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Römisches Strafrecht

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Mommsen, T.Binding, K. (Ed.) (1899). Römisches Strafrecht. Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Erste Abteilung, vierter Teil. Hrsg. von Karl Binding. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-56134-6
Mommsen, TheodorBinding, Karl. Römisches Strafrecht: Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Erste Abteilung, vierter Teil. Hrsg. von Karl Binding. Duncker & Humblot, 1899. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-56134-6
Mommsen, TBinding, K (ed.) (1899): Römisches Strafrecht: Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Erste Abteilung, vierter Teil. Hrsg. von Karl Binding, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-56134-6

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Römisches Strafrecht

Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Erste Abteilung, vierter Teil. Hrsg. von Karl Binding

Mommsen, Theodor

Editors: Binding, Karl

Duncker & Humblot reprints

(1899)

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About The Author

»Historiker, * 30.11.1817 Garding bei Eiderstedt (Schleswig-Holstein), † 1.11.1903 Berlin-Charlottenburg.

Bis zum 17. Lebensjahr wurde M. zusammen mit seinen beiden jüngeren Brüdern vom Vater unterrichtet. Obwohl dieser Pfarrer war, zeigte M. ein durchgehend distanziertes Verhältnis zum Christentum und zum ›Wunderland Religion‹ überhaupt. 1834–38 besuchte er das Christianeum in Altona, 1838–43 studierte er an der Univ. Kiel, damals zu Dänemark gehörig, Rechtswissenschaft. Nach seiner Promotion über röm. Recht ging er mit einem dän. Stipendium nach Frankreich und Italien, wo er sich unter dem Einfluß von Bartolommeo Borghesi den Inschriften des Kgr. Neapel widmete. Während der Revolution 1848 wandte sich M. als Journalist gegen die dän. Ansprüche auf Schleswig-Holstein. Im gleichen Jahr erhielt er eine rechtswissenschaftliche Professur in Leipzig, die er 1851 verlor, als er mit Moriz Haupt und Otto Jahn gegen den sächs. Verfassungs-Oktroi protestierte. M. fand 1852 Aufnahme in Zürich, ging 1854 nach Breslau und kam auf Intervention Alexander v. Humboldts 1858 an die Berliner Akademie, deren korrespondierendes Mitglied er 1853 geworden war. 1874 wurde er Sekretär der Historisch-Philologischen Sektion und legte den Posten erst 1895 während des Antisemitismus-Streits mit Treitschke nieder. 1861–87 hielt M. – nie habilitiert – regelmäßig Vorlesungen (vier Wochenstunden) und Seminare (zwei Wochenstunden) an der Berliner Universität. Die Themen entstammten überwiegend seinem wichtigsten Forschungsgebiet, der röm. Kaisergeschichte. Zu seinen Schülern gehören O. Hirschfeld, H. Dessau, A. v. Domaszewski, O. Seeck, L. M. Hartmann und U. Wilcken. 1874/75 bekleidete M. das Rektorenamt.

Als M. nach Berlin berufen wurde, hatte er schon 262 Publikationen vorgelegt, darunter seine Römische Geschichte (I–III, 1854–56), verfaßt auf Drängen der Verleger Hirzel und Reimer. Das Werk wurde schnell populär, trotz der Kritik durch D. F. Strauß, Bachofen und Gregorovius, und ist bis heute eines der meistgelesenen und meistübersetzten Geschichtswerke deutscher Sprache. Die ersten drei Bände behandeln die Röm. Republik unter dem Gesichtspunkt einer ›nationalen Einigung‹ Italiens und einer allmählichen Demokratisierung der res publica. Die Römer waren nach M. ›ein freies Volk, das zu gehorchen verstand, in klarer Absagung von allem mystischen Priesterschwindel, in unbedingter Gleichheit vor dem Gesetz und unter sich, in scharfer Ausprägung der eigenen Nationalität.‹ Mit dem Ausgreifen über Italien hinaus und der Proletarisierung, zumal der Landbevölkerung, schien für M. ein Zustand erreicht, dessen innere Probleme nur noch durch die Genialität Caesars zu lösen waren. Dieser war für M. wie für Hegel und Burckhardt der ›größte der Sterblichen.‹ Offen oder verdeckt zog er immer wieder Parallelen zu seiner eigenen Zeit, daher firmieren die Senatoren als ›Junkerklasse‹, die equites als ›Kapitalisten‹. Diese ›Modernisierungen‹ wurden ihm sowohl von Marx als auch von Nietzsche verübelt. Dennoch versuchte M., nicht grundsätzlich anders als diese Autoren, Geschichte zu aktualisieren und in den Dienst einer politischen Pädagogik zu stellen. Dies wollte er auch durch scharfe Wertungen und prägnante Charakteristiken der handelnden Persönlichkeiten erreichen. Der dritte Band endet mit der Vollendung der Monarchie durch Caesars Sieg über die Republikaner (›Legitimisten‹) bei Thapsus 46 v. Chr. Nach langer Pause publizierte M. 1885 eine ›sine ira et studio‹ geschriebene Geschichte der röm. Provinzen in der Kaiserzeit unter dem Serientitel ›Römische Geschichte, Band V‹. 1902 erhielt er für sein großes Werk aufgrund einer Eingabe berühmter Kollegen der Akademie den Nobelpreis für Literatur. Den vierten Band über die Röm. Kaisergeschichte hat M. nie geschrieben; über die Gründe ist schon unter den Zeitgenossen viel gerätselt worden. Einen gewissen Ersatz bieten die 1980 aufgefundenen Vorlesungsnachschriften der M.schen Kaisergeschichte von Sebastian und Paul Hensel. Sie schildern Innen- und Außenpolitik, Hofleben und Verwaltung in Italien und den Provinzen in der Zeit von Caesar bis Alarich und liefern somit ein Gesamtbild der Kaiserzeit, in das sich die entsprechenden ›Reden und Aufsätze‹ (1905), literarische Kabinettstücke, einfügen. 1871–88 veröffentlichte M. sein dreibändiges ›Römisches Staatsrecht‹, bis heute unentbehrlich wie sein ›Römisches Strafrecht‹ (1899). Dazu kommen seine Monographien über Chronologie und Numismatik, seine ›Römischen Forschungen‹ (2 Bde.) und seine postum edierten ›Gesammelten Schriften‹ (8 Bde.). Die Gesamtzahl der publizierten Arbeiten beträgt fast 1600.

M.s Hauptarbeit an der Akademie galt dem ›Corpus Inscriptionum Latinarum‹, dem – gemäß Adolf v. Harnack – aufwendigsten Projekt der Akademie. Es kostete bis 1900 über 400 000 Goldmark. Bei seinem Tode waren 15 der 16 geplanten Teile erschienen. Fünf von ihnen hatte M. selber vorgelegt, für die anderen die Mitarbeiter ausgesucht und ihnen Unterstützung gewährt. Er bestand darauf, daß jede erhaltene Inschrift am Original verglichen wurde, bevor sie in den Druck ging. 1854 schrieb er an seinen Jugendfreund Theodor Storm: ›Diese Inschriftenwelt mit all ihrer Plattitüde und Tenuität steht dem wirklichen Leben doch sehr nah.‹ Daneben war M. beteiligt an der Gründung der Zeitschriften ›Hermes‹ und ›Ephemeris Epigraphica‹ sowie an der Organisation des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom. 1871 entwarf er die neue Satzung, die 1874 aus dem preuß. ein deutsches Institut machte. Eine zweite Sorge galt der Römisch-Germanischen Kommission und der provinzialröm. Archäologie, namentlich der von Wilhelm II. persönlich geförderten, seit 1890 in Gang kommenden Reichs-Limes-Forschung. Ebenso beteiligte sich M. am ›Vocabularium Iurisprudentiae Romanae‹, am ›Thesaurus Linguae Latinae‹, am ›Corpus Nummorum‹ und an den Editionen der Kirchenväter-Kommission. M.s große editorische Arbeiten standen im Zusammenhang mit den ›Monumenta Germaniae Historica‹, für die er mehrere Bände der ›Auctores Antiquissimi‹ und den ersten Teil der ›Gesta Pontificum‹ redigierte. Auf ausgedehnten Reisen durch die europ. Bibliotheken kollationierte er alle Manuskripte selbst. Für die von ihm herausgegebenen Corpora des Römischen Rechts ›Corpus Iuris Civilis‹ und ›Codex Theodosianus‹ griff er auf Vorarbeiten anderer zurück, die dabei ungebührlich in den Hintergrund rückten. Alle diese Editionen sind bis heute Standardwerke der Forschung.

In seinem Testament von 1899 bezeichnete sich M. in Anknüpfung an Aristoteles (pol. 1253 a) als ›animal politicum‹. Nach den Aktivitäten in Rendsburg 1848 und Leipzig 1850 ließ er sich 1863–66 als Mitglied der Fortschrittspartei ins preuß. Abgeordnetenhaus wählen. Im deutsch-franz. Krieg trat er publizistisch nur halbherzig hervor. Er fürchtete um die wissenschaftliche Zusammenarbeit und plädierte später (1900) für eine Abschaffung der Sedan-Feiern. 1873–79 saß er wiederum im preuß. Abgeordnetenhaus, 1881–84 im Reichstag. M. kämpfte vor allem für die finanzielle Ausstattung der Bibliotheken und Universitäten und verfocht im übrigen eine liberale und nationale Politik. Bismarcks Föderalismus hielt er für eine halbe Sache, brüchiges Flickwerk. 1879/80 stellte er sich in der ›Judenfrage‹ gegen Treitschke, der ebenso wie der mit beiden befreundete Herman Grimm (und wie zuvor Ranke und Burckhardt) einen wachsenden Einfluß der Juden fürchtete. Treitschke hatte gefordert, die Juden sollten Deutsche werden, M. meinte, sie seien es. 1901 stemmte er sich im ›Fall Spahn‹ öffentlich gegen konfessionelle Gesichtspunkte bei Berufungen auf Lehrstühle; das preuß. Kultusministerium hatte bei der Besetzung einer historischen Professur in Straßburg mit Rücksicht auf die Elsässer einen Kandidaten wegen seines kath. Bekenntnisses bevorzugt. Aus Mißmut über die bürgerliche Politik begann M., mit den Sozialisten zu sympathisieren, was bisweilen als schockierend empfunden wurde. 1881 strengte Bismarck eine Beleidigungsklage gegen M. an, dessen Protest gegen die ›Politik des Schwindels‹ und den ›größten der Opportunisten‹ offenbar auf den Kanzler gemünzt war. M. bestritt dies und wurde freigesprochen. In seiner erst 1948 bekanntgewordenen Testamentsklausel beklagte er sein Unvermögen als Historiker und bescheinigte seinen deutschen Landsleuten, daß sie aus dem Dilemma zwischen ›politischem Fetischismus‹ und ›Dienst im Gliede‹ nicht herauskämen.

Optimistisch blieb M. im Hinblick auf die Fortschritte der Forschung. Ebenso glaubte er, daß sich Humanität und Zivilisation langfristig durchsetzten. In seiner Römischen Geschichte bezeichnete er als das wahrscheinliche Ziel der modernen politischen Entwicklung ein friedlich-freundliches Nebeneinander der Staaten. Noch im Jahre vor seinem Tod hatte er die Vision einer ›heiligen Allianz der Völker‹, die alle Fehler vermiede, die er dem Imperium Romanum anlastete: Wohlstand vor Freiheit, Egoismus vor Patriotismus, Lebensgenuß vor Geistesarbeit. Zur Kenntnis von M.s Persönlichkeit sind die Reisetagebücher aus Italien von 1844/45 nützlich, ebenso der Briefwechsel mit seinem Schwiegersohn Ulrich v. Wilamowitz-Moellendorff, mit Otto Jahn sowie mit Theodor Storm, mit dem er 1843 eine Gedichtsammlung herausgegeben hatte.

Für die Geschichte der deutschen Altertumswissenschaft ist M. aus drei Gründen bedeutsam: Zum ersten hat er den traditionellen, auf Winckelmann, Goethe und Wilhelm v. Humboldt fußenden Philhellenismus der deutsch-griech. Seelenverwandtschaft erweitert um ein Verständnis für Rom. Für nahezu alle Bereiche der röm. Geschichte verdanken wir ihm grundlegende Schriften. Zum anderen veranschaulicht M. in seinem Werk den Übergang von der ästhetisch-literarischen Geschichtsschreibung des 18. und 19. Jh. zu einer streng analytisch-positivistischen Quellenforschung – eine Entwicklung, die er selbst bedauerte (›Die besten von uns empfinden es, daß wir Fachmänner geworden sind.‹). Zum dritten hat M. historische Forschung zum ersten Mal mit Hilfe der Berliner Akademie in großem Stil organisiert.«

Demandt, Alexander, in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 25–27

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort VII
Inhaltsverzeichniss IX
Berichtigungen XXIV
Erstes Buch: Das Wesen und die Grenzen des Strafrechts 1
Erster Abschnitt. Die Stellung der Strafe im Gesammtrecht 3
Begriff des Strafrechts. Ethische Grundlage 3
Einheitlichkeit 5
Umfang 6
Eintheilung. Terminologie: noxa 7
Crimen 9
Delictum 11
Supplicium; damnum 12
Poena 13
Zweiter Abschnitt. Die Hauszucht 16
Hausunterthänigkeit 16
Verhältniss zur Gemeindegewalt. Sclaven 17
Hauskinder. Weiber. Vestalinnen 18
Delicte 20
Strafformen 23
Strafverfahren 25
Dritter Abschnitt. Das Kriegsrecht 27
Kriegs- und Friedensrecht 27
Kriegsrecht im Allgemeinen 29
Soldatendelicte 30
Soldatenstrafen 31
Kriegsgericht 33
Vierter Abschnitt. Die magistratische Coercition 35
Beschränkung der städtischen Amtsgewalt 35
Wegfall der Sacraldelicte 36
Unbeschränkte Coercition gegen Frauen und Nichtbürger 37
Begriff der beschränkten Coercition 38
Volle und mindere Coercition 39
Zunächst gegen Ungehorsam 40
Ermittelungsverfahren. Unbeschränkte Coercition der provocationsfreien Magistrate 41
Capitalcoercition der patricischen Magistrate : Militärdelict 43
Internationaldelict 45
Freiheitsverlust. Capitalcoercition des Volkstribuns 46
Geisselung 47
Ausweisung. Gefängniss 48
Vermögensconfiscation 49
Magistratische Multirung 50
Plebejische Multirung 52
Pfändung. Appellationsverfahren 53
Fünfter Abschnitt. Das Strafgesetz und die Entwickelung des römischen Strafrechts 55
Strafe und Strafgesetz 55
Bindung der Magistratur 56
Verschollenheit der Anfangszustände 58
Anfänge des öffentlichen Strafrechts. Aelteste öffentliche Delicte 59
Erstreckung des öffentlichen Strafrechts auf Störungen des gemeinen Friedens. Anfänge des Privatstrafrechts 60
Das Vergleichsverfahren desselben 61
Schranken des obligatorischen Vergleichs im Zwölftafelrecht 62
Spätere Umgestaltung der Privatstrafen. Die Magistrate für Coercition und Judication 63
Quästionsprozess. Strafverfahren der Kaiserzeit 64
Sechster Abschnitt. Die Person 65
Bedingungen der Strafe. Die Person. Mangelnde Delictfähigkeit: Sclaven und Thiere 65
Mangelnde Straffähigkeit: Verstorbene 66
Exilirte 68
Exilium des Schuldners; Exilium des Verbrechers 70
Interdiction von Wasser und Feuer 72
Gemeinden 73
Kinder 75
Geisteskranke. Ausschluss der Strafe bei der Rechtshandlung 77
Personale Rechtsungleichheit der Bürger und der Nichtbürger 78
der Freien und der Sclaven 80
Verhältniss des Herrn und des Sclaven 82
Rechtsungleichheit der höchsten Magistratur 83
Siebenter Abschnitt. Der Wille 85
Der gesetzwidrige Wille 85
Kenntniss der Thatsachen. Absichtliche Gesetzverletzung: dolus 86
Fahrlässige Gesetzverletzung: culpa 88
Verhältniss des Strafgesetzes zum Sittengesetz 90
Nichtkenntniss des Strafgesezes 92
Achter Abschnitt. Die That 95
Die gesetzwidrige That 95
Thatbegriff des Privatrechts. Thatbegriff des öffentlichen Rechts 96
Delictisches Zusammenhandeln 98
Gleichstellung der Mitthäter 100
Gleiche Bestrafung derselben 101
Exceptionelle Bestimmungen 102
Neunter Abschnitt. Die personalen und die örtlichen Grenzen des Strafrechts 104
Reichsjustiz 104
Ausländische Strafthaten gegen die Römer 106
Strafthaten auf römischem Gebiet 107
Auslieferung des ausländischen Schuldigen 108
Modificirende Staatsverträge 110
Zehnter Abschnitt. Rechtsungleichheit und Rechtsausgleichung im römischen Reich 113
Reichsrecht und Städterecht 113
Die Rechtsgebiete der abhängigen Städte und der Clientelfürsten 114
Verhältniss der italischen Stadtrechte zum römischen 115
Die Stadtrechte der griechischen Reichshälfte 116
Die römischen Gerichte gegenüber dem nichtrömischen Recht. Das delictische ius gentium 118
Toleranz des römischen Regiments gegenüber dem Ortsrecht 119
Rechtsausgleichung in Folge der Ausdehnung des römischen Bürgerrechts 122
Das allgemeine Reichsrecht der Spätzeit 123
Elfter Abschnitt. Zur römischen Strafgesetzgebung 126
Das vorgeschichtliche Herkommen 126
Formulirung und Niederschrift der Gesetze. Das Zwölftafelgesetz 127
Die späteren Specialordnungen. Die julischen Judiciargesetze 128
Stocken der Legislation von Tiberius bis Diocletian 130
Legislation der Spätzeit 131
Zweites Buch: Die Strafbehörden 133
Erster Abschnitt. Die Beamten und die Rechtskunde 135
Die Judication Attribut der Magistratur 135
Uebersicht der Formen des Strafprozesses 136
Rechtskunde der Beamten 137
Die Berather der Beamten 138
Die Begleiter der Statthalter 139
Die Adsessoren unter dem Principat 140
Zweiter Abschnitt. Der rein magistratische öffentliche Strafprozess 142
Das magistratische nicht comitiale Strafverfahren in der Stadt 142
Ausserhalb der Stadt 144
Ausserordentlicher Charakter des ausserstädtischen Strafprozesses 145
Verfahren wegen Perduellion; bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit 146
Bei Missbrauch der Autonomie. Die quaestio 147
Gerichtsor 148
Verfahren gegen den Abwesenden. Termine. Verteidigung. Beirath 149
Dritter Abschnitt. Der magistratisch - comitiale Strafprozess 151
Criminalcompetenz der Magistrate 151
Der Consuln 152
Der Percluellionsduovirn 154
Der Quästoren 155
Der Volkstribune; der Aedilen 156
Der Beamten allgemein 158
Des Oberpontifex. Untheilbarkeit der Judication 160
Das Volksgericht 161
Verfahren im Volksgericht: diei dictio 163
Anquisitio 164
Urtheilfällung 166
Provocatio 167
Abstimmung der Bürgerschaft 168
Befragung des Senats 169
Politische Bedeutung des Volksgerichts 171
Verfall des Volksgerichts 172
Vierter Abschnitt. Der delictische Privatprozess 175
Der delictische Civilprozess 175
Das Geschworneninstitut 176
Formen der Klagerhebung. Iudex, arbitri, recuperatores 177
Dreimännergericht. Das frühere iudicium publicum 180
Fünfter Abschnitt. Das Geschwornengericht unter magistratischem Vorsitz 186
Der spätere Strafprozess: iudicium publicum 186
Quaestio 187
Accusatio 188
Reus 189
Einführung der Quästionen durch Specialgesetze 190
Das allgemeine Klagrecht bei der Quästion 192
Ordo iudiciorum publicorum und crimina extraordinaria 193
Volksschlüsse für Einzelfälle 196
Das örtliche und personale Strafgebiet der Quästionen 200
Das Strafmass im Quästionsprozess 201
Der delictische Kreis der Quästionen 202
Die einzelnen Gerichtshöfe 203
Die Vorsitzenden Prätoren 205
Die Vorsitzenden Quaesitoren 206
Der Vorsitz in den Singularquästionen 207
Thätigkeit des Vorsitzenden 208
Die Geschwornen und ihre ständische Qualification 209
Sonclerverzeichnisse der Geschwornen für die einzelnen Quästionen 211
Inhabilitätsgründe 212
Bildung des Geschworenengerichts für den einzelnen Prozess 213
Vorschlag und Ablehnung. Sortition 214
Edition 216
Subsortition. Zahl der Geschwornen 217
Sinken und Schwinden des Geschwornengerichts 219
Sechster Abschnitt. Der municipale Strafprozess 222
Ausserstädtische Gerichte 222
Die italischen Präfecturen 223
Entstehung der römischen Stadt innerhalb der Gesammtbürgerschaft 224
Jurisdiction der Magistrate der römischen Bürgerstädte ; der municipale privatdelictische Prozess; der municipale magistratisch-comitiale Prozess 225
Das municipale iudicium publicum 226
Die municipale Strafgewalt unter dem Principat 228
Siebenter Abschnitt. Das statthalterliche Strafrecht 229
Anfänge und Entwickelung der Statthalterschaft 229
Titulatur und Imperium des Statthalters 230
Sprengel des Statthalters 232
Statthalterliche Civiljurisdiction 233
Statthalterlicher Civilprozess 234
Statthalterliche Coercition bei mangelndem Strafrecht 235
Die statthalterliche Strafgerichtsbarkeit unter dem Principat 238
Statthalterliche Strafjustiz über die Nichtbürger 239
Über die Bürger 241
Ergänzung durch die hauptstädtische Rechtspflege 242
Das Schwertrecht der Statthalter 243
Mandirung der statthalterlichen Strafgewalt 245
An die statthalterlichen Unter- und Nebenbeamten 246
An den privaten iudex pedaneus 248
Achter Abschnitt. Der consularisch-senatorische Strafprozess 251
Der senatorische Strafprozess des Principats 251
Competenz des consularisch-senatorischen Gerichts 252
Verhältniss zu den Consuln und zum Kaiser. Cognition. Befreites Gericht 253
Verfahren 254
Mandirung. Appellation 255
Senatorisches Kriegsstandgericht der republikanischen Spätzeit 256
Rechtswidrigkeit des Verfahrens. Der Kampf um das Kriegsstandrecht 257
Das Kriegsstandrecht unter dem Principat 259
Neunter Abschnitt. Die Kaisergerichte des Principats 260
1. Das persönliche Kaiser- und das Hofgericht 260
Rechtsgrund der kaiserlichen Judication 260
Competenz des Kaisergerichts 261
befreites Gericht 262
Ausnahmegericht 263
Verfahren 264
Persönliche Rechtsprechung des Kaisers 265
Das kaiserliche Consilium 266
Die praefect praetorio 267
Verselbständigung des Hofgerichts 268
2. Die kaiserlichen Delegationen 269
Freie Mandirung der kaiserlichen Strafgewalt 269
Specialdelegation 270
Statthalterliches Schwertrecht. Der Stadtpräfect 271
Praefectus annonae und praefectus vigilum 274
Procuratoren 275
3. Die Appellation 275
Appellation vom Mandatar an den mandirenden Kaiser 275
Appellation an den Kaiser auf Grund seiner Obergewalt 276
4. Anfrage bei dem Kaiser 278
Zehnter Abschnitt. Die diocletianischen Beamtengerichte 280
Die Monarchie der Spätzeit. Die persönliche Rechtsprechung des Kaisers 280
Gerichtsbezirke der ersten Instanz 281
Appellationsgerichtsbezirke 282
Appellation an die Stadtpräfecten und die Proconsuln; an das Kaisergericht 283
Specialdelegation. Consultation des Kaisers 285
Elfter Abschnitt. Ständische Strafbehörden 286
Strafverfahren gegen Senatoren 286
Gegen Soldaten 288
Gegen Subalterne 289
Priestergerichte der heidnischen Epoche. Geistliche Gerichte der christlichen 290
Die Kirchenzucht. Kirchliche Gesetzgebung 291
Handhabung der Kirchenzucht 292
Kirchliche Zuchtmittel 293
Competenzgrenzen der staatlichen und der geistlichen Gerichte 294
Geistliche Intercession im Strafprozess 296
Zwölfter Abschnitt. Der Sicherheitsdienst 297
Staatliche Sicherheitsanstalten 297
Sicherheitsbehörden der republikanischen Epoche 298
Die öffentliche Haft 299
Die Fesselung 300
Das Staatsgefängniss 301
Behandlung der Gefangenen 303
Freie Haft. Die municipalen Sicherheitsanstalten 305
In Italien; in Aegypten 306
In den Westprovinzen 307
In Kleinasien 308
Die municipale Sicherheitspflege 309
Militärische Sicherheitsposten unter dem Principat in Rom; in Italien und den Provinzen 311
Militärposten 312
Competenz des Postencommandanten 313
Militärhaft 315
Polizeiliche Verwendung der Soldaten. Frumentarii 318
Agentes in rebus 319
Curiosi 321
Dreizehnter Abschnitt. Zwangsmittel zur Einleitung und zur Durchführung des Strafprozesses 323
Die Zwangsmittel des Strafprozesses 323
Persönliche Ladung 324
Prehension 325
Requisition. Untersuchungshaft 326
Stellungsbürgschaft 327
Beschränkung der Untersuchungshaft in republikanischer Zeit 328
Wiederaufnahme derselben unter dem Principat 329
Edictalladung 33. Strafprozess gegen den Abwesenden 333
Contumacialverfahren unter dem Principat 335
Drittes Buch: Der Strafprozess 337
Erster Abschnitt. Die Formen des Strafprozesses 339
Prozessualische Grundformen 339
Das ursprüngliche Cognitionalverfahren 340
Entwickelung des comitialen Strafprozesses 341
Versagen desselben 342
Aufkommen des Accusationsprozesses. Das Princip desselben 343
Freiwilligkeit der Klagerhebung 345
Die Cognition unter dem Principat 346
Cognitionsfälle des späteren Strafrechts 347
Verhältniss der Accusation und der Cognition in der Spätzeit 351
Zweiter Abschnitt. Gerichtsstand. Gerichtslocal. Gerichtszeit 352
Allgemeinheit der criminellen Verantwortlichkeit; Suspendirung derselben für die Dauer der Magistratur 352
Gerichtsstand. Allgemeine Competenz der höchsten Gerichte 354
Competenzgrenzen der städtischen iudicia privata und iudicia publica 355
Der ausserstädtischen Gerichte. Gerichtsstand des Domicils 356
Gerichtsstand des Thatorts 357
Concurrenz mehrerer Strafbehörden. — Gerichtslocal 358
Oeffentlichkeit des Strafverfahrens und deren Ausschluss 359
Basilicae. Tribunalia 360
Verfahren de piano 361
Auclitoria und secretaria 362
Gerichtszeit. Gerichtsferien 363
Gerichtsstunden 364
Dritter Abschnitt. Die Parteien und die Reclitsbeistände bei der Accusation 366
Der Ankläger als Vertreter der Gemeinde 366
Accusationsprozess im eigenen Interesse des Klägers 367
Allgemeine Ausschliessungsgründe von dem Anklagérecht 368
Magistratische Entscheidung über das Klägerrecht. Concurrenz der Kläger 372
Magistratische Regelung derselben 373
Ausschluss der Vertretung im Strafprozess 374
Rechtsbeistandschaft für den Ankläger ausgeschlossen 375
Rechtsbeistandschaft bei der Vertheidigung 376
Stellung der Advocatur 377
Grenzen der Klagencumulation; Zulässigkeit derselben bei Klagen gegen dieselbe Person 378
Prozessualische Zusammenfassung der Strafthaten verschiedener Personen; im Übrigen Unzulässigkeit der Klagencumulation 379
Vierter Abschnitt. Die Einleitung der Accusation 381
Klageinbringung: petitio 381
Aceusatio; poslulatio; nominis delatio 382
Inscriptio 384
Calumnieneid. Einlassung des Beklagten: in ins vocatio 386
Sacramentum; interrogatio lege 387
Wegfall der Einlassung 388
Folgen und Zeitpunkt der Versetzung in den Anklagestand 390
Trauertracht. Befristung der Straf klage. Ehrenrechtliche Folgen des Reats 391
Uebergang der Straf klage auf die Erben. Criminalrechtliche Litiscontestation 392
Magistratische Regulirung der klägerischen Voruntersuchung 393
Constituirung des Geschwornengerichts 394
Geschworneneide. Festsetzung des Verhandlungstermins 395
Verlegung des Termins 397
Reihenfolge der Prozesse 398
Fünfter Abschnitt. Die Beweismittel 400
Ausschluss des formalen Beweises im Strafprozess 400
Α. Die Aussage und das Zeugniss des Freien 401
Aussage des Freien. Gesetzlich ausgeschlossene Zeugen 401
Aussagezwang im älteren öffentlichen Strafprozess 403
Die Zwangsmittel zur Aussage im magistratischen Strafprozess. Ausschliessung der Folter in republikanischer Zeit 405
Anwendung derselben unter dem Principat 406
Das klägerische Recht der Zeugenladung 408
Gerichtliches und aussergerichtliches Zeugniss 411
B. Die Aussage und das Quasi - Zeugniss des Unfreien 412
Aussage des Unfreien. Grenzen des Aussagezwangs gegenüber dem Unfreien 412
Ausschluss der Sclavenaussage zu Ungunsten des Herrn 414
Die peinliche Frage bei der Aussage der Sclaven 416
C. Die Haussuchung und die Beschlagnahme der Papiere 418
Sechster Abschnitt. Das Beweisverfahren 421
Verlauf des Beweisverfahrens im Accusationsprozess. Passive Haltung des Magistrats und der Geschwornen 421
Instauration des Beweisverfahrens 422
Ampliation 423
Comperendination 424
Aufruf der Parteien und der Geschwornen 425
Die verschiedenen Formen der Einführung des Zeugenbeweises 426
Die einleitenden Parteivorträge. Redefristen 427
Redelitteratur. Beweislegung 429
Verhör des Angeklagten. Vernehmung der Zeugen 430
Aussagen der Unfreien. Vorlegung der Beweisurkunden 432
Beweisfristen. Einwirkung der Instauration auf die Beweislegung 433
Dauer des Verfahrens 434
Siebenter Abschnitt. Die Urtheilfindung 435
Richterliche Ueberzeugung 435
Das Leugnen des Angeklagten und der Reinigungseid 436
Das Geständniss des Angeklagten 437
Implicirtes Geständniss 438
Würdigung der Aussagen dritter Personen 439
Berathung vor der Urtheilfällung 442
Spruchfällung. Mündliche und schriftliche Abstimmung im Geschwornenprozess 444
Auszählung der Stimmen 445
Inhalt des Geschwornenurtheils 446
Strafurtheil im magistratischen Prozess 447
Freisprechung 449
Unabänderlichkeit des Urtheils im Accusationsprozess 450
Achter Abschnitt. Störungen der Strafklage oder der Strafvollstreckung 452
1. Wegfall der anhängigen Straf klage (abolitio) 452
Wegfall des Strafrichters oder des Klägers. Fallenlassen des Strafprozesses 453
Gesetzliche Niederschlagung desselben 455
2. Personale Befreiung von der Strafverfolgung 456
Befreiung von dem Strafverfahren 456
Amnestie 457
3. Das Asylrecht 458
Das romulische Asyl 458
Das griechische Asylrecht 459
Asylrecht des Kaisercultus 460
Das christliche Asylrecht 461
4. Die Intercession und die Appellation der republikanischen Zeit 462
Begriff der Intercession 462
Formen derselben 464
Grenzen der strafrechtlichen Intercession 466
Verbindung der Intercession mit der Reformation in republikanischer Zeit 468
5. Die Appellation der Kaiserzeit 468
Rechtsgrund der Appellation der Kaiserzeit 468
Schranken der Appellation 469
Verlauf derselben 471
Cassatorische und reformatorische Wirkung der Appellation 472
6. Die Begnadigung mit Suspendirung des Rechtskraft des Strafurtheils oder die comitiale Provocation 473
Begriff der comitialen Provocation 473
Modalitäten der Provocation an die Comitien 475
Gnadengesuch 477
7. Die feldherrliche Provocation 477
8. Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand 478
Zulässigkeit und Unzulässigkeit der Aufhebung des Strafurtheils. Nichtigkeitsverfahren gegen den Geschwornenspruch 479
Gesetzliche Cassirung des rechtskräftigen Strafurtheils 481
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand unter dem Principat 483
Inhalt der Restitution 485
9. Befristung des Strafprozesses 487
Neunter Abschnitt. Strafen des Anklägers 490
Aufkommen der Anklägerstrafen 490
1. Wissentlich grundlose Klagerhebung (calumnia) 491
Die criminelle calumnia 491
Begriff derselben 492
Calumnienprozess 493
Calumnienstrafen: Infamie 494
Talion 496
Criminelle calumnia ausserhalb des ordentlichen Strafprozesses 497
2. Ungerechtfertigter Rücktritt von der Anklage (tergiversatio) 498
Rücktritt von der Anklage 498
Verfahren 499
Bestrafung 500
3. Collusion (praevaricatio) 501
Collusion 501
Prozessform. Strafen 502
Zehnter Abschnitt. Belohnungen des Anzeigers und des Anklägers 504
Exceptioneller Charakter der Anzeigebelohnung. Straf befreiung wegen Anzeige 504
Belohnung der Anzeige im Criminalprozess 505
Belohnung des für die Gemeinde prozessführenden Magistrats 506
Des für die Gemeinde civilrechtlich klagenden Privaten 507
Des Klägers im Accusationsprozess 509
Verfahren bei Zuerkennung der Prämien 510
Elfter Abschnitt. Die Protokollirung 512
Aufkommen der Magistratsacten 512
Benennung derselben 514
Führung der Protokolle 515
Form und Inhalt des Protokolls 517
Aufbewahrung der Protokolle 519
Viertes Buch: Die einzelnen Delicte 521
Einleitung 523
Die delictischen Kategorien 523
Grenzen des Strafrechts gegenüber anderen Rechtskreisen 525
Die Kategorien des ältesten Strafrechts. Materieller oder prozessualischer Werth derselben 527
Die Kategorien des späteren Strafrechts 528
Vorzüge und Mängel des römischen Strafrechts 530
Wissenschaftliche Behandlung des römischen Strafrechts. Zwölftafeln. Prätorisches Recht. Civilrecht 533
Bearbeitung der einzelnen Quästionsordnungen 534
Ueberlieferte Ordnung der Delicte 535
Erster Abschnitt. Das Staatsverbrechen (perduellio, crimen maiestatis imminutae) 537
Perduellio 537
Maiestas 538
ασέβεια 539
Das Staatsverbrechen in der ältesten Gesetzgebung 540
Quästionsgesetze. Verhältniss des Staatsverbrechens zu den übrigen Delicten. Mitthäterschaft. Consummirung 541
Thatbestand des Staatsverbrechens im Allgemeinen 542
Uebersicht der Einzelfälle 546
I. Strafbare Gemeinschaft mit dem Landesfeind 546
Ueberlauf 546
Abfall. Landesverrath 547
Bannbruch 549
II. Umsturz der Verfassung 549
Umsturz der republikanischen Verfassung 549
Umsturz der plebejischen Constitution 552
Verhalten der Monarchie zu dem Umsturzverfahren 554
III. Verletzung der Beamten- und der Priesterpflicht 555
Beamtendelicte 555
Priesterclelicte 559
Delicte öffentlicher Mandatare 560
IV. Verletzung der staatlichen Bürgerpflicht 560
Militärverbrechen 561
Aufstand 562
Sonstige Bürgerdelicte 565
V. Verletzung der religiösen Bürgerpflicht 567
Religionsverbrechen der heidnischen Zeit 567
Obligatorische Culthandlungen 568
Verletzung der nationalen und der Reichsreligion 569
Das Judenthum 571
Der Christenglaube 575
Der Manichäismus 576
Polizeiliche Massregeln gegen religiöse Missbräuche 578
VI. Personale Verletzung des Gemeindebeamten 580
Angriff auf das Leben des patricischen oder plebejischen Magistrats 581
Kaisermord. Injuriirung des Magistrats 583
Des Kaisers 583
Behörden für den Majestätsprozess 587
Ungleichheit der Bestrafung 588
verschiedene Bestrafung der Perduellion und des Majestätsverbrechens 589
Strafe des Staatsverbrechens 590
Zweiter Abschnitt. Häresie und Nichtchristenthum 595
Abschaffung der Nationalreligion. Die christliche Staatskirche 595
Das kaiserliche Kirchenregiment 597
Kirchendiebstahl. Kirchenschändung. Blasphemie 598
Das christliche Religionsdelict 599
Die bürgerliche Privilegirung des orthodoxen Christen 600
1. Rechtsstellung der heterodoxen Christen 601
Begriff der Heterodoxie 601
Delictische Folgen der Heterodoxie 603
2. Rechtsstellung der Heiden 605
Der Paganismus 605
Delictische Folgen des Paganismus 707. Ketzerprozess 609
3. Rechtsstellung der Juden 610
Dritter Abschnitt. Der Mord und die gleichgestellten Verbrechen 612
Parriciclium 612
homicidium 613
Das älteste Mordverfahren. Der Mord als öffentliches Verbrechen 614
Quästion für den Mord. Das cornelische Mordgesetz 615
Ausnahmen: straflose Tödtung des Unfreien 616
Des Hauskindes 617
In Nothwehr 620
Im Kriege; im Ausland 621
Nach ältestem Recht des Rechtlosen 622
Nach späterem Recht des Landesfeindes; des Bannbrüchigen; des Ueberläufers 623
Im Wege der Hinrichtung; der Ehebrecherin und des Ehebrechers 624
Wegfall der Rechtlosigkeit 625
Dolus 626
Versuch. Mitthäterschaft 627
Delictkategorien des Mordgesetzes 628
1. Gewaltsamer Mord und Strassenraub (crimen inter sicarios) 629
Gewaltmord 629
Strassenraub. Mordverfahren gegen das Gesinde des Ermordeten 630
Strafe des Mordes 631
2. Missbrauch des Capitalprozesses 632
Magistratische Verletzung des Provocationsrechts 632
Missbrauch des Geschwornenrechts 634
Missbrauch des Zeugnisses 635
3. Giftmischerei und verwandte Delicte 635
Kindesabtreibung 636
Liebestränke. Castration 637
Beschneidung 638
4. Zaubermord und Magie 639
Bestrafung der bösen Zauberer 639
Thatbestand der Magie 641
Strafe der Magie 643
5. Der Nächstenmord (parricidium) 643
6. Böswillige Brandstiftung und Schiffbruchsverbrechen 646
Formen des Mordprozesses 647
Cognitionalverfahren 648
Gesindemordprozess als Erbenpflicht. Cognitionalverfahren bei dem Gesindemord 649
Mordstrafen 650
Vierter Abschnitt. Vergewaltigung (vis) 652
Vis und metus. Erlaubte Gewalt 652
Legislatorische Massregeln hinsichtlich der Vergewaltigung 653
Thatbestand der delictischen Gewalt 655
Aufruhr 657
Gewaltsame Eigenthumsbeschädigung und Aneignung 660
Delictische Gemeinschaft 662
Missbrauch des öffentlichen Amts oder Mandats 663
Einsperrung und Nothzucht 664
Gesandtenverletzung. Beihülfe bei dem Bannbruch. Gräberverletzung. Selbsthülfe. Gewaltprozess 665
Fünfter Abschnitt. Fälschung und Arglist 667
Fälschung 667
Arglist 668
1. Zwölftafelrecht 668
Einzelfälle des ältesten Strafrechts 668
2. Testaments- und Münzfälschung und analoge Delicte 669
Das cornelische Fälschungsgesetz 669
Testamentsfälschung 670
Urkundenfälschung. Metall- und Münzfälschung 672
Richterbestechung und verwandte Fälle 674
Fälschung von Verwandtschaft oder Rangstellung. Fälschung von Mass und Gewicht 676
Prozess. Strafe 677
3. Prozessbestechung 677
4. Ergänzungsklagen wegen Unrechtfertigkeit (dolus, stellionatus) 678
Ausserordentliche Civilklage wegen Arglist 678
Criminalklage wegen Stellionats 680
Sechster Abschnitt. Die geschlechtlichen Delicte 682
1. Nächstenvermischung (Incest) und Eheverbote 682
Das Verbot der Verwandtenehe im älteren Recht 682
Die Eheverbote des späteren Rechts 683
Die Eheverbote der Kaiserzeit 684
Thatbestand des Incests. Incestprozess 687
Inceststrafe 688
2. Verletzung der Frauenkeuschheit (adulterium, stuprum) 688
Die Hauszucht über die römische Frau 688
Das private und das öffentliche Unzuchtsverfahren der Republik 689
Das augustische Ehebruchsgesetz. Vom Keuschheitsgebot ausgeschlossene Weiber 691
Begriff der geschützten Ehe 693
Stuprum und adulterium 694
Thatbestand der Delicte 695
Ehebruchsprozess 696
Ehebruchsstrafen 698
3. Kuppelei (lenocinium) 699
4. Unehrenhafte Ehe 701
5. Bigamie 701
6. Entführung 701
7. Päderastie 703
Siebenter Abschnitt. Geschenknahme und Erpressung der Sachwalter und der Beamten (crimen pecuniarum repetundarum) 705
Unentgeltlichkeit der Bürgerleistungen. Geldnahme des Anwalts 705
Geldnahme des Beamten 706
Die Repetundengesetze 708
Beschränkung der republikanischen Repetundenklage auf den Senatorenstand 710
Erstreckung der Repetundenklage in der Kaiserzeit auf die Beamten insgemein 712
Thatbestand des Repetundendelicts. Geschenknahme 714
Eigenthumsaneignung. Erpressung 716
Concussion. Bestechung 717
Steuerdelicte 718
Untersagter Geschäftsverkehr 719
Sonstige Repetundendelicte 720
Civilrechtliche Rückforderungsklage 721
Rechtliche Besonderheiten dieser Quästion 722
Strafmass 727
Klage gegen die Erben. Klage gegen Dritte 731
Verjährung 732
Achter Abschnitt. Eigenthumsaneignung (furtum) 733
1. Der Diebstahl am Priva'tgut 733
Diebstahl am Privatgut. Gesetzliche Bestimmungen. Thatbestand: Contrectation 734
Beschränkung auf das bewegliche Eigenthum 739
Bereicherung des Diebes 741
Beschädigung des Bestohlenen. Versuchshandlungen 742
Die Parteien bei der Diebstahlsklage 743
Mitthäterschaft 745
Verfahren. Haussuchung 748
Diebstahlsprozess 749
Capitalprozess 750
Lösegeldverfahren 752
Infamie 754
Ausschluss der Vererbung und der Verjährung der Diebstahlsklage. Vindication des Bestohlenen 755
Condictio furtiva 757
2. Ehegattendiebstahl (actio rerum amotarum) 759
3. Diebstahl am Götter- (sacrilegium) und am Staatsgut (peculatus) 760
Die Gesetze über Sacrilegium und Peculat 761
Begriff des sacrilegium, 762
Begriff des Peculats 764
Capitalverfahren bei Sacrilegium und Peculat 766
Ersatzverfahren bei Sacrilegium und Peculat 768
Peculatklage gegen die Erben. Verjährung der Peculatklage 770
4. Erntediebstahl 772
5. Qualificirter Diebstahl der Kaiserzeit 773
6. Erbschaftsdiebstahl 777
Anmassung des Herrenrechts (plagium) 780
Begriff des Plagium 780
Strafe des Plagium 781
Kindesverkauf 782
Neunter Abschnitt. Personalverletzung (iniuria) 784
Iniuria im Sprachgebrauch 784
Gesetzgebung über die Injurie. Personalverletzung. Begriff der Persönlichkeit 785
Handgreifliche Injurie des Zwölftafelrechts 786
Personalverletzung des späteren Rechts 787
Beschränkte Klagbarkeit der Injurie des späteren Rechts 788
Einzelfälle der klagbaren Injurie 790
Magistratische Zulassung der Klage 796
Absichtlichkeit der Personalverletzung als Bedingung der Klagbarkeit 797
Mittelbare Injurie 798
Injurienklage des Gewalthabers. Versuch. Mitthäterschaft 799
Oeffentliches Strafverfahren wegen des Schmählieds; Bestrafung desselben 800
Privatprozess und Strafe der Injurie 801
Nach Zwölftafelrecht; nach dem Edict 802
Magistratische Einwirkung auf die Festsetzung der Strafsumme. Das Geschworenengericht 803
Geldstrafe. Infamie 805
Zehnter Abschnitt. Sachbeschädigung 809
Sachbeschädigung des öffentlichen und des Privatrechts 809
1. Tempelschädigung 810
2. Gräberschädigung 812
Gräberschutz im ältesten Recht 812
Die prätorische Klage wegen Gräberverletzung 813
Gräberbusse der Kaiserzeit 814
Criminelle Behandlung der Gräberverletzung in der Spätzeit 820
3. Schädigung des öffentlichen Eigenthums 822
Capitalverfahren bei Grenzverrückung nach ältestem Recht. Multverfahren bei Grenzverrückung 822
Beschädigung der Wasserleitungen 823
4. Schädigung des Privateigenthums (damnum iniuria) 825
Die Sachbeschädigung des Privatrechts 825
Klagerforderniss. Eigenthumsverletzung. Eigenthümerklage. Begriff der Schädigung 827
Absicht oder mangelnde Vorsicht des Schädigers 829
Wegfall der Verantwortlichkeit 830. Versuch. Mitthäterschaft. Prozess 831
Strafen 832
Noxalverfahren. Vererbung und Verjährung der Klage 833
5. Analoge Schädigungsklagen 833
Thierbeschädigung 834
Klage wegen umgehauener Fruchtbäume. Tödtung des Freien 835
Körperbeschädigung des Freien. Brandstiftung nach Zwölftafelrecht 836
Missbrauch der Adstipulation 837
Sclaven Verführung. Halten gefährlicher Thiere. Schädigung durch Guss und Wurf 838
Culpose Tödtung nach späterem Recht 839
Brandstiftung nach späterem Recht 840
Qualificirte Sachbeschädigungen 841
Fünftes Buch: Die Strafen 895
Erster Abschnitt. Die Strafe 897
Begriff der Strafe. Coercition und Judication 897
Eingreifen der hausherrlichen Bestrafung in die öffentliche 898
Ausschluss der Coercitionsmitttel. Terminologie : poena 899
Rechtsgrund der staatlichen Strafe : Selbsthülfe der Gemeinde und der hausherrlichen analoge Sittenzucht. Die öffentlichene Strafe als Sacralact 900
Sacration ohne Strafschuld 904
Die Privatstrafe als staatlich zugelassene oder abgelöste Rache. Oeffentliche und private Strafvollstreckung. Strafmittel 905
Die Capitalstrafe 907
Sammtbenennungen der nicht capitälen Strafen. Strafgesetz und Strafurtheil. Uebersicht der Strafmittel 909
Zweiter Abschnitt. Die Todesstrafe 911
Benennung. Befristung der Execution 911
Executionszeit. Executionsort 913
Magistratische und nichtmagistratische Execution. Magistratische Officialen. Formen der magistratischen Execution 915
Enthauptung mit dem Beil 916
Kreuzigung 918
Säckung 921
Feuertod; Enthauptung mit dem Schwert 923
Volksfesthinrichtung 925
Frauenhinrichtung und Hinrichtung im Kerker 928
Nichtmagistratische Execution. Felssturz 931
Häusliche Execution. Selbsttödtung. Populäre Execution 934
Geschichtliche Entwickelung der römischen Todesstrafe 939
Dritter Abschnitt. Verlust der Freiheit 945
Freiheitsentziehung von Gemeindewegen. Freiheitsentziehung im Privatverfahren 945
Zurückführung der Freigelassenen in die Unfreiheit 946
Freiheitsverlust unter dem Principat als Begleitstrafe. Servus poenae 947
Vierter Abschnitt. Einstellung in öffentliche Anstalten 949
Bergwerksstrafe 949
Zwangsarbeit 952
Fechtschule 953
Fünfter Abschnitt. Verlust des Bürgerrechts 956
Begleitstrafe bei der Perduellion; bei der Verurtheilung zur Deportation 957
Zur Zwangsarbeit 958
Sechster Abschnitt. Gefängniss 960
Executionshaft 961
Criminelle Verwendung der häuslichen Sclavenhaft 962
Siebenter Abschnitt. Ausweisung und Internirung 964
Austritt und Ausweisung aus der Gemeinde in republikanischer Zeit. Die relegatio in ihrer Entwickelung 964
Die sullanischen und die kaiserlichen Relegationsformen 967
Steigerung der administrativen Relegation. Ausschluss der Relegation bei den Unfreien und Beschränkung der Internirung auf die Wohlhabenden 968
Ortsgrenze der Relegation: Ausweisung 969
Interdiction Italiens 971
Internirung 973
Deportation 974
Zeitgrenzen der Relegation 976
Bestrafung der Uebertretung der Relegation. Verhältniss der verschiedenen Relegationsformen zu den Personal- und den Vermögensstrafen 977
Stellung der Relegation im Strafrecht 979
Achter Abschnitt. Körperstrafen 981
Körperverstümmelung im Privatrecht. Körperverstümmelung im öffentlichen Strafverfahren 981
Züchtigung : fustes und flagella 983
Züchtigung als Begleitstrafe. Züchtigung als Hauptstrafe 984
Neunter Abschnitt. Bürgerliche Zurücksetzung 986
Ungleichheit der bürgerlichen Rechtsstellung 986
1. Entziehung des Grabrechts und des ehrenhaften Gedächtnisses 987
Todtengericht. Verbot des Bestattens 987
Todtentrauer 989
Austilgung des Andenkens 990
2. Intestabilität 990
Intestabilität des Zwölftafelbuches 990
Intestabilität der Spätzeit 992
3. Delictische Bescholtenheit 993
4. Delictischer Ausschluss von der Aemterbewerbung und aus dem Senat 998
5. Delictische Untersagung der öffentlichen und der privaten Thätigkeit 1002
Verlust des Priesterthums. Verlust des Amtes 1002
Geschäftssperrung 1003
Zehnter Abschnitt. Einziehung des Vermögens oder einer Vermögensquote 1005
Vermögensconfiscation 1005
Beschränkung zu Gunsten der Kinder des Verurtheilten. Vermögensconfiscation als Begleitstrafe bei der Perduellion 1006
Bei dem Freiheitsverlust 1008
Bei der Relegation 1009
Elfter Abschnitt. Die Bussen 1012
Kategorien der Geldbussen 1012
1. Die magistratisch-comitiale Busse 1014
Aufkommen der öffentlichen Geldstrafe 1014
Modalitäten derselben 1015
2. Die prätorische Klage auf feste Geldbusse 1016
Die gesetzlich feste Geldbusse 1016
Einklagung im Civilverfahren 1017
Höhe der festen Busse 1019
3. Die prätorische Klage auf aestimatorische Geldbusse 1019
Magistratische Realisirung der Confiscationen und der Gemeindebussen. Beschlagnahme des confiscirten Vermögens 1022
Leistungsbürgschaft. Addiction. Gebrauch der Coercition 1023
Concurs. Einziehung des Sacramentum 1024
Einziehung der ädilicischen Strafgelder 1025
Abführung der Strafgelder in die Tempelkasse. Abführung der Strafgelder in die Kaiserkasse 1026
Eingreifen des Finanzbeamten in die Behandlung der Strafgelder 1028
Zwölfter Abschnitt. Gesetzliche Strafungleichheit und richterliche Strafbemessung 1031
Strafungleichheit des Freien und des Unfreien. Rechtsgleichheit der Freien unter der Republik. Rechtsungleichheit der Freien unter dem Principat 1032
Privilegirte Stände: Senatoren; Ritter 1033
Soldaten und Veteranen; Decurionen 1034
Honestiores und plebeii; strafrechtliche Privilegien 1035
Ausschluss der Strafbemessung im älteren Recht. Strafbemessung im plebejischen öffentlichen Prozess 1037
Strafbemessung im republikanischen Privatrecht 1038
Strafbemessung im Kaiserrecht 1039
Bestimmende Motive der richterlichen Strafbemessung 1041
Uebersicht der Strafen im Verhältniss zu den Delicten unter dem Principat 1044
Sachliches Register 1050
Register der behandelten Stellen 1069