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Weusmann, J. (2005). Die Europäische Union und Südafrika. Bilaterale Handelsbeziehungen im Lichte des GATT und der WTO. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51644-5
Weusmann, Johann. Die Europäische Union und Südafrika: Bilaterale Handelsbeziehungen im Lichte des GATT und der WTO. Duncker & Humblot, 2005. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51644-5
Weusmann, J, (2005): Die Europäische Union und Südafrika: Bilaterale Handelsbeziehungen im Lichte des GATT und der WTO, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51644-5

Format

Die Europäische Union und Südafrika

Bilaterale Handelsbeziehungen im Lichte des GATT und der WTO

Weusmann, Johann

Hamburger Studien zum Europäischen und Internationalen Recht, Vol. 40

(2005)

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Abstract

Der jahrhundertlange Warenaustausch zwischen Europa und Südafrika erhielt erst mit dem GATT 1948 einen völkerrechtlichen Rahmen. Doch schon bald unterlag der Handel Sanktionen, die gegen den Apartheidstaat verhängt wurden. Mit der Abschaffung der Apartheid wurden die Grundlagen für eine Neustrukturierung der bilateralen Handelsbeziehungen geschaffen - für Europäer und Südafrikaner ein erster Anwendungsfall der WTO-Vorschriften über Freihandelszonen.

Die Arbeit von Johann Weusmann bietet erstmalig eine umfassende Analyse der europäisch-südafrikanischen Handelsbeziehungen am Maßstab des Wirtschaftsvölkerrechts. Neben der Frage, welche Rechtfertigung das GATT für die Handelssanktionen bietet, prüft er die verfügbaren Möglichkeiten einer neuen Handelspartnerschaft zwischen den beiden Wirtschaftsräumen nach dem Ende der Apartheid und untersucht dann schwerpunktmäßig die Vereinbarkeit der bilateralen Freihandelsvereinbarung mit geltendem WTO-Recht.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 15
Abkürzungsverzeichnis 16
Einleitung 23
A. Die Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen Europa und Südafrika und deren Rechtsgrundlagen 25
I. Von den Anfängen des Handels bis zur wirtschaftlichen Isolation aufgrund der Apartheid 25
1. Der Handel mit der Siedlerkolonie 25
2. Südafrikas Beitritt zum GATT 1947 27
3. Südafrikas politische und wirtschaftliche Isolation durch Apartheid 27
II. Bewertung der EG-Sanktionen im Lichte des GATT 1947 31
1. Art. XXI lit. c GATT 1947 33
a) Sanktionsbeschlüsse der VN-Organe als Verpflichtungen gemäß Art. XXI lit. c GATT 1947 33
aa) Der VN-Sicherheitsrat 34
(1) Sicherheitsratsresolutionen gegen den Apartheidstaat 34
(2) Bewertung der Entschließungen im Lichte des Art. XXI lit. c GATT 1947 36
bb) Die VN-Generalversammlung 38
(1) Resolutionen der Generalversammlung gegen den Apartheidstaat 38
(2) Bewertung der Entschließungen im Lichte des Art. XXI lit. c GATT 1947 39
2. Art. XXI lit. b GATT 1947 40
a) Maßnahmen zum Schutz wesentlicher Sicherheitsinteressen 41
aa) Der Schutz eigener Sicherheitsinteressen 41
bb) Kollektive Selbstverteidigung 41
cc) Drittrepressalien gegen den Apartheidstaat 44
(1) Herleitung der Zulässigkeit der Drittrepressalie 44
(2) Apartheid als Völkerrechtsverbrechen 47
(a) Das völkerrechtliche Verbot der Apartheid 47
(b) Apartheid als völkerrechtliches Verbrechen 51
(c) Staatenpraxis 52
b) Weitere Voraussetzungen nach Art. XXI lit. b (i), (ii) und (iii) GATT 1947 54
aa) Handel mit Waffen, Munition und Kriegsmaterial sowie weiteren der Versorgung der Streitkräfte dienenden Waren 54
bb) Kriegszeit oder sonstige ernste Krise in den internationalen Beziehungen 55
3. Auswahl der Sanktionsmaßnahmen 57
4. Südafrikas Einrede der inneren Zuständigkeit gegen Sanktionsbeschlüsse 59
5. Wirkung der Sanktionsmaßnahmen 61
III. Die Neuordnung der Handelsbeziehungen nach dem Ende der Apartheid 62
1. Südafrikas Aufnahme ins Allgemeine Präferenzsystem der EG 64
a) Die Rechtsgrundlagen des APS im GATT 65
aa) Südafrika – ein \"Entwicklungsland\"? 68
bb) Die Anwendung des APS der EG auf Südafrika 73
(1) Der Warenempfindlichkeitskatalog 75
(2) Der Graduierungsgrundsatz 76
(3) Konsequenzen des APS für den europäisch-südafrikanischen Handel 77
(4) Rechtfertigung der Einstufung Südafrikas nach GATT/WTO-Recht 78
(5) Sonderpräferenzen 81
b) Fazit 84
2. Südafrikas angestrebte Mitgliedschaft im Lomé-Abkommen 85
a) Legitimation des Lomé-Abkommens im GATT/WTO-Recht 87
b) Perspektiven für die Handelsbeziehungen zwischen der Gemeinschaft und den AKP-Staaten 89
c) Fazit 92
B. Das TDCA als Regionalausnahme zur multilateralen Handelsordnung 94
I. Zur wirtschafts- und rechtspolitischen Kritik am Regionalismus 95
II. Die materiellrechtlichen Anforderungen des Art. XXIV GATT 1994 an das TDCA 100
1. Der Umfang der vereinbarten Handelsliberalisierung (Art. XXIV:8 lit. b GATT 1994) 100
a) Der quantitative Ansatz 102
aa) Zulässigkeit partieller Handelsliberalisierung 103
bb) Zulässigkeit entwicklungsbezogener Asymmetrien 104
b) Der qualitative Ansatz 106
aa) Überblick über Bereiche der Handelsliberalisierung 107
(1) Liberalisierungsverpflichtungen auf Seiten der EG 107
(2) Liberalisierungsverpflichtungen auf Seiten Südafrikas 112
bb) Spezielle Handelssektoren 112
(1) Die Wein- und Spirituosenabkommen 114
(2) Das Fischerei-Abkommen 115
c) Präferenzielle Ursprungsregeln 118
d) Gestattete Ausnahmen 123
aa) Redaktionelle Unterschiede zwischen Art. 27 TDCA und Art. XX GATT 1994 124
(1) Tatbestandsaufbau 124
(2) Die Einbeziehung des Gebrauchtwarenhandels 125
bb) Die Ausnahmetatbestände im Einzelnen 128
(1) Schutz der öffentlichen Sittlichkeit, Ordnung oder Sicherheit 128
(2) Schutz der Gesundheit und des Lebens 131
(3) Schutz des nationalen Kulturguts 133
(4) Schutz des gewerblichen oder geistigen Eigentums 133
(5) Regelungen betreffend Gold und Silber 134
cc) Ausnahmeschranken 134
2. Der Schutz der Drittstaaten 136
a) Die Anforderungen von Art. XXIV:4 GATT 1994 an das TDCA 136
aa) Das Verhältnis von Art. XXIV:4 zu Art. XXIV:5 136
bb) Art. XXIV:4 als Rechtsgrundlage für eine handelsökonomische Prognosebeurteilung 138
b) Die Anforderungen des Art. XXIV:5 lit. b GATT 1994 an das TDCA 142
aa) Anpassung von Zöllen und Handelsvorschriften, Art. XXIV:5 lit. b 142
bb) Präferenzielle Ursprungsregeln 143
3. Die Umsetzung des Abkommens in angemessener Zeit nach Art. XXIV:5 lit. c GATT 1994 148
a) Bestimmung der angemessenen Zeitspanne 151
b) Die Überschreitung der Regelfrist 152
c) Kompatibilität der Interimsvereinbarung mit Art. XXIV:5 lit. b und 8 lit. b GATT 1994 154
III. Die verfahrensrechtlichen Anforderungen des Art. XXIV GATT 1994 an das TDCA 156
1. Die Notifikationspflicht nach Art. XXIV:7 lit. a GATT 1994 156
2. Der Zeitpunkt der Notifikation 158
3. Der Inhalt der Notifikation 160
4. Die Entscheidung über die Konformität 162
C. Die europäisch-südafrikanische Handelsordnung 164
I. Völkerrechtliche Rechtfertigung der bilateralen Handelsordnung 164
1. Reichweite der Regelungsbefugnis nach Art. XXIV GATT 1994 166
2. Reichweite der Regelungsbefugnis nach allgemeinem Völkerrecht 170
a) Vertragsänderungsvorschriften im GATT-Vertrag und den WTO-Übereinkommen nach Art. 41 Abs. 1 lit. a WVK 171
b) Vertragsänderung nach Art. 41 Abs. 1 lit. b WVK 172
II. Die Handelsvorschriften des TDCA im Einzelnen 174
1. Schutzmaßnahmen 175
a) Tatbestand 176
aa) Steigerung der Einfuhren 176
bb) Kausale Schädigung eines Wirtschaftszweigs 177
b) Anwendung von Schutzmaßnahmen 178
c) Eilmaßnahmen 179
d) Vorläufige Schutzmaßnahmen 180
e) Die Gleichbehandlungspflicht 182
aa) Diskriminierungsverbot 182
bb) Regionalausnahmen 185
f) Institutionelle Regelungen 186
g) Fazit 187
2. Die Wettbewerbssicherung 187
a) Antidumping- und Ausgleichsmaßnahmen 187
aa) Tatbestand 188
bb) Abgrenzung zu den Schutzmaßnahmen 188
cc) Das Verfahren 190
dd) Fazit 191
b) Die Wettbewerbspolitik 192
aa) Die Tatbestände der europäisch-südafrikanischen Wettbewerbsordnung 192
bb) Das Verfahren 195
cc) Verhältnis von Wettbewerbsrecht und Antidumping 197
dd) Fazit 201
c) Staatliche Beihilfen 202
aa) Das Verbot staatlicher Beihilfen im EG-Recht und das Subventionsverbot im WTO-Recht 202
bb) Unterschiedliche Rechtsfolgen bei verbotenen staatlichen Beihilfen bzw. Subventionen im EG- bzw. WTO-Recht 205
cc) Das Verbot staatlicher Beihilfen im TDCA 206
d) Das öffentliche Beschaffungswesen 208
aa) Tatbestand 209
bb) Die Berücksichtigung von Sekundärzwecken im Vergabeverfahren 210
cc) Der Grundsatz der Transparenz 212
e) Fazit 213
3. Technische Handelshemmnisse 214
a) Die einzelnen Kooperationsfelder 215
aa) Normung 215
bb) Metrologie 217
cc) Zertifizierung 218
dd) Qualitätssicherung 220
b) Modalitäten der Zusammenarbeit 221
aa) Maßnahmen nach dem WTO-Übereinkommen über Technische Handelshemmnisse 221
bb) Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung der Konformitätsprüfung 223
cc) Zusammenarbeit im Bereich von Qualitätsmanagement und -sicherung 225
dd) Technische Hilfe für Qualifizierungsinitiativen Südafrikas 226
ee) Aufbau von europäisch-südafrikanischen Arbeitsbeziehungen 226
e) Fazit 227
4. Der Schutz des geistigen Eigentums 228
a) Die Einbeziehung des TRIPs 228
b) Tatbestandsdefinition 230
aa) Gebrauchsmuster 232
bb) Datenbanken 234
cc) Biotechnische Erfindungen 236
c) Die Einbeziehung anderer Abkommen zum Schutz des geistigen Eigentums 238
aa) Abkommen von besonderer Bedeutung für beide Vertragspartner 238
(1) Berner Übereinkunft 238
(2) WIPO-Urheberrechtsvertrag 240
(3) Pariser Verbandsübereinkunft 241
(4) Internationales Übereinkommen über den Schutz von Pflanzenzüchtungen 243
(5) Budapester Vertrag 247
(6) Abkommen von Nizza 248
bb) Abkommen von besonderer Bedeutung für die Gemeinschaft 249
(1) Protokoll zum Madrider Markenabkommen 249
(2) Rom-Abkommen 250
(3) PCT-Vertrag 253
d) Grenzen für den Schutz von geistigem Eigentum am Beispiel des südafrikanischen Arzneimittelrechts 255
aa) Tatbestand des Patentschutzes 256
bb) Parallelimporte 258
cc) Zwangslizensierung 261
dd) Konsequenzen für die Vertragsbeziehungen im TDCA 264
e) Fazit 265
5. Der Dienstleistungshandel 266
a) Tatbestand 268
b) Allgemeine Rechte und Pflichten 269
aa) Meistbegünstigung 269
bb) Transparenz und Rechtsstaatlichkeit 272
cc) Sicherung des Wettbewerbs 273
c) Ausnahmen 274
d) Die spezifischen Zugeständnisse der Gemeinschaft und Südafrikas 275
aa) Zugeständnisse im Rahmen der Uruguay-Runde 275
(1) Horizontale Liberalisierungsverpflichtungen 276
(2) Vertikale Liberalisierungsverpflichtungen 277
bb) Ergänzende Zugeständnisse im TDCA und in den GATS-Folgeverhandlungen 279
(1) Seeverkehrsdienstleistungen 280
(2) Telekommunikation 280
(3) Finanzdienstleistungen 282
(4) Der grenzüberschreitende Personenverkehr 283
(5) Lufttransport 284
e) Weitere Liberalisierung des Dienstleistungsverkehrs 284
f) Fazit 285
6. Laufende Zahlungen und Kapitalverkehr 285
a) Kapitalverkehr 286
b) Zahlungsverkehr 288
aa) Grundsatz 288
bb) Ausnahme (Zahlungsbilanzschwierigkeiten) 290
D. Der Agrarhandel 292
I. Agrarpolitische Ausgangssituation 293
1. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Gemeinschaft 293
2. Die Agrarpolitik Südafrikas 295
3. Definition des europäisch-südafrikanischen Agrarhandels 296
II. Gestaltung des bilateralen Agrarhandels durch Übernahme der WTO-Ordnung 297
1. Marktzugang 297
a) Zölle 297
b) Tarifierung 298
c) Zollkontingente 301
d) Ausnahmen zu den Zollzugeständnissen 306
aa) Die Tatbestände der Art. 16 TDCA, 2-4 SMÜ und 5 AoA 306
bb) Rechtsfolgen 307
cc) Vorläufige Schutzmaßnahmen 308
dd) Fazit 309
2. Interne Stützungen und Subventionen 310
a) Interne Stützungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse 311
aa) Abzubauende Stützungsmaßnahmen: Amber-Box 311
bb) Nicht abzubauende Stützungsmaßnahmen: Blue-Box und Green-Box 313
b) Exportsubventionen 314
c) Rechtsdurchsetzung 318
aa) Anwendung der \"Peace Clause\" in Art. 13 AoA 318
bb) Maßnahmen nach Teil II und III SCM: Abhilfemaßnahmen (sog. \"Track II\") 320
cc) Maßnahmen nach Teil V SCM: Ausgleichsmaßnahmen/Ausgleichszölle (sog. \"Track I\") 322
d) Subventionen für Fisch und Fischereiprodukte als Sonderbereich im Agrarhandel 323
e) Fazit 323
3. Gesundheits- und Hygienestandards 324
a) Regelungsgegenstand 325
b) Abgrenzung zu Art. XX lit. b GATT 1994 und dem TBT-Übereinkommen 326
c) Rechte und Pflichten nach SPS 327
aa) Die Grundpflichten 327
bb) Die Risikobewertung 328
cc) Das Risikomanagement 331
dd) Äquivalenz 333
ee) Transparenz 334
d) Fazit 334
III. Die Schaffung einer bilateralen Handelsordnung für Weine und Spirituosen 336
1. Der Schutz von \"Port\" und \"Sherry 337
a) Der Schutz von Port und Sherry nach TRIPs 337
aa) Der Schutzbereich der Art. 22 und 23 TRIPs 337
bb) Schutzbereichsausnahmen 338
b) Der Schutz der Bezeichnungen \"Port\" und \"Sherry\" nach dem TDCA 340
2. Der Schutz für geographische Angaben anderer Weine 341
3. Der ausschließliche Schutz bestimmter Spirituosen 342
4. Der Schutz \"traditioneller Bezeichnungen 345
IV. Fazit 348
E. Die Streitbeilegung 349
I. Im TDCA ausgewiesene Streitbeilegungsmechanismen 349
1. Das Schiedsgericht des TDCA 350
2. Das Streitbeilegungsverfahren der WTO 350
3. Vergleich zwischen TDCA und WTO-Verfahren 351
a) Konsultationen 352
b) Die Einsetzung des Schiedsgerichts 354
aa) Klageantrag und Mandat 354
bb) Besetzung des Schiedsgerichts 356
c) Die Entscheidungsfindung 358
aa) Anwendbares materielles Recht 358
bb) Auslegungsregeln 361
cc) Verfahrensordnung 361
dd) Beweismittel 362
ee) Beweislast 364
ff) Vertraulichkeit 365
gg) Entscheidungsfristen 366
d) Die Umsetzung der Entscheidung 366
aa) Implementierungsfristen 367
bb) Vertragsverletzung durch Nichtumsetzung 368
cc) Streitigkeiten über die Umsetzung 372
dd) Berufungsmöglichkeiten 375
ee) Bindungswirkung der Entscheidung 375
ff) Kosten 376
e) Fazit 378
II. Andere spezielle völkerrechtliche Streitbeilegungsmechanismen 379
1. Investitionsstreitigkeiten 380
2. Seerechtliche Streitigkeiten 381
3. Umweltrechtliche Streitigkeiten 385
III. Allgemeine völkerrechtliche Streitbeilegungsmechanismen 387
1. Der Internationale Gerichtshof 387
2. Die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit 390
IV. Zuständigkeitskonkurrenz bei identischem Streitgegenstand 391
1. Res Judicata 391
2. Lis Alibi Pendens 394
3. Abuse of Process 395
4. Fazit 397
Schlusswort 398
Literaturverzeichnis 400
Stichwortverzeichnis 418