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Der Compliance-Beauftragte

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Klopp, T. (2012). Der Compliance-Beauftragte. Arbeitsrechtliche Stellung und Funktion in der Compliance. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53720-4
Klopp, Thorben. Der Compliance-Beauftragte: Arbeitsrechtliche Stellung und Funktion in der Compliance. Duncker & Humblot, 2012. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53720-4
Klopp, T (2012): Der Compliance-Beauftragte: Arbeitsrechtliche Stellung und Funktion in der Compliance, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53720-4

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Der Compliance-Beauftragte

Arbeitsrechtliche Stellung und Funktion in der Compliance

Klopp, Thorben

Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht, Vol. 307

(2012)

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About The Author

Geb. 1981 in Schleswig, Abitur 2001, Zivildienst; Jurastudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen WS 2002/03 – SS 2007, Erstes Staatsexamen Juni 2007; 2003–2005 Hilfskraft am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Jan Schapp), seit 2004 am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht (Prof. Dr. Wolf-Dietrich Walker), Oktober 2007 – März 2010 wiss. Mitarb. ebendort; 2009 Dozent Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Gießen; seit April 2010 Rechtsreferendar am Hanseatischen OLG.

Abstract

Thorben Klopp untersucht die arbeitsrechtliche Stellung des Compliance-Beauftragten unter Beachtung wertpapierrechtlicher Besonderheiten. Aufgrund des Schutzzwecks von Compliance verneint der Autor eine Weisungsfreiheit des Compliance-Beauftragten in Abgrenzung von den gesetzlichen Beauftragten, um in der Folge einen Modus aufzuzeigen, wie der Compliance-Beauftragte mit aufgedeckten Rechtsverstößen umzugehen hat. Ablehnend diskutiert Klopp einen ausdrücklichen, ungeschriebenen oder analogen besonderen Kündigungsschutz des Compliance-Beauftragten, um in einem weiteren Schritt die Besonderheiten bei einer personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten sowie bei einer außerordentlichen Kündigung darzulegen. Schließlich wirft der Autor einen Blick auf das Verhältnis des Compliance-Beauftragten zum Betriebsrat, wobei die Inkompatibilität der beiden Funktionen festgestellt wird.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Erster Teil: Einführung 17
§ 1 Einleitung 17
§ 2 Gang der Darstellung 19
Zweiter Teil: Compliance im Unternehmen 21
§ 3 Definition und Entstehung von Compliance 21
A. Definition von Compliance 21
B. Entstehung von Compliance 24
I. Entwicklung im angloamerikanischen Rechtskreis 25
II. Entwicklung in Deutschland 28
§ 4 Aktuelle Bezüge 32
§ 5 Wirtschaftliche Bedeutung von Compliance 35
A. Imageschäden 35
B. Schadensersatzansprüche 38
C. Vergabesperren 40
D. Bußgelder 40
I. Bußgelder für Kartellverstöße 40
II. Sonstige Bußgelder 42
E. Untersuchungen im Unternehmen 43
F. Einbrechen des Börsenkurses 43
G. Persönliche Konsequenzen für Gesellschaftsorgane 43
I. Persönliche Belangung durch das Unternehmen 44
II. Verhängung von Bußgeldern nach dem OWiG 44
H. Sonstige Risikobereiche 45
I. Zusammenfassung 46
§ 6 Ausprägungen von Compliance 48
A. Struktur und Verortung 48
I. Materielle Compliance 49
1. Verhältnis zur Corporate Governance 49
a) Begriffsbestimmung 49
b) Abgrenzung 49
c) Deutscher Corporate Governance Kodex 50
2. Verhältnis zu Ethikrichtlinien 52
3. Funktionen von Compliance 54
a) Schutzfunktion 54
b) Beratungs- und Informationsfunktion 56
c) Kontroll-, Überwachungs- oder Monitoringfunktion 57
d) Marketing-Funktion 58
4. Sektorspezifische Compliance 59
5. (Über-)Regulierungstendenzen 61
II. Compliance-Organisation 62
1. Pflicht zur Einrichtung einer Compliance-Organisation 62
a) Ausdrückliche gesetzliche Compliance-Pflichten 62
b) Allgemeine Compliance-Pflicht 64
aa) Meinungsstand 65
bb) Zusammenfassung und Stellungnahme 70
2. Organisationsgestaltung 72
a) Bestandsaufnahme 72
b) Kontinuität 74
c) Angemessener Organisationsgrad 75
B. Umsetzungswerkzeuge 78
I. Ausgangslage 78
II. Einzelne Bausteine 81
1. Commitment; Mission-Statement 81
2. Compliance-Handbuch 84
3. Schulungen 87
4. Dokumentation 92
5. Steuerung der Informationsflüsse 94
a) Allgemeines 94
b) Whistleblowing-System 96
6. Ethikkodex 98
a) Inhalt und Funktion 98
b) Betriebliche Mitbestimmung 100
aa) Mitbestimmungstatbestände 101
bb) Bezugspunkt der Mitbestimmung 102
cc) Ausübung der Mitbestimmung 105
7. Krisenmanagement 106
8. Compliance-Beauftragter 108
C. Abgrenzung von Revision und Controlling 111
D. Verhältnis zum allgemeinen Risikomanagement 113
E. Einbindung von AGG-Organisationspflichten 113
I. Erforderliche Maßnahmen nach § 12 Abs. 1 AGG 114
II. Beschwerderecht nach § 13 Abs. 1 AGG 115
Dritter Teil: Der Compliance-Beauftragte 117
§ 7 Einführung 117
§ 8 Das Verhältnis zu den gesetzlichen Beauftragten 121
A. Gesetzliche Beauftragte und Compliance 121
I. Definition und Wesensmerkmale 122
II. Verhältnis zur Compliance 123
B. Berührungspunkte zwischen Compliance-Beauftragtem und gesetzlichem Beauftragtenwesen 125
I. Ausrichtung an Allgemeinwohlbelangen 126
II. Gesetzlicher Bestellungszwang 128
III. Gesetzliche Pflicht- und Kompetenzzuweisung 130
IV. Ergebnis 131
§ 9 Das arbeitsrechtliche Grundverhältnis 133
A. Ausgangslage 133
B. Leitender oder nicht leitender Angestellter 135
I. Regelungsgehalt des § 5 Abs. 3, 4 BetrVG 135
II. Tatbestände des § 5 Abs. 3 S. 2 BetrVG 137
1. § 5 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 BetrVG 137
2. § 5 Abs. 3 S. 2 Nr. 2 BetrVG 138
3. § 5 Abs. 3 S. 2 Nr. 3 BetrVG 140
4. Ergebniskorrektur durch § 5 Abs. 4 BetrVG 144
C. Verhältnis zwischen arbeitsrechtlichem Grundverhältnis und Compliance-Funktion 145
I. Trennungsprinzip 146
1. Bestellung und Anstellung 146
2. Bedeutung für den Compliance-Beauftragten 148
II. Zuweisung der Compliance-Tätigkeit 149
1. Zuweisung per Direktionsrecht 149
2. Zuweisung per Arbeitsvertrag 151
3. Konsequenzen für Amtsniederlegung und Abberufung 151
§ 10 Die Einsetzung des Compliance-Beauftragten 153
A. Geeignete Personen 153
I. Ausgangslage 153
II. Konkrete Ausgestaltung 154
1. Interne Besetzung oder Neueinstellung 154
2. Mitglied der Geschäftsleitung als Compliance-Beauftragter 155
3. Outsourcing der Funktion des Compliance-Beauftragten 158
a) Vor- und Nachteile 159
b) Vergleich mit den gesetzlichen Beauftragten 160
c) Besonderheiten im Wertpapierdienstleistungsunternehmen 161
d) Juristische Person als Compliance-Beauftragter 161
4. Anforderungsprofil und mögliche Synergieeffekte 162
a) Tendenzen und Vorschläge 162
b) Fachkunde und Zuverlässigkeit 164
aa) Fachkunde 165
bb) Zuverlässigkeit 167
B. Einsetzung und Abberufung 168
C. Betriebliche Mitbestimmung 172
I. Rechte des Betriebsrats 172
1. Einstellung und Versetzung 172
a) Personelle Einzelmaßnahme 172
b) Zustimmungsverweigerung 174
aa) Zustimmungsverweigerung nach § 99 Abs. 2 Nr. 1 BetrVG 175
bb) Zustimmungsverweigerung nach § 99 Abs. 2 Nr. 3 BetrVG 177
cc) Zustimmungsverweigerung nach § 99 Abs. 2 Nr. 6 BetrVG 178
2. Funktionszuweisung 179
3. Unterrichtungsrechte 180
4. Kündigung 181
II. Rechte des Sprecherausschusses 181
D. Eingliederung in die Unternehmenshierarchie 182
§ 11 Rechte, Pflichten und Funktionen des Compliance-Beauftragten 185
A. Verortung der Compliance-Verantwortung 185
I. Delegation 186
II. Auswirkungen auf die Haftung des Unternehmens 188
III. Ergebnis 189
B. Funktionen des Compliance-Beauftragten 189
I. Schutzfunktion 190
II. Beratungsfunktion 190
III. Kontrollfunktion 191
IV. Initiativfunktion 192
C. Kassationsrecht gegenüber dem Compliance-Beauftragten 193
D. Weisungsrecht gegenüber dem Compliance-Beauftragten 193
I. Problemaufriss 193
II. Weisungsfreiheit als Element der Unabhängigkeit des Compliance-Beauftragten 195
1. Disziplinarische Unabhängigkeit; Weisungsfreiheit 196
2. Weisungsfreiheit contra Arbeitnehmerbegriff 197
3. Situation im Wertpapierdienstleistungsunternehmen 198
a) Weisungsfreiheit gegenüber der Unternehmensleitung 199
aa) Wortlaut der „Compliance-Richtlinie“ 199
bb) Wortlaut der §§ 33 WpHG, 12 WpDVerOV 200
cc) Systematik 201
dd) Sinn und Zweck 202
ee) Wesensmerkmal der Beauftragtenstellung 203
ff) Ergebnis 204
b) Weisungsfreiheit gegenüber anderen Stellen 205
4. Situation in den übrigen Wirtschaftsbereichen 206
E. Organisatorische Unabhängigkeit 207
F. Finanzielle Unabhängigkeit 208
G. Berichtspflicht 211
I. Berichtspflicht gegenüber der Unternehmensleitung 212
II. Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat 214
H. Weisungsrecht des Compliance-Beauftragten 217
I. Allgemein 217
II. Speziell im Wertpapierdienstleistungsunternehmen 219
III. Ergebnis 221
I. Eskalationsrecht 221
J. Zutritts-, Auskunfts- und Einsichtsrechte 223
K. Vortragsrecht 224
L. Anhörungsrecht 225
M. Recht auf Freistellung und Besoldung bei Fortbildungsmaßnahmen 226
N. Benachteiligungs- und Begünstigungsverbot 227
I. Benachteiligungsverbot 227
II. Begünstigungsverbot 228
§ 12 Der Umgang mit aufgedeckten Rechtsverstößen 229
A. Bedeutung und Aktualität 229
B. Verortung 231
C. Die interne Anzeige 232
I. Ausdrückliche arbeitsvertragliche Vereinbarung 233
II. Nebenpflicht aus dem Arbeitsverhältnis 233
D. Die externe Anzeige 235
I. Anzeigepflicht 236
1. De lege lata 236
2. De lege ferenda 237
II. Anzeigerecht 238
1. Rechtlicher Rahmen 238
a) Ausgangslage 238
b) Arbeitsvertrag 238
aa) Verschwiegenheitspflicht 239
(1) Abgrenzung zu § 17 Abs. 1 UWG 239
(2) Bedeutung bei Anzeige von Rechtsverstößen 241
bb) Loyalitätspflicht 242
cc) Schadensabwendungspflicht 242
c) Allgemeine strafrechtliche Grenzen 242
d) Grundrechtliche Implikationen 243
2. Konkrete Ausgestaltung 245
a) Grundsatz: gestuftes Vorgehen 245
b) Ausnahme: sofortige Anzeige bei Unzumutbarkeit 247
3. Übertragung auf den Compliance-Beauftragten 249
a) Ausweitung der Rücksichtnahmepflicht 250
b) Stärkere Bindung an das gestufte Vorgehen 252
c) Gänzliche Versagung des Anzeigerechts 254
d) Im Speziellen: Rechtsverstoß auf Leitungsebene 256
aa) Ausgangslage 256
bb) Reaktionsmöglichkeiten 257
cc) Beendigung der Compliance-Tätigkeit 258
E. Arbeitsvertragliche Modifikationen 259
I. Rechtlicher Rahmen 259
II. All-Klauseln 260
F. Zeitliche Dimension der Rücksichtnahmepflicht 261
§ 13 Haftung des Compliance-Beauftragten 263
A. Haftung im Innenverhältnis 263
B. Haftung im Außenverhältnis 264
I. Vertragliche und quasivertragliche Ansprüche 264
1. Grundsatz 264
2. Im Speziellen: Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte 265
a) Leistungsnähe 265
b) Schutzinteresse des Gläubigers 266
c) Erkennbarkeit für den Schuldner 266
d) Schutzbedürftigkeit des Dritten 267
e) Ergebnis 267
II. Deliktische Ansprüche 267
1. Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17.7.2009 268
a) Meinungsstand 268
b) Handlungsempfehlungen 273
c) Stellungnahme 274
2. Konsequenzen für die deliktische Haftung 276
C. Einschränkung der Arbeitnehmerhaftung 277
I. Grundsätze der Haftungseinschränkung 277
1. Dogmatische Grundlage 278
2. Tatbestandsvoraussetzungen 279
3. Umfang der Haftungseinschränkung 280
II. Einbeziehung des Compliance-Beauftragten 282
1. Grundsätzliche Einbeziehung 282
a) Arbeitnehmerstellung 282
b) Vergleich mit den leitenden Angestellten 282
c) Vergleich mit den gesetzlichen Beauftragten 285
2. Anpassung an die Compliance-Funktion 287
a) Gesteigerter Sorgfaltsmaßstab 287
b) Berücksichtigung der Gesamtumstände 289
c) „Echtes“ Mitverschulden des Arbeitgebers 292
III. Vertragliche Regelung: Haftungsvereinbarung 293
§ 14 Die kündigungsrechtliche Stellung des Compliance-Beauftragten 297
A. Einleitung und Skizzierung der Interessenlage 297
B. Verortung 298
C. Befund de lege lata 298
D. Ungeschriebener Kündigungsschutz und Analogie 300
I. Kündigungsschutz als Ausprägung des Benachteiligungsverbots 301
II. Kündigungsschutz als Folge verstärkten Abberufungsschutzes 302
III. Analoge Anwendung anderer Kündigungsschutzvorschriften 304
IV. Ergebnis 306
E. Arbeitsvertraglich eingeräumter Kündigungsschutz 306
F. Anforderungen an eine ordentliche Kündigung 309
I. Personenbedingte Kündigung 310
II. Verhaltensbedingte Kündigung 312
1. Kündigung wegen Aufdeckung von Gesetzesverstößen 313
2. Kündigung wegen externer Anzeige von Gesetzesverstößen 314
III. Betriebsbedingte Kündigung 315
1. Wegfall der Funktion des Compliance-Beauftragten 317
2. Austausch des Compliance-Beauftragten 319
3. Outsourcing der Funktion des Compliance-Beauftragten 320
IV. Weitere Anforderungen an die ordentliche Kündigung 321
1. Ultima Ratio-Prinzip 321
a) Abmahnung 322
b) Weiterbeschäftigung auf einem anderen freien Arbeitsplatz 325
aa) Bei personenbedingter Kündigung 325
bb) Bei verhaltensbedingter Kündigung 325
cc) Bei betriebsbedingter Kündigung 327
dd) Weitere übergreifende Aspekte 328
ee) Weiterbeschäftigung des Compliance-Beauftragten 328
2. Interessenabwägung 330
3. Sozialauswahl 332
a) Gruppenbildung 333
aa) Bestimmung des Bezugsrahmens 334
bb) Ermittlung vergleichbarer Arbeitnehmer 335
b) Ausnahmen und Auswahlentscheidung 337
G. Außerordentliche Kündigung 338
H. Teilkündigung 341
I. Grundsätze 341
II. Anwendbarkeit auf den Compliance-Beauftragten 343
1. Tatbestandsvoraussetzungen 343
2. Wirksamkeitsvoraussetzungen 345
III. Ergebnis 346
I. Arbeitnehmerkündigung 347
J. Kündigungsberechtigung 348
K. Gesetzlicher Kündigungsschutz als rechtspolitisches Ziel 349
§ 15 Das Verhältnis zum Betriebsrat 351
A. Zusammenarbeit und Einflussmöglichkeiten des Betriebsrats 352
I. § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG 352
II. § 80 Abs. 2 S. 1 BetrVG 353
III. § 89 Abs. 1 S. 2 BetrVG 354
B. Kontrolle des Betriebsrats durch den Compliance-Beauftragten 355
C. Verhältnis von Beauftragtenfunktion und Betriebsratsamt 357
Vierter Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse 359
Fünfter Teil: Ausblick 363
Literaturverzeichnis 365
Sachwortverzeichnis 386