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Nehls, H (2011). Der Zins-Pass-Through deutscher Geschäftsbankengruppen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52407-5
Nehls, Hiltrud. Der Zins-Pass-Through deutscher Geschäftsbankengruppen. Duncker & Humblot, 2011. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52407-5
Nehls, H 2011. Der Zins-Pass-Through deutscher Geschäftsbankengruppen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52407-5

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Der Zins-Pass-Through deutscher Geschäftsbankengruppen

Nehls, Hiltrud

Schriften des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Vol. 78

(2006)

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Book Details

Abstract

Der Zins-Pass-Through, also die Geschwindigkeit, mit der Geschäftsbanken einen Geldmarktimpuls an ihre Kunden weitergeben, ist aus zwei Gründen wirtschaftspolitisch relevant. Zum einen ist er eine wichtige Determinante für die Wirksamkeit der Geldpolitik, da er die erste Stufe der geldpolitischen Transmission darstellt. Zum anderen lässt er auf den Wettbewerb auf dem Bankenmarkt schließen. In der vorliegenden Arbeit wird die Weitergabe von Zinsimpulsen in theoretischer, institutioneller und empirischer Hinsicht untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, ob sich Großbanken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften und Regionalbanken in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit unterscheiden. Dabei werden jeweils die Zinsen von vier Retail-Produkten geprüft. Zunächst wird der theoretische Rahmen der empirischen Messung entwickelt. Flankierend werden die aus der Literatur bekannten Determinanten des Zins-Pass-Through zusammengestellt. An ihnen orientiert werden die vier Institutsgruppen verglichen. Die empirische Analyse erfolgt im Rahmen eines Panel-Fehlerkorrekturmodells. Insgesamt zeigen die Schätzungen, dass Großbanken und Sparkassen fast gleich - und deutlich schneller als Regional- und vor allem Genossenschaftsbanken - auf Geldmarktimpulse reagieren. Erklärt werden kann dies durch institutionelle Unterschiede und die jeweilige Ausrichtung auf Geschäftsfelder und Kundengruppen. Bei den Sparkassen wären jedoch größere Ähnlichkeiten mit den Kreditgenossenschaften als mit den Großbanken zu vermuten gewesen. Die sofortige Anpassung der Hypothekenzinsen in allen untersuchten Bankengruppen kann als Hinweis darauf gelten, dass der Wettbewerb im deutschen Bankenmarkt grundsätzlich funktioniert, allerdings je nach Produkt in unterschiedlicher Intensität.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Danksagung 6
Inhaltsverzeichnis 7
Verzeichnis der Tabellen 10
Verzeichnis der Schaubilder 12
Verzeichnis der Übersichten 13
Verzeichnis der Abkürzungen 14
Verzeichnis der Variablen 15
Problemstellung und Aufbau der Arbeit 17
Erstes Kapitel: Die theoretische Basis des Zins-Pass-Through 22
1. Der modelltheoretische Rahmen des Zins-Pass-Through 22
1.1 Die Bank als Unternehmung: Das Monti-Modell 23
1.2 Die Reduktion des Monti-Modells: Der Mark-up als Preissetzungskonzept 28
1.3 Pass-Through-Modelle in der empirischen Analyse 31
2. Verzögerungen der Geschäftsbanken-Reaktion 34
2.1 Motive für einen langsamen Zins-Pass-Through 35
2.1.1 Kosten der Zinsanpassung 36
2.1.2 Die Hausbankbeziehung 38
2.2 Bedingungen für einen langsamen Zins-Pass-Through 40
2.2.1 Wettbewerbsintensität 41
2.2.2 Struktur der Bankenrefinanzierung 42
2.2.3 Gewinnorientierung 43
2.2.4 Bankengröße 44
3. Differenzierung der Zinsen: Zeitliche Zinsstruktur 45
3.1 Theoretische Erklärung der Zinsstruktur 45
3.2 Phasen des Zins-Pass-Through 47
4. Kritische Würdigung und Zusammenfassung der Ergebnisse 48
4.1 Festlegung von Retail-Zinsen in der Praxis 49
4.2 Vernachlässigung von Risikoaspekten 49
4.3 Schlussfolgerungen für die Messung des Zins-Pass-Through 51
Zweites Kapitel: Institutionelle Rahmenbedingungen der Geschäftsbankengruppen in Deutschland 53
1. Übersicht: Der Bankensektor in Deutschland 53
1.1 Systematik der Kreditinstitute 54
1.2 Das Drei-Säulen-System des deutschen Geschäftsbankensektors 56
1.3 Kurzcharakterisierung der untersuchten Bankengruppen 58
1.3.1 Großbanken 58
1.3.2 Regionalbanken 59
1.3.3 Der Sparkassensektor 61
1.3.4 Der Genossenschaftsbankensektor 63
1.4 Größenvergleich der „Drei Säulen“ 66
2. Vergleich der Bankengruppen im Hinblick auf Determinanten des Zinssetzungsverhaltens 67
2.1 Institutionelle Eigenschaften 68
2.1.1 Regionalprinzip 68
2.1.2 Staatliche Garantien 70
2.1.3 Gewinnorientierung 71
2.2 Intensität des Wettbewerbs 72
2.2.1 Marktdurchdringung 73
2.2.2 Bedeutung des Retail-Geschäfts in der Gesamtstrategie 75
2.2.3 Folgerungen für das Wettbewerbsverhalten 77
2.3 Struktur der Refinanzierung 78
2.4 Betriebskosten 80
3. Schlussfolgerungen für die Determinanten des Zins-Pass-Through 81
Drittes Kapitel: Empirische Messung des Zins-Pass-Through 83
1. Die verwendeten Daten 83
1.1 Auswahl der Marktzinsen für das Zins-Pass-Through-Modell 84
1.1.1 Charakterisierung der Geld- und Kapitalmarktzinsen 84
1.1.2 Wahl des Marktzinses 87
1.2. Der Datensatz für die Retail-Zinsen 89
1.2.1 Auswahl der verwendeten Reihen aus der FMH-Datenbank 90
1.2.2 Die verwendeten Datenreihen 93
1.2.3 Ökonometrische Verwendbarkeit des Datensatzes 97
1.3 Der FMH-Datensatz in seiner Eigenschaft als Datenfeld 100
2. Schätzung des undifferenzierten Modells 102
2.1 Der Zins-Pass-Through als Fehlerkorrekturmodell 102
2.2 Spezifizierung des Modells 105
2.2.1 Lag-Bestimmung 105
2.2.2 Homogenität versus Heterogenität in Panel-Zeitreihen 107
2.2.2.1 Die Wahl des Schätzansatzes in Abhängigkeit vom Homogenitätsgrad 107
2.2.2.2 Test der Homogenitätsannahme 109
2.2.3 Interdependenzen bei den Paneleinheiten (Between Group Dependence) 112
2.2.3.1 Das Problem der Between Group Dependence 112
2.2.3.2 Der Schätzansatz nach Zellner 113
2.2.4 Stationarität und Kointegration 114
2.2.4.1 Prüfung der Stationaritätseigenschaften 114
2.2.4.2 Prüfung der Kointegration 117
2.4 Schätzung des undifferenzierten Modells und Diskussion der Ergebnisse 118
2.5 Das undifferenzierte Modell mit „längeren“ Geldmarktzinsen 123
3. Die nach Bankengruppen differenzierte Schätzung 128
3.1 Spezifizierung des differenzierten Modells 128
3.2 Die Reaktionen der Bankengruppen auf geldpolitische Impulse 129
3.3 Die Reaktionen der Bankengruppen auf Impulse durch den Geld- oder Kapitalmarkt 134
4. Schlussfolgerungen 137
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 138
4.2 Diskussion 138
4.3 Erweiterungsmöglichkeiten 139
Viertes Kapitel: Fazit und Ausblick 142
Anhang 145
1. Beschreibung der untersuchten Produkte 145
2. Im Datensatz erfasste Banken 148
3. Herleitung des Panel-Fehlerkorrekturmodells aus einem ARDL-Modell der Ordnung (2,2) 150
Literaturverzeichnis 151
Sachregister 161