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Hoffmann, R. (2011). Infrastrukturfinanzierung des Bundes. Denkanstoß zu den Hafenlasten in den Bund-Länder-Beziehungen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53410-4
Hoffmann, Reinhard. Infrastrukturfinanzierung des Bundes: Denkanstoß zu den Hafenlasten in den Bund-Länder-Beziehungen. Duncker & Humblot, 2011. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53410-4
Hoffmann, R, (2011): Infrastrukturfinanzierung des Bundes: Denkanstoß zu den Hafenlasten in den Bund-Länder-Beziehungen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53410-4

Format

Infrastrukturfinanzierung des Bundes

Denkanstoß zu den Hafenlasten in den Bund-Länder-Beziehungen

Hoffmann, Reinhard

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 1178

(2011)

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About The Author

Prof. Dr. Reinhard Hoffmann, geboren 1936 in Dresden, studierte Rechtswissenschaften, zuletzt an der Universität Hamburg. 1971 folgte der Ruf auf eine Professur der neu gegründeten Universität nach Bremen (für Öffentliches Recht, Kollektives Arbeitsrecht). 1976 wurde er zum Staatsrat des neuen Ressorts Wissenschaft und Kunst (ab 1983 auch für Bildung) in Bremens Senat bestellt. Von 1995 - 2005 amtierte Hoffmann als Chef der Senatskanzlei Bremen. Hoffmann war durch sein Staatsamt u. a. Mitglied im Fernsehrat des ZDF, in Aufsichtsgremien für bremenports sowie JadeWeserPort.

Abstract

Aus Anlass aktueller Kontroversen und des Prüfauftrags des Bundesverfassungsgerichts von 1999 wird die öffentliche Finanzierung der deutschen Seehäfen-Infrastrukturen auf den Prüfstand gestellt. Auf Basis vieler Details zur faktischen Realität sowie Normierung, in der historischen Entwicklung ebenso wie hinsichtlich der sozioökonomischen Voraussetzungen, entsteht eine Vielfalt neuer Fragestellungen und Erkenntnisse. Die traditionelle Problemlösung als dezentraler Sonderweg für die gesamtstaatliche Aufgabe verstößt nach dem zwischenzeitlichen Wegfall ihrer wesentlichen Ursachen gegen die föderative Gleichbehandlung der Länder. Die identische, gleichrangige Funktion der Seehäfen als intermodale "punktuelle" Knotenpunkte des Wasserstraßennetzes ("Seebahnhöfe") im Fernverkehrssystem, als dem maßgeblichen Referenzrahmen, begründet neu die zentralstaatliche Infrastrukturverantwortung und eine (Allein-)Finanzierungspflicht des Bundes für die von den Ländern verantworteten Seehäfen: ein Denkanstoß für die anstehende Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen ab 2019/20.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
I. Aktuelle Problem- und Fragestellungen 11
1. Aktuelle Veranlassungen 11
2. Neue Überprüfung erforderlich 17
II. Kompetenzen und Finanzierung in bundesstaatlicher Tradition 19
1. Aufgaben und Ausgaben-Lasten 19
2. Seehäfen-Kompetenzen 20
3. Bundesverfassungsgericht zur Finanzierung von Hafenlasten 21
4. Diskussionsstand 24
a) Sind Hafenlasten „Sonderlasten“? 26
b) Die Instrumente der Bund-Länder-Finanzbeziehungen 29
c) „Traditionsargumentation“ 30
III. See-Hafen und Wasserstraße 34
1. Definition des See-Hafens 34
2. Abgrenzung von Hafen und Wasserstraßen 35
a) Wasserstraßen 36
b) Hafen und Wasserstraße 37
aa) Staatsvertrag von 1921 38
bb) Bundeswasserstraßengesetz 43
cc) Öffentlichrechtliche Zuordnung und Allgemeininteresse 51
c) Hafen im Wasserstraßen-Verkehrs-Netz 52
3. Hafen-Infrastruktur und -Suprastruktur 55
IV. Wirtschaftliche Funktion der Seehäfen – als öffentliche Aufgabe 58
1. Wirtschaftliche Funktion 58
2. Öffentliche Aufgabe 60
3. Gesamtstaatliche Dimension 63
4. Zwischenergebnis Kapitel IV 66
V. Wandel in Wirtschaft und Recht – die historischen und zukünftigen Entwicklungen 67
1. Allgemeine Verfassungslage, Finanz- und Steuersystem 70
2. Gesamt-Verkehrssystem 74
3. Entwicklung von Hafen-Wirtschaft und -Finanzierung 79
4. Seeverkehr und Außenhandel – Quantensprung seit zwanzig Jahren 84
5. Spezifische Bedingungen der Hansestädte 90
a) Hanseatische Identitätsprägung durch Wahrnehmung der gesamtstaatlichen Aufgabe: Seeverkehr 90
b) Finanzierung der Hafenlasten und Staatsverschuldung 93
c) Von der Häfen-Konkurrenz zur Kooperation 102
6. Fazit der Entwicklungen: Sonderweg der nationalen Seehäfen-Verantwortung 104
VI. Grundgesetz und Verkehr 110
1. Gesamt-Verkehrssystem und Verkehrssektoren – Mobilität und Staatsfunktionen 110
2. Eisenbahnen 115
3. Bundes-Fern-Straßennetz 120
4. Luftverkehr 122
5. Wasserstraßen 127
6. Zwischenergebnis: Fernverkehr unter Bundeskompetenz 129
VII. Rechtslage der Seehäfen 132
1. Fragestellung 132
2. Allgemeine bundesstaatliche Kompetenzverteilung nach dem Grundgesetz 133
3. Länderkompetenzen 134
4. Seehäfen und Bundeskompetenzen 137
a) Art.74 Abs.1 Nr.21 GG und die Seehäfen 138
aa) Explizite – positive oder negative – Einbeziehung oder Ausklammerung der Seehäfen in Art.74 Abs.1 Nr.21 GG 139
bb) Die Gesetzgebungs-Materien „Schifffahrt“ und „Wasserstraßen“ 144
cc) Kompetenzrecht und finanzwirtschaftliche Regelung in der Ursprungsfassung des Grundgesetzes 148
dd) Binnenhäfen 155
b) Art.27 GG als Kompetenzgrundlage? 156
c) Art.73 Abs.1 Nr.5 GG als Kompetenzgrundlage? 158
d) Küstenschutz als Kompetenzgrundlage? 161
e) Art.89 GG 162
aa) Art.89 Abs.1 GG 162
bb) Art.89 Abs.2 Satz 1 GG 162
cc) Art.89 Abs.2 Satz 2 GG 164
(1) Textliche und historische Interpretation des Art.89 Abs.2 Satz 2 GG 164
(2) Praxis der Ermächtigungs-Anwendung: Umsetzung im Seeaufgabengesetz 169
dd) Zwischenergebnis zu Art.89 GG 178
VIII. Bundeshäfen und sonstige Aktivitäten des Bundes 180
1. Bundeshäfen 180
a) Schutzhäfen 181
b) Fährhäfen 185
c) Bundesmarinehäfen und Bundespolizeihafen 189
d) Bundes-Seehäfen-Abgabenverordnung 190
e) Bundesbeteiligungen 190
2. Sonstige Aktivitäten des Bundes 194
a) Wirtschaftsförderung des Bundes 194
b) Bundesverkehrswege mit Anteilen an der Hafeninfrastruktur 198
c) Raumordnungsgesetz des Bundes 200
d) Kooperation Bund – Land: Gemeinsame einheitliche Hafenordnung 202
e) „Gemeinsame“ Seehafenpolitik des Bundes 203
f) Einwirkungen des EU-Rechts auf die nationale Kompetenzverteilung 207
g) Gesamtschau der Zuständigkeiten und Aktivitäten des Bundes 208
IX. Die Regelung der Seehafen-Lasten in den Bund-Länder-Finanzbeziehungen unter dem Grundgesetz 213
1. Instrumente bundesstaatlicher Finanzierungen (Kategorien und Volumina/Größenordnungen) 214
a) Kategorien und Instrumente für „Zahlungen des Bundes an die Länder“ 215
b) Quantitative Größenordnung von Belastungen und Finanzströmen (Volumina) 217
2. Entwicklung der bundesstaatlichen Finanzverfassung unter dem Grundgesetz 221
3. Hafenlasten im bundesstaatlichen Finanzausgleich 229
a) Die Entwicklung der Hafenlasten-Abgeltung seit 1945/49 229
b) Die Seehafen-Lasten innerhalb des horizontalen Finanzausgleiches 238
aa) Bedeutung des Art.104a Abs.1 GG 239
bb) Bedarf und „Sonderlast“ im bundesstaatlichen Finanzausgleich 242
(1) Fiskalische Äquivalenz nicht gegeben 242
(2) Faktoren des finanzverfassungsrechtlichen Ausgleichssystems 244
(3) Definition von „Sonderlast“ 246
(4) Alternative Interpretation zur Systematik des Finanzausgleichs 250
(5) Maßstäbegesetz 252
(6) Seehafenstandort begründet strukturelle Eigenart der Landesstaatlichkeit 256
(7) Technik der Abgeltung im Finanzausgleich 259
cc) Verfassungskonforme einfache Gesetzgebung statt rechtsschöpferischer „Tradition“ 260
dd) Die Rechtslage seit 2005 263
c) Zwischenergebnis zur bisherigen verfassungsrechtlichen „Akzeptanz“ der horizontalen Seehafenlasten-Abgeltung 263
X. Verfassungskonforme Seehafen-Finanzierung im Rahmen der bundesstaatlichen Aufgaben- und Finanzierungsverteilung 266
1. Die maßgebenden Grundlagen und Rahmenbedingungen für die verfassungskonforme Finanzierung der deutschen Seehäfen 266
2. Der neue volkswirtschaftliche Sachverhalt 267
3. Gesamtes Fern-Verkehrssystem als maßgeblicher Referenzrahmen 271
4. Für gesamtstaatliche Aufgabe auch gesamtstaatliche Finanzierung 274
5. Exkurs: Privatisierung keine Lösung 278
6. Föderative Gleichbehandlung begründet verfassungsrechtliche Verpflichtung des Bundes zur Alleinfinanzierung der Seehäfen 280
a) Bundesstaatliche Alternativen für den Träger der gesamtstaatlichen Ausgabenlast 281
b) Keine Zuordnung der Finanzierungsverantwortung zur Ländergesamtheit 283
c) Zentralstaatliche Finanzierungslast des Bundes 284
d) Trennung zwischen dezentraler Aufgabenkompetenz und zentralstaatlicher Finanzierung 287
7. Fazit: Konstitutive verfassungsrechtliche Verpflichtung des Bundes – Empfehlung für deklaratorische Ergänzung im Grundgesetz 290
XI. Instrumentelle Umsetzung der obligatorischen Alleinfinanzierung des Bundes 293
1. Allgemeiner Rahmen und Anforderungen für die Auswahl geeigneter Instrumente 293
2. Innerhalb des Rahmens des bundesstaatlichen Finanzausgleichs 298
3. Eine neue Gemeinschaftsaufgabe 305
4. Alternative Varianten der instrumentellen Regelung außerhalb des Verfassungsbereichs 311
5. Regelung des geeigneten Instrumentariums im Grundgesetz 314
XII. Zusammenfassung der Ergebnisse (Kurzfassung) 316
Literaturverzeichnis 327