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Hartmann, B. (2005). Volksgesetzgebung und Grundrechte. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51821-0
Hartmann, Bernd J.. Volksgesetzgebung und Grundrechte. Duncker & Humblot, 2005. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51821-0
Hartmann, B, (2005): Volksgesetzgebung und Grundrechte, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51821-0

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Volksgesetzgebung und Grundrechte

Hartmann, Bernd J.

Münsterische Beiträge zur Rechtswissenschaft, Vol. 160

(2005)

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Abstract

Grundrechte berechtigen den Bürger und binden den Staat, insbesondere den Gesetzgeber. Was aber gilt, wenn der Bürger selbst Gesetze gibt? Ist er dann als (gesetzgebender) Bürger grundrechtsberechtigt oder als (staatlicher) Gesetzgeber grundrechtsgebunden? Das Spannungsfeld, das die Begriffe des gesetzgebenden Bürgers und des bürgerlichen Gesetzgebers beschreiben, liegt im Herzen des Staatsrechts, betrifft es doch die Grundrechte und das Staatsorganisationsrecht gleichermaßen. Angesprochen sind Grundlagen des Gemeinwesens, namentlich das Verhältnis von Staat und Gesellschaft, und Grundfragen des Rechts, etwa die Beziehung von subjektiven Rechten und staatlichen Kompetenzen.

In seinem Band "Volksgesetzgebung und Grundrechte" erörtert Bernd Hartmann das Verfahren der Volksgesetzgebung, das mittlerweile alle Länder der Bundesrepublik kennen. Methodenbewusst und normtextorientiert unternimmt der Verfasser den Versuch, auf den verschiedenen Stufen des Volksgesetzgebungsverfahrens (Entwurfsfertigung, Bürgerbegehren, Volksentscheid usw.) jeweils zu bestimmen, ob die Bürger (grundrechtsgebunden) Staatsgewalt ausüben oder (grundrechtsberechtigt) Freiheit ausleben. So stellt der Autor seine eigene, differenzierte Antwort gegen die bisher einzige einschlägige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Grundrechtsgeltung im Volksgesetzgebungsverfahren.

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster hat diese Dissertation mit dem Harry-Westermann-Preis 2004 (1. Platz) ausgezeichnet.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 16
Erster Teil: Einleitung: Gegenstand und Gang der Darstellung 23
Zweiter Teil: Volksgesetzgebung: Rechtsquellen und Verfahren 26
Erstes Kapitel: Rechtsquellen der Volksgesetzgebung 26
Zweites Kapitel: Struktur und Reichweite der Volksgesetzgebung 29
Drittes Kapitel: Verfahren der Volksgesetzgebung 31
Viertes Kapitel: Rechtsfolgen der Volksgesetzgebung 42
Dritter Teil: Grundlagen: Staat und Gesellschaft 43
Erstes Kapitel: Geschichte 43
§ 1 Zentralisierung der Herrschaftsgewalt in der absoluten Monarchie 44
§ 2 Entpersonalisierung der Staatsgewalt in der konstitutionellen Monarchie 47
§ 3 Konturierung der Gesellschaft im Licht des Wohlfahrtsstaats 50
§ 4 Wechselwirkungen zwischen Staat und Gesellschaft 54
Zweites Kapitel: Geltendes Recht 57
§ 1 Unterscheidung von öffentlichem und privatem Recht 57
§ 2 Unterscheidung von subjektivem Recht und Kompetenz 58
A. Gründe 60
B. Konsequenzen 62
§ 3 Unterscheidung von Grundrechtsberechtigung und Grundrechtsbindung 66
Vierter Teil: Grundrechte: Berechtigung und Bindung 70
Erstes Kapitel: Methodische Vorüberlegungen im Licht der Rechtsprechung 70
§ 1 Lösung des Bundesverfassungsgerichts 70
§ 2 Kritik, methodische Vergewisserung und eigener Ansatz 74
A. Auslegung geltenden Rechts 74
I. Statuslehre nach Georg Jellinek 75
II. Lehre von den Grundrechtsfunktionen 78
B. Grundgesetz als Maßstab 80
C. Problem als Zuordnungsproblem 82
I. Zuzuordnender Sachverhalt: Rechtsverhältnisse 83
II. Maßgebende Tatbestände: Bindungsnorm vor Berechtigungsnormen 85
Zweites Kapitel: Ausleben der Freiheit und Ausüben der Staatsgewalt 88
§ 1 Allgemeines zur Auslegung der Bindungsnorm 88
A. Zur grammatischen Auslegung des Art. 1 Abs. 3 GG 89
B. Zur systematischen Auslegung mit Art. 20 Abs. 2 S. 2 GG 90
I. Relevanz der Vorschrift 90
II. Numerus clausus der Ausübung von Staatsgewalt 92
III. Reichweite der Wendung „vom Volke“ 93
IV. Asynchronitätsargument versus Kreationsnorm 95
C. Zur historischen Auslegung des Art. 1 Abs. 3 GG 96
D. Zur genetischen Auslegung des Art. 1 Abs. 3 GG 97
§ 2 Grundrechtsbindung bei der Volksgesetzgebung 98
A. Ausfertigung, Verkündung und Anwendung des Volksgesetzes 98
B. Abstimmung über ein Volksgesetz 102
C. Vorstufen der Abstimmung 104
I. Maßstab 104
1. Wortlautgrenzen 105
2. Kriterium der Notwendigkeit 105
3. Konkretisierung in Anlehnung an Art. 76 ff. GG 106
II. Anwendung 109
1. Begehren 110
2. Entscheid und Zugang zur Abstimmung 110
3. Ausfertigung und Verkündung 111
III. Ergebnis 112
§ 3 Grundrechtsberechtigung bei der Volksgesetzgebung 112
A. Antrag auf Zulassung des Begehrens 112
B. Abstimmungskampf 115
I. Begründung des Grundrechtsschutzes 115
II. Exkurs: Grundrechts- und Demokratietheorie 120
C. Zielfindung und Entwurfsfertigung 121
Drittes Kapitel: Rechtsvergleich: Parallelprobleme in den USA 122
Fünfter Teil: Konsequenzen: Verfahrens- und Prozessrecht 132
Erstes Kapitel: Spielräume bei der Setzung von Volksgesetzgebungsrecht 132
Zweites Kapitel: Verfahrensrecht 136
§ 1 Verfahrensrechtliche Abstimmungsgrundsätze 136
A. Freiheit der Abstimmung? 136
I. Abstimmungspflicht 136
1. Abstimmungshandlung als Kompetenzausübung 137
2. Analogie zur Freiheit der Wahl? 137
a) Wahlfreiheit als Gegensatz zur Wahlpflicht 138
b) Voraussetzungen der Analogie 140
aa) Art. 28 GG statt Art. 38 GG 142
bb) Regelungslücke 143
cc) Interessenlagen bei Wahlen und Abstimmungen 146
c) Ergebnis 149
II. Abstimmungsmaßstab 149
III. Mehrzahl an Vorschlägen? 151
IV. Verbot äußeren Zwangs 152
B. Unmittelbarkeit der Abstimmung 153
C. Allgemeinheit und Gleichheit der Abstimmung 154
D. Geheimheit der Abstimmung 155
E. Ergebnis 158
F. Exkurs: Wahlen und Abstimmungen in Parlament und Volk 158
§ 2 Verfahrensrechtliche Kontrollbefugnisse 161
A. Grundrechtsbindung 161
B. Maßstab der Normsetzung 164
Drittes Kapitel: Prozessrecht 165
§ 1 Grundrechtsverhältnisse 166
A. Verwaltungsgerichtlicher Rechtsschutz 166
I. Abstimmungskampf, Zielfindung, Entwurfsfertigung 167
II. Antrag auf Durchführung des Begehrens 169
III. Rechtsschutz gegen Volksgesetze 170
B. Landesverfassungsgerichtlicher Rechtsschutz 172
C. Bundesverfassungsgerichtlicher Rechtsschutz 177
I. Verfassungsbeschwerde 178
1. Beschwerdefähige Rechte und ihre Träger 178
a) Gleichheit und Geheimheit der Abstimmung? 178
b) Abstimmungskampf: Grundrechte samt Chancengleichheit 179
c) Rechtsschutz gegen Volksgesetze 183
d) Exkurs: Rechtsprechung zum Stimmrecht 184
2. Besonderheiten bei Personenmehrheiten 185
3. Bundes- und Landesverfassungsgerichtsbarkeit 187
II. Kommunalverfassungsbeschwerde 188
§ 2 Organisationsrechtsverhältnisse 189
A. Verwaltungsgerichte 190
I. Begehren: Feststellung der Zulässigkeit 190
1. Richtige Klageart 190
2. Klagebefugnis 194
II. Entscheid: Durchführung, Abstimmung und Prüfung 197
1. Durchführung des Bürgerentscheids 197
2. Teilnahme an der Abstimmung 198
3. Abstimmungsprüfung 201
III. Rechtsschutz gegen aufsichtsrechtliche Maßnahmen 201
IV. Präventiver Rechtsschutz gegen Volksgesetze 202
B. Landesverfassungsgerichtlicher Rechtsschutz 203
I. Präventive Normenkontrolle im Zulassungsverfahren 203
II. Organstreitigkeiten über die Durchführung der Volksgesetzgebung 204
III. Repressive Normenkontrolle 209
C. Bundesverfassungsgerichtlicher Rechtsschutz 210
I. Organstreitigkeiten über die Durchführung der Volksgesetzgebung 210
II. Rechtsschutz gegen Volksgesetze 212
§ 3 Ergebnis 213
Sechster Teil: Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse 215
Anhang: U.S.-amerikanische Vorschriften 218
Literaturverzeichnis 220
Stichwortverzeichnis 249