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Europäisierung der Diplomatie

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Petersen, L. (2011). Europäisierung der Diplomatie. Völker- und europarechtliche Rahmenbedingungen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53478-4
Petersen, Lars Ole. Europäisierung der Diplomatie: Völker- und europarechtliche Rahmenbedingungen. Duncker & Humblot, 2011. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53478-4
Petersen, L (2011): Europäisierung der Diplomatie: Völker- und europarechtliche Rahmenbedingungen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53478-4

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Europäisierung der Diplomatie

Völker- und europarechtliche Rahmenbedingungen

Petersen, Lars Ole

Schriften zum Europäischen Recht, Vol. 156

(2011)

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About The Author

Dr. Lars Ole Petersen studierte Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School und der University of Virginia. Nach der Promotion, die von Prof. Dr. Andreas Zimmermann, LL.M. (Harvard) betreut wurde, führte ihn sein Referendariat zur Delegation der Europäischen Union bei den Vereinten Nationen in New York und in die Europa-Abteilung des Auswärtigen Amtes. Er ist Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Abstract

Europa befindet sich angesichts des fortschreitenden Aufbaus des Europäischen Auswärtigen Dienstes in gespannter Erwartung. Der Ausbau der diplomatischen Fähigkeiten der Europäischen Union ist bereits heute spürbar. Mit einem starken Europäischen Auswärtigen Dienst wird die Union zunehmend als eigenständiger diplomatischer Akteur in Erscheinung treten.

Ob die Europäische Union die hierfür notwendigen völker- und primärrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, blieb dagegen bislang unbeachtet. Lars Ole Petersen geht dieser Frage nach. Die Ergebnisse seiner Untersuchung zeigen, dass die Europäische Union bereits heute die völker- und europarechtlichen Voraussetzungen erfüllt, die ihr eine diplomatische Betätigung auf Augenhöhe mit den Staaten ermöglichen. Sie kann über das Völkergewohnheitsrecht eine nahezu objektive Völkerrechtssubjektivität für sich beanspruchen. Darüber hinaus genießen ihre Diplomaten über das Völkergewohnheitsrecht den vollwertigen Schutz der Wiener Diplomatenrechtskonvention. Die primärrechtlichen Rahmenbedingungen der Verträge legen zudem ein starkes Fundament für den weiteren Ausbau der diplomatischen Kapazitäten der Europäischen Union.

Aufgrund dieser Dynamik müssen die zeitgleichen, verstärkten Integrationsbemühungen zwischen den nationalen diplomatischen Diensten der Mitgliedstaaten kritisch betrachtet werden. Sie stoßen bereits zum heutigen Zeitpunkt an die Grenze der primärrechtlichen Zulässigkeit.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 17
Einleitung 19
I. Europäisierung der Diplomatie 19
1. Europäisierung als Begriff 19
2. Europäisierung als Prozess 20
3. Europäisierung als Rechtsproblem 21
II. Rechtsquellen 22
III. Gang der Untersuchung 23
1. Teil: Vertikale Europäisierung 24
§ 1 Voraussetzungen der diplomatischen Betätigung 24
I. Völkerrechtssubjektivität 26
1. Methodischer Rahmen 27
a) Internationale Organisationen 27
aa) Gewohnheitsrechtstheorie 27
bb) Vertragstheorie 29
b) Ergebnis 33
2. Europäische Union 34
a) Historische Entwicklung 34
aa) Vertrag von Maastricht 35
bb) Vertrag von Amsterdam 36
cc) Vertrag von Nizza 37
dd) Verfassungsvertrag 38
b) Vertrag von Lissabon 38
aa) Gegenüber den Mitgliedstaaten 39
bb) Gegenüber anerkennenden Drittstaaten 40
(1) Anerkennung der Europäischen Union 41
(a) Abkommen der Europäischen Union 42
(b) Mitarbeit in internationalen Organisationen 42
(c) Abkommen der Europäischen Gemeinschaft 43
(aa) Derzeitige Abkommen 43
(bb) Rechtsnachfolge der Europäischen Union 44
(2) Ergebnis 46
cc) Gegenüber nicht anerkennenden Drittstaaten 46
(1) Staatsrechtliche Betrachtung 47
(2) Objektivierung 47
(3) Respektierungstheorie 49
(4) Souveränitätstheorie 50
(5) Gewohnheitsrechtliche Theorie 50
II. Gesandtschaftsrecht 52
1. Einführung 52
2. Auslegung 52
III. Völkerrechtliche Vertragsschlusskompetenz 55
1. Einführung 55
2. Auslegung 55
a) Grundsatz 55
b) Außenkompetenzen 57
IV. Ergebnisse 59
§ 2 Vorrechte und Immunitäten 59
I. Einordnung der Europäischen Union 60
II. Vorrechte und Immunitäten der Staaten und ihrer Bediensteten 67
1. Begründungen 67
a) Exterritorialität 69
b) Repräsentation 72
c) Funktionalität 73
2. Rechtsquellen 74
a) Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen 75
b) Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen 76
III. Vorrechte und Immunitäten der Europäischen Union und ihrer Bediensteten 76
1. Begründungen 76
a) Repräsentation 78
b) Funktionalität 80
2. Rechtsquellen 82
a) In den Mitgliedstaaten 84
aa) Privilegien-Protokoll 84
bb) Sitzabkommen 87
b) In Drittstaaten 89
aa) Staatenkonventionen 89
bb) Bilaterale Abkommen 93
(1) Modellvereinbarung der Europäischen Union 93
(2) Sonstige Abkommen 96
cc) Nationalstaatliche Rechtsakte 99
(1) Vereinigte Staaten von Amerika 99
(2) Kanada 103
dd) Völkergewohnheitsrecht 104
(1) Europäische Union 105
(a) Voraussetzungen und Subsumtion 107
(aa) Staatenpraxis 107
(bb) Opinio Juris 113
(b) Auswirkungen 116
(2) Internationale Organisationen 117
ee) Sonstige Theorien 119
(1) Völkerrechtspersönlichkeit 119
(2) Souveränität 119
(3) Internationalität 120
3. Umfang 121
a) Ratione materiae 122
aa) In Drittstaaten 122
bb) In den Mitgliedstaaten 125
b) Ratione personae 125
aa) In Drittstaaten 125
(1) Immunitäten der Bediensteten 125
(a) Funktionale Immunität 125
(b) Persönliche Immunität 126
(aa) Art. 3 I der Modellvereinbarung 126
(bb) Art. 3 II der Modellvereinbarung 128
(cc) Ergebnis 132
(2) Unterscheidung der Bediensteten 133
(a) Dienstgruppen 133
(aa) Delegationsbedienstete und ihnen verbundene Personen 133
(bb) Abgeordnete Beamte 134
(α) Nationale Beamte 134
(β) Europäische Beamte 135
(b) Nationalität 136
bb) In den Mitgliedstaaten 137
(1) Immunität der Bediensteten 137
(2) Unterscheidung der Bediensteten 140
(a) Dienstgruppen 140
(aa) Bedienstete und ihnen verbundene Personen 140
(bb) Abgeordnete Beamte 140
(α) Nationale Beamte 140
(β) Europäische Beamte 144
(b) Nationalität 144
c) Ratione temporae 144
aa) In Drittstaaten 144
bb) In den Mitgliedstaaten 145
4. Einzelne Vorrechte und Immunitäten 145
a) Der Europäischen Union 146
aa) Unverletzlichkeit der Räumlichkeiten 146
(1) In Drittstaaten 146
(2) In den Mitgliedstaaten 146
bb) Unverletzlichkeit der Archive 147
cc) Steuerfreiheit 148
(1) In Drittstaaten 148
2. Teil: Horizontale Europäisierung – Verstärkte Zusammenarbeit 233
I. Möglichkeiten der Verstärkten Zusammenarbeit 235
1. Außerhalb des Primärrechts 238
a) Völkerrechtliche Verträge zwischen Mitgliedstaaten 238
aa) Konflikt mit dem Unionsrecht 238
(1) Lösungswege 239
(a) Vertragsschlussfähigkeit 240
(aa) Verlust 240
(bb) Beschränkung 241
(b) Völkerrechtliche Kollisionsregeln 242
(2) Schranken des Unionsrechts 243
(a) Die Verstärkte Zusammenarbeit 243
(aa) Wortlaut 245
(bb) Systematik 246
(cc) Entstehungsgeschichte 247
(dd) Telos 249
(b) Sonstige Schranken 251
bb) Ergebnis 253
b) Politische Vereinbarungen zwischen den Mitgliedstaaten 253
aa) Kategorien 254
bb) Schranken 255
2. Die Verstärkte Zusammenarbeit in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik 257
a) Rechtslage 257
b) Voraussetzungen 258
aa) Inhaltliche Anforderungen 258
bb) Ermächtigungsbeschluss 263
II. Die Integration der diplomatischen Dienste 264
1. Außerhalb des Primärrechts 265
a) Völkerrechtliche Verträge zwischen Mitgliedstaaten 267
aa) Kategorien 267
(1) Allgemeine Integrationsvereinbarungen 267
(a) Gemeinsamer Standpunkt des Rates 267
(b) Rahmenvereinbarung über die gemeinsame Unterbringung diplomatischer und konsularischer Vertretungen 269
(c) Deutsch-Französisches Rahmenabkommen über die gemeinsame Unterbringung diplomatischer und konsularischer Vertretungen 271
(2) Spezielle Integrationsvereinbarungen 271
bb) Schranken des Unionsrechts 273
b) Politische Vereinbarungen 278
aa) Rechtscharakter 278
bb) Schranken 279
2. Die Verstärkte Zusammenarbeit in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik 279
a) Inhaltliche Anforderungen 279
aa) Zielverwirklichung und Stärkung des Integrationsprozesses 279
bb) Kompetenzkonflikte 280
cc) Achtung der Verträge 280
dd) Offenheit 282
ee) Ultima Ratio 282
ff) Staatenquorum 282
b) Ergebnis 283
III. Ergebnisse 283
Abschließende Ergebnisse 284
I. Vertikale Europäisierung 284
II. Horizontale Europäisierung 285
Literaturverzeichnis 286
Sachverzeichnis 301