bewirken langfristiges Wachstum 84
III. Zusammenfassung: Bevölkerungsverluste & Einnahmen 85
C. Effekte des demographischen Wandels auf die Ausgaben 86
I. Infrastruktur 86
1. Netzinfrastruktur 87
a) Direkte Kosten des demographischen Wandels 87
b) Indirekte Kosten des demographischen Wandels 89
2. Punktinfrastruktur 89
II. Sozialausgaben 90
III. Verwaltung 91
IV. Zusammenfassung: Bevölkerungsverluste & Ausgaben 91
D. Auswirkungen des demographischen Wandels: Einnahmen-Ausgaben-Saldo und Problemidentifizierung 92
I. Saldo aus Einnahmen und Ausgaben 92
II. Probleme in der Praxis 92
1. Kostenremanenzen 92
2. Ruinöser Wettbewerb um Einwohner 94
3. Wachsende Disparitäten zwischen finanzstarken und -schwachen Kommunen 95
E. Zusammenfassende Thesen: Zur kommunalen Finanzsituation unter den Vorzeichen des demographischen Wandels 96
Kapitel 6: Indizierte kommunalpolitische Reaktionsstrategien zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen 97
A. Offensive und defensive Instrumente kombinieren 97
I. Defensiv: Angebote der Nachfrage anpassen 98
II. Offensiv: Attraktivität schaffen 99
B. Zukunftsprozesse initiieren, wo herkömmliche Ansätze versagen 100
C. Passgenaue, integrierte Konzepte entwickeln 101
Kapitel 7: Demographietauglichkeit als juristisch geprägter Begriff 103
A. Die kommunale Selbstverwaltungsgarantie des Art. 28 II GG 103
I. Inhalt der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie 103
II. Die Ausgestaltungsbefugnis der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie und ihre Schranken 104
1. Wesensgehaltsgarantie 105
2. Vorrangige Zuständigkeit der Kommunen 106
B. Versuch der juristischen Ermittlung einer demographischen Grenzbelastung 106
I. Anspruch einer angemessenen Finanzausstattung 106
II. Versuch der Bezifferung einer demographischen Grenzbelastung 108
1. Stand der Rechtsprechung 108
a) Rechtsprechung des Thüringischen Verfassungsgerichtshofs 109
b) Die „Neulietzegöricke“-Entscheidung des Brandenburgischen Verfassungsgerichts 111
c) Landesverfassungsgericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern 113
d) Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen 114
(1) Erste Phase: Mitte der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre 114
(2) Zweite Phase: Neuere Rechtsprechung 115
e) Sächsischer Verfassungsgerichtshof 116
f) Verfassungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt 116
g) Zusammenfassender Überblick: Zwei Lager in der Rechtsprechung 117
(1) Das kommunenfreundliche Lager 117
(2) Das landesfreundliche Lager 118
2. Zwischenüberlegung zu den Möglichkeiten der Gerichte und des Rechts 118
3. Versuche der juristischen Konkretisierung einer kommunalen Mindestfinanzausstattung 119
4. Kritik an einer numerischen Festschreibung der freien Spitze 121
5. Zwischenfazit: Demographische Grenzbelastung als Frühwarnsystem 122
C. Indirekte Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Ausgabenseite: Ruinösen Wettbewerb um Einwohner vermeiden 124
I. Zur Bedeutung des interkommunalen Wettbewerbs vor dem Hintergrund der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie 125
1. Grundsätzliche Bedeutung des interkommunalen Wettbewerbs 125
2. Kriterien für einen ruinösen Wettbewerb 125
II. Möglichst breite und ausgeglichene Risikostreuung 125
III. Folgelastenproblematik nicht verschleiern 126
D. Kriterien für ein demographietaugliches kommunales Finanzsystem 126
Kapitel 8: Auswirkungen eines überdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgangs gemessen am Maßstab der demographischen Grenzbelastung 127
A. Methodische Vorüberlegungen 127
I. Grundsätzliche Überlegungen zur freien Spitze 127
II. Zwei mögliche Ansätze zu einem Erkenntnisgewinn 128
1. Rechnerischer Grundansatz 128
2. Mikrobetrachtungsweise: Gemeindespezifischer Ansatz 129
3. Makrobetrachtungsweise: Modellhafter Ansatz 129
4. Stärken-Schwächen-Analyse beider Ansätze 130
5. Vorgehen im Hinblick auf die aufgeworfene Fragestellung 130
III. Erfassung der Ausgaben für Pflichtaufgaben 131
IV. Benennung relevanter demographischer Veränderungsprozesse 132
1. Gedanklicher Ausgangspunkt: Altersspezifische Nachfragestruktur 132
a) Kleinkinder und junge Menschen im bildungsrelevanten Alter 133
b) Menschen im Erwerbsleben 133
c) Ältere Menschen im Rentenalter 133
2. Bevölkerungsstrukturelle Veränderungen 133
3. Mittelbarer Einfluss des demographischen Wandels 134
4. Bereits gefasste (teilweise) demographisch motivierte politische Entscheidungen 134
B. Überlegungen zur Entwicklung der Ausgaben für Pflichtaufgaben unter den Bedingungen des demographischen Wandels 134
I. Die Ausgabenstruktur heute 134
1. Altersgruppenspezifische Kostenanteile für Pflichtaufgaben 134
2. Die freie Spitze heute 140
3. Altersspezifischer Gesamtausgabenanteil nach Aufgabenbereichen 144
II. Bevölkerungsstrukturelle Veränderungen 144
1. Rein rechnerische Erfassung 144
2. Korrekturfaktoren 147
a) Sozialleistungen 147
b) Krankenhauswesen 148
c) Schulen 148
d) Städteplanung, Bauordnung, Vermessung 148
e) Straßen 149
f) Abwasser- und Abfallentsorgung 149
g) Weitere Aufgabenbereiche 149
h) Stärkere Einnahmeausfälle für stark schrumpfende Gemeinden 149
III. Mittelbarer Einfluss des demographischen Wandels 150
IV. Demographisch motivierte politische Entscheidungen 150
C. Fazit: Die freie Spitze schrumpft 151
Kapitel 9: Die Demographietauglichkeit der kommunalen Aufgabenstruktur 156
A. Potentielle Demographieuntauglichkeit 156
I. Autonomiegehalt 156
II. Ausgabenintensität 157
III. Intensität des demographischen Faktors 157
IV. Zwischenergebnis 159
B. Tatsächliche Demographieuntauglichkeit 159
I. Grundansätze für Reformmaßnahmen 159
1. Veränderung der ausgabenrelevanten gesetzlichen Vorgaben 159
2. Lockerung gesetzlicher Vorgaben 160
3. Aufgabenentzug 160
II. Im Fokus: Mehr Autonomie wagen 161
1. Diskussionszyklen um kommunale Standards 161
2. Problemspezifizierung 162
a) Allgemein 162
(1) Begriff 162
(2) Funktion 162
(3) Ursachen der Normdichte 163
(4) Folgen der Standarddichte 164
b) Konkret: Normdichte im Rahmen der kommunalen Sozialhilfeaufgaben 167
(1) Kommunale Zuständigkeit für die Sozialhilfe 167
(2) Anteil der Entscheidungen mit Ermessens- oder Beurteilungsspielräumen 168
(a) Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt 168
(b) Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 169
(c) Hilfen zur Gesundheit 169
(d) Hilfe zur Pflege 169
(e) Eingliederungshilfe für behinderte Menschen 169
(f) Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten 170
(g) Zwischenergebnis 170
3. Überlegungen zur Rückführung kommunaler Standards bei der Sozialhilfe 170
a) Zum Vorbehalt des Gesetzes 171
b) Rückführung kommunaler Standards im Bereich der Sozialhilfe ändert faktisch wenig 172
III. Im Fokus: Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Aufgabenentzug 173
1. Vorprüfung: Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft 173
2. Wesensgehaltsgarantie 174
3. Gründe des Gemeinwohls 174
IV. Teilergebnis 176
C. Zusammenfassende Thesen 176
Kapitel 10: Demographietauglichkeit gängiger Reformansätze zur Erreichung einer effizienteren Aufgabenerledigung 178
A. Allgemeine Vorüberlegungen 178
I. Ausgangspunkt: Verengung des finanziellen kommunalen Handlungsspielraums 178
II. Voraussetzung jeder Reformstrategie: Neue Handlungsspielräume für die Kommunen und demokratische Integration 178
B. Strategie: Vergrößerung kommunaler Gebietskörperschaften und Kommunalisierung von Staatsaufgaben – Demographietauglichkeit aktueller Verwaltungsreformvorhaben 179
I. Grundansätze aktueller Reformvorhaben am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns 180
1. Funktionalreform 180
2. Territorialreform 180
II. Aufgabenkommunalisierung und Schaffung größerer Verwaltungseinheiten unter Effizienzaspekten 181
1. Funktionalreformansatz 181
2. Territorialreformansatz 182
a) Optimale Betriebsgröße 183
b) Anforderungen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie 183
III. Fazit zur Demographietauglichkeit aktueller Verwaltungsreformstrategien 186
1. Der Gesetzentwurf 186
2. Das Urteil des Landesverfassungsgerichts 188
3. Überlegungen nach dem Urteil 188
C. Strategie: Privatisierung öffentlicher Aufgaben durch die Kommunen 189
I. Neues ordnungspolitisches Grundverständnis: Vom Leistungs- zum Gewährleistungsstaat 189
II. Folgen der Privatisierung eines Aufgabenbereichs 190
1. Vorüberlegungen 190
a) Öffentliche Aufgaben als Privatisierungsgegenstand 190
b) Aufgabenverantwortung und Aufgabenerfüllung 190
2. Organisationsprivatisierung (formelle Privatisierung) 191
3. Funktionale Privatisierung 192
a) Allgemein 192
b) Speziell: Public Private Partnership 193
4. Aufgabenprivatisierung (materielle Privatisierung) 193
III. Privatisierungsmaßnahmen zugängliche Aufgabenbereiche 194
IV. Fazit zur Demographietauglichkeit einer Privatisierungsstrategie 194
D. Strategie: Interkommunale Kooperation 196
I. Interkommunale Kooperation als vermeintliches Allheilmittel 196
II. Demographietauglichkeit interkommunaler Kooperation 197
1. Kommunale Handlungsspielräume und demokratische Beteiligung 197
2. Interdisziplinarität 197
III. Bestandsaufnahme: Interkommunale Kooperation im Rahmen des öffentlichen Rechts 198
1. Verfassungsrechtliche Grundlagen 198
2. Typen interkommunaler Zusammenarbeit 199
a) Arbeitsgemeinschaften 199
b) Zweckverbände 200
(1) Freiverband 201
(2) Pflichtverband 201
c) Öffentlich-rechtliche Vereinbarung 202
(1) Delegierende Vereinbarung 203
(2) Mandatierende Vereinbarung 203
d) Verwaltungsgemeinschaften 203
e) Stadt-Umland-Verbände 204
f) Höhere Kommunalverbände 206
3. Systematisierungsversuch der Typen interkommunaler Zusammenarbeit nach Aufgabenbestand und dem Grad rechtlicher Verselbständigung 207
a) Entwicklung einer Kooperationstypenmatrix 207
b) Systematisierung der Kooperationstypen anhand der Kooperationstypenmatrix 207
IV. Die Kehrseite interkommunaler Kooperation 209
1. Einschränkung kommunaler Selbstverwaltungsbefugnisse 209
2. Aufgabe von Wettbewerbsvorteilen 210
V. Fazit zur Demographietauglichkeit interkommunaler Kooperation 211
1. Kommunale Handlungsspielräume und demokratische Teilhabe 211
a) Interkommunale Kooperation nicht in jedem Fall demographietauglich 211
b) Demokratische Beteiligung 211
(1) Verfassungsrechtliche Anforderungen: Demokratische Legitimation 211
(2) Kommunale Integrationsfähigkeit 212
(3) Speziell: Formen direkter Bürgerbeteiligung 212
2. Interdisziplinarität 213
E. Fazit 213
I. Zusammenfassende Thesen 213
1. Allgemeine Maxime 213
2. Territorial- und Funktionalreformen 214
3. Privatisierungsstrategien 214
4. Interkommunale Kooperation 215
II. Schlussfolgerungen 215
III. Weiterer Forschungsbedarf: Flexibilität als Leitmotiv umsetzen 215
1. Optimale Betriebsgrößen 216
2. Die Funktion der Landkreise 216
Kapitel 11: Demographietauglichkeit des kommunalen Einnahmesystems im Lichte bestehender Anreizmechanismen 218
A. Parameter zur Bestimmung potentieller Demographieuntauglichkeit 218
I. Demographisch-funktionale Betrachtung: Intensität des demographischen Faktors 219
II. Aufkommensstärke 219
III. Autonomiegehalt 219
B. Potentielle Demographieuntauglichkeit der kommunalen Einnahmequellen 220
I. Intensität des demographischen Faktors 220
II. Aufkommensstärke 222
1. Steuern 222
2. Staatliche Zuweisungen 223
3. Gebühren und Beiträge 224
4. Zusammenfassende Darstellung 224
III. Autonomiegehalt 224
1. Staatliche Zuweisungen 224
2. Originäre Steuerertragskompetenzen 225
3. Weitere originäre Einnahmequellen: Entgelteinnahmen 226
IV. Zusammenschau 226
C. Tatsächliche Demographieuntauglichkeit 227
I. Grundansätze für Reformmaßnahmen 227
1. Risiken als Preis für die kommunale Selbstverwaltung akzeptieren 227
2. Ausfallrisiken auf mehrere Säulen verteilen 228
3. Passgenaue Lösungsstrategien ermöglichen 229
4. Kommunale Mindestfinanzausstattung sichern 229
II. Im Fokus: Risikoverteilung optimieren 229
1. Gegenstand der Besteuerung 230
2. Verteilungsmodalitäten 230
3. Gewichtung der Steuereinnahmen 231
a) Grundsteuer 231
b) Umsatzsteueranteil 232
c) Gewerbesteuer 233
III. Im Fokus: Mehr Autonomie wagen 233
1. Bestehende Gestaltungsspielräume ausbauen 234
2. Neue Gestaltungsspielräume erschließen 234
a) Einkommensteuer 234
b) Umsatzsteuer 235
3. Zuweisungspraxis i. R. d. kommunalen Finanzausgleichs 235
IV. Im Fokus: Reform des kommunalen Finanzausgleichs 236
1. Methodik der Ermittlung des kommunalen Finanzbedarfs 236
2. Kostenverteilung nach Gemeindegrößen 237
3. Möglichkeiten einer demographietauglicheren Bedarfsermittlung 239
a) Die fiskalische Funktion sicherstellen 239
(1) Ausgangsfeststellung: Einwohnerzahl als unverzichtbarer Indikator 239
(2) Umgang mit Kleingemeinden 239
(3) Diseconomies of scale in Großstädten 240
b) Die allokative Funktion sicherstellen: Ausgleich zentral-örtlich bedingter Sonderbedarfe 240
(1) Ausgangsfeststellung: Die Einwohnerveredelung als praktikables Instrument 240
(2) Möglichkeiten zur Reduktion des demographischen Faktors 241
(3) Exkurs: Grundlinien eines neuen Zentrale-Orte-Ansatzes 242
c) Zusammenfassung: Der neue kommunale Finanzausgleich 243
D. Zusammenfassende Thesen 244
Kapitel 12: Gesamtfazit zur Demographietauglichkeit des Verwaltungsrechts im Hinblick auf die kommunale Selbstverwaltung 245
A. Leitsätze 245
B. Weiterer Forschungsbedarf 247
I. Ständiges Demographie-Monitoring 247
II. Mikrobetrachtungsweise 247
III. Optimale Größe von Verwaltungseinheiten 248
C. Endergebnis: Partielle Demographieuntauglichkeit 248
Anhang: Daten und Gesprächsnotizen 249
Anhang I: Voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung in Deutschland 251
Anhang II: Expertengespräche 255
A. Eine Zusammenlegung von Kommunen erscheint unvermeidlich 255
B. Kommunen stehen im Wettbewerb um Attraktivität 257
C. Pirna geht es derzeit relativ gut – die Zukunft erscheint ungewiss 259
Anhang III: Projekt: Demographie im Landkreis Reutlingen 262
Anhang IV: Die kommunale Einnahmesituation 265
Anhang V: Material zur Abschätzung von Ausgabenszenarien 272
Literaturverzeichnis 279
Internetquellen 295
Sachverzeichnis 296