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Scheer, C.(Ed.) (2010). Die deutschsprachige Wirtschaftswissenschaft in den ersten Jahrzehnten nach 1945. Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXV. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53436-4
and Scheer, Christian. Die deutschsprachige Wirtschaftswissenschaft in den ersten Jahrzehnten nach 1945: Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXV. Duncker & Humblot, 2010. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53436-4
Scheer, C (ed.) (2010): Die deutschsprachige Wirtschaftswissenschaft in den ersten Jahrzehnten nach 1945: Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXV, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53436-4

Format

Die deutschsprachige Wirtschaftswissenschaft in den ersten Jahrzehnten nach 1945

Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXV

Editors: Scheer, Christian

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 115/XXV

(2010)

Additional Information

Book Details

Abstract

Die Herrschaft des Nationalsozialismus brachte für die deutsche Wirtschaftswissenschaft einen gewaltigen Aderlaß und ein weitestgehendes Erliegen des internationalen Gedankenaustausches. Die Jahre nach Ende des Krieges und der Gewaltherrschaft waren demzufolge Jahre eines Neubeginns in mehrfacher Hinsicht, methodisch, inhaltlich und personell. Es galt, Stillstand und Zurückbleiben zu überwinden und Anschluß zu finden an die internationale Entwicklung des ökonomischen Denkens. Der Ausschuß für die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften (Dogmenhistorischer Ausschuß) hat sich mit dieser bislang noch kaum untersuchten Nachkriegsphase auf seiner 22. und seiner 23. Tagung beschäftigt. Der vorliegende Band enthält die überarbeiteten Fassungen der Referate. Analysiert werden sowohl Institutionen als auch Persönlichkeiten, die die Entwicklung von Forschung und Lehre in den ersten Jahrzehnten nach 1945 entscheidend geprägt haben.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 23
Heinz Rieter: Die Anfänge der Wirtschaftswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Personen, Institutionen, Konflikte 25
I. Zur Entstehungsgeschichte der Freien Universität Berlin 27
II. Die Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft 34
1. Aufbau und personelle Besetzung 34
2. Belastungs- und Bewährungsproben 63
a) Edgar Salins Rückzug 63
b) Von der ReWi-Fakultät zur WiSo-Fakultät 66
c) Freie Universität Berlin contra Technische Universität Berlin 80
d) ‚Braune‘ Schatten der Vergangenheit 84
aa) Albrecht Forstmann 85
bb) Friedrich Bülow 92
cc) Joachim Tiburtius 106
ee) Karl C. Thalheim 133
ff) Andreas Paulsen und Oskar Klug 151
3. Ein Leipziger Netzwerk? 177
Quellenverzeichnis 180
1. Archivalien 180
2. Literatur 182
Volker Caspari: Die Entwicklung der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main von 1946 bis 1970 201
Die ersten Jahre nach Kriegsende 201
Ausbau und Normalisierung 204
Die „Sechziger Jahre“ 208
Die Gruppe um Heinz Sauermann 210
Die Gruppe um Fritz Neumark 214
Die Frankfurter Schule der sozialwissenschaftlichen Statistik 217
Die Wirtschaftspolitik 218
Eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung von der Wiedereröffnung bis in die 60er Jahre 219
Warum verlor die Frankfurter Volkswirtschaftslehre ihre hervorragende Stellung? 221
Der „Frankfurter Beitrag“ zur VWL 224
Anhang: Absolventen der WiSo Fakultät und deren Berufungen 230
Quellenverzeichnis 231
Karl Häuser: Erich Schneider und die deutsche Nationalökonomie nach dem Zweiten Weltkrieg 235
Vorbemerkung 235
I. Vita und Biographisches 237
II. Zur Rolle Schneiders für die Volkswirtschaftslehre in Deutschland 249
1. Der Außenseiter als Präzeptor einer neuen Volkswirtschaftslehre in Deutschland 250
2. Die „Bibel“ und der Keynesianismus 257
3. Internationalität 265
4. Der Lehrer 270
5. Öffentliche Wahrnehmung und Wirtschaftspolitik 273
6. Der Vorsprung schwindet 278
III. Schneider und die Dogmengeschichte 282
1. Schneider als Dogmenhistoriker 282
2. Schneiders Beiträge zur Theorie 283
Quellen 286
1. Ungedruckte Quellen 287
2. Literatur 287
Heinz Grossekeuler: Walter Eucken (1891 –1950) 291
I. Leben 291
1. Biographische Daten 291
2. Einflüsse aus dem sozialen und philosophischen Umfeld 292
3. Wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Einflüsse 296
II. Werk 298
1. Einfluß der Historischen Schule und Lösung von ihr: die Frühschriften 298
2. Zeitliche Lenkung des Wirtschaftsprozesses: die „Kapitaltheoretische(n) Untersuchungen“ als Keimzelle ordnungstheoretischen Denkens 300
a) Vorbemerkungen 300
b) Erkenntnistheoretische Basisüberlegungen 302
c) Kapital- und zinstheoretische Basisüberlegungen 310
d) Der Einfluß der Wirtschaftsordnung auf die zeitliche Lenkung des Wirtschaftsprozesses 312
3. Ausbau der methodischen Überlegungen zur Entwicklung der Ordnungstheorie: die „Grundlagen der Nationalökonomie“ 316
4. Lenkungsprobleme in der Wettbewerbsordnung: die „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“ als Programm für die Ordnungspolitik der Nachkriegszeit 321
5. Offene Fragen: die Ordnung des Wettbewerbs im politischen Kräftefeld und das Implementationsproblem 326
III. Wirkungen 329
Literaturverzeichnis 334
Helge Peukert: Wilhelm Röpke (1899–1966): Ein aufrechter deutscher Volkswirt 343
Röpkes Weltanschauung 345
Wirtschaftstheorie und Elemente einer rationalen Wirtschaftspolitik 347
Konjunkturtheorie und Krisendiagnose 349
Die deutsche Nachkriegsentwicklung (1945–1966) 351
Die europäische Herausforderung 355
Röpkes Gegenwartsbedeutung 356
Literaturverzeichnis 358
Hans Christoph Binswanger: Walter Adolf Jöhr (1910–1987) 363
I. Übersicht über Lebenslauf und Werk 363
II. Die sozialpsychologische Erklärung konjunktureller Prozesse 366
III. Die Bedeutung des Werturteils in der Nationalökonomie 369
IV. Vom Sinn der Dogmengeschichte 373
Literaturverzeichnis 380
Michael North: Friedrich Lütge (1901–1968) 383
Biographie 383
Wissenschaftliches Werk 386
Wissenschaftsorganisator 390
Literaturverzeichnis 395
Harald Hagemann: Die Remigration deutschsprachiger Wirtschaftswissenschaftler nach 1945 399
I. Einleitung 399
II. Die ‚Stunde Null‘: Ex ante und ex post 405
III. Remigration in die Bundesrepublik Deutschland 414
IV. Remigration in die Deutsche Demokratische Republik 429
V. Remigration in die Bundesrepublik Österreich 434
VI. Schlußbetrachtungen 441
Literaturverzeichnis 444
Dieter Schneider: Das Entstehen der Betriebswirtschaftslehre und das zeitweise Aufeinanderzuschreiten von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre nach 1950 451
Problemstellung 451
I. Das Entstehen eines Nebeneinanders von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre 452
II. Produktions- und Kostentheorie als Auslöser für das Aufeinanderzuschreiten von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre 462
1. Erste Schritte eines Aufeinanderzuschreitens in der Produktions- und Kostentheorie nach 1932 462
2. Aufeinanderzuschreiten, Nebeneinander und Abwenden nach 1950 467
III. Das Verhältnis von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre nach dem Zweiten Weltkrieg bis um 1960 470
IV. Sind Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre auf dem Weg zu einer einheitlichen Wirtschaftswissenschaft? 477
Literaturverzeichnis 479
Jörg Bibow: Zur (Re-)Etablierung zentralbankpolitischer Institutionen und Traditionen in Westdeutschland: Theoretische Grundlagen und politisches Kalkül (1946 –1967) 491
I. Einleitung und Überblick 491
II. Die Alliierten schaffen Tatsachen 493
III. Grundgesetzauftrag und erste Vorstellungen zu seiner Erfüllung seitens der Adenauer-Regierung und der Bank deutscher Länder 506
IV. Ende der ABC-Kontrolle und Übergangsgesetz vom 10. August 1951: das Präjudiz 514
V. Die Haltung der deutschen Nationalökonomie zur Gestaltungsaufgabe 522
1. Wirtschaftstheoretische Grundpositionen zur ideellen Gestaltung von Wirtschaft und Währung 522
2. Wirtschaftspolitische Gutachten und Ratschläge von Expertengremien 541
3. Die Unabhängigkeitsfrage in der allgemeinen Diskussion 549
VI. Einflußsicherung über Auftrag oder Persönlichkeit: Ludwig Erhard als Verfechter der Zentralbankunabhängigkeit? 553
VII. Karl Schiller und das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz: der verspätete Siegeszug des Keynesianismus? 562
VIII. Zentralbankunabhängigkeit in der öffentlichen Meinung und aus Sicht der Interessenverbände: Fairer Wettbewerb der Public Relations? 565
IX. Zusammenfassung 576
Ungedruckte Quellen aus folgenden Archiven 578
Gedruckte Quellen 578
Literaturverzeichnis 579
Heinz-Peter Spahn: Vermögensmärkte, Investitionen und Beschäftigung. Ein Rückblick auf die keynesianische Phase in der angebotstheoretischen Konzeption des Sachverständigenrates 589
I. Einführung 589
II. Zur Vorgeschichte: Von der modernen zur alten Theorie monetärer Kontrolle 592
III. Von Say zu Schumpeter: Die Führungsrolle der Angebotsseite beim SVR und in der Kieler Schule 594
IV. Zins und Investition: Von der Idee einer intertemporalen Güterallokation zur These der Dominanz von Unsicherheit und Liquiditätspräferenz 598
V. Der Fall reiner Nachfragestörungen: Die Skepsis gegenüber nachfragepolitischer Therapie 602
VI. Der Fall originärer Angebotsprobleme: Zurückhaltende Lohnpolitik zur Linderung der Unsicherheiten in der Investitionsentscheidung 606
VII. Zur empirischen Entwicklung während der DM-Dollar-Krise: Löhne, Zinsen und der Realkasseneffekt 611
VIII. Ein Resümee 614
Anhang: Die personelle Zusammensetzung des SVR (kursiv: Vorsitz) 617
Literaturverzeichnis 618