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Geuenich, M. (2005). Qualifikationskonflikte im OECD-Musterabkommen und deutschen Doppelbesteuerungsabkommen am Beispiel einer atypisch stillen Gesellschaft. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51610-0
Geuenich, Marcus. Qualifikationskonflikte im OECD-Musterabkommen und deutschen Doppelbesteuerungsabkommen am Beispiel einer atypisch stillen Gesellschaft. Duncker & Humblot, 2005. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51610-0
Geuenich, M, (2005): Qualifikationskonflikte im OECD-Musterabkommen und deutschen Doppelbesteuerungsabkommen am Beispiel einer atypisch stillen Gesellschaft, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51610-0

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Qualifikationskonflikte im OECD-Musterabkommen und deutschen Doppelbesteuerungsabkommen am Beispiel einer atypisch stillen Gesellschaft

Geuenich, Marcus

Schriften zum Steuerrecht, Vol. 84

(2005)

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Abstract

Marcus Geuenich widmet sich dem in letzter Zeit kontrovers diskutierten Begriff abkommensrechtlicher Qualifikationskonflikte. Diese entstehen, wenn grenzüberschreitende Aktivitäten von den betroffenen Staaten unterschiedlich bewertet werden. Infolge dessen kann es zu einer Doppel-, aber auch zu einer Minder- oder Nichtbesteuerung von Einkünften kommen. Die vordergründige Ursache dieser Besteuerungsfolgen ist darin zu suchen, dass die zwischenstaatlichen Doppelbesteuerungsabkommen nicht immer aufeinander abgestimmte Regelungen enthalten und damit unterschiedliche Auslegungen des gemeinsamen Abkommens möglich sind.

Der Autor untersucht die Ursachen und Wirkungen von Qualifikationskonflikten am Beispiel einer atypisch stillen Gesellschaft, die als hybride Beteiligungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital dafür in besonderer Weise geeignet ist. Neben dem OECD-Musterabkommen, dem einschlägigen offiziellen Kommentar sowie dem OECD-Bericht "The application of the OECD Model Tax Convention to partnerships" berücksichtigt er sämtliche in deutschen Doppelbesteuerungsabkommen anzutreffende Formulierungsstandards zur stillen Gesellschaft. Mit Blick auf diese Formulierungsstandards untersucht er die gesellschafts-, steuer- und abkommensrechtliche Behandlung einer atypisch stillen Gesellschaft in ausgewählten ausländischen Rechtsordnungen und stellt diese dem deutschen Verständnis gegenüber. Eingehend beleuchtet der Verfasser auch die zu diesem Problemkreis ergangene jüngere Rechtsprechung des BFH, die Stellungnahmen der Finanzverwaltung sowie die im Schrifttum geführte Kontroverse, die im Kern eine fiskalisch erwünschte Vermeidung von Qualifikationskonflikten zum Gegenstand hat.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 5
Einleitung 11
Erstes Kapitel: Begriff und Ursachen von Qualifikationskonflikten 13
A. Qualifikationskonflikte 13
I. Bedeutung im internationalen Steuerrecht – Abgrenzung zum IPR 13
II. Merkmale von Qualifikationskonflikten 15
III. Folgen von Qualifikationskonflikten 17
1. Einführendes Beispiel 17
2. Besteuerungsfolgen 19
a) Doppelbesteuerung von Einkünften 19
b) Keinmalbesteuerung von Einkünften 20
c) Minderbesteuerung von Einkünften 21
3. Zwischenergebnis 21
B. Mögliche Ursachen von Qualifikationskonflikten 22
I. Gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung einer (atypisch) stillen Gesellschaft im deutschen und ausländischen Recht 23
1. Gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung im deutschen Recht 23
a) Einzelheiten des gesetzlichen Typus 24
b) Atypische Formen einer stillen Gesellschaft 27
c) Charakteristika einer stillen Gesellschaft – Zwischenergebnis 28
2. Existenz und Ausgestaltung im ausländischen Recht 29
a) Rechtsform einer stillen Gesellschaft verfügbar 29
aa) Luxemburg 29
bb) Österreich 31
cc) Tschechien 31
dd) Belgien 32
ee) Spanien 33
b) Vertragliche Ersatzkonstruktionen 34
aa) Schweiz 34
bb) USA 36
3. Zwischenergebnis 36
II. Besteuerung einer atypisch stillen Gesellschaft im innerstaatlichen deutschen und ausländischen Recht 38
1. Steuerliche Behandlung im deutschen Recht 38
a) Atypisch stille Gesellschaft 39
b) Typisch stille Gesellschaft 42
c) Partiarisches Darlehen 44
2. Steuerliche Behandlung im ausländischen Recht 45
a) Luxemburg 45
b) Österreich 46
c) Tschechien 47
d) Belgien 48
e) Spanien 49
f) Schweiz 50
g) USA 52
3. Zwischenergebnis 59
III. Regelungen zur atypisch stillen Gesellschaft im deutschen Abkommensrecht 60
1. Differenzierte Regelungen mit Bezug zur atypisch stillen Gesellschaft 60
2. Regelungen ohne Bezug zur atypisch stillen Gesellschaft 61
a) Differenzierte Regelungen 61
b) Undifferenzierte Regelungen 62
Zweites Kapitel: Abkommensrechtliche Behandlung einer atypisch stillen Gesellschaft nach dem OECD-Musterabkommen 64
A. Abkommensberechtigung einer atypisch stillen Gesellschaft 64
I. Auslegung unter Berücksichtigung der deutschen Besteuerung 65
II. Auslegung unter Berücksichtigung der Sicht des anderen Vertragsstaats 66
III. Zwischenergebnis 69
B. Einordnung unter die Verteilungs- und Vermeidungsnormen des OECD-MA 69
I. Zusammenspiel der Art. 7, 10 und 11 OECD-MA 70
II. Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem ausländischen Unternehmen 72
1. Transparente Besteuerung im anderen Vertragsstaat 72
a) Vorliegen von Unternehmensgewinnen nach Art. 7 OECD-MA 73
b) Zurechnung einer Betriebsstätte nach Art. 5 OECD-MA 78
aa) Ansichten im Schrifttum 79
(1) Überwiegende Ansicht im Schrifttum 79
(2) Ansicht von Müller 81
bb) Rechtsprechung des BFH und der FG 82
cc) Ansicht der Finanzverwaltung 86
dd) Stellungnahme 87
c) Zwischenergebnis 93
2. Abweichendes Besteuerungskonzept im anderen Vertragsstaat 94
a) Subsumtion unter den Dividendenartikel Art. 10 OECD-MA 95
aa) Kein Vorliegen einer Qualifikationsverkettung 97
bb) Vorliegen einer Qualifikationsverkettung 99
(1) Auslegung des Dividendenartikels 100
(2) Auslegung des Vermeidungsartikels 102
cc) Stellungnahme 103
(1) Atypisch stille Beteiligung als „sonstiger Gesellschaftsanteil“ i. S. d. Art. 10 Abs. 3 OECD-MA 104
(2) Begründung einer Qualifikationsverkettung durch Art. 10 Abs. 3 OECD-MA 108
dd) Zwischenergebnis 114
b) Subsumtion unter den Zinsartikel Art. 11 OECD-MA 114
c) Auslegung des Vermeidungsartikels (Methodenartikels) 116
aa) Herrschende Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum 119
bb) OECD-Musterkommentar – OECD-Bericht The application of the OECD Model Tax Convention to partnerships 121
(1) Bisheriges Verständnis 122
(2) Neues Verständnis 122
cc) Ansicht der Finanzverwaltung 127
dd) Stellungnahme 129
(1) Schrankenrechtscharakter von Abkommen 129
(2) Auslegung nach den Grundsätzen des WÜRV 130
(a) Auslegung von Art. 23 A Abs. 4 OECD-MA 131
(b) Auslegung von Art. 23 A Abs. 1 OECD-MA 134
(3) Begründung der Finanzverwaltung im BMF-Schreiben vom 28.12.1999 140
(4) Auffassung von Krabbe 141
ee) Zwischenergebnis 144
3. Generelle Anwendung des Zinsartikels Art. 11 OECD-MA unabhängig von dem Besteuerungskonzept im anderen Vertragsstaat 146
a) Kein zivilrechtliches Verständnis der Zinsdefinition 148
b) Atypisch stille Gesellschaft keine „Forderung jeder Art“ 150
4. Betriebsstättenvorbehalt 152
a) Rechtsprechung des BFH – Urteil vom 21.7.1999 153
b) Auffassungen im Schrifttum 154
c) Stellungnahme 155
aa) Verhältnis von „Dividenden zahlender Gesellschaft“ und „Geschäftstätigkeit“ 155
bb) Tatsächliche Zugehörigkeit zu einer Betriebsstätte 157
5. Zwischenergebnis 161
III. Atypisch stille Beteiligung eines im Ausland Ansässigen an einem inländischen Unternehmen 162
Drittes Kapitel: Abkommensrechtliche Behandlung einer atypisch stillen Gesellschaft in ausgewählten deutschen DBA 163
A. Abkommensrechtliche Regelungen mit Bezug zur atypisch stillen Gesellschaft 163
I. DBA-Luxemburg 163
1. Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem Luxemburger Unternehmen 164
a) Vorrangigkeit des Dividenden- oder Zinsartikels (Art. 13 und 14 DBA-Lux) 165
b) Sonderregelung für Unternehmensgewinne in Nr. 11 des Schlussprotokolls 165
c) Zwischenergebnis 170
2. Atypisch stille Beteiligung eines in Luxemburg Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 171
3. Qualifikationskonflikte 172
II. DBA-Österreich 172
1. Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem österreichischen Unternehmen 173
a) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-Öst 173
b) Konkurrenz zwischen Unternehmens- und Zinsartikel (Art. 7 und 11 DBA-Öst) 175
c) Vorliegen einer „Vermögensbeteiligung“ in Abs. 3 des Schlussprotokolls 176
d) Zwischenergebnis 184
e) Switch over-Klausel – Notifikationsverfahren 185
2. Atypische stille Beteiligung eines in Österreich Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 188
3. Qualifikationskonflikte 189
B. Abkommensrechtliche Regelungen ohne Bezug zur atypisch stillen Gesellschaft 189
I. Differenzierte Regelungen 190
1. DBA-Spanien 190
a) Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem spanischen Unternehmen 191
aa) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-Spa 191
(1) Verhältnis der Sätze 1 und 2 von Art. 10 Abs. 4 DBA-Spa 191
(2) „Vermögensbeteiligung“ i. S. d. Art. 10 Abs. 4 Satz 2 DBA-Spa 194
bb) Anwendbarkeit des Zinsartikels Art. 11 DBA-Spa 198
cc) Eingreifen des Betriebsstättenvorbehalts 200
dd) Zwischenergebnis 200
b) Atypisch stille Beteiligung eines in Spanien Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 202
c) Qualifikationskonflikte 203
2. DBA-Schweiz 203
a) Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem Schweizer Unternehmen 204
aa) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-Sch 204
bb) Anwendbarkeit des Zinsartikels Art. 11 DBA-Sch 212
cc) Anwendbarkeit des Unternehmensartikels Art. 7 DBA-Sch 213
dd) Konzeption des Vermeidungsartikels – Zwischenergebnis 214
b) Atypisch stille Beteiligung eines in der Schweiz Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 217
c) Qualifikationskonflikte 217
3. DBA-Belgien 217
a) Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem belgischen Unternehmen 219
aa) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-Bel 219
bb) Anwendbarkeit des Zinsartikels Art. 11 DBA-Bel 220
cc) Anwendbarkeit des Unternehmensartikels Art. 7 DBA-Bel 221
b) Atypisch stille Beteiligung eines in Belgien Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 222
c) Qualifikationskonflikte 222
II. Undifferenzierte Regelungen 223
1. DBA-Tschechien 223
a) Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem tschechischen Unternehmen 223
aa) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-Tch 224
bb) Anwendbarkeit des Zinsartikels Art. 11 DBA-Tch 227
b) Atypisch stille Beteiligung eines in Tschechien Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 230
c) Qualifikationskonflikte 231
2. DBA-USA 231
a) Atypisch stille Beteiligung eines in Deutschland Ansässigen an einem US-amerikanischen Unternehmen 233
aa) Anwendbarkeit des Dividendenartikels Art. 10 DBA-USA 233
bb) Anwendbarkeit des Zinsartikels Art. 11 DBA-USA 236
cc) Anwendbarkeit des Unternehmensartikels Art. 7 DBA-USA 237
dd) Zwischenergebnis 238
ee) Auslegung des Vermeidungsartikels – switch over-Klausel 239
ff) Auslegung des Vermeidungsartikels – subject to tax-Klausel 244
gg) Zwischenergebnis 246
b) Atypisch stille Beteiligung eines in den USA Ansässigen an einem deutschen Unternehmen 246
c) Qualifikationskonflikte 248
Viertes Kapitel: Abkommensrechtliches Instrumentarium zur Vermeidung von Qualifikationskonflikten 249
A. Vermeidung von Qualifikationskonflikten auf Ebene der Verteilungsnormen 249
I. Unmittelbare und mittelbare Ergänzung des Unternehmensartikels 249
1. Unmittelbare Ergänzung des Unternehmensartikels 250
2. Mittelbare Ergänzung des Unternehmensartikels 252
II. Vereinbarung einer Qualifikationsverkettung 254
1. Dividendenartikel des OECD-MA und ausgewählter deutscher Abkommen 254
2. Zinsartikel des OECD-MA und ausgewählter deutscher Abkommen 257
3. Auswirkungen von Qualifikationsverkettungen 258
III. Zwischenergebnis 260
B. Vermeidung von Qualifikationskonflikten auf Ebene der Vermeidungsnormen 261
I. Auslegung von Art. 23 A Abs. 1 OECD-MA 261
II. Subject to tax- und switch over-Klauseln 262
1. DBA-Schweiz 263
2. DBA-Österreich 264
3. DBA-USA 266
III. Auswirkungen von subject to tax- und switch over-Klauseln – Zwischenergebnis 267
Zusammenfassung der Ergebnisse 270
I. 270
II. 270
III. 272
IV. 274
Literaturverzeichnis 276
Gerichtsentscheidungen 291
Verwaltungsentscheidungen 297
Sachverzeichnis 300