Menu Expand

Krieg und Gesellschaft

Cite BOOK

Style

Spreen, D. (2008). Krieg und Gesellschaft. Die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52561-4
Spreen, Dierk. Krieg und Gesellschaft: Die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften. Duncker & Humblot, 2008. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52561-4
Spreen, D (2008): Krieg und Gesellschaft: Die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52561-4

Format

Krieg und Gesellschaft

Die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften

Spreen, Dierk

Soziologische Schriften, Vol. 81

(2008)

Additional Information

Book Details

Pricing

Abstract

Eine der Grundfragen der Soziologie lautet: Wie ist Gesellschaft möglich? Dierk Spreen zeigt in der vorliegenden Untersuchung an drei Fällen, dass von einer konstituierenden Funktion des Krieges für moderne Gesellschaften gesprochen werden kann. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist der Krieg Anlass für einen öffentlichen Aktivierungsdiskurs, der die Hervorbringung oder Begründung eines sozialen Ganzen und einer sozialen Moral im Auge hat. Im Kontext seiner Totalisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird der Krieg zum Motor der Steigerung der gesellschaftlichen Produktivität und systemischen Funktionalität. Heute dagegen ist Krieg ein Mittel, um den Raum zivilgesellschaftlicher Normalität im Rahmen eines globalen politischen Sicherheitsmanagements zu sichern. In diesen drei Fällen erweist sich Krieg als integraler Bestandteil bei der Konstitution je moderner Formen von Gesellschaft.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung 9
A. Gesellschaft und Erfahrung 30
I. Gewalt als Problem der Gesellschaftstheorie 30
II. Notwendigkeit in der Erscheinung – Kontingenz des Handelns 35
III. Gesellschaftliche Phänomene 39
IV. Erfahrung als Bedingung des Wissens 43
V. Die Schwellenposition ‚des Menschen‘ 50
B. Zwischen Diskurs und Erfahrung. Zur Problematik des Gewaltbegriffs 54
I. Verletzung und Körper 54
II. Ereignis und Spur 62
III. Sachen, Dinge und soziale Bedeutung 65
IV. Zum soziologischen Begriff gewaltförmigen Handelns 69
C. Die Konstitutionsfunktion des Krieges 76
I. Der Frieden nach dem Krieg 76
II. Der Krieg jenseits des Friedens 85
III. Idealtypische Merkmale des Krieges 87
IV. Macht und Norm im militanten Konstitutionsdiskurs 92
V. Das Reentry der Macht in die Norm 105
VI. Der Ort der Konstitutionsfunktion des Krieges 111
D. Soziale Moral: Normative Gesellschaftsvorstellung, militante Semantik des Sozialen und politische Friedensnorm 117
I. Militärische Neuerungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts 122
II. Soziale Moral im Kontext von Kultur, Krieg und Ökonomie 126
III. Mediale Öffentlichkeit: Das Kleist-Müller-Projekt 133
IV. Organischer Staat und schöne Gesellschaft 138
V. Der Raum der Gesellschaft 143
VI. Krieg 145
VII. . . . und Frieden 148
VIII. Erfahrung und Wirkung 152
IX. Die Modernität der Romantik 155
E. Totale Mobilmachung: Der kriegsgesellschaftliche Diskurs und das Scheitern der Zivilgesellschaft in der Zeit zwischen den Weltkriegen 160
I. Militärische Neuerungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 166
II. Kritik der Romantik 179
III. Individualisierung und sachlicher Heroismus 184
IV. Technisierung und Professionalisierung 193
V. Totale Mobilmachung, militante Semantik des Sozialen und totaler Staat 201
VI. Apologie der Gewalt 211
VII. Frieden nach dem Zukunftskrieg? 215
VIII. Erfahrung und Wirkung 216
IX. Moderne, Staat und Gesellschaft 221
F. Global Security: Der andauernde Sicherheitszustand als Weltnomos der Zivilgesellschaft 226
I. ‚Sicherheit‘ statt ‚Krieg und Frieden‘ 227
II. Zur komplexen Machtdimension des globalen Sicherheitsregimes 239
III. Bedrohungen durch Gewalt und die Gewalt der globalen Sicherheit 246
1. Kriegsökonomien 246
2. Terrorkrieg 249
3. Sicherheitskrieg 261
IV. Der normative Rahmen der globalen Sicherheit 269
V. Erfahrung und Wirkung 283
VI. Die reflexive Moderne, ihre Kriege und ihr Frieden 289
Schluss 295
Literaturverzeichnis 302
Sachregister 320
Personenregister 330