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Politik - Wesen, Wiederkehr, Entlastung

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Skirl, M. (2005). Politik - Wesen, Wiederkehr, Entlastung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51500-4
Skirl, Miguel. Politik - Wesen, Wiederkehr, Entlastung. Duncker & Humblot, 2005. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51500-4
Skirl, M (2005): Politik - Wesen, Wiederkehr, Entlastung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51500-4

Format

Politik - Wesen, Wiederkehr, Entlastung

Skirl, Miguel

Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Vol. 138

(2005)

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Abstract

Während der bei Nietzsche kulminierenden Entwicklung sickerte langsam die Politik in dessen anfänglich politikfreie Wiederkunftslehre. Die Politik der Wiederkunft ist das, was nach dem Ende aller Metaphysiken und allen Glaubens noch möglich ist. Damit enthüllt sich das Wesen der Politik als Nihilismus.

Diese "Kritik der reinen Politik" kann dann den Weg der Politik selbst nachzeichnen. Politik entsteht als selbstermächtigte Steuerungskunst angesichts vermeintlicher Inkompetenz der Götter und endet dank der Entfesselung intersubjektiver Prozesse als globales Bewusstsein reiner Parteilichkeit bei Jedermann. Zuerst war es der griechische Mensch, der sein Handeln zu durchdringen und es als organisierbar zu dechiffrieren wusste - Politik entstand. Gegen das daraus folgende Ubiquitäre des Politischen formierte sich das Christentum ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt"). Nach der Antithese zum Politischen wird in der Neuzeit eine Synthese von Politik und Ausserpolitik ausgemacht, die sich zu einer neuen Form der Politisierung aufschaukelt und der ehemaligen Hegung der Politik in der himmlischen Parallelwelt entspricht. Das Ausserpolitische fällt immer wieder in die Politik ein und generiert verschärfte Politik, wie der Autor an Bayle, Leibniz, Hobbes, Rousseau, Locke und Burke exemplifiziert. Heute reagiert die Politik mit Politikentlastung. Aus Politikentlastung wird aber immer nur Politikentlastungspolitik. Es folgt, dass Politik sich nicht selber heilen kann. Nur die radikal entpolitisierte Kirche lässt noch den Dualismus von weltlich und geistlich in scharfer Trennung bestehen, so dass Politik von ihrem Heilungsangebot und ihrer Kuratel profitieren kann.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung 9
I. Prolegomenon zur Politikencadrierung – Der Begriff der Politik 25
II. Steigende Nachfrage nach einer politikfreien Superlehre 32
1. Bayle – Leibniz und die Genese des Meinungsstreits 32
2. Hobbes, das Naturrecht und die Genese des modernen Staates 52
3. Moderne Öffentlichkeit und moderner Staat: Rousseaus Contrat social 76
4. Die Genese der Parteiungen 105
a) Das Eigentümliche der Eigentümer: Locke 105
b) Ein Politiker redet: Burke 125
5. Die Geschichte des 18. Jahrhunderts: Meinungsstreit und Staat und Öffentlichkeit und Parteiungen – der Nationalismus 135
6. Politikgefühl und Historismus, Historismus und Sport 159
III. Nietzsches Wiederkunftslehre als Kulminationspunkt 172
1. Die Wiederkunftspolitik im Bogen der Wiederkunftslehre 174
2. Der Hierarchiengedanke beim jungen und alten Nietzsche 186
3. Die Entwicklungsstufen der Wiederkunftspolitik 189
IV. Politik und Nihilismus – von Anfang an 201
V. Politikentlastungspolitik 271
1. Moderne Politikentlastung – ein Geschäft 272
2. Die vier Gewalten 275
3. Politik und Lebenswelt 299
VI. Epilog: Hegung der Politik 305
Bibliographie 315
Primärtexte 315
Sekundärliteratur 320
Sachwortverzeichnis 341
Personenverzeichnis 353