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Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts

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Krupar, M. (2011). Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52883-7
Krupar, Monika. Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts. Duncker & Humblot, 2011. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-52883-7
Krupar, M (2011): Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-52883-7

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Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts

Krupar, Monika

Schriften zur Rechtsgeschichte, Vol. 152

(2011)

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About The Author

Monika Krupar, geboren in Frankfurt am Main am 31.05.1973. Studium an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Referendariat am Landgericht Frankfurt. 2004-2007 Dokto-randin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Doktorvater Michael Stolleis. Zweitkorrektor Frau Barbara Dölemeyer. Die Arbeit entstand im Rahmen des Frankfurter Forschungsprojektes "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" und wurde von der Deutschen Forschungsgesellschaft finanziell unterstützt.

Abstract

Das Vorhaben befasst sich mit der politischen und staatsrechtlichen Entwicklung Böhmens im Spiegel der juristischen Fachpresse des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die tschechische juristische Zeitschrift Právník (Jurist), die von dem deutschen Adeligen Rudolf Thurn-Taxis im Jahr 1861 herausgegeben wurde. Die Arbeit konzentriert sich auf das spannungsreiche Nebeneinander von deutscher und tschechischer Rechtskultur, die bis zur tschechischen Staatsgründung im Jahr 1918 von den Begriffen Wiedergeburt, Germanisierungsdruck, Nationsbildung und Sprachenstreit geprägt war. Es erfolgt eine Zäsur zwischen den Zeitschriften, die vor 1918 und denen die nach der Gründung der Tschechoslowakei herausgegeben wurden. Letztere spiegeln den Aufbau des neuen Staates wider. Bei der Bewertung der Zeitschriften wurden die Biographien der maßgeblichen Akteure von der Wiedergeburt bis zur Staatsgründung vorgestellt, darunter u. a. Dobrovský, Jungmann, Palacký, Rieger, Randa, Hoetzel, Weyr. Schließlich beleuchtet die Autorin die Auswirkungen des Münchner Abkommens auf die deutschen und tschechischen Rechtszeitschriften und ihr abruptes Ende im Jahr 1945. Monika Krupar kommt zu dem Ergebnis, dass die Tschechen ihre Inspiration grundsätzlich von den Deutschen übernommen hatten, doch auch in der Lage waren ihre eigenen Akzente in Politik und Kultur einzubringen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwortr 5
Inhaltsverzeichnisr 7
Einleitung 13
1. Teil: Tschechische juristische Zeitschriften zwischen 1861 und 1918 20
Kapitel 1:rKulturelle und politische Voraussetzungen für die Gründung der tschechischen juristischen Zeitschriften 20
A. Traditionalismus und Nationalismus:rDie tschechische Wiedergeburt 20
I. Erste Phase der tschechischen Nationsbildung (1790–1820) 20
II. Zweite Phase der tschechischen Nationsbildung (1820–1860) 31
III. Dritte Phase der Nationsbildung (1860–1918):rEpoche der tschechischen Zeitschriftengründungen 49
1. Das Oktoberdiplom von 1860 und seine Auswirkungenrauf Politik und Gesellschaft 50
2. Entstehung des tschechischen Zeitungs- und Zeitschriftenwesens 58
3. Tschechisierung des Landes 63
B. Entwicklung der tschechischen Intelligenz,rWissens- und Sprachkultur 65
I. Die ersten Gelehrtengesellschaften in Böhmen 66
II. Nationale Bildungsbewegung und Förderung der Wissenschaft 72
III. Entwicklung einer modernen tschechischen Hochsprache und Rechtsterminologie 73
C. Entwicklung der tschechischen Rechtskultur 81
I. Tschechische Juristenvereine 81
1. Právnická Jednota 82
2. Der Verein Všehrd 87
3. Der Anwaltsverein Spolek českých advokatů v Praze 93
II. Betätigungsfeld der tschechischen Juristen 94
III. Die Prager Universität 96
Kapitel 2: Das Sprachenproblem: Gleichberechtigung der tschechischen Sprache in der Verwaltung und bei Gericht 106
A. Die Sprachengerechtigkeit in der Ära Bach und die Reformierung der Verwaltung (1848–1860) 110
B. Sprachenrecht nach dem Oktoberdiplom (1860) 114
C. Das Sprachenrecht und die Anwendung des Art.r19 des österreichischen Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867 über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger 120
D. Das Sprachenrecht in der Ära Hohenwart-Schäffle 124
E. Regierung Taaffe (1879–1897) undrdie Stremayer’sche Sprachenverordnung 128
F. Die Badenischen Sprachenverordnungen von 1897 136
G. Schulsprache 142
Kapitel 3:rAnfänge der tschechischen juristischen Fachpresse 148
A. Právník (1861–1862, 1864 bis heute) 150
I. Beweggründe der Herausgeber 158
II. Biographien der Zeitschriftengründer Rudolf Thurn-Taxis,rJan Jeřábek, Karel Jaromír Erben 159
III. Redakteure und Autoren ab 1864 164
IV. Ziel und Zweck 177
V. Programm 178
VI. Erwartungen der Hausgeber; Leserschaft und Abonnenten 179
VII. Fachgebiete und Aufsätze 182
1. Rechtsphilosophie 182
2. Rechtsgeschichte 185
3. Zivilrecht 188
4. Strafrecht 188
5. Öffentliches Recht 190
6. Verschiedenes 190
a) Zehn Jahre Tschechoslowakei 190
B. Samosprávný Obzor (1879–1908) 192
I. Herausgeber und Mitarbeiter 194
II. Anliegen und Ziele 196
III. Inhalt 196
IV. Aufsätze 197
V. Einstellung 200
C. Sborník věd právních a státníchr(1901–1943 und 1946–1948) 201
I. Gründer und Redakteure 201
II. Ziel und Inhalt 202
III. Autoren und Aufsätze 203
IV. Kriegsjahre und Einstellung 205
D. Správní Obzor (1909–1919) 206
I. Anliegen und Ziele 206
II. Herausgeber und Autoren 207
III. Aufsätze 209
IV. Einstellung 210
2. Teil:rTschechische und deutsche juristische Zeitschriften nach 1918 211
Kapitel 1: Die Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 und ihre Entwicklung bis ins Jahr 1938 211
A. Staatsgründungsprobleme 213
I. Ausarbeitung einer Verfassung 213
II. Festlegung der Staatsgrenzen 214
III. Trennung von Staat und Kirche 215
IV. Vereinheitlichung der Gesetzgebung 217
V. Aufbau einer neuen Verwaltung 220
VI. Errichtung neuer Gerichte 221
1. Das Oberste Gericht in Brünn 221
2. Das Oberste Verwaltungsgericht in Prag 222
B. Nationalitätenprobleme 223
I. Staatsangehörigkeitsrecht 223
1. Rechtslage vor dem Münchner Abkommenrvom 29. September 1938 223
2. Rechtslage nach dem Münchner Abkommenrvom 29. September 1938 224
a) Staatsanghörigkeitsrecht im Sudetenland 224
b)rStaatsanghörigkeitsrecht im Protektorat rBöhmen und Mähren 225
II. Minderheitenrecht 226
III. Sprache und Sprachenpolitik in der Tschechoslowakei 227
Kapitel 2:rDie politischen Ereignisse nach 1938 235
Kapitel 3: Die neugegründeten tschechischen juristischen Zeitschriften nach 1918 238
A. Všehrd (1920–1941) 241
I. Redakteure und Mitarbeiter 242
II. Anliegen der Zeitschrift 244
III. Inhalt und Adressaten 245
IV. Aufsätze 245
V. Abnahme und Einstellung der Zeitschrift 257
B. České Právo (1919–1948) 257
C. Soudcovské Listy (1920–1943) 260
I. Herausgeber 260
II. Anliegen der Zeitschrift 261
III. Inhalt 262
IV. Aufsätze 263
D. Die beiden Anwaltsblätter: Česká Advokacie (1922–1938)rund Právní Prakse (1936–1948) 265
I. Česká Advokacie 265
II. Právní Prakse (1936–1948) 266
E. Veřejná Správa (1931–1938) 267
Kapitel 4:rDeutsche juristische Zeitschriften auf dem Gebiet rder Tschechoslowakei 269
A. Juristenzeitung für das Gebiet der Tschechoslowakischen Republik (1920–1938) 270
B. Prager Archiv für Gesetzgebung und Rechtsprechung (1919–1942), ab 1943 Prager Archiv für Recht,rVerwaltung und Wirtschaft (1943–1944) 278
C. Prager Juristische Zeitschrift (1921–1938) 284
D. Deutsches Anwaltsblatt für das Gebiet derrTschechoslowakischen Republik (1935–1938) 295
3. Teil:rEinstellung und Lebensdauer der tschechischen und deutschen juristischen Zeitschriften 309
Schlussbetrachtung 311
Quellen- und Literaturverzeichnis 315
Stichwortverzeichnis 326