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Fisch, S. Rudloff, W. (Eds.) (2004). Experten und Politik: Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51565-3
; Fisch, Stefan and Rudloff, Wilfried. Experten und Politik: Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive. Duncker & Humblot, 2004. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51565-3
Fisch, S, Rudloff, W (eds.) (2004): Experten und Politik: Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51565-3

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Experten und Politik: Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive

Editors: Fisch, Stefan | Rudloff, Wilfried

Schriftenreihe der Hochschule Speyer, Vol. 168

(2004)

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Abstract

Das Thema "Politikberatung" findet in der deutschen Öffentlichkeit momentan Beachtung wie selten zuvor. Externes Beraterwissen in Anspruch zu nehmen, ist in der Politik freilich nichts grundsätzlich Neues. Die wachsende Komplexität, Interdependenz und Veränderungsgeschwindigkeit politischer Entscheidungsgrundlagen hat vielmehr in einem weit zurückreichenden Prozeß zu einer sich mehr und mehr verdichtenden Interaktion von (externen) Experten und politisch-administrativem System geführt. Die Autoren des vorliegenden Sammelbandes versuchen einige der Wurzeln und Spielformen jener Beratungsarrangements freizulegen, die sich hieraus langfristig ergaben.

Eine generelle Bewertung von Nutzen und Nachteil der Politikberatung stößt angesichts des Umstandes, daß deren Arenen und Formen ebenso vielschichtig sind wie ihre Funktionen und Wirkungsweisen, schnell an ihre Grenzen. In dem vorliegenden Band werden deshalb aus unterschiedlicher Perspektive - Politikfelder, Akteure, Wissenstypen - historische Fallstudien vorgelegt, die eine genauere Antwort auf die Frage nach den Spielregeln, Wirkungsbedingungen und Einflußchancen von Politikberatung ermöglichen sollen.

Table of Contents

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Inhaltsverzeichnis 5
Stefan Fisch: Vom Fürstenratgeber zum Politikberater: Perspektiven einer Geschichte der Politikberatung 7
I. Moderne Institutionalisierung eines individuellen Beratungsprozesses 9
II. Moderne Entpersönlichung, Objektivität und Parteilichkeit 9
III. Öffentlichkeit und Geheimnis 10
Wilfried Rudloff: Einleitung: Politikberatung als Gegenstand historischer Betrachtung. Forschungsstand, neue Befunde, übergreifende Fragestellungen 13
Hans-Christof Kraus: Vorformen und Anfänge wissenschaftlicher Politikberatung im 19. Jahrhundert 59
I. 59
II. 60
III. 63
IV. 67
V. 72
VI. 77
Margit Szöllösi-Janze: Politisierung der Wissenschaften – Verwissenschaftlichung der Politik. Wissenschaftliche Politikberatung zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus 79
I. Politisierung der Wissenschaft 82
II. Verwissenschaftlichung der Politik 85
III. Verwissenschaftlichung der Politik, Politisierung der Wissenschaft 95
André Steiner: Wissenschaft und Politik: Politikberatung in der DDR? 101
I. Das Verhältnis von Politik und Wissenschaft 102
II. Die Transformation der Wissenschaften: „Alte“ und „neue“ Intelligenz 104
III. Die fünfziger Jahre: Zunehmende Inanspruchnahme natur- und technikwissenschaftlicher Expertise 107
IV. Die sechziger Jahre: Reformen und wachsender Stellenwert der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 112
V. Die siebziger und achtziger Jahre: Zunehmende Verweigerung gegenüber wissenschaftlicher Expertise 120
Resümee 124
Gabriele Metzler: Versachlichung statt Interessenpolitik. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 127
I. 129
II. 138
III. 150
Wilfried Rudloff: Wieviel Macht den Räten? Politikberatung im bundesdeutschen Bildungswesen von den fünfziger bis zu den siebziger Jahren 153
I. Modell: Unabhängigkeit und „Macht des Geistes“ 160
II. Modell: Selbststeuerung und Integration der Entscheider 167
III. Modell: Neutralisierung des Pluralismus durch Wissenschaft? 176
Schlußbetrachtungen 184
Bernd-A. Rusinek: Die Rolle der Experten in der Atompolitik am Beispiel der Deutschen Atomkommission 189
I. 190
II. 195
III. 202
IV. 206
Sabine Schleiermacher: Experte und Lobbyist für Bevölkerungspolitik. Hans Harmsen in Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Bundesrepublik 211
I. Kurzbiographie Hans Harmsen 212
1. Arbeitsfeld 1: Bevölkerungswissenschaft und -politik 216
2. Arbeitsfeld 2: Die Frage der Eugenik 230
II. Zusammenfassung 238
Detlef J. Blesgen: Der Nationalökonom als Politikberater. Thema und Variation am Beispiel von Erich Preiser (1900–1967) 239
I. Erich Preiser – Hochschullehrer, Forscher und Berater wirtschaftspolitischer Instanzen 241
II. Ausgewählte Stationen eines wirtschaftspolitischen Beraters 242
1. Die „Klasse IV“ der „Akademie für Deutsches Recht“ 242
2. Die „Arbeitsgemeinschaft Erwin von Beckerath“ 243
3. Der „Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium“ 245
III. Politikberatung durch den „Wissenschaftlichen Beirat“ 245
1. Zusammensetzung und Arbeitsauftrag des „Beirats“ in geschichtlicher Perspektive 245
2. Erich Preiser im „Wissenschaftlichen Beirat“ 246
a) Preisers wirtschaftspolitisches Grundverständnis 247
b) Individuelle Einwirkungsmöglichkeiten am Beispiel der Vorschläge und Empfehlungen von Erich Preiser 248
aa) Anregungen durch Sachvorträge 248
bb) Einwirkungsmöglichkeiten mittels Formulierung(skommission) 249
cc) Ex-post-Einwirkung 252
c) Grenzen akademischen Rats auf politische Entscheidungen 253
aa) Mehrheits- vs. Minderheitsvoten 253
bb) Gutachtenveröffentlichungen 254
cc) Unabhängigkeit, politische Opportunität und Kontrolle der Beratung 256
3. Preiser als wirtschaftspolitischer Berater 257
IV. Fazit 258
Hans Peter Mensing: Ein „Gehirntrust“ für Adenauer? Beraterstäbe, Meinungsbildung und Politikstil beim ersten Bundeskanzler 261
I. 264
II. 268
III. 271
IV. 274
V. 275
Daniela Münkel: „Das große Gespräch“. Willy Brandt und seine Berater 277
I. Neue Formen der Politikberatung für die SPD 278
II. Ad-hoc Politikberatung und Einzelberater in den sechziger Jahren 289
III. Die Sozialdemokratische Wählerinitiative: auch eine Form der Politikberatung 291
IV. Politikberatung in der Kanzlerzeit Willy Brandts 293
Zusammenfassung 296
Clemens Albrecht: Expertive versus demonstrative Politikberatung. Adorno bei der Bundeswehr 297
I. Von der Flaschenpost zum Megaphon 297
II. Wissenschaft, Politik – und Öffentlichkeit: Typen der Politikberatung 299
III. Politikberatung durch die Frankfurter Schule 301
IV. Demonstrative Beratung: Die Politik frißt ihre Experten 306
Frank Bösch: Werbefirmen, Meinungsforscher, Professoren. Die Professionalisierung der Politikberatung im Wahlkampf (1949–1972) 309
I. Voraussetzungen für die Beratungsfähigkeit 310
II. Werbe- und PR-Experten 312
III. Die SPD holt auf 319
IV. Die verzögerte wissenschaftliche Wahlkampfberatung 321
V. Die Wahlkampfberatung wird sozialwissenschaftlich 323
VI. Zusammenfassende Schlußbemerkung 326
Winfried Süß: „Rationale Politik“ durch sozialwissenschaftliche Beratung? Die Projektgruppe Regierungs- und Verwaltungsreform 1966–1975 329
I. Politik mit der Wissenschaft. Sozialwissenschaftliche Regierungsberatung in der Parteienkonkurrenz der Großen Koalition 331
II. Zur Begegnung von Wissenschaft und Politik in der Projektgruppe Regierungs- und Verwaltungsreform 336
III. „. . . nur vorschlagen, was der Apparat verkraften kann“. Zur Wirkungsgeschichte sozialwissenschaftlicher Politikberatung in den sechziger und frühen siebziger Jahren 341
Alexander Schmidt-Gernig: Das „kybernetische Zeitalter“. Zur Bedeutung wissenschaftlicher Leitbilder für die Politikberatung am Beispiel der Zukunftsforschung der 60er und 70er Jahre 349
I. Charakteristika der Zukunftsforschung in den 60er und 70er Jahren 352
1. Das neue Leitbild der Kybernetik 357
II. Die „Kybernetisierung“ der Gesellschaft – Visionen der Zukunftsforschung 363
III. Leistungen und Grenzen der Zukunftsforschung für die Politikberatung 367
Carl Böhret: Hofnarren, Denkfabriken, Politik-Coach: Chancen und Schwierigkeiten der Politikberatung damals und heute 369
I. 369
II. 371
III. 373
IV. 375
V. 377
Autorenverzeichnis 381