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Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum

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Ladiges, M. (2013). Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum. Unter besonderer Berücksichtigung des § 14 Abs. 3 LuftSiG und der strafrechtlichen Beurteilung der Tötung von Unbeteiligten. 2. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54011-2
Ladiges, Manuel. Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum: Unter besonderer Berücksichtigung des § 14 Abs. 3 LuftSiG und der strafrechtlichen Beurteilung der Tötung von Unbeteiligten. (2).Duncker & Humblot, 2013. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54011-2
Ladiges, M (2013): Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum: Unter besonderer Berücksichtigung des § 14 Abs. 3 LuftSiG und der strafrechtlichen Beurteilung der Tötung von Unbeteiligten, 2,Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54011-2

Format

Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum

Unter besonderer Berücksichtigung des § 14 Abs. 3 LuftSiG und der strafrechtlichen Beurteilung der Tötung von Unbeteiligten

Ladiges, Manuel

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 1068

(2013)

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About The Author

Manuel Ladiges, geboren 1979 in Göttingen, ist Habilitand an der Georg-August-Universität Göttingen. Er studierte von 2000 bis 2004 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und war von 2004 bis 2006 tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Wolfgang Joecks, der auch die Promotion betreute. 2006/2007 absolvierte er ein LL.M.-Studium an der University of Edinburgh. Im Anschluss folgte das Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht mit einer Wahlstation beim Bundesverfassungsgericht im Dezernat von Prof. Dr. Andreas Voßkuhle.

Abstract

Die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr im Inland im Allgemeinen und um den Abschuss von Luftfahrzeugen im Besonderen ist auch nach der Nichtigkeitserklärung des § 14 Abs. 3 LuftSiG durch den Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts mit Urteil vom 15.2.2006 nicht verstummt.

In der Zweitauflage stellt Manuel Ladiges in einem separaten Kapitel die aktuelle Entwicklung in der Rechtsprechung seit 2007 dar. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung des Plenarbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 3.7.2012 für den Einsatz der Streitkräfte im Katastrophennotstand. Das neue systematische Verständnis des Bundesverfassungsgerichts hinsichtlich des Verhältnisses von Art. 35 Abs. 2 und 3 GG zu Art. 87a Abs. 4 GG wird kritisch hinterfragt. Durch die Einarbeitung von über 230 neuen Literaturnachweisen wird zudem der aktuelle Diskussionsstand in der Literatur zu den verfassungs- und strafrechtlichen Aspekten des Streitkräfteeinsatzes zur Abwehr von Gefahren aus dem Luftraum eingehend analysiert.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort zur 2. Auflage 7
Vorwort zur 1. Auflage 8
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 21
1. Teil: Einleitung 27
2. Teil: Bestimmung verfassungsrechtlicher Begriffe 33
A. „Einsatz“ im Sinne des Art. 87a Abs. 2 GG 33
I. Meinungsstand 34
1. Jegliche Verwendung 34
2. Kriterium der „Bewaffnung“ 35
3. Kriterium der „militärischen Verwendung“ 36
4. Kriterium der „innenpolitischen Neutralität“ 36
5. Führung durch Befehl und Gehorsam 37
6. „Zweigliedriger Einsatzbegriff“ 38
7. Ansatz von Schäuble 39
8. Mittel der vollziehenden Gewalt bzw. hoheitliches Handeln 39
II. Anwendung auf die Tätigkeiten auf Grundlage des LuftSiG 41
1. Maßnahmen nach §§ 14 Abs. 1, 15 Abs. 1 LuftSiG 42
2. Allgemeine Luftraumüberwachung 44
a) Meinungsstand 46
b) Vergleich mit AWACS-Überwachungsflügen 48
aa) Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 25. März 2003 48
bb) Bewertung in der Literatur 49
c) Stellungnahme und Ergebnis 51
d) Exkurs: Luftraumüberwachung bei der WM 2006 53
III. Zusammenfassende Thesen zum Begriff „Einsatz“ im Sinne des Art. 87a Abs. 2 GG 54
B. „Verteidigung“ im Sinne des Art. 87a Abs. 1, 2 GG 54
I. Meinungsstand 56
II. Bewertung 59
III. Zwischenergebnis 61
1. Verfassungsauftrag und Kompetenzgrundlage 61
2. Begrenzungsfunktion 62
IV. Völkerrechtliche Aspekte der Verteidigung 67
1. Gewaltverbot gemäß Art. 2 Nr. 4 UN-Charta 68
2. Selbstverteidigungsrecht gemäß Art. 51 UN-Charta 69
a) Definition des „bewaffneten Angriffs“ 71
aa) Neubestimmung des Selbstverteidigungsrechts 73
(1) Politische Reaktionen 73
(2) Literaturmeinungen 75
(3) Gutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 9. Juli 2004 77
bb) Bewertung 79
(1) Wortlaut 80
(2) Historische Aspekte 81
(3) Praxis nach dem 11. September 2001 82
(4) Teleologisch-funktionelle Auslegung 84
b) Umfang des Selbstverteidigungsrechts gegen nicht-staatliche Angreifer 87
c) Zwischenergebnis 90
3. Spezielle völkerrechtliche Regelungen für den Luftverkehr 90
a) Art. 3 bis Chicago Convention 91
b) Anwendung auf das LuftSiG 92
c) Eigene Ansicht 94
d) Zwischenergebnis 96
4. Ergebnis zu den völkerrechtlichen Aspekten der Verteidigung 96
V. Neuausrichtung beziehungsweise Erweiterung des verfassungsrechtlichen Verteidigungsbegriffs 96
1. Air-Policing als originäre Verteidigungsaufgabe 99
2. Betrachtung von der Opferseite 103
3. Wirksamkeit der Landesverteidigung 104
4. Ansatz von Wiefelspütz 105
VI. Kritik gegen eine Neuausrichtung beziehungsweise Erweiterung 106
VII. Bewertung 110
1. Historische Aspekte 111
2. Entstehungsgeschichte 112
3. Systematik und Normzweck 113
4. Staatspraxis 118
5. Zwischenergebnis 118
VIII. Anwendung auf denkbare Gefahrenlagen 119
1. Grundlegendes zur Bestimmung des Ursprungs der Gefahr 119
2. Grenzüberschreitender Sachverhalt 122
3. Mittelbarer Angriff von außen 124
a) Meinungsstand 125
b) Eigene Ansicht 127
aa) Mittelbarer Angriff von außen aus völkerrechtlicher Sicht 127
bb) Vereinbarkeit mit Art. 87a Abs. 2 GG 131
cc) Zwischenergebnis 134
4. Staatsangehörigkeit 134
a) Deutsche Staatsangehörige 134
b) Ausländische Staatsangehörige 136
5. Angriffe gegen die Bundeswehr 136
a) Grundsätze der Eigensicherung der Streitkräfte 136
b) Anwendung auf die Praxis 138
6. Angriffe aus der Bundesrepublik gegen NATO-Staaten 139
IX. Beurteilungsspielraum bezüglich der Verteidigung 142
1. Entscheidungskompetenz für Einsätze zur Verteidigung 143
a) Meinungsstand 143
b) Eigene Ansicht 144
2. Luftzwischenfall am 11. September 1972 146
a) Meinungsstand 147
b) Bewertung 148
aa) Vergleich mit Sekundäreinsätzen der Streitkräfte 149
bb) Übertragbarkeit auf den Verteidigungsauftrag 150
3. Gerichtliche Überprüfbarkeit 152
a) „Judicial Restraint“ im angloamerikanischen Rechtskreis 152
b) Rechtsweggarantie gemäß Art. 19 Abs. 4 GG 153
4. Zwischenergebnis 156
X. Umfang des Verteidigungseinsatzes 156
XI. Zusammenfassende Thesen zur Verteidigung im Sinne des Art. 87a Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 GG 157
C. Streitkräfte 158
I. Allgemeine Definition 158
II. Abordnung an Gefahrenabwehrbehörden 159
D. Exkurs: Verbesserte Ausstattung der Polizeikräfte 161
3. Teil: Abwehr auf Grundlage des LuftSiG 163
A. Einleitung 163
I. Historischer Hintergrund 163
II. Handlungsbedarf nach dem 11. September 2001 165
B. Neuregelungen des LuftSiG 167
I. Allgemeine Regelungen 168
II. Regelungen bezüglich des Einsatzes der Streitkräfte 168
1. § 13 LuftSiG 168
a) § 13 Abs. 1 LuftSiG 169
b) § 13 Abs. 2 LuftSiG 169
c) § 13 Abs. 3 LuftSiG 170
d) § 13 Abs. 4 LuftSiG 171
2. § 14 LuftSiG 171
a) § 14 Abs. 1 LuftSiG 172
b) § 14 Abs. 2 LuftSiG 172
c) § 14 Abs. 3 LuftSiG 173
d) § 14 Abs. 4 LuftSiG 174
3. § 15 LuftSiG 175
C. Verfassungsmäßigkeit der §§ 13 bis 15 LuftSiG in formeller und wehrverfassungsrechtlicher Hinsicht 177
I. Formelle Verfassungsmäßigkeit 177
1. Zuständigkeit für die Regelungen in §§ 13 bis 15 LuftSiG 177
a) Art. 73 Nr. 6 GG 177
b) Art. 73 Nr. 1 GG 179
aa) „Finaler Ansatz“ 180
bb) Restriktiver Ansatz 181
cc) Extensiver Ansatz 182
dd) Gleichstellung des Verteidigungsbegriffs in Art. 73 Nr. 1 und Art. 87a Abs. 2 GG 183
ee) Bewertung der Bundeskompetenz nach Art. 73 Nr. 1 GG 183
c) Ungeschriebene Gesetzgebungskompetenz des Bundes 185
d) Zwischenergebnis 186
2. Verfahren 186
a) Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens 187
b) Verfassungsmäßigkeit des Verfahrens 190
aa) Zustimmungsbedürftigkeit gemäß Art. 84 Abs. 1 GG 191
bb) Zustimmungsbedürftigkeit gemäß Art. 85 Abs. 1 GG 192
(1) Einrichtung von Behörden 192
(2) Zustimmungsbedürftigkeit durch Regelungen des Verwaltungsverfahrens 194
cc) Zustimmungsbedürftigkeit gemäß Art. 87d Abs. 2 GG 197
(1) Zustimmungsbedürftigkeit durch § 16 Abs. 3 Satz 2 LuftSiG 197
(2) Zustimmungsbedürftigkeit durch § 16 Abs. 2 LuftSiG 199
dd) Zustimmungsbedürftigkeit durch die Änderung des LuftVG 200
c) Zwischenergebnis 201
3. Form 201
4. Zwischenergebnis formelle Verfassungsmäßigkeit 201
II. Materielle Verfassungsmäßigkeit der §§ 13 bis 15 LuftSiG aus wehrverfassungsrechtlicher Sicht 202
1. Vereinbarkeit mit Art. 87a Abs. 2 GG 202
a) Einsatzermächtigung gemäß Art. 35 Abs. 1 GG 202
aa) Bejahung einer ausdrücklichen Zulassung 203
bb) Bewertung 204
b) Einsatzermächtigung gemäß Art. 35 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 GG 205
aa) Allgemeines zum Katastrophennotstand 206
(1) Tatbestandliche Voraussetzungen 206
(2) Art. 35 Abs. 3 Satz 1 GG als Bundeskompetenz 210
(3) Rechtsgrundlagen für Einzelbefugnisse 211
bb) Zulässigkeit des Präventiveinsatzes 213
(1) Grammatikalische Auslegung 214
(2) Historische Aspekte 218
(3) Entstehungsgeschichte 219
(4) Systematische Auslegung 220
(a) Bezug zu Art. 35 Abs. 2 Satz 1 GG 221
(b) Bezug zu Art. 87a Abs. 2 GG 222
(c) Bezug zu sonstigen Regelungen 222
(d) Bewertung 223
(5) Teleologische Auslegung 224
(6) Zwischenergebnis zum Präventiveinsatz 227
(7) Konstruktion eines „Gesamtunglücksfalls“ 227
cc) Einschränkung nach Einsatzmittel 228
(1) Meinungsstand 229
(2) Grammatikalische Auslegung 232
(3) Historische Auslegung 233
(4) Entstehungsgeschichte 233
(5) Systematik und Normzweck 235
(6) Zwischenergebnis 236
dd) Einschränkung in zeitlicher Hinsicht 237
c) Besonderheiten für den Einsatz im überregionalen Katastrophennotstand 240
d) Entscheidungskompetenz für den Einsatz der Streitkräfte 241
aa) Entscheidungskompetenz im überregionalen Katastrophennotstand 241
(1) Begriff der „Bundesregierung“ in Art. 35 Abs. 3 Satz 1 GG 242
(2) Ausnahmen 244
(a) Staatspraxis 244
(b) Befehls- und Kommandogewalt nach Art. 65a GG 247
(c) Vorläufige Notkompetenz 249
(d) Bewertung 250
(e) Zwischenergebnis 253
bb) Entscheidungskompetenz im regionalen Katastrophennotstand 253
cc) Parlamentsvorbehalt für Einsätze nach Art. 35 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 GG? 255
(1) Meinungsstand 256
(2) Eigene Ansicht 258
(3) Ergebnis 261
2. Sonstige Grundlagen für den Streitkräfteeinsatz 261
a) Einsatz nach Art. 87a Abs. 3 GG 261
aa) Einsatz im Verteidigungsfall 262
bb) Einsatz im Spannungsfall 263
b) Einsatz nach Art. 87a Abs. 4 Satz 1 GG 264
aa) Einsatzvoraussetzungen 265
(1) Ansatz von Fiebig 267
(2) Eigene Ansicht 268
bb) Rechtsfolge 270
(1) Begriff der „Aufständischen“ 270
(2) Militärische Bewaffnung 272
cc) Ergebnis 273
c) Analoge Anwendung von Art. 87a Abs. 4, 91 Abs. 2 Satz 1, 2. Alt., Satz 3 GG 273
d) Einsatz auf Grundlage von Art. 73 Nr. 6, 87d GG? 273
e) Ungeschriebenes Notrecht als Grundlage 275
III. Zusammenfassende Thesen zur Verfassungsmäßigkeit des LuftSiG 277
D. Grundrechtliche Probleme 278
I. Grundlegendes zur Tötung von Störern und Unbeteiligten 280
1. Tötung der Störer 280
2. Tötung von sonstigen Flugzeuginsassen 282
a) Behandlung von Unbeteiligten nach geltendem Recht 282
aa) Begriff „Unbeteiligter“ 282
bb) Gefährdung des Lebens Unbeteiligter 284
(1) Rechtslage nach dem UZwGBw 284
(2) Gefährdung nach dem allgemeinen Polizeirecht 286
(3) Zwischenergebnis 287
cc) Exkurs: Tötung von Unbeteiligten nach der EMRK 288
(1) Grundlegendes zur EMRK 289
(2) Ausnahmen vom Tötungsverbot nach Art. 2 Abs. 2 EMRK 291
(3) Einschränkung nach Art. 15 Abs. 2 EMRK 293
(a) Krieg 294
(b) Rechtmäßige Kriegshandlung 295
b) Ergebnis 297
3. Tötung von Dritten 298
II. Vereinbarkeit mit der Menschenwürde gemäß Art. 1 Abs. 1 GG 299
1. Meinungsstand in der Literatur vor der Diskussion um das LuftSiG 301
a) Tötungen durch die Streitkräfte im Notstandsfall 301
b) Tötung Unbeteiligter im Rahmen des Widerstandsrechts 302
aa) Ansätze in der Literatur 302
bb) Rechtsprechung 303
cc) Zwischenergebnis 304
2. Philosophische Betrachtungen 304
a) Ansatz von Fritze 305
b) Ansatz von Sinn 307
c) Dogmatik der Grenzsituation 307
3. Diskussion nach den Anschlägen vom 11. September 2001 309
a) Äußerungen in der öffentlichen Sachverständigenanhörung 310
b) Quantifizierung als Menschenwürdeverstoß 310
c) Weitere Stimmen pro Menschenwürdeverletzung 312
d) Ansatz von Herdegen 313
e) Ansatz von Re. Merkel 315
f) Ansatz von Gramm 316
g) Weitere Stimmen contra Menschenwürdeverletzung 316
4. Ansicht des Bundesverfassungsgerichts 318
a) Rekurs auf die „Objektformel“ 318
b) Unsicherheiten in tatsächlicher Hinsicht 320
5. Interpretation und Bewertung des Urteils 321
a) Rechtswissenschaftliche Äußerungen 321
b) Politische Äußerungen 325
6. Eigene Bewertung 328
a) Eigene Interpretation des Urteils 328
b) Offenheit der Objektformel 332
aa) Philosophischer Hintergrund der Objektformel 332
bb) Weiterentwicklung durch Wintrich und Dürig 333
cc) Ansätze in der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung 335
dd) Zwischenergebnis 336
c) Konkretisierung im Hinblick auf die Tötung Unbeteiligter 337
aa) Entstehungsgeschichtlicher Hintergrund 337
bb) Tötungshandlungen durch die Bundeswehr 338
(1) Lösungsansätze in der Literatur 340
(a) „Schutzbereichslösung“ 340
(b) „Notwehrlösung“ 341
(c) Anwendung kriegsvölkerrechtlicher Grundsätze 341
(2) Bewertung 343
(3) Zwischenergebnis 344
cc) Lebensgefährdungen im Bereich der Wehrpflicht 345
(1) Rechtfertigung der Lebensgefährdung 347
(2) Bewertung 347
(3) Zwischenergebnis 349
dd) Widerstandsrecht gemäß Art. 20 Abs. 4 GG 350
d) Praktische Probleme 351
e) Abschließende Betrachtung 352
7. Zwischenergebnis 355
III. Vereinbarkeit mit dem Grundrecht auf Leben 355
1. Schutzbereich des Grundrechts auf Leben 356
2. Eingriff durch § 14 Abs. 3 LuftSiG 357
a) Ansatz von Hochhuth 357
b) Ablehnung eines Grundrechtsverzichts 357
aa) Praktische Probleme 358
bb) Leben als disponibles Rechtsgut 358
c) Bewertung 359
d) Zwischenergebnis 360
3. Verhältnismäßigkeitsgrundsatz 361
a) Legitimer Zweck 361
b) Geeignetheit 362
c) Erforderlichkeit 362
d) Angemessenheit 364
aa) Auffassungen in der Literatur 365
(1) Ansätze für die Angemessenheit 366
(2) Ansätze gegen die Angemessenheit 367
bb) Auffassung des Bundesverfassungsgerichts 370
cc) Eigene Auffassung 371
(1) Bedeutung der Formulierung „Höchstwert“ 371
(a) Meinungsstand 372
(b) Eigene Ansicht 373
(2) Kollision von Schutzpflicht und Achtungsanspruch 375
(a) Schleyer-Urteil 379
(b) Anwendung auf § 14 Abs. 3 LuftSiG 380
(c) Eigene Ansicht 381
(3) Regelungsspielraum des Gesetzgebers 383
(4) „Dammbruch“-Argumente 387
(5) Prognoseunsicherheiten 388
e) Wesensgehaltsgarantie 389
4. Ergebnis 391
IV. Sinnhaftigkeit beziehungsweise Möglichkeit einer Regelung 391
1. Meinungsstand 391
2. Stellungnahme 393
V. Zusammenfassende Thesen zum Grundrechtsteil 396
4. Teil: Befehlsrecht 398
A. Grundlagen des Befehlsrechts 398
I. Verstoß gegen die Menschenwürde 399
II. Fehlender dienstlicher Zweck 399
III. Begehung einer Straftat 401
B. Ergebnis 402
5. Teil: Strafrechtliche Rechtfertigung der Tötung von Unbeteiligten 403
A. Nothilfe, § 32 StGB 404
B. Rechtfertigender Notstand, § 34 StGB 406
I. Grundlegendes zum rechtfertigenden Notstand 407
1. Ältere Legitimationsansätze 408
2. Pawliks Ansatz 409
II. Grundsatz: Keine Abwägung von „Leben gegen Leben“ 411
III. Ausnahmen 413
1. Rechtfertigender Defensivnotstand 413
a) Allgemeines 413
b) Anwendung auf die Konstellation des § 14 Abs. 3 LuftSiG 414
2. Rechtfertigende Pflichtenkollision 416
a) Allgemeines 416
b) Kollision von Handlungs- und Unterlassungspflicht 417
aa) Meinungsstand 417
bb) Anwendung auf die Konstellation des § 14 Abs. 3 LuftSiG 418
3. Gefahrengemeinschaft 420
a) Mehrseitige Verteilung von Rettungschancen 421
b) Einseitige Verteilung von Rettungschancen 424
aa) Bejahung der Rechtfertigung 424
bb) Ablehnung der Rechtfertigung 427
(1) Lebenszeitverkürzung 427
(2) Prognoseunsicherheiten 429
(3) Weitere Argumente 430
cc) Ansicht der Rechtsprechung 432
dd) Übertragbarkeit auf die Konstellation des § 14 Abs. 3 LuftSiG 434
IV. Rechtsvergleichende Hinweise 436
1. Europäischer Raum 436
2. Ansätze im angloamerikanischen Strafrecht 436
a) US v Holmes 437
b) „Mignonette-Fall“ 437
c) Re A 439
d) Aktuelle Äußerungen in der Literatur 441
e) Zwischenergebnis 443
V. Eigene Stellungnahme 443
1. Strafrechtlicher Schutz des Lebens vor der Vollendung der Geburt 444
a) Medizinische Indikation 444
aa) Leitentscheidung des Reichsgerichts 445
bb) Auffassungen in der Literatur 446
cc) Folgerungen für die Abwägung „Leben gegen Leben“ 447
b) Perforation 450
aa) Lösungsansätze in der Literatur 451
bb) Eigene Ansicht 452
c) Zusammenfassung 453
2. Inkonsequenz der Entschuldigungslösung 455
a) Ansätze in der Literatur für die Entschuldigung 456
b) Bewertung 457
3. Quantitative und qualitative Aspekte im Bereich des Lebens 459
a) Tötung durch das Unterlassen von Rettungsmaßnahmen 459
aa) BGH, Urteil vom 28. Juli 1970 – 1 StR 175/70 459
bb) Folgerungen 460
b) Quantifizierung bei Pflichtenkollision 461
aa) Meinungsstand 461
bb) Bewertung 462
c) Aspekte der Abwägung am Ende des menschlichen Lebens 464
d) Zwischenergebnis 465
4. Entkräftung der „Dammbruch“-Argumente 466
5. „Klugheitsmaxime“ 467
6. Problem des Notwehr- beziehungsweise Nothilferechts 468
7. Abschließende Betrachtung 470
VI. Ergebnis 474
C. Rechtfertigung als hoheitliche Maßnahme 474
D. Zusammenfassende Thesen zur strafrechtlichen Rechtfertigung 475
6. Teil: Entschuldigungsgründe und „rechtsfreier Raum“ 476
A. Entschuldigender Notstand, § 35 Abs. 1 StGB 476
B. Verbotsirrtum, § 17 Satz 1 StGB 476
C. Entschuldigung durch Handeln auf Befehl 478
D. Übergesetzlicher entschuldigender Notstand 480
I. Historischer Hintergrund 480
II. Anwendung auf den Abschuss von Luftfahrzeugen 481
E. Figur des „rechtsfreien Raums“ 482
I. Befürworter aus dem strafrechtlichen Schrifttum 483
II. Gegenpositionen 484
III. Bewertung 484
F. Zwischenergebnis 488
7. Teil: Zusammenfassung und Ausblick 489
8. Teil: English Summary 493
I. Deployment of the Bundeswehr against attacks by non-state actors 493
II. Deployment of the Bundeswehr in a state of emergency 494
III. Violation of basic rights 494
IV. Justification of killing innocent people 496
9. Teil: Aktuelle Entwicklungen in Rechtsprechung und Literatur 498
A. Verfassungsrechtliche Begriffe 499
I. Der Einsatzbegriff im Sinne von Art. 87a Abs. 2 GG 499
1. Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 499
2. Die Hauptsacheentscheidung im Verfahren zur AWACS-Überwachung 500
3. Der Plenarbeschluss des Bundesverfassungsgerichts 501
4. Auswirkung für die Verwendung der Streitkräfte nach §§ 13 ff. LuftSiG 502
II. „Verteidigung“ im Sinne des Art. 87a Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 GG 503
B. Entwicklungen im materiellen Wehrverfassungsrecht 506
I. Abwehr auf Grundlage des LuftSiG 506
1. Formelle Verfassungsmäßigkeit des LuftSiG 506
a) Zuständigkeit des Bundes für §§ 13 bis 15 LuftSiG 506
b) Zustimmungsbedürftigkeit 507
2. Der Rechtsrahmen für den Einsatz im Katastrophennotstand 510
a) Allgemeine Anforderungen 510
b) Zulässige Einsatzmittel 511
c) Entscheidungsbefugnis für den Einsatz 513
d) Wehrverfassungsrechtlicher Parlamentsvorbehalt? 514
e) Sonstige Auswirkungen des Plenarbeschlusses auf Streitkräfteeinsätze 515
II. Abschuss als Maßnahme des übergesetzlichen Notstandes? 517
III. Reformdiskussion 518
C. Grundrechtliche Probleme 521
I. Bindungswirkung der grundrechtlichen Ausführungen 521
II. Verstoß gegen die Menschenwürde 522
III. Kollision von Achtungsanspruch und Schutzpflicht 525
D. Strafrechtliche Rechtfertigungslösung 528
I. Anwendung der Grundsätze des Defensivnotstands 528
II. Einseitige Verteilung von Rettungschancen 533
Literaturverzeichnis 538
Literaturverzeichnis zur 2. Auflage 593
Sonstige Dokumente (Auswahl) 607
Sach- und Personenregister 609