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Die Drittwiderklage

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Ackermann, R. (2005). Die Drittwiderklage. Eine prozessökonomische Untersuchung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51266-9
Ackermann, Rüdiger. Die Drittwiderklage: Eine prozessökonomische Untersuchung. Duncker & Humblot, 2005. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51266-9
Ackermann, R (2005): Die Drittwiderklage: Eine prozessökonomische Untersuchung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51266-9

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Die Drittwiderklage

Eine prozessökonomische Untersuchung

Ackermann, Rüdiger

Schriften zum Prozessrecht, Vol. 191

(2005)

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Abstract

Immer häufiger findet sich der Begriff "Prozessökonomie" in Lehre und Rechtsprechung, ohne dass bislang eine allgemein anerkannte Begriffs- und Anwendungsdefinition gefunden worden wäre. Der Verfasser hat die ebenfalls noch nicht klar definierte Prozessfigur der "Drittwiderklage" zum Ausgang der Untersuchung gemacht und anhand dieses Prozessinstituts in seinen verschiedensten Ausprägungen eine Weiterentwicklung des bisherigen Prozessökonomieverständnisses vorgenommen. Dem Autor ist hierbei nicht nur gelungen, die Ursachen der bisherigen Kontroverse in Lehre und Rechtsprechung herauszuarbeiten, sondern er hat auch unter Zuhilfenahme der Methodik der Wirtschaftswissenschaft aufgezeigt, inwieweit eine objektive Messbarkeit ökonomischen Fortschritts im Zivilprozess erreicht werden kann. Das im Laufe der Untersuchung entwickelte, aus der Wirtschaftswissenschaft entlehnte Prinzip der Nutzwertanalyse wird am Ende der Arbeit auf die Drittwiderklage in allen Ausprägungen angewandt, um den praktischen Nutzen ökonomischer Prinzipien aufzuzeigen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
I. Einleitung 17
1. Prolog 17
2. Einführung in die Problemstellung 17
3. Begriff der Drittwiderklage 20
4. Zum Begriff der Prozessökonomie 23
5. Zur Rechtsvergleichung als Arbeitsmittel 24
II. Die Drittwiderklage im deutschen Zivilprozess 27
1. Die gesetzliche Regelung 27
a) Ausgangslage 27
b) Wortlaut 28
c) Systematische Auslegung 28
d) Rechtshistorische Auslegung 30
aa) Römischer Zivilprozess 30
bb) Germanisches Recht 31
cc) Rechtssynthese römisches Recht – germanisches Recht 33
dd) Entwicklung des Zivilverfahrens vom Mittelalter bis zur ZPO 33
ee) Entwicklung des Mehrparteienverfahrens vom Beginn der Neuzeit bis zur Zivilprozessordnung 35
ff) Exkurs: Die Zivilprozessordnung der DDR 40
e) Konsequenzen aus der rechtshistorischen Betrachtung 41
2. Die Entscheidung des BGH vom 17.10.1963 42
a) Die Entscheidungsgründe 42
aa) Zulässigkeit aus prozessökonomischen Gründen 42
bb) Sachzusammenhang als Begrenzungskriterium 43
cc) Die Anwendung der Regeln über die nachträgliche Parteiänderung 43
dd) Zusammenfassung der Zulässigkeitskriterien 44
b) Die Folgeentscheidungen 44
aa) Bestätigung der Grundentscheidung 44
bb) Erweiterung der subjektiven Grenzen der Drittklagebefugnis 44
cc) Gerichtsstand der Drittwiderklage 46
dd) Begrenzung der Drittwiderklagebefugnis durch Rechtsmissbrauch 46
ee) Modifizierung der Klageänderungstheorie 47
c) Stellungnahme 47
3. Prozessökonomie und die Grenzen der Rechtsfortbildung 48
a) Ausgangslage 48
b) Allgemeine Grenzen der Rechtsfortbildung 49
c) Prozessökonomie als Prinzip der Rechtsfortbildung 50
aa) Die Literatur 50
bb) Die Rechtsprechung 52
d) Stellungnahme 53
4. Die Drittwiderklage als Ausfluss des Grundrechtes auf rechtliches Gehör 54
a) Ausgangslage 54
b) Reichweite des Art. 103 Abs. 1 GG 54
aa) Abgrenzung zum Justizgewährungsanspruch 55
bb) Subjektiver Kreis Anhörungsberechtigter 55
(1) Stand der Rechtsprechung 55
(2) Stand der Literatur 56
(3) Stellungnahme 58
c) Die subjektiven Grenzen der Rechtskraft 59
aa) Abgrenzung der Rechtskraft von anderen Urteilswirkungen 59
bb) Gesetzliche Fälle der Rechtskrafterstreckung 60
cc) Rechtskrafterstreckung extra legem 60
dd) Stellungnahme 62
d) Qualitativer Anspruch auf rechtliches Gehör 62
aa) Stand der Rechtsprechung 62
(1) Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 62
(2) Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs 63
bb) Stand der Literatur 63
cc) Stellungnahme 64
III. Die Drittwiderklage in der österreichischen Zivilprozessordnung 66
1. Einführung 66
2. Gesetzliche Regelung zu Widerklage und Drittbeteiligung 66
a) Widerklage 66
b) Streitverkündung 66
c) Nebenintervention 67
3. Drittbeteiligung durch Rechtsfortbildung 67
a) Erweiterung der Interventionsbefugnisse 67
aa) Anspruch auf rechtliches Gehör 67
bb) Erweiterung der Interventionsbefugnisse auf Grund des Art. 6 EMRK 68
b) Rückgriffsklage 68
aa) Ausgangslage 68
bb) Die Rechtsprechung 69
cc) Querklage 69
4. Zusammenfassung 70
IV. Die Drittwiderklage im Romanischen Rechtskreis 71
1. Frankreich 71
a) Einführung 71
b) Appel en Garantie 71
aa) Historische Entwicklung 71
bb) Materielle Voraussetzungen des Appel en Garantie 72
(1) Ausgangslage 72
(2) Droit d’Agir 72
(3) Lien Suffisant 74
cc) Prozessuale Abwicklung 75
(1) Verfahrensstellung des Dritten 75
(a) Garantie Simple 75
V. Die Drittklage im Europäischen Gerichtsstands- und Vollstreckungsübereinkommen und in der Verordnung (EU) Nr. 44/2001 94
1. Einführung 94
2. Gewährleistungsklage 94
3. Prozessuale Voraussetzungen der Gewährleistungsklage 95
4. Besonderer Gerichtsstand gemäß Art. 10 EuGVÜ/ Art. 11 VO 44/2001 95
5. Verfahrensaussetzung bei Konnexität 96
6. Stellungnahme 97
VI. Die Drittwiderklage im Anglo-Amerikanischen Rechtskreis 98
1. England 98
a) Einführung 98
b) Historische Entwicklung der Drittbeteiligung 98
c) Grundsätzliches zur Drittbeteiligung nach dem Civil Practice Act 99
d) Third Party Notice 100
aa) Alte Regelung nach den RSC 100
(1) Materielle Voraussetzungen 100
(2) Prozessuale Abwicklung 101
bb) Neue Regelung nach den CPR 102
(1) Materielle Regelung 102
(2) Prozessuale Abwicklung 103
(a) Zeitpunkt und Genehmigungspflicht 103
(b) Direktionsrecht des Gerichts 103
e) Erweiterung der Third Party Notice 104
aa) Alte Regelung nach den RSC 104
bb) Neue Regelung nach dem CPR 104
f) Parteierweiternde Widerklage (Counterclaim) 105
aa) Alte Regelung nach den RSC 105
(1) Materielle Voraussetzungen 105
(2) Prozessuale Abwicklung 105
bb) Neue Regelung nach den CPR 107
(1) Materielle Voraussetzungen 107
(2) Prozessuale Abwicklung 107
g) Interventionsklage 107
aa) Alte Regelung 107
(1) Regelungsgehalt 107
(2) Prozessuale Abwicklung 108
bb) Neue Regelung 109
(1) Prozessuale Ausgestaltung 109
(2) Prozessuale Abwicklung 110
h) Joinder of Parties 110
aa) Alte Regelung 110
bb) Neue Regelung 111
i) Gerichtsstand 111
j) Stellung des Dritten 111
k) Zwang zur Drittbeteiligung 111
aa) Alte Regelung 111
bb) Neue Regelung 112
l) Representative Action 112
aa) Ausgangslage 112
bb) Regelungskonzeption der Gruppenklage 113
cc) Alte Regelung 113
(1) Materielle Voraussetzungen 113
(2) Prozessuale Abwicklung 113
(3) Urteilswirkungen 114
dd) Neue Regelung 114
(1) Materielle Voraussetzungen 114
(2) Prozessuale Abwicklung 115
(3) Urteilswirkungen 115
m) Group Litigation 115
aa) Einführung 115
bb) Materielle Voraussetzungen 116
cc) Prozessuale Abwicklung 116
dd) Stellung der Parteien 117
ee) Test Claim 118
n) Zusammenfassung 118
2. Die Drittbeteiligung in den USA 119
a) Einführung 119
b) Das Vouching In 119
aa) Einführung 119
bb) Materielle Voraussetzungen 120
cc) Prozessuale Abwicklung 120
dd) Conflict of Interests 121
c) Third-Party Practice 122
aa) Einführung 122
bb) Materiellrechtliche Voraussetzungen 123
(1) Grundsätzliche Regelung 123
(2) Erweiterungen der Third-Party Practice 124
(a) Durchgriffshaftung 124
(b) Umfassende Verfahrensöffnung 125
(3) Widerklage Dritter versus Kläger 127
(4) Rückgriffshaftung gegen bestehende Partei 127
cc) Zeitpunkt und Zulassung der Third-Party Practice 128
(1) Zeitpunkt der Erhebung 128
(2) Genehmigungspflicht 128
dd) Besonderer Gerichtsstand 130
ee) Disposition der Parteien 130
ff) Stellung des Third-Party Defendant 131
d) Counterclaim (Cross-Claim) 132
aa) Ausgangslage 132
bb) Voraussetzungen des Cross-Claim 132
e) Interpleader 133
f) Joinder of Parties 134
g) Class Action 134
aa) Ausgangslage 134
bb) Materielle Voraussetzungen 134
cc) Prozessuale Abwicklung 135
dd) Urteilswirkungen 135
ee) Zusammenfassung 136
h) Zusammenfassung 136
VII. Die Drittwiderklage als Instrument der Prozessökonomie – Versuch einer Bewertung 138
1. Prozessökonomie als immanentes Ziel der Drittwiderklage 138
2. Prozessökonomie – die Notwendigkeit einer Definition 138
3. Prozessökonomie im historischen Wandel 140
a) Relevanz für die Problemstellung 140
b) Römisches Recht 141
c) Vom Reichskammergericht bis zu den preußischen Justizreformen 141
d) Von der CPO zu den jüngsten Reformvorschlägen 142
e) Stellungnahme 144
4. Prozessökonomie in der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft 145
a) Definitorische Ansätze in der Rechtsprechung 145
b) Definitorische Ansätze in der Rechtswissenschaft 145
aa) Die Ansicht Schumanns 145
bb) Die Ansicht v. Mettenheims 146
cc) Die Ansicht Lükes 147
c) Interdisziplinäre Ansätze 147
aa) Ausgangslage 147
bb) Erste Schriften der Staatswissenschaft 148
cc) Institutionalismus und Historische Schule 149
dd) Das Coase Theorem 151
ee) Ökonomische Analyse des Zivilprozessrechts 152
d) Stellungnahme 154
5. Mikroökonomischer Lösungsansatz 156
a) Ausgangslage 156
b) Nutzwertanalyse zur ökonomischen Bewertung der Drittwiderklage 157
c) Kritik der juristischen Literatur 160
d) Rechtfertigung des Lösungsansatzes 161
6. Zweckbestimmung des Zivilprozesses 163
a) Ausgangslage 163
b) Subjektive Rechte als Ausgangspunkt 166
aa) Interessendurchsetzung als Verfahrenszweck 167
bb) Freiheitsmodell 167
cc) Kritik an dem subjektiven Prozesszweckverständnis 169
dd) Stellungnahme 171
c) Utilitaristische Verfahrensziele 171
aa) Ausgangslage 171
bb) Objektive Rechtsbewährung 172
cc) Herstellungsfunktion 173
dd) Friedensfunktion 174
ee) Wahrheitsermittlung 175
d) Verfassungsrechtliche Perspektive 175
aa) Justizgewährungsanspruch als Ausgangslage 175
bb) Rechtliches Gehör 176
cc) Effektiver Rechtsschutz – Prozessökonomie als Teilzweck des Zivilprozesses 177
dd) Rechtswegklarheit 179
(1) Ausgangslage 179
(2) Anforderungen an die Rechtswegklarheit 180
ee) Waffengleichheit 180
e) Vermeidung widersprüchlicher Entscheidungen – ein Prozesszweck? 181
aa) Ausgangslage 181
bb) Der Meinungsstand der deutschen Literatur 181
(1) Die überwiegende Ansicht in der Literatur 181
(2) Die Ansicht Häsemeyers und Schacks 182
cc) Stellungnahme 183
f) Verfahrensmaximen 184
g) Gewichtung der Prozessziele 185
aa) Ausgangslage 185
bb) Vorrang individueller Interessen 185
cc) Präferenzen innerhalb des Justizgewährungsanspruchs 185
VIII. Nutzwertanalyse der Zielbeiträge 187
1. Kategorisierung der Zielbeiträge 187
a) Vorbemerkung 187
b) Garantieklage 187
c) Interventionsklage 188
d) Eigentliche Drittwiderklage 189
e) Drittklage 189
2. Ökonomische Bewertung der Zielbeiträge 190
a) Garantieklage 190
aa) Nutzenbewertung im Hinblick auf die Prozessziele 190
bb) Nutzenbewertung im Vergleich zur Streitverkündung 191
(1) Regelungszweck der Streitverkündung 191
(2) Regelungskonzeption der Streitverkündung 191
(3) Ökonomische Bewertung 191
b) Interventionsklage 192
aa) Nutzenbewertung im Hinblick auf die Prozessziele 192
bb) Nutzenbewertung im Vergleich zur Beiladung 193
(1) Ausgangslage 193
(2) Beiladungsregelung des deutschen Verwaltungsprozessrechts 194
(3) Ökonomische Bewertung der Beiladung 195
c) Eigentliche Drittwiderklage 195
aa) Nutzenbewertung im Hinblick auf die Prozessziele 195
bb) Nutzenbewertung im Vergleich zur Prozessverbindung 196
d) Drittklage 196
e) Zusammenfassung 197
3. Ventilierung der Drittwiderklagebefugnis 197
a) Steuerung durch prozessuale Ausgestaltung 197
b) Bezugsnähe Hauptprozess/Drittwiderklage („Konnexität“) 197
c) Gerichtsstand 199
aa) Ausgangslage 199
bb) Grundkonzeption des deutschen Zuständigkeitsrechts 200
cc) Besonderer Gerichtsstand in den übrigen Zielbeiträgen 201
dd) Stellungnahme 202
d) Widerklageprivilegien 203
aa) Problemstellung 203
bb) Die Ansichten der deutschen Literatur und Rechtsprechung 203
cc) Stellungnahme 204
e) Zeitpunkt 205
aa) Problemstellung 205
bb) Regelungen der untersuchten Rechtsordnungen 206
cc) Stellungnahme 207
f) Quantitative Regulierung 207
aa) Lösungsmodelle in den untersuchten Rechtsordnungen 207
bb) Lösungsmodelle in der deutschen Rechtslehre 208
(1) Prozesstrennung gem. § 147 ZPO 208
(2) Repräsentationsgedanke des englischen und amerikanischen Zivilprozessrechts 208
(3) Übersichtlichkeit als Zulassungskriterium 209
(4) Testfall – Verfahren nach dem englischen CPR 210
cc) Rechtsgedanke des § 65 Abs. 3 VwGO 211
dd) Stellungnahme 212
g) Missbrauch 213
aa) Lösungen in den untersuchten Rechtsordnungen 213
bb) Stellungnahme 214
h) Zwang zur Drittwiderklage 214
aa) Problemstellung 214
bb) Stellungnahme 216
IX. Zusammenfassung 217
Literaturverzeichnis 221
Sachverzeichnis 236