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Klein, U. (2004). Integrierte Umweltplanung: Das Neuseeländische Modell. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51520-2
Klein, Ulrich. Integrierte Umweltplanung: Das Neuseeländische Modell. Duncker & Humblot, 2004. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51520-2
Klein, U, (2004): Integrierte Umweltplanung: Das Neuseeländische Modell, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51520-2

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Integrierte Umweltplanung: Das Neuseeländische Modell

Klein, Ulrich

Schriften zum Umweltrecht, Vol. 138

(2004)

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Abstract

Ziel der interdisziplinären Arbeit ist es, das in Deutschland noch weithin unbekannte System der integrierten Umweltplanung im Detail darzustellen. Am konkreten Beispiel Neuseeland zeigt der Verfasser die Vor- und Nachteile einer integrierten Umweltplanung auf und formuliert generelle Aussagen und konkrete Thesen für eine integrative Weiterentwicklung der deutschen Umweltplanung.

Der Autor behandelt in einem allgemeinen Teil zunächst abstrakt die Hauptcharakteristika einer integrierten Umweltplanung. Es folgen Ausführungen zur rechtlichen Ausgestaltung des neuseeländischen Modells der integrierten Umweltplanung unter Einbeziehung des landesspezifischen Kontextes und der Vorgeschichte und Entstehung des heutigen Umweltplanungssystems. Nach einem Überblick über die Grundstrukturen folgen Detaildarstellungen über den Inhalt und das Verfahren der neuseeländischen Umweltplanung. Das Modell wird anschließend auf seine Umsetzung und Praxistauglichkeit hin untersucht. Anhand einer Analyse der existierenden Pläne und einer Befragung von Praktikern bestimmt der Verfasser die Vor- und Nachteile der neuseeländischen Umweltplanung, bevor er abschließend zehn Thesen zur Weiterentwicklung der deutschen Umweltplanung aufstellt.

Ulrich Klein gelangt zu dem Ergebnis, dass eine integrative Strukturveränderung der deutschen Umweltplanung zu befürworten ist. Auf die Einführung einer isolierten, eigenständigen Umweltplanung solle zwar verzichtet werden. Es erscheine aber bedenkenswert, integrative Einzelideen und Regelungskomplexe des neuseeländischen Modells der integrierten Umweltplanung in Deutschland zu übernehmen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 16
Erster Teil: Einführung 21
§ 1 Problemstellung 21
§ 2 Ziel der Untersuchung und Vorgehensweise 26
Zweiter Teil: Integrierter Umweltschutz und staatliche Planung 27
§ 3 Leitbild des integrierten Umweltschutzes 27
I. Probleme inhaltlicher Bestimmung 27
1. Abstrakte Wortbedeutung 27
2. Unklare begriffliche Abgrenzung 28
3. Übersetzungsungenauigkeiten 29
4. Gebrauch in unterschiedlichen Sachzusammenhängen 30
5. Bestimmbarkeit des Leitbilds 31
II. Inhaltliche Konkretisierung 32
1. Kritik am medial-sektoralen Umweltschutz 32
a) Abgrenzung von Umweltfachzweigen 33
b) Disharmonien und Divergenzen im Recht 34
c) Doppelregelungen und Regelungslücken 36
d) Anreiz für aktive Belastungsverschiebung 37
e) Nichtberücksichtigung natürlicher Substanzbewegungen 39
f) Mangelnde Identifikation neuer komplexer Umweltprobleme 40
g) Fehlende Schutzoptimierung 41
h) Tendenz zu einer End-of-line-Kontrolle 43
i) Vernachlässigung sozioökonomischer Ursachenstrukturen 45
j) Hindernis für einen weitreichenden Nachweltschutz 46
2. Grundanliegen eines integrierten Umweltschutzes 47
a) Abkehr von inkrementalistischen Entscheidungsprozessen 47
b) Umfassend rationale Problemsicht 48
c) Ausrichtung an ökologischen Prinzipien 49
d) Pragmatische Einschränkung 50
III. Dimensionen eines integrierten Umweltschutzes 51
1. Inhalt der Integration 52
a) Interne Integration 52
b) Externe Integration 52
c) Temporale Integration 54
2. Art und Weise der Integration 54
a) Bereiche der Integration 54
b) Ebenen und Felder der Integration 56
§ 4 Charakteristika einer integrierten Umweltplanung 57
I. Begriff der Umweltplanung 57
II. Integrierte Umweltpolitikplanung 58
1. Klassische Umweltpolitikplanung 58
2. Moderne Umweltpolitikplanung 58
III. Integrierte Umweltfachplanung 61
IV. Merkmale der integrierten Planung 63
1. Integrierter Planinhalt 64
a) Zielorientierter Inhalt 64
b) Umfassender Charakter 65
c) Strategische Ausrichtung 66
2. Integrierter Planungsprozess 67
a) Partizipative Normsetzung 68
b) Behördliche Koordination 69
c) Kooperative Implementierung 70
d) Fortwährendes Monitoring 70
V. Auswahl der Untersuchungsaspekte 71
Dritter Teil: Neuseelands Umweltsituation und Planungsentwicklung 73
§ 5 Einführung in die Landessituation 74
I. Zum „green and clean“ Image 74
II. Günstige sozioökonomische Verhältnisse 75
III. Umweltprobleme 77
1. Biologische Vielfalt 77
2. Klima und Atmosphäre 78
3. Boden, Luft und Wasser 82
§ 6 Entwicklung der Umweltplanung 85
I. Anfänge und Entwicklung der Umweltplanung 86
1. Örtliche und regionale Planung 86
a) Anfänge der Planung bis 1977 86
b) Fortentwicklung der Planung bis 1986 87
2. Nationale Planung 89
a) Nationale Infrastruktur- und Allokationsplanung 89
b) Umweltschutzplanung als „Anhängsel“ zur Wirtschaftsförderung 90
c) Versuch zur Etablierung einer nationalen Umweltschutzplanung 91
II. Grundlegende Reformen der Umweltplanung seit 1986 91
1. Kontext der Reformen 92
a) Rückzug des Staates aus dem kommerziellen Sektor 93
b) Umgestaltung des nichtkommerziellen öffentlichen Sektors 94
c) Devolution und Dezentralisierung 95
2. Institutionelle Reformen 95
a) Umweltbehörden auf nationaler Ebene 95
b) Umweltbehörden auf örtlicher und regionaler Ebene 97
3. Resource Management Law Reform 98
§ 7 Gegenstand und Instrumente heutiger Umweltplanung 101
I. Gegenstand der Umweltplanung 101
II. Instrumente der Umweltplanung 101
1. Nationale Umweltplanung 103
2. Regionale Umweltplanung 105
3. Örtliche Umweltplanung 106
Vierter Teil: Neuseelands Modell einer integrierten Umweltplanung 108
§ 8 Integrierter Planinhalt 110
I. Umfassender Planungsgegenstand 110
II. Integrierte Zielsetzung 118
1. Nachhaltiges Management 118
2. Abgrenzung zu nachhaltiger Entwicklung 120
3. Ökologische Planung 123
4. Soziale und wirtschaftliche Planung 125
5. Kulturelle Planung 129
6. Verhältnis der Belange 132
7. Langfristige Planung und Nachweltschutz 135
III. Strategische Ausrichtung 138
1. Strategieplanung und New Public Management 138
2. Konzentration auf Schwerpunkte 141
3. Beschränkung auf eine Mindestregulierung 143
4. Rückzug auf eine Ergebnissteuerung 145
§ 9 Integrierter Planungsprozess 149
I. Begriff und Bedeutung der Koordination 149
II. Zweck, Umfang und Bezug der Koordination 150
III. Formen, Muster und Typen der Koordination 153
1. Formelle und informelle Koordination 153
2. Positive und negative Koordination 153
3. Vertikale und horizontale Koordination 154
4. Koordination über die Verwaltungshierarchie 155
5. Koordination durch institutionelle Organisation 156
6. Koordination durch Verfahrensregelungen 156
7. Koordination durch spontane Ordnungsbildung 157
IV. Rechtsvorschriften zur vertikalen Koordination 157
1. Koordination über die Verwaltungs- und Behördenhierarchie 158
2. Koordination durch institutionelle Organisation 160
3. Koordination durch Verfahrensregelungen 161
4. Koordination durch spontane Ordnungsbildung 163
V. Rechtsvorschriften zur horizontalen Koordination 164
1. Koordination über die Verwaltungs- und Behördenhierarchie 164
2. Koordination durch institutionelle Organisation 165
3. Koordination durch Verfahrensregelungen 165
4. Koordination durch spontane Ordnungsbildung 166
Fünfter Teil: Analyse des neuseeländischen Modells 168
§ 10 Praxis der nationalen Umweltplanung 168
I. Stand der Planung 168
II. Richtlinien statt „Nationale Umweltstandards“ 169
1. Weiche Standardsetzung 169
a) Tradition fehlender Standards 169
b) Situation seit Erlass des RMA 170
c) Planerische Verankerung des Richtlinienansatzes 171
d) Abkehr von der weichen Standardsetzung 172
2. Anmerkungen zur weichen Standardsetzung 173
a) Funktion von Umweltrichtlinien 173
b) Zeit und Kosten 173
c) Flexibilität und Autonomie 175
d) Beteiligung der Öffentlichkeit 176
e) Unabhängige Expertise 177
f) Umsetzung 178
g) Rechtsschutz 179
III. Strategien statt „Nationale Politikstatements“ 180
1. Weiche Politikplanung 180
a) Politikpläne seit Erlass des RMA 181
b) Zu Inhalt und Verbindlichkeit 182
aa) Neuseelands Küstenpolitikstatement 182
bb) Umwelt-2010-Strategie 185
c) Abkehr von der weichen Politikplanung 186
2. Anmerkungen zur weichen Politikplanung 187
a) Umwelt-2010-Strategie als Rahmenplan 187
aa) Verhältnis zum RMA 187
bb) Inhaltliche Aspekte 188
cc) Verfahrensgestaltung 189
b) Spezifische Statements und Strategien 191
aa) Funktionen 191
bb) Inhaltliche Aspekte 191
cc) Verfahrensgestaltung 192
§ 11 Praxis der örtlichen und regionalen Umweltplanung 193
I. Stand der Planung 193
II. Qualität der Planung 195
1. Ergebnisse der PUCM-Studie 195
2. Anmerkungen zur Planqualität 196
a) Rolle der Zentralregierung 197
b) Planungsvermögen der Lokalregierungen 198
c) Planungswille und Regulierungswiderstände 199
d) Mangel an Daten und Informationen 201
e) Unklare Gesetzesvorschriften 202
III. Reichweite eines integrierten Managements 202
1. Enges Verständnis von Integration 203
2. Weites Verständnis von Integration 204
3. Anmerkungen zum Integrationsverständnis 205
IV. Integrierte Planinhalte 206
1. Umfassende Plangegenstände 206
a) Fachpläne und Gesamtpläne 206
b) Anmerkungen zur umfassenden Planung 208
2. Integrierte Zielsetzung 210
a) Minimalpläne und Superpläne 210
aa) Internationale Planperspektive 210
bb) Soziale, wirtschaftliche, kulturelle Planung 213
cc) Langfristige Planung und Nachweltschutz 219
b) Anmerkungen zur integrierten Zielsetzung 222
3. Strategische Ausrichtung 224
a) Strategiepläne und Detailpläne 224
aa) Schwerpunktplanung 224
bb) Mindestregulierung 226
cc) Ergebnissteuerung 227
b) Anmerkungen zur strategischen Ausrichtung 229
V. Integrierte Planungsprozesse 230
1. Behördenkoordination 231
a) Vertikale Koordination 231
b) Horizontale Koordination 239
2. Anmerkungen zur Koordination 242
Sechster Teil: Rechtspolitischer Ausblick 245
§ 12 Bewertung des neuseeländischen Umweltplanungsmodells 245
I. Vorteile der neuseeländischen Umweltplanung 245
1. Umfassender Planungsgegenstand 245
2. Ökologische Planungsperspektive 247
3. Langfristige Planung und Nachweltschutz 248
4. Rationale Umweltplanung und Ergebnissteuerung 249
5. Zuständigkeiten und Behördensystem 250
6. Koordination und Verfahren 252
7. Verbindlichkeit und Rechtsschutz 253
II. Nachteile der neuseeländischen Umweltplanung 255
1. Formulierung von Gesetzesvorschriften 255
2. Definition für integriertes Management 256
3. Führung der Zentralregierung bei der Planung 257
4. Plankapazität der lokalen Planbehörden 258
5. Umweltdaten und -informationen 259
6. Koordination und Verfahren 261
7. Zeit und Kosten der Planung 262
§ 13 Thesen zur Weiterentwicklung der deutschen Umweltplanung 264
I. Ausgangslage der deutschen Umweltplanung 264
1. Umweltprogramme und -berichte 264
2. Umweltschutz in der Gesamtplanung 265
a) Raumordnung 266
b) Bauleitplanung 268
3. Umweltschutz in der Fachplanung 269
a) Umweltrelevante Fachplanung 270
b) Umweltspezifische Fachplanung 271
II. Thesen für eine integrative Strukturveränderung 273
1. Keine isolierte, eigenständige Umweltplanung 273
2. Erweiterung der räumlichen Gesamtplanung 275
3. Einführung ökologischer Mindestgrenzen 277
4. Zeithorizont der Planung 279
5. Übergang zu einer Ergebnissteuerung 281
6. Institutionelle Veränderungen 283
7. Gesetzespflicht zu einem integrierten Management 284
8. Nationale Führung bei der Planung 286
9. Stärkung der örtlichen Planbehörden 287
10. Gewährung allgemeinen Rechtsschutzes 289
Zusammenfassung 292
A. Integrierter Umweltschutz und Staatliche Planung 292
B. Umweltsituation und Entwicklung der Planung 293
C. Reformiertes Umweltplanungssystem 293
D. Merkmale der neuen Umweltressourcenplanung 294
E. Praxis der nationalen Umweltplanung 295
F. Praxis der örtlichen und regionalen Umweltplanung 296
G. Vorteile der neuseeländischen Umweltplanung 297
H. Nachteile der neuseeländischen Umweltplanung 299
I. Weiterentwicklung der deutschen Umweltplanung 300
Auszüge aus neuseeländischen Gesetzen 303
Ausgewählte Internet-Adressen: Neuseeland 309
Literaturverzeichnis 310
Stichwortverzeichnis 334