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Wild, F. (2004). Die Bewältigung des Pflegerisikos in Skandinavien. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51332-1
Wild, Frank. Die Bewältigung des Pflegerisikos in Skandinavien. Duncker & Humblot, 2004. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51332-1
Wild, F, (2004): Die Bewältigung des Pflegerisikos in Skandinavien, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51332-1

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Die Bewältigung des Pflegerisikos in Skandinavien

Wild, Frank

Sozialpolitische Schriften, Vol. 87

(2004)

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Abstract

Demographische Veränderungen als Folge einer steigenden Lebenserwartung und einer sinkenden Geburtenrate stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor das Problem des wachsenden Anteils Pflegebedürftiger. Frank Wild untersucht die Behandlung des Pflegerisikos in Schweden, Norwegen und Dänemark. Analysiert werden sowohl die Formen der finanziellen Absicherung als auch die historische und gegenwärtige Entwicklung der Betreuung Pflegebedürftiger. Dabei stellt der Autor heraus, dass die Wohlfahrtskosten der nordischen Pflegeabsicherung, überwiegend resultierend aus der Zusatzlast der Besteuerung und der ausgeprägten Universalität des Systems, erheblich sind. Hinsichtlich der Angebotsstruktur der Pflegeversorgung wird ein Widerspruch zu den allgemein-theoretischen Lehrsätzen aufgezeigt und die Existenz von Fehlallokationen aufgrund der Zuständigkeitsverteilung offenbart.

Das Buch liefert Interessierten eine Fülle von theoretischem und empirischem Material. Es erweitert die Debatte über das soziale Absicherungssystem in Deutschland um die Erfahrungen der nordeuropäischen Länder.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 17
Abbildungsverzeichnis 19
Abkürzungsverzeichnis 21
A. Einleitung 23
I. Problemstellung 23
II. Ziel der Arbeit 24
III. Aufbau der Arbeit 25
B. Das Risiko der Pflegebedürftigkeit 28
I. Die medizinische Sichtweise 28
II. Pflegerisiko und Pflegeunsicherheit 32
III. Rechtfertigung staatlicher Einflussnahme 33
1. Staatliche Fürsorge bei fehlender Versicherungspflicht 34
2. Pflegeabsicherung bei Abwesenheit staatlicher Fürsorge 35
3. Gründe für Marktversagen und Marktunvollkommenheiten 37
a) Negative externe Effekte 37
b) Präferierung der häuslichen Pflege 38
4. Finanzielle Pflegeabsicherung als meritorisches Gut 39
a) Fehlerhafte Risikobewertung durch die Individuen 40
b) Asymmetrische Informationsverteilung 42
5. Zusammenfassung 44
IV. Mögliche Finanzierungsformen 45
1. Varianten der freiwilligen Absicherung 45
2. Private Pflegepflichtversicherung 47
3. Die Pflegeabsicherung als Sozialversicherung 50
4. Finanzierung aus dem allgemeinen Steueraufkommen 54
5. Zusammenfassung 57
C. Die demographische Situation in Skandinavien 59
I. Überblick über die Entwicklung der Altersstruktur 59
II. Geburtenrate und Lebenserwartung 62
III. Migration 64
1. Wirkungen internationaler Migration 64
2. Migration und Einwanderungspolitik in Skandinavien 66
IV. Auswirkungen der demographischen Entwicklung 68
1. Folgen für den Arbeitsmarkt und das Humankapital 69
2. Wirkungen auf Konsum und Ersparnis 70
3. Folgen für den Staatshaushalt 71
4. Direkte Konsequenzen für die Absicherung des Pflegerisikos 72
D. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Skandinavien 74
I. Die Wirtschaft Skandinaviens 74
1. Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftsleistung 74
2. Privatisierungen und Deregulierungen 77
3. Der öffentliche Sektor 78
a) Das Skandinavische Wohlfahrtsmodell 78
b) Die öffentlichen Ausgaben 81
c) Die öffentlichen Einnahmen 82
d) Staatsschuld und Intergenerational Accounting 84
e) Nachteile der nordischen Wohlfahrtspolitik 88
II. Die Wirtschaft und die Fiskalpolitik Schwedens 90
1. Aufbau des Wohlfahrtsstaates 90
2. Krisen und Reformen 91
3. Lage am Ende des 20. Jahrhunderts 93
III. Die Wirtschaft und die Fiskalpolitik Norwegens 95
1. Ein Überblick 95
2. Erdölressourcen und Erdölfonds 96
3. Reformbedarf und Reformansätze 98
IV. Die Wirtschaft und die Fiskalpolitik Dänemarks 99
1. Strukturwandel und Ausdehnung öffentlicher Leistungen 99
2. Krisen und Reformen 100
3. Die Lage am Ende des 20. Jahrhunderts 102
V. Pflegesystem und Wirtschaft 103
1. Stabilität und Dynamik der Pflegevorsorge 103
2. Zur Frage der mittel- und langfristigen Stabilität der Pflege in Nordeuropa 104
E. Die Finanzierung der Pflege in Skandinavien 106
I. Das System der sozialen Sicherung 106
1. Ein Überblick über die soziale Absicherung 106
2. Die Sozialversicherung in Schweden und Norwegen 107
3. Die soziale Absicherung in Dänemark 110
II. Die Absicherung des Pflegerisikos über die Sozialversicherung 111
1. Die Absicherung über die Sozialversicherung in Schweden 112
a) Die Frührente (Förtidspension) 112
b) Der Behindertenzuschlag (Handikappersättning) 114
c) Der Pflegezuschuss (Vårdbidrag) 115
d) Der Assistentenzuschuss (Assistansersättning) 116
e) Zusammenfassung 119
2. Die Absicherung über die Sozialversicherung in Norwegen 120
a) Die Behindertenrente (Uførepensjon) 120
b) Die Grundunterstützung (Grunnstønad) 121
c) Die Unterstützungshilfe (Hjelpstønad) 122
d) Zusammenfassung 123
III. Die Absicherung durch den Zentralstaat in Dänemark 124
1. Die Frührente (Førtidspension) 124
2. Die Betreuungszulage (Bistandstillæg) und die Pflegezulage (Plejetillæg) 126
3. Zusammenfassung 127
IV. Die Absicherung des Pflegerisikos durch die Kommunen 127
1. Kommunale Struktur und kommunale Selbstverwaltung 128
2. Die Finanzierung kommunaler Aufgaben 134
a) Die Finanzierungsstruktur 134
b) Steuerautonomie vs. Finanzausgleich 137
3. Die kommunale Einkommensteuer 138
4. Die Probleme der Finanzierung der kommunalen Leistungserstellung 140
V. Gesamtwirtschaftliche Wirkungen einer steuerfinanzierten Pflege 142
1. Das Steuersystem der nordischen Länder 143
a) Die Besteuerung des Einkommens 143
b) Allgemeine und spezielle Verbrauchbesteuerung 149
c) Sonstige Steuerarten 149
2. Die Zusatzlast der Besteuerung 150
3. Die Zusatzlast der kommunalen Einkommensteuer und der Sozialversicherungsbeiträge 152
4. Moral hazard Verhalten im System der Pflegeabsicherung 154
VI. Analyse von distributiven Aspekten 155
1. Interpersonelle Umverteilung 156
2. Intertemporale Umverteilung 157
3. Intertemporale und interpersonelle Umverteilung im Vergleich 158
4. Bewertung der Umverteilung 159
VII. Selbstbeteiligungen der Pflegebedürftigen in Nordeuropa 160
1. Der Umfang der Selbstbeteiligungen 160
a) Ein Überblick 160
b) Der ambulante Sektor 161
c) Der stationäre Sektor 162
d) Selbstbeteiligungen und Wohngeld 163
e) Determinanten des Selbstbeteiligungsumfanges 164
2. Die Wirkungen von Selbstbeteiligungen 166
a) Verteilungswirkungen 166
b) Finanzierungswirkung und allgemeine Steuerungseffekte 167
c) Intersektorale Wirkungen 169
d) Wirkungen im stationären Sektor 170
e) Wirkungen im ambulanten Sektor 171
VIII. Vereinheitlichung vs. individuelle Freiheit 172
F. Die Ökonomie der Pflegeleistungserstellung 175
I. Private vs. öffentliche Produktion 175
1. Vergleich bezüglich der Arbeitsanreize 175
2. Auswirkungen der unterschiedlichen Eigentumsrechte 177
3. Die Wirkungen von Wettbewerb 179
4. Zielfunktion öffentlicher Unternehmen 179
II. Marktversagen bei der Produktion von Pflege 180
1. Pflege als öffentliches Gut 180
2. Externe Effekte 181
3. Qualitätssicherung als Rechtfertigung für eine öffentliche Produktion 182
4. Pflegeversorgung auf dem Markt eines natürlichen Monopols 187
5. Schlussfolgerung 188
G. Die Angebotsstruktur in Skandinavien 190
I. Ein Überblick 190
II. Öffentliche Produktion von Pflegegütern 191
1. Staatliche Qualitätskontrolle bei privater Produktion 191
2. Qualitätssicherung bei öffentlicher Produktion 193
III. Private Pflegeunternehmen 195
1. Entwicklung und Wirkungsradius der privaten Pflegeunternehmen 195
a) Private Pflegeleistungen in Schweden 195
b) Private Pflegeleistungen in Norwegen und Dänemark 196
c) Ursachen der zunehmenden Bedeutung von privaten Anbietern 198
2. Die privaten Pflegeanbieter 199
3. Formen der Privatisierung 202
a) Das Ausschreibungsmodell 202
b) Das Auftraggeber-Auftragnehmer-Modell 203
c) Das Voucher- oder Konsumtionsmodell 204
d) Privatisierungsformen und kommunale Verantwortung 205
4. Privatisierung und Gesellschaft 206
IV. Die Träger der Pflegeleistungen im empirischen Vergleich 208
1. Gegenüberstellung von Kosten, Effizienz und Produktivität 208
2. Vergleich der Arbeitsverhältnisse 211
H. Historische und gegenwärtige Entwicklung des Pflegesektors in Skandinavien 213
I. Die historische Entwicklung der Pflegeversorgung 213
1. Die Pflege- und Altenfürsorge bis 1950 213
2. Geschichte des stationären Sektors seit 1950 215
a) Ein allgemeiner Überblick über die Entwicklung 215
b) Die Entwicklung der Pflegeheime 218
c) Entwicklung des Versorgungsgrads 220
3. Geschichte des ambulanten Sektors seit 1950 222
a) Ein Überblick über die Entwicklung 222
b) Entwicklung des Versorgungsgrads 223
4. Entwicklung der Pflegequalität seit 1970 225
II. Ein Überblick über das gegenwärtige Pflegeangebot 228
1. Pflegeausgaben und Versorgungsgrad 228
2. Die Ausrichtung der Pflegeversorgung 229
3. Bedarfsprüfung bei der Pflegefürsorge 230
4. Pflegeausrichtung und Pflegekosten – ein Erklärungsversuch 231
III. Die Pflege im ambulanten Sektor 231
1. Ein Überblick über das Angebot an ambulanten Leistungen 231
2. Häusliche Hilfe und häuslicher Dienst 233
3. Krankenpflege 234
IV. Pflege im stationären Sektor 235
1. Das Angebot an stationären Leistungen 235
2. Die Bedeutung der stationären Pflegeformen 237
V. Das Qualitätsniveau der Pflegeversorgung in Nordeuropa 240
1. Kennzahlen der Pflegequalität 240
2. Das Problem der Warteschlangen 242
3. Sonstige Qualitätsprobleme 244
VI. Die informelle Pflege 246
1. Die ökonomische Theorie der informellen Pflege 246
a) Altruistische Beweggründe für die informelle Betreuung 247
b) Informelle Pflege als eigennütziges Verhalten 248
2. Die Bedeutung der informellen Pflege in Nordeuropa 249
a) Überblick über den Umfang der informellen Fürsorge 249
b) Ursachen für die geringere Bedeutung der informellen Pflege 252
3. Öffentliche Geldleistungen für informelle Betreuungstätigkeit 256
VII. Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte 258
1. Ungleichgewicht aufgrund der Marktstruktur 259
2. Die Spezifik der Lohnbildung der öffentlichen Hand 260
3. Begründung durch die Suchtheorie 261
4. Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte in Nordeuropa 262
a) Ein Überblick 262
b) Die Lohnbildung der Kommunen 264
5. Lösungs- und Reformversuche 266
I. Zusammenfassung 268
J. Anhang 273
1. Ergänzung zu Kapitel C. 273
2. Ergänzung zu Kapitel D. 275
3. Ergänzung zu Kapitel E. 278
4. Ergänzung zu Kapitel H. 280
Literaturverzeichnis 287
Sachwortverzeichnis 315