Menu Expand

Ausgestaltung der absatzpolitischen Parameter im islamkonformen Retailgeschäft

Gegenüberstellung der absatzpolitischen Ausgestaltungsmaßnahmen im türkischen islamkonformen und konventionellen Retailgeschäft

Yavuz, Ilker

Studien zur Kredit- und Finanzwirtschaft / Studies in Credit and Finance, Vol. 188

(2013)

Additional Information

Book Details

Pricing

About The Author

Ilker Yavuz wurde 1982 als Sohn einer Gastarbeiterfamilie in Lauf a.d. Pegnitz geboren. Nach der Rückkehr der Familie in die Türkei wuchs er in Istanbul auf. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Istanbul und erhielt ein Hochschulstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Nach seinem Volkswirtschaftsstudium in Bamberg arbeitete er als Analyst für ein deutsches Investmentunternehmen. Parallel begann er mit einem Promotionsstudium als externer Doktorand an der Technischen Universität Chemnitz. 2012 schloss er das Promotionsstudium ab und erlangte den Doktortitel (Dr. rer. pol.). Er lebt seit 2010 in Istanbul und arbeitet für die dort ansässige Siemens Niederlassung.

Abstract

In der Bundesrepublik stellt die deutschtürkische Gesellschaft mit rund 84 Prozent den größten Teil der Muslime und birgt damit das größte Potential für ein islamgerechtes Retailgeschäft. Vor diesem Hintergrund wird das türkische islamkonforme Retailgeschäft als Orientierungshilfe herangezogen. Auf Basis von ausgewählten Untersuchungsmerkmalen werden die absatzpolitischen Ausgestaltungsmaßnahmen im Retailgeschäft der türkischen islamgerechten und konventionellen Banken untersucht. Der vorhandene Optimierungsbedarf in der Auslegung der absatzpolitischen Parameter wird anhand einer Kundenbefragung überprüft. Zuletzt werden die evaluierten Ausgestaltungsmuster auf das deutsche Retailgeschäft übertragen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwischen beiden Banksegmenten besonders in der Ausgestaltung der Kommunikations- und Personalpolitik signifikante Unterschiede bestehen. Zudem stellen die Retailkunden der islamgerechten Banken im Vergleich zu den Kunden der konventionellen Banken geringere Ansprüche an die Ausgestaltung der Produkt- und Preispolitik und sind dementsprechend zufriedener.In Germany, 84 percent of the Muslim population is Turkish originated people. Therefore the Turkish society holds the greatest potential as a targeted group for an Islamic retail banking market. Thus, the Islamic retail banking market in Turkey was selected as a benchmark. Through the pre-determined criteria, the applied marketing strategies of interest-free and conventional banks were investigated.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abbildungsverzeichnis 13
Tabellenverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis 18
1 Einführung 21
1.1 Ausgangslage und Problemstellung 21
1.2 Definition und Eingrenzung des ­Untersuchungsgegenstandes 22
1.3 Stand der Forschung und Nutzen der Arbeit 25
1.3.1 Bestandaufnahme der Literatur 26
1.3.2 Nutzen der Arbeit 27
1.4 Gang der Dissertation 28
2 Konzeptionelle und marktspezifische Grundlagen 30
2.1 Strukturelle Veränderungen im Retailkundengeschäft 30
2.2 Privatkunden im Informationszeitalter 33
2.2.1 Kundenprozess 34
2.2.2 Kundenprozessportal 36
2.2.3 Customer-Relationship-Management (CRM) 37
2.2.3.1 Beziehungsmarketing 38
2.3.3.2 Wissensmanagement 40
2.2.4 Kundensegmentierung 40
2.3 Absatzpolitische Parameter 41
2.3.1 Entwicklung des absatzpolitischen Instrumentariums 41
2.3.2 Produktpolitik 43
2.3.2.1 Sortimentspolitik 44
2.3.2.2 Markenpolitik 45
2.3.3 Preispolitik 46
2.3.3.1 Preissetzung 46
2.3.3.2 Preisdifferenzierung 48
2.3.3.3 Preisfairness 48
2.3.3.4 Preisbündelung 49
2.3.4 Vertriebspolitik 50
2.3.4.1 Distributive Aufgabenkombination im Retailgeschäft 51
2.3.4.2 Mehr-Kanal-Vertrieb im Retailgeschäft 53
2.3.5 Kommunikationspolitik 53
2.3.5.1 Werbung 54
2.3.5.2 Öffentlichkeitsarbeit 55
2.3.5.3 Verkaufsförderung 55
2.3.6 Personalpolitik 55
2.3.7 Prozesspolitik 56
2.3.8 Ausstattungspolitik 57
3 Islamkonformes Retailgeschäft in der Türkei 58
3.1 Islamgerechtes Banksystem 58
3.1.1 Verwehrte und erlaubte Einnahmequellen 59
3.1.2 Funktion des Kapitals 63
3.2 Islamgerechtes Banksegment in der Türkei 65
3.3 Retailproduktportfolio der islamkonformen Banken 68
3.3.1 Einlagen 68
3.3.2 Kredite 71
3.3.2.1 Handelskredit 71
3.3.2.2 Beteiligungskredit 76
3.3.2.3 Sozialkredit 77
3.3.2.4 Kritik an der Allokation der islamgerechten Privatkundenkredite 77
3.3.3 Kontoführung 79
3.3.3.1 Girokonto 79
3.3.3.2 Kreditkarte 80
3.3.4 Zahlungsverkehr 82
3.3.5 Versicherungen 83
3.3.6 Depotgeschäft 84
3.3.7 Anlageberatung 85
4 Untersuchungsmethodik 87
4.1 Fallstudienstudientechnik 87
4.2 Abgrenzung gegenüber anderen Forschungstechniken 88
4.2.1 Fallstudie versus Experiment 89
4.2.2 Fallstudie versus Umfrage 89
4.2.3 Fallstudie versus Analyse von Archivmaterial 90
4.3 Stärken der Fallstudientechnik 90
4.4 Grenzen der Fallstudientechnik 91
4.5 Fallstudiendesign 93
4.6 Untersuchungsgegenstand 94
4.7 Datenerhebungsinstrumente 97
4.7.1 Eigene Beobachtungen 98
4.7.2 Expertengespräche 102
4.7.3 Kundenbefragung 104
4.7.4 Dokumentenstudium 104
4.8 Realisierter Forschungsprozess 104
5 Fallstudienuntersuchung 108
5.1 Untersuchten Banken 108
5.1.1 Bank Asya 108
5.1.2 Türkiye Finans 109
5.1.3 Albaraka Türk 110
5.1.4 Kuveyt Türk 111
5.1.5 Türkiye İş Bankası 112
5.1.6 Garanti Bankası 114
5.1.7 Akbank 115
5.1.8 Yapı Kredi Bankası 116
5.2 Untersuchungsmerkmale 118
5.3 Aufnahme der Fallmonographien 120
5.3.1 Sortimentsbreite und -tiefe 122
5.3.2 Produktqualität 126
5.3.3 Markenanzahl 129
5.3.4 Markenidentifikation 131
5.3.5 Preissetzung 136
5.3.6 Preisdifferenzierung 138
5.3.7 Preistransparenz 138
5.3.8 Preisbündelung 141
5.3.9 Kanalangebot 142
5.3.10 Kundenprozess-Abdeckung 144
5.3.11 Filialkennzahlen 147
5.3.12 Werbestrategie 149
5.3.13 Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufsförderung 153
5.3.14 Personalkennzahlen 159
5.3.15 Personalgestaltung 160
5.3.16 Kundenberatung 164
5.3.17 Arbeitstrennung 168
5.3.18 Automatisierung 169
5.3.19 Filial- und Homepagedesign 170
5.3.20 Filialausstattung 171
6 Kundenzufriedenheitsbefragung 173
6.1 Kundenzufriedenheit 173
6.2 Charakterisierung der Kundenbefragung 175
6.3 Statistische Auswertung der Kundenbefragung 186
6.3.1 Produktpolitik 189
6.3.2 Preispolitik 193
6.3.3 Vertriebspolitik 197
6.3.4 Kommunikationspolitik 201
6.3.5 Personalpolitik 206
6.3.6 Prozesspolitik 214
6.3.7 Ausstattungspolitik 216
6.3.8 Gesamtzufriedenheit 218
7 Übertragung der absatzpolitischen Strategien 220
7.1 Deutschtürken 220
7.1.1 Soziodemographie 222
7.1.2 Drei Generationen 224
7.1.3 Religion 225
7.1.4 Familie 226
7.1.5 Mediennutzung 228
7.2 Vergleich der Türken in Deutschland und in der Türkei 230
7.2.1 Quantitativer Vergleich 231
7.2.2 Qualitativer Vergleich 233
7.3 Übertragung der absatzpolitischen Ausgestaltungsmuster auf das deutsche Retailgeschäft 236
7.3.1 Produktpolitik 238
7.3.2 Preispolitik 242
7.3.3 Vertriebspolitik 243
7.3.4 Kommunikationspolitik 244
7.3.5 Personalpolitik 247
7.3.6 Prozesspolitik 249
7.3.7 Ausstattungspolitik 250
Anhang 251
Anhang A: Kundenzufriedenheitsfragebogen 253
Anhang B: Müşteri Memnuniyeti Anketi 260
Anhang C: Angaben zu den Gesprächspartnern 267
Anhang D: Synoptische Tabellen zu den Fallmonographien der Banken 268
Anhang E.1: Soziodemographische und verhaltensspezifische Besonderheiten der befragten Retailkunden 300
Anhang E.2: Reliabilitätsanalyse 308
Anhang E.3: Stichprobenanalyse (One-Sample Kolmogorov-Smirnov-Test) 310
Anhang E.4: Vergleichsanalyse (Mann-Whitney-U-Test) 318
Anhang E.5: Frequenzanalyse 323
Zusammenfassung 375
Summary 377
Literaturverzeichnis 379
Sachwortverzeichnis 410